Was ist Nanotechnologie

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Zitat von Albert Einstein

Autorin Patricia Lefèvre

Nun, der gute Albert möge zu seiner Zeit damit völlig recht gehabt haben – er kannte die Nanotechnologie noch nicht.

Was ist überhaupt Nanotechnologie?

Die Nanotechnologie ist die Manipulation und Herstellung von Materialien und Geräten auf der Skala von Atomen oder kleinen Gruppen von Atomen. Die „Nanoskala“ wird typischerweise in Nanometern oder Milliardstel Metern gemessen (nanos, das griechische Wort für „Zwerg“, ist der Ursprung der Vorsilbe), und Materialien, die in diesem Maßstab hergestellt werden, weisen aufgrund quantenmechanischer Effekte oft besondere physikalische und chemische Eigenschaften auf.

Es gibt auf der Welt keinen breiteren Forschungs- und Einsatzbereich als die Nanotechnologie. Dieser geht von Optik/Mikroelektronik, Informationstechnologie, Lebensmittel, Pflanzenschutz und Wachstum über die Pharmazie und Kosmetika, weiter in die Biotechnologie, Automobilindustrie bis hin zur Luft-und Raumfahrt.

Milliarden mikroskopisch kleiner „Nanowhisker“, die jeweils etwa 10 Nanometer lang sind, werden molekular an natürliche und synthetische Fasern angehängt, um zum Beispiel Kleidung und andere Stoffe: wie Folien, Farben oder auch Pfannen schmutzabweisend zu machen – der sogenannte Lotuseffekt.

In Kosmetika Produkten werden Zinkoxid-Nanokristalle verwendet um unsichtbare Sonnenschutzmittel herzustellen, um ultraviolettes Licht zu blockieren.

Auch findet sich in jedem handelsüblichen Pflaster Silber-Nanokristalle. Diese töten Bakterien ab und verhindern Infektionen.

In Lebensmitteln müssen Nanopartikel ab 2014 gekennzeichnet sein. Dazu später mehr.

Ein Milliarden Geschäft

Der weltweite Umsatz mit Nanotechnologie beträgt heute schon mehr als 200 Mrd. Euro und wird in den nächsten Jahren deutlich über 1000 Mrd. Euro ansteigen. Dieser astronomische Wert wird den Schwerpunkt in der Elektro- Fahrzeugbau und Pharmaindustrie haben.

In Asien, Europa und USA gibt es beachtliche Förderprogrammen und Mittel, um die Nanotechnologie noch weiter voran zu bringen. Europa ist jetzt schon Vorreiter im Bereich Chemie und Materialien, wie zum Beispiel Leichtlauföle für Motoren, Turbinen oder Getriebe enthalten Nano-Additive. Diese Additive stabilisieren den Ölfilm und verbessern die Schmiereigenschaften.

Die ESA (European Space Agency) mit ihren Trägerraketen, Umweltsatelliten und Mars-Sonden sowie das Columbus-Forschungslabor auf der Internationalen Raumstation (ISS) nutzen die besonderen Möglichkeiten der Nanotechnologie.

Die Risiken der Nanotechnologie

Bei all diesen Höhenflüge muss und sollte man auch auf dem Boden bleiben.

Zwar ermöglicht die Nanotechnologie unglaublich Chancen neuer Materialien, Werkstoffe und Märkte, wie bei allen neuartigen Technologien, muss man sich auch den Risiken dieser Technologie bewusst sein. Noch sind die sogenannten visionären Risiken in weiter Zukunft. Aber gerade im Bereich der KI (Künstliche Intelligenz) liegt ein Potential welches auch ganz schnell aus dem Ruder laufen kann. Durch die Verwendung von Nanopartikel in Kleidung und Waschmittel, sollte man auch deren Risiken für Menschen und Umwelt beachten. Hierzu gibt es auch schon viele Studien die mittlerweile Nanopartikel in zum Beispiel Fischen nachgewiesen haben. Auch sollte man die nanopartikulären Stäube für ernst nehmen. Diese sind gleich mit Dieselruß bzw. Asbest zu setzen.

Nanopartikel in Lebensmittel

Unter dem Begriff „Nano-Lebensmittel“ sind Lebensmittel aufgeführt, die durch Anbau, Herstellung, Verarbeitung oder Verpackung Nanomaterialien enthalten. Diese können und sind in verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft, der Lebensmittelverarbeitung und Verpackung.

In Titandioxid, welches als Weißpigment oder Siliziumdioxid, dass als Rieselhilfe verwendet wird, sind Nanopartikel enthalten. Gleiches gilt für Carotinoide. Carotinoide sagt schon das Wort und steht für Farbstoffe.

IIn Kapselform von Medikamente bis hin zu Sinnlosen „gesunde“ Multi-Vitamin Dragees oder Nahrungsergänzungsmittel, wie zum Beispiel: Nanosilber, Koenzym Q10  sind Nanopartikel zu finden.

Zucker galt lange als Grundstoff für Geschmachsträger in Limonade, Marmelade oder Schokolade. Durch den Einsatz von Nanopartikel hat man stärkeren Geschmacks- und Farbstoff erreicht, der zum einen die Lebensmittelzusätzen und Verarbeitungshilfen beschleunigt und zum anderen die Kosten für Inhaltsstoffe und Verarbeitung senkt.

Des weiteren sind in Küchenartikel, denen Inhalt länger frisch bleiben sollen Nano – materialien zugesetzt, um etwa eine antibakterielle Wirkung oder Verpackun- gen mit Barrierewirkung gegen Gase und Feuchtigkeit zu schützen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Patricia Lefèvre und getaggt mit am von .

Über drpatricialefevre

Mein Name ist Patricia Lefèvre,  ich bin deutsch-französin. Meine Eltern sind deutsche und ich bin in Frankreich geboren. Mein Vater ist Ingenieur für Fahrzeugbau, meine Mutter Apothekerin. Da beide in frühen Jahren die Liebe zu Frankreich entdecken und nicht nur um dort Urlaub zu machen, gingen sie Anfang der 70er nach Frankreich. Mein Vater arbeitete bei Citroën in der Getriebeentwicklung im Werk in Metz und meine Mutter als Apothekerin in Metz. Ende der 70er wurde in Trèmery, bei Metz, ein neues Motorenwerk von Citroën und Peugeot gebaut, welches heute das größte Dieselmotorenwerk der Welt ist. Da die kleine Gemeide Trèmery in kürzester Zeit wuchs, beschlossen meine Eltern sich mit einer Apotheke selbständig zu machen. So wurde mir von beiden der Grundstock von Wissenschaft von Kindheit an mitgegeben. Da ich immer wissen wollte wie was und warun funktioniert oder so ist, studierte ich in Paris an der Universität Pierre et Marie Curie, nach Pierre und Marie Skłodowska Curie benannt, Physik und Mathematik. Nach dem Studium blieb ich an der Uni, wechselte dort zu ISIR - Institute of Intelligent Systems and Robotics. 2005 ging ich aus privaten Gründen zu meinen Großeltern nach Reutlingen und studierte an der Uni Tübingen Nanotechnologie. 2008 wurde ich Dozentin für Angewandte Physik. 2010 wurde meine Tochter und 2013 mein Sohn in Reutlingen geboren. In dieser Zeit schrieb ich auch meine Dissertation. Im Herbst 2019 ging ich mit meiner Familie nach Frankreich und bin seit dieser Zeit an der UBFC - Université Bourgogne Franche-Comté, in der Forschung der Nanotechnologie. Da die UBFC eng mit der ESA - European Space Agency,  im Bereich Nanotechnologie zusammen arbeitet, ist dies für mich nochmals eine Herausforderung in der unglaublichen Weite dieser Technologie. Ich bin ein Naturmensch und diese erlebe ich zu Fuß, mit dem Rad oder Kanu. Wann immer es die Zeit zulässt, gehe ich mit der Familie, oder auch eine Woche alleine mit meinem Hund campen und dies nicht nur im Juli oder August. Rucksack, Zelt und ne Flasche Wein - mehr brauche ich für ein Wochenende nicht. Ich habe einen Jagdschein und besorge das Abendessen selbst. Ich weiß, dass dieses Thema sehr kontrovers diskutiert wird und gerade jene am lautesten schreien, die die wenigste Ahnung von Naturschutz haben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s