Die Gefahr durch mutierende Viren

Es gibt Milliarden Viren und Bakterien auf der Welt, die entweder nützlich oder schädlich für den Menschen sind. Aus diesem Grund gibt es auch verschiedene Medikamente und Impfstoffe. Scheint eigentlich ganz logisch zu sein. Leider kommt diese einfachste Logik der Medizin nicht bei allen an.

Autorin Dr. rer. nat. Patricia Lefèvre

Alpha, Beta, Gamma, Delta und Omikron sind die griechischen Bezeichnung für ein Virus, welches die Welt in Atem hält – oder als Nonsens abgetan werden.
Wenn es Nonsens wäre, würden wohl kaum so viele Menschen durch diesen Virus sterben.
Seit dem zoonotischen Transfer von SARS-CoV-2 auf den Menschen Ende 2019 ist das Virus schnell mutiert, um sich an seinen neuen Wirt anzupassen. Solche Anpassungen sind ein Merkmal der viralen Zoonose, bei der der selektive Druck dazu führt, dass virale Proteine für die Interaktion mit den Wirtszellproteinen der neuen Spezies optimiert werden. Zusätzlich werden virale Aminosäuresequenzen ausgewählt, um den humoralen und zellulären adaptiven Immunantworten zu entkommen, die einen anderen Satz von Epitopen erkennen.

Bei diesem Abschnitt werden gut 99 Prozent jener schon aussteigen, welche Sars-CoV-2 für eine Grippe oder als völlig überzogen abtun. Gerade jene, die gegen alle Schutzmaßnahmen brüllen, sind noch nicht einmal in der Lage die zunehmende Prävalenz von SARS-CoV-2-Varianten mit Mutationen im Spike-Protein zu begreifen.

Falschmeldungem zu Sars-CoV-2 verbreiten sich auf der Welt

Die Falschmeldungem bezüglich der neuen Corona-Impfstoffe war dank Social Media schneller in der Welt, als deren Zulassung. Genveränderungen ist das Schlagwort schlechthin.
Bei den Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna ist es sehr einfach, diesen Irrglaube zu verwerfen – und trotzdem wurde und wird Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nicht geglaubt. Welch eine Anmaßung muss man haben, um gegen den Sachverstand von sehr intelligenten Menschen und deren Arbeit vorzugehen?

Mittlerweile sind wir bei der Variante Omikron (B.1.1.529) angelangt – und es werden weitere Varianten folgen. Dies ist in der Evolution von Viren völlig normal und hat nicht damit zu tun, dass die Wissenschaftler oder Pharmaindustrie sich beim morgendlichen Meeting etwas neues einfallen lässt.

Der Unterschied zwischen Bakterien und Viren

Bakterien zählen zu den Lebewesen, 
Viren nicht. Bakterien als auch Viren können uns krank machen. Das ist eine der wenigen Gemeinsamkeiten dieser Krankheitserreger.

Bakterien (z. B. Milchsäurebakterien) sind mikroskopisch kleine Lebewesen, die man mit dem bloßen Auge nicht sehen kann. Sie bestehen aus einer Zelle mit eigenem Stoffwechsel. Sie benötigen Nahrung und vermehren sich durch Zellteilung. Viele Bakterien werden durch eine Zellwand stabilisiert. Das Aussehen der Bakterien ist dabei recht verschieden, es gibt u. a. stäbchenförmige, runde, spiralförmige oder fadenförmige Bakterienarten. 

Viren (z. B. Corona-Viren) sind im Gegensatz zu Bakterien keine Lebewesen. Viren können nicht eigenständig leben, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel zur Energiegewinnung haben. Sie benötigen eine andere Zelle, eine sogenannte Wirtszelle, um zu leben und sich vermehren zu können. Nur mit Hilfe dieser Wirtszelle können sich Viren vervielfältigen und verbreiten.

Seit der Entdeckung der antibiotischen Wirksamkeit von Penicillin durch Alexander Fleming (1929) hat man viele durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheiten, wie z.B. Cholera oder Syphilis, durch Antibiotika unter Kontrolle bekommen. Leider haben aber viele Bakterien im Laufe der Jahre Resistenzen gegen ein oder mehrere Antibiotika entwickelt. Dies liegt unter anderem am häufig verantwortungslosen Umgang mit Antibiotika, z.B. beim präventiven Einsatz in der Tierhaltung, als Medikament gegen Viren oder bei vorzeitigem Abbruch der Einnahme. Um multiresistente Bakterien bekämpfen zu können, braucht man vollkommen neue Antibiotika, die jedoch immer seltener auf den Markt kommen. Gleiches erleben wir nun mit den Mutationen des Coronavirus.

Die Wissenschaft steht immer am Anfang

Die Basis von heutigen Medikamenten geht bis in die Antike zurück. Bekannt ist auch das Sprichwort: gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. Daher verwenden die Menschen seit jeher Naturstoffe zur Herstellung von Medikamenten. Hildegard von Bingen hat dies bereits im 11. Jahrhundert erkannt und in „Liber subtilitatum diversarum naturarum creaturarum“ niedergeschrieben.

Zur Entdeckung neuer Antibiotika, macht man sich Gifte – keine für den Menschen tödliche oder schädliche, zu Nutze, die von Bakterien und Pilzen zur Abwehr gegen andere Bakterienstämme produziert werden. Um diese Wirkstoffe nicht umständlich aus Pflanzen oder Bakterien gewinnen zu müssen, wurden molekulare Struktur der Wirkstoffe entschlüsseln. Die Strukturaufklärung von kleinen Molekülen ist ein aufwendiger und kostenintensiver Prozess, der mittels bioinformatischer Methoden heutzutage beschleunigt wird.

Um zu verstehen, was eine mRNA ist, muss man in das Innere einer menschlichen Zelle eintauchen. Denn mRNAs spielen bei der Produktion von Eiweissen, also Proteinen, im Körper eine wichtige Rolle. Die Baupläne der körpereigenen Proteine sind im Erbgut – in der DNA im Zellkern – gespeichert. Sie werden dort in mRNA umgeschrieben. Ist die mRNA mit dem Bauplan für ein Protein gebildet, verlässt sie den Zellkern. Ausserhalb des Zellkerns lesen dann sogenannte Ribosomen diesen Bauplan ab und stellen das entsprechende Protein her.

Die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. „m“ steht für messenger (Bote), „RNA“ für Ribonukleinsäure. Hier ist die mRNA die Bauanleitung für einen Bestandteil des Covid-19-Erregers (das Spikeprotein). Die Boten-RNA gelangt mit Hilfe winziger Fettteilchen in die Körperzellen. Diese stellen dann ebenfalls das Viruseiweiß her, gegen das der Körper seine Immunantwort entwickelt.

Um nun jene Fach-Virologen von der Facebook Akademie dies zu erklären, schreibe ich es mit einfachen Worten.
Der Impfstoff der schon erwähnten Unternehme besteht aus mRNA, die im Zellplasma in ein Protein übersetzt wird. In den Zellkern, den Ort, wo unsere genomische Erbsubstanz lagert, gelangt die mRNA nicht. Eine Interaktion zwischen Impf-mRNA und den menschlichen Chromosomen findet nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht statt.
.
Es gibt noch keinen einzigen Impfstoff auf Basis der Adenovirus-Technologie, der vielen Menschen geimpft wurde. Lediglich eine Ebola- und eine Dengue-Vakzine sind zugelassen, aber noch kaum angewendet. Dass Viruserbsubstanz in den Zellkern 
gelangt, ist für zugelassene Impfstoffe
zudem ungewöhnlich. Totimpfstoffe gelangen gar nicht in den Zellkern. Lebendimpfstoffe, bestehend aus abgeschwächten Erregern, richten sich meistens gegen RNA-Viren wie etwa Mumps, Masern und Röteln und brauchen folglich kein Umschreiben ihrer Erbsubstanz im Zellkern. Der Pockenimpfstoff enthält zwar DNA, bringt jedoch die Maschinerie zum Umschreiben in RNA mit, vermehrt sich dementsprechend im Zellplasma und muss nicht in den Zellkern. Einzig der Windpockenimpfstoff enthält DNA, die in den Zellkern wandert. Jedoch besitzen diese Erreger natürlicherweise einen Mechanismus, der eine Integration des Virusgenoms in die Wirts-DNA verhindert.

Die Fach-Virologen der Facebook Akademie und YouTube Universität haben mit Sicherheit schon etwas über eine Genveränderungen durch heterologe Rekombination gehört und schließen sofort alles auf die menschlichen Chromosomen zurück. Bisher wurden solche Versuche nur an Mäusen durchgeführt!  In den aktuell laufenden Studien zu den Vektorimpfstoffen könnten Komplikationen durch Virus-DNA-Integration jedenfalls kaum auffallen.

Sie sehen, dass die Wissenschaft in diesem Bereich sehr komplex und auch extrem teuer ist. Was aber auch zeigt, dass eben nicht jedes Pharmaunternehmen dieses Know-how und vor allem nicht Budget hat, um mal eben zwischendurch einen Impfstoff zu entwickeln.
Auch versteht man so manche Aussagen von sog. Querdenker nicht, die meinen die Pharmaindustrie will alle Menschen im 3 Wochen Rhythmus impfen. Kein Impfstoff dieser Welt hält ein Lebenslang an. Mit einem Auto muss man auch in regelmäßigen Abständen zum TÜV fahren.
Warum man durch den Sars-CoV-2 Virus mehrmal impfen sollte, habe ich mit den Mutationen dieses Virus eigentlich schon erklärt. Wem es nicht bekannt ist, schreibe ich es nochmals auf. Auch eine Influenza verändert sich ständig – dies ist die Natur von der Evolution eines Virus.

Bleiben Sie gesund.

Dr. rer.nat. Patricia Lefèvre
Laboratoire Interdisciplinaire Carnot de
Bourgogne, Dijon, 27. November 2021

Quellen:

– EcoHealth Alliance: transfert zoonotique du SRAS-CoV-2 à l’homme
– gelbe-liste.de
WHO list about VOC viruses
WHOWeekly epidemiological update on COVID-19 – 1 June 2021

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Über drpatricialefevre

Mein Name ist Patricia Lefèvre,  ich bin deutsch-französin. Meine Eltern sind deutsche und ich bin in Frankreich geboren. Mein Vater ist Ingenieur für Fahrzeugbau, meine Mutter Apothekerin. Da beide in frühen Jahren die Liebe zu Frankreich entdecken und nicht nur um dort Urlaub zu machen, gingen sie Anfang der 70er nach Frankreich. Mein Vater arbeitete bei Citroën in der Getriebeentwicklung im Werk in Metz und meine Mutter als Apothekerin in Metz. Ende der 70er wurde in Trèmery, bei Metz, ein neues Motorenwerk von Citroën und Peugeot gebaut, welches heute das größte Dieselmotorenwerk der Welt ist. Da die kleine Gemeide Trèmery in kürzester Zeit wuchs, beschlossen meine Eltern sich mit einer Apotheke selbständig zu machen. So wurde mir von beiden der Grundstock von Wissenschaft von Kindheit an mitgegeben. Da ich immer wissen wollte wie was und warun funktioniert oder so ist, studierte ich in Paris an der Universität Pierre et Marie Curie, nach Pierre und Marie Skłodowska Curie benannt, Physik und Mathematik. Nach dem Studium blieb ich an der Uni, wechselte dort zu ISIR - Institute of Intelligent Systems and Robotics. 2005 ging ich aus privaten Gründen zu meinen Großeltern nach Reutlingen und studierte an der Uni Tübingen Nanotechnologie. 2008 wurde ich Dozentin für Angewandte Physik. 2010 wurde meine Tochter und 2013 mein Sohn in Reutlingen geboren. In dieser Zeit schrieb ich auch meine Dissertation. Im Herbst 2019 ging ich mit meiner Familie nach Frankreich und bin seit dieser Zeit an der UBFC - Université Bourgogne Franche-Comté, in der Forschung der Nanotechnologie. Da die UBFC eng mit der ESA - European Space Agency,  im Bereich Nanotechnologie zusammen arbeitet, ist dies für mich nochmals eine Herausforderung in der unglaublichen Weite dieser Technologie. Ich bin ein Naturmensch und diese erlebe ich zu Fuß, mit dem Rad oder Kanu. Wann immer es die Zeit zulässt, gehe ich mit der Familie, oder auch eine Woche alleine mit meinem Hund campen und dies nicht nur im Juli oder August. Rucksack, Zelt und ne Flasche Wein - mehr brauche ich für ein Wochenende nicht. Ich habe einen Jagdschein und besorge das Abendessen selbst. Ich weiß, dass dieses Thema sehr kontrovers diskutiert wird und gerade jene am lautesten schreien, die die wenigste Ahnung von Naturschutz haben.

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