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Über cosimaschayani

Mein Name ist Cosima Schayani und wie man erkennen kann, habe ich einen ausländischen (iranischen) Nachnamen. Meine Eltern sind vor über 40 Jahren aus dem Iran geflohen. Ich bin in Deutschland geboren und auch aufgewachsen. Der Iran ist mir fremd, da meine Eltern aus Gründen der Sicherheit nicht mehr in ihre Heimat zurück können. Ich habe mit all diesem Käse von früher nichts zu tun, da ich aber die Tochter bin, wäre auch meine Sicherheit nicht gewährleistet. Rassismus erlebe ich hin und wieder - alleine wegen meinem Nachnamen. Am Telefon ist es oft schon zu spüren, dass man gegen mich ein vorbelastetes Urteil hat, ohne mich überhaupt zu kennen. Das meine Hautfarbe und Aussehen auch nicht "typisch deutsch" ist, liegt in der Natur der Dinge (meiner Eltern). Als Frau mit einem orientalischen  Aussehen hat man es nicht immer leicht in der Männerwelt. Entweder man wird angebaggert oder beleidigt. Reagiere ich schnippich auf eine dumme Anmache von Männer - bin ich gleich eine Zicke, Bitch oder sowieso mit einem Kameltreiber verheiratet. Auch nervt es, wenn ich gefragt werde wo ich her komme. Aus Stuttgart. Wo soll ich herkommen? In der nächsten Frage kommt dann öfters: "Ich meine wo du geboren wurdest."  Tja, was soll man an deutsche mit einer Geburtsurkunde die in Stuttgart ausgestellt wurde, noch groß antworten? In den letzten Jahren hörte ich auch immer öfter die Frage nach meinem Glauben. Dies stand früher NIE zur Diskussion. Ich bin, man mag es gar nicht glauben, in einer evangelischen Kirche getauft worden und sogar konfirmiert.

Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

In Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heißt es: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sind sie dies wirklich?

Autorinnen Cosima Schayani und Naike Juchem

Seit die ersten Boote in den ersten Jahren des neuen Jahrtausend in Lampedusua angekommen waren, hat sich Europa nicht sehr um die Aufnahme von Flüchtlingen gekümmert. Italien stand mit dieser Situation ziemlich alleine da.

Als 2011 der Krieg in Syrien begann, sind die ersten Menschen aus Syrien in die Nachbarländer geflüchtet, weil sie alle auf ein baldiges Ende hofften, um in ihre Heimat zurückkehren.  Mit einer immet größeren Ausweitung des Krieges flohen immer mehr Menschen aus Syrien. In den Nachbarländern war die politische Lage auch sehr instabil und die ersten Flüchtlinge kamen über die sogenannte Balkanroute nach Europa. Refugees Welcome, war auf Plakaten zu lesen oder auch das krasse Gegenteil. PEGIDA formte sich und demonstrierte öffentlich ihren Hass gegen Flüchtlinge. Die AfD schlug selbstverständlich in die gleiche Kerbe und bekam in einigen Teilen von Deutschland einen ordentlichen Zuwachs an Sympathisanten.

In den Jahren danach flohen durch Terror, Krieg und Umweltverschmutzung immer mehr Menschen aus West- und Zentralafrika, Afghanistan, Iran, Irak…. Tausende Menschen sind im Mittelmeer ertrunken. Tausende Menschen sind auf der Flucht an Hunger, Strapazen oder Folter gestorben. Tausende Menschen haben alles zurückgelassen, um in Frieden und Freiheit leben zu können. Tausende Menschen vegetieren seit Jahren in Flüchtlingslager vor den Toren von Europa. Tausende Menschen werden von Staaten kreuz und quer durch Europa geschickt, weil kein Land sie haben möchte oder wegen irrsinniger Bürokratie diese Menschen in dem Land einen Asylantrag stellen müssen, wo sie als erstes Europa betreten haben. Noch mal zur Erinnerung, alle Staaten in Europa haben die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterschrieben!

Menschen werden wie Spielfiguren hin und her geschoben. Menschen die sich integriert haben, werden wieder abgeschoben. Was soll dies?

Hunderttausende Kinder können wegen Krieg und Terror nicht mehr in die Schulen gehen. Tausende Kinder sitzen in Flüchtlingslager fest und haben in ihrem Leben noch nie ein Schule gesehen. Andere Kinder sind auf sich allein gestellt. Was diesen Menschen schon seit Jahren an Bildung fehlt, bekommen sie niemals wieder nachgeholt. Europa sucht Fachkräfte und verwehrt Kinder die Bildung, nur weil diese aus Afghanistan, Irak, Syrien oder Eritrea kommen.

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.

Die Würde von Flüchtlingen wird in großen Teilen von Europa mit Füßen getreten. Rechte werden ihnen abgesprochen.

Meine Eltern sind 1980 aus dem Iran geflohen und fanden in Deutschland eine neue Heimat. Beide sind Rechtsanwälte und kämpfen in den frühen 80er Jahre für Menschenrechte im Iran. Das Ministry of Intelligence of the Islamic Republic of Iran, auch MIOS genannt, hat einen langen Arm, der auch bis in einen Vorort von Stuttgart reichte und meine Eltern bedrohten. Da ich 1986 geboren wurde, hatte der MOIS ein Druckmittel gegen meine Eltern, wodurch sie dann ihre Aktivitäten gegen das Regime in Teheran einstellten. Bis weit in die 90er Jahre wurden meine Eltern vom MOIS beobachtet. Als ich mit dem Jurastudium anfing, wurde auch ich Ziel vom MOIS. In Teheran hatte man Angst, dass ich die Arbeit meiner Eltern fortführen und mein Wissen gegen die Mullahs einsetzen würde. Wenn wir uns mit Mitarbeiter vom BND trafen, wurden oft nur die Schultern hoch gezogen. Sicherheit in Deutschland? Weit gefehlt.

Ja, auch meine Eltern sind geflüchtet und haben in den letzten 42 Jahren ihren Teil an die Gesellschaft in Deutschland beigetragen. Auch sie waren Flüchtlinge und hatten damals ihre Chance bekommen. Heute sind Menschen aus Muslimischen Ländern nicht so sehr willkommen. Meine Eltern, wie auch ich sind keine Muslime und trotzdem kommen Flüchtlinge aus dem Nahen Osten sofort in die gleiche Schublade. Die BILD titelt oft genug, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre.

Bei den Flüchtlingen aus der Ukraine, die mehrheitlich Ukrainisch-Orthodoxe sind, zählt diese Glaubensrichtung nicht – vorerst. Auch bei diesen Flüchtlingen wird es in naher Zukunft Widerstand geben, denn es sind ja Ausländer oder Schmarotzer oder Kriminelle.

Kein Mensch flieht ohne Grund, egal ob aus Kabul, Teheran oder Kiew. Dies müssen auch irgendwann jene begreifen, die in der Schule immer in der letzten Reihe saßen.  Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gilt für ALLE Menschen!

Wenn wir uns alle zusammen gegen jene Kriegstreiber in Afghanistan, Jemen, Mali, Myanmar, Russland…. stellen,  bräuchte kein Mensch seine Heimat verlassen. 

Cosima Schayani und Naike Juchem, Stuttgart, 5. März 2022

Mobile Krematorien

Mobile Krematorien in China 2020

„Nachrichten sind in bewaffneten Konflikte ein Mittel zur Kriegsführung“

DUŠAN RELJIĆ, Büroleiter der Stiftung Wissenschaft und Politik in Brüssel

Autorin Cosima Schayani

Internationale Medien berichten seit Tagen über mobile Verbrennungsanlage der russischen Armee.

Wenn man sich die Webseite der Firma Tourmaline aus St. Petersburg, oder gar auf YouTube sich ein Video von August 2013 anschauen, in dem gezeigt wird, wie „biologische Abfälle“ entsorgt werden (können) verdichten sich die Berichte über mobile Verbrennungsanlagen in dem aktuellen Krieg in der Ukraine immer mehr

Das St. Petersburger Unternehmen „turmalin“, das sich mit der Einäscherung „auf Rädern“ beschäftigt, veröffentlichte auf seiner Website eine Stellungnahme, dass sich das Unternehmen nicht mit der Einäscherung der Leichen toter Soldaten befasst. Das Statement gibt an, dass mobile Krematorien der Firma auf Lastwagen, Zügen und Lastkähnen betrieben werden können.

Die ukrainischen Behörden haben am Sonntag, den 27. Februar 2022 eine Website eingerichtet, die russischen Familien helfen soll, Soldaten ausfindig zu machen, die bei Moskaus Invasion in der Ukraine getötet oder gefangen genommen wurden.  Die Website enthält Bilder von Dokumenten und Leichen russischer Soldaten, die nach Angaben der Ukraine seit dem Angriff von Präsident Putin getötet wurden.  Des Weiteren enthält die Webseite auch Videos von Soldaten, die die Ukraine nach eigenen Angaben gefangen genommen hat. 

„Ich weiß, dass sich viele Russen Sorgen darüber machen, wie und wo ihre Kinder, Söhne und Ehemänner sind und was mit ihnen geschieht – deshalb haben wir beschlossen, diese Seite online zu stellen, damit jeder von Ihnen nach seinen Angehörigen suchen kann, die Putin in die Ukraine zum Kämpfen geschickt hat.“  Soweit die Stellungnahme von Viktor Andrusiv, einem Berater des amtierenden Innenministers Arsen Awakow von der Ukraine.

Andrusiv bestätigte, dass die ukrainischen Streitkräfte in den vergangenen drei Tagen fast 200 russische Soldaten gefangen genommen hätten und mehr als 3.000 russische Soldaten gestorben seien.

Foto eines mobilen Krematorium aus dem Jahr 2015

In einigen Medien wird taucht in den letzten Tagen öfters die Bezeichnung „Gruz-200“  auf. Dieser Begriff verwendet das sowjetischen Militär für Leichen und geht auf den Afghanistan-Krieg in den 1980er Jahre zurück. Gruz steht für Cargo. Und was für den Transport von Toten verwendet wird, muss ich hier wohl kaum erklären.

Das russische Verteidigungsministerium hat bisher KEINE Angaben zu militärischen Verlusten in der Ukraine gemacht, den Putin als „Sonderoperation“ zum Schutz zweier separatistischer Regionen bezeichnet. 

Der Chef der nordkaukasischen Region Dagestan, Sergej Alimowitsch Melikow, ist ein russischer Offizier und Politiker und seit dem 14. Oktober 2021 fünfter Präsident der Republik Dagestan. Melikow war 2019/20 Abgeordneter im russischen Förderationsrat für die Region Stawropol. Er war stellvertretender Leiter der russischen Nationalgarde und von 2016 bis 2019 Oberbefehlshaber der Nationalgarde. Melikow war von 2014 bis 2016 außerdem Bevollmächtigter des russischen Präsidenten im 
Förderationskreis Nordkaukasus, war am Samstag, den 26. Februar 2022, der erste Offizielle, der den Tod eines russischen Soldaten in der Ukraine meldete. Auf seiner offiziellen Instagram-Seite würdigte er einen Offizier, der bei der „Spezialoperation zur Verteidigung des Donbass“ getötet worden war.

Die Verschleierung des Kreml

Der Kreml hat eine groß angelegte Propagandakampagne gestartet, um die Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine zu kontrollieren, und hat die Medien angewiesen, nur die offizielle russische Version der Ereignisse zu verwenden. Moskau wird seit Jahren beschuldigt, die Verluste seiner Streitkräfte zu vertuschen, die die prorussischen Separatisten in der Ukraine unterstützten, oder auch in Syrien kämpften. 

Lew Markowitsch Schlosberg ist ein russischer Journalist und Politiker. Er wurde 2016 er mit dem Boris-Nemzow-Preis für die Freiheit „für außergewöhnlichen Mut im Kampf für demokratische Werte und Menschenrechte und für ein freies Russland“ , ausgezeichnet.
Aufsehen erregte ein Artikel vom 25. August 2014, in dem er über zwei Soldaten aus Pskow berichtete, die wahrscheinlich bei Kämpfen in der Ostukraine getötet worden waren. Daraufhin wurde er 2015 auf Beschluss des russischen Parlaments von seinem Abgeordnetenstatus suspendiert. Ende 2015 kandidierte er vergeblich für den Parteivorsitz von „Jabloko“. 2016 führte er im Auftrag der Partei Gespräche mit anderen oppositionellen Kräften wie etwa PARNAS über ein gemeinsames Wahlbündnis zu den Duma-Wahlen.
Vor einigen Tagen berichtete Schlosberg, oder auch Shlosberg geschrieben, dass das russische Militär mobile Krematorien einsetzt, um Beweise für die in der Ukraine gefallenen Soldaten zu verschleiern. „Es gibt keinen Krieg. Keine Toten. Keine Gräber. Die Menschen werden einfach nicht mehr sein. Für immer“, so weit die Stellungnahme von Lev Shlosberg.

Auch nach Angaben des britischen Verteidigungsministers Ben Wallace könnte das russische Militär in der Ukraine mobile Spezialfahrzeuge einsetzen, um etwaige Verluste im Kampf zu vertuschen.

Mobile Krematorien

Durch die Corna-Pandemie sind viele Länder mit der Bewältigung der Toten an ihre Grenze gekommen. Sehr viele Krankenhäuser standen vor dem Kollaps und es gab und gibt kaum noch genügend Platz auf den Friedhöfen, um die zahlreichen Toten zu begraben, die während der Coronakrise gestorben sind. Somit sind gerade Schwellenländer auf die mobilen Krematorien angewiesen. Diese Krematorien sind in sehr unterschiedlichen Bauarten verfügbar. Von einfachsten Verbrennungsöfen bis hin zu aufwändig eingebauten Einäscherungs Anlagen in Container gibt es alles zu kaufen.

Cosima Schayani, 04. März 2022

Der Himmel, und ganz besonderen die Sterne, haben die Menschen schon immer fasziniert – oder erschreckt.

Autorin Cosima Schayani

Lange vor Nikolaus Kopernikus, Johannes Keppler oder Gallieo Gallilei beobachteten die Menschen den Sternenhimmel. Im Südwesten von Frankreich, im Tal der Vézère wurde unter einem Felsdach, dem Abri Blanchard, ein rund 30.000 Jahre alter Adlerflügelknochen mit gereihten Punktmarkierungen gefunden, deren Anzahl und Anordnung möglicherweise mit den Mondphasen zusammenhängen.
Auch wurden in der gleichen Gegend Wandmalereien in der Höhle von Lascaux entdeckt, welche Archäologen auf etwa 20.000 Jahre datieren – also in die Zeit des Jungpaläolithikum. Der Mangel an aussagekräftigem archäologischem Fundmaterial beweist allerdings nicht, dass die Menschen nicht schon vorher sich mit der Astronomie beschäftigt hatten.

Polarlichter in Norwegen

In der Geschichte der Menschheit hat sich, zum Teil, vieles an Wissen über die Erde, Himmel und Sterne geändert.
Von einer flachen Scheibe über feststehende Sterne und Planeten – in jener
Jungpaläolithikum wahrscheinlich nur der Mond, bis zu dem Glauben, dass den Menschen der Himmel auf den Kopf fällt.

Nordlichter oder Aurora borealis?

In der Wissenschaft werden Nordlichter aurora borealis genannt. Das Wort Nordlicht kommt aus den zwei lateinischen Wörter: aurora borealis. Das Wort aurora bedeutet Tagesanbruch: Es ist auch der Name der römischen Göttin der Morgenröte, und borealis bezieht sich auf den griechischen Namen für den Nordwind.

Das Nordlicht gehört zur Familie der Polarlichter. Es gibt Polarlichter, die nur in der nördlichen Hemisphäre zu sehen sind.
Die Nordlichtzone verläuft über Nordskandinavien, Island, die Südspitze Grönlands, das nördliche Kanada, Alaska und die Nordküste 
Sibiriens.
In der Antarktis, also die Gegend um den Südpol, dort wo die Pinguine leben, leuchtet das Polarlicht als „Südlicht“.

Wie entstehen die Polarlichter?

Wissenschaftlern zufolge entsteht dieses Phänomen, wenn energetisch geladene Teilchen mit Atomen in der hoch gelegenen Atmosphäre zusammenstoßen.
Für dieses geomagnetische Phänomen ist der Sonnenwind verantwortlich, der dann durch das Magnetfeld der Erde in die Atmosphäre zurück gelenkt wird. Die alles entsteht etwas 150 Kilometer von der Erde entfernt. Die ISS umrundet die Erde in einer Entfernung von circa 400 Kilometer.

Welche Farben haben die Polarlichter?

Nord- und Südlichter sind meist fluoreszierend grün, orange und purpurfarben mit Schattierungen von rot, rosa, blau und gelb. Diese Farben werden durch die in der Luft vorhandenen Gase erzeugt: eine subtile Mischung aus Sauerstoff und Stickstoff. Welche Farben entstehen, hängt von den unterschiedlichen Bestandteilen der Atmosphäre ab und auch von der Höhe, in der sich dieses Phänomen ereignet.

Nordlicht über Deutschland am 14 auf 15. Januar 2022

Nordlichter auch in Deutschland

Je weiter die geografische Breite abnimmt, um so seltener kann man Nordlichter bewundern. Bei Sonnenstürmen, also einer maximalen Sonnenaktivität, kann man auch über Deutschland jährlich etwa vier bis acht mal Polarlichter bewundern.
Jüngst in der Nacht vom 14. zum 15.01.2022 konnte in Norddeutschland Polarlichter beobachten. Zu sehen war ein schwacher Polarlichtbogen, der über mehrere Stunden hinweg zu sehen war.


Cosima Schayani, Stuttgart, 26. Januar 2022

Die Windmühlen von Nashtifan

Die Windmühlen von Nashtifan

Wenn man heute den Iran erwähnt, fallen sofort Wörter wie: Scharia, Religionswächter oder Menschenrechtsverletzungen. Der Iran hat aber auch eine lange Geschichte, die bis 550 v. Chr reicht.

Die kleine Stadt Nashtifan liegt in den trockenen und windgepeitschten Ebenen des nordöstlichen Irans, etwa 50 Kilometer von der afghanischen Grenze entfernt und gehört zur Liste der UNESCO Weltkulturerben. Nashtifan beherbergt einige der ältesten Windmühlen der Welt, welche heute noch in Betrieb sind. Die Nashtifan Windmühlen in der Provinz Razavi sind einer der größten Lehm-, Stroh- und Holzkomplexe aus der Safavid-Zeit sowie der größte und älteste Asbad-Komplex der Welt, der auf circa 1700 Jahre geschätzt wird. Einige Historiker datieren die Windmühlen sogar noch weit vor Christi Geburt – also lange vor der muslimischen Eroberung des Irans.

Entlang des südlichen Stadtrandes schützt eine fast 20 Meter hohe Lehmmauer die Bewohner vor den rauen Stürmen. Die hohe Mauer beherbergt zwei Dutzend größtenteils funktionstüchtige Windmühlen mit vertikaler Achse, die auf die alte persische Zeit zurückgehen.

Die Gegend ist für ihre besonders starken Winde bekannt, und der Name Nashtifan leitet sich von Wörtern ab, die sich mit „Stachel des Sturms“ übersetzen lassen. Windgeschwindigkeiten von um die 100 Km/h sind normal und dies bei bis zu 120 Tagen im Jahr.
In den stürmischen Wintermonaten treiben die handgefertigten hölzernen Flügel mit hoher Geschwindigkeit die Mahlsteine in einem Wunderwerk der Technik und der passiven Belüftung an.

Modell von den Windmühlen

Entlang des südlichen Stadtrandes schützt eine fast 20 Meter hohe Lehmmauer die Bewohner vor den rauen Stürmen. Die hohe Mauer beherbergt zwei Dutzend größtenteils funktionstüchtige Windmühlen mit vertikaler Achse, die auf die alte persische Zeit zurückgehen.

Die Gegend ist für ihre besonders starken Winde bekannt, und der Name Nashtifan leitet sich von Wörtern ab, die sich mit „Stachel des Sturms“ übersetzen lassen. Windgeschwindigkeiten von um die 100 Km/h sind normal und dies bei bis zu 120 Tagen im Jahr.
In den stürmischen Wintermonaten treiben die handgefertigten hölzernen Flügel mit hoher Geschwindigkeit die Mahlsteine in einem Wunderwerk der Technik und der passiven Belüftung an.

Die hohen Mauern, die die Windmühlen einrahmen, stützen die Turbinen und leiten so den Luftstrom in einer elliptischen Form eines Windkanals durch das Bauwerk.
Im Gegensatz zu den europäischen Windmühlen im Don-Quijote-Stil, wie wir diese aus Spanien, Griechenland, Niederlande oder Deutschland kennen, wird das persische Design durch den Luftwiderstand und nicht durch den Auftrieb angetrieben. Da die Flügel auf einer vertikalen Achse angeordnet sind, wird die Energie über den Mast auf den Schleifstein übertragen, ohne dass ein Zwischengetriebe wie bei Windmühlen mit horizontaler Achse erforderlich ist.

Nach der gleichen Bauweise wie die Windmühlen in Nashtifan gibt es in den ariden und wasserlosen östlichen Provinzen des Irans noch weitere Windmühlen, die zum Teil auch für die Wasserförderung gebaut wurden. Auch diese Jahrhundertalte Technik wird heute noch von den Menschen benutzt.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Meisterwerke der Menschheit nicht zum Opfer von Fundamentalisten werden.

Cosima Schayani, Stuttgart, 14. Januar 2022


Quellen
– Iran Destination
– The travel to Iran
– The science of humanity

Die Spaziergänger

Ein Dankeschön an alle Spaziergänger

Ihr lieben Spaziergängen, es freut mich sehr, dass ihr endlich mal etwas gut tut. Ihr lasst eure Autos stehen und geht spazieren – dies ist überaus lobenswert. Spaziergänge haben einen sehr positiven Effekt auf den Körper:  es regt die Durchblutung des Kreislaufs, ist mitunter für die Figur ein Pluspunkt und hat durchaus einen positiven Effekt für die Durchblutung des Gehi…. sorry – ich meinte den Rest vom Körper.

Auch unterstützt ihr mit euren Spaziergänge die Bewegungen „Fridays for Future“. Eigentlich ward ihr doch gegen diese „Kinder-Demo“ und habt lauthals gebrüllt, dass die Kinder doch besser in die Schule gehen sollten. Nun kam ja doch noch eine Einsicht von euch und nehmt sogar eure Kinder mit auf Demos. Herzlichen Dank für euer zahlreiche Unterstützung im Kampf gegen den Klimawandel.

Ich wünsche euch eine echt coole Zeit in der gemeinsamen Wanderung. Wenn ihr euer Spaziergänge in Richtung Nordkorea, Belarus oder auch Türkei unternehmen würdet,  wäre dies für uns zuhause gebliebene eine echt schöne Sache. Ihr lieben Spaziergängen, ihr schreit immer, dass ihr keine Nazis seid  – lauft aber Seite an Seite mit denen durch die Straßen. Fakten sind euch egal, denn in eurer Blase der Manipulation merkt ihr gar nicht, wie man euch benutzt.

Die böse Lügenpresse und Staatsfersehen erzählen euch sowieso nie die Wahrheit. Die öffentlich rechtlichen Medien werden ohnehin von der Regierung kontrolliert. Wie kommt man auf einen solchen Schwachsinn? Es gibt über 145 Fernsehsender, die hauptsächlich Wirtschaftsunternehmen sind und somit auf Gewinn­erzielung aus sind. Den Markt teilen sich ungefähr zur Hälfte die öffentlich-rechtlichen Sender (u. a. Das Erste, ZDF und die regionalen „Dritten Programme“) und die seit 1984 existierenden Privatsender. Also „Staatsfernsehen“ fällt schon mal raus.

Wer so etwas öffentlich schreibt, sollte von jeglichen Demokratischen Wahlen ausgeschlossen werden.

Eure oft angeführte Diktatur ist genauso ein Quark. Die ein oder andere Freiluft-Knallerbse hat offensichtlich vergessen, dass im September 2021 Bundestagswahlen waren, bei der man sogar mehrer Parteien wählen konnte. In einer Diktatur ist dies kaum möglich.

Naziparolen in der Mitte der Gesellschaft – und alle laufen mit

Ihr liebe Spaziergänge, auch andere nervt mittlerweile diese Pandemie und jeder möchte, dass diese auch irgendwann vorbei ist. Da ihr, liebe Freiluft-Granaten der fehlenden Bildung, an immer höheren Inzidenz Zahlen und gar Todesopfer dran schuld seid, scheint ihr immer noch nicht zu verstehen. Abschließend stellt sich mir die Frage, ob ihr lieber gesund bleiben möchtet oder lieber an Sars-CoV-2 erkrankt.

Mit freundlichen Grüßen

Cosima Schayani

Willkommen im Zeitalter der globalen Vernetzung

Den Ursprung des Internets sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Mit dem Aufkommen von Sozialen Netzwerke wuchs das Internet in kürzester Zeit zu dem größten Kommunikations Kanal auf der Welt.

Autorin Cosima Schayani

Bereits 1994 ging Geocities an den Start und verband in den darauffolgenden Jahren bereits eine Million Menschen.
Heute ist ein Unternehmen aus Silicon Valley der Marktführer schlechthin. Im November 2021 hatte Facebook einen Marktanteil von 74,13 Prozent unter den Social-Media-Plattformen weltweit. Mit großem Abstand folgten Twitter mit  7,73 Prozent, sowie Pinterest und Instagram mit Marktanteilen von 7,65 bzw. 4,5 Prozent.

All diese Plattformen ermöglichen uns mit Menschen auf allen Kontinenten in Kontakt zu kommen. Man postet Fotos von lieblings Strand, seine lieblings Musik, den süßen Vierbeiner und sogar sein Essen.
Kinder gehören schon mal nicht ins World Wide Web!

Kinder haben nichts im Internet zu suchen

Das Darknet

Der Begriff Darknet ruft bei vielen Menschen negative Assoziationen hervor: Da würden sich nur Kriminelle rumtreiben, die Waffen oder Drogen kaufen oder verkaufen wollen. So die Meinung vieler. Tatsächlich handelt es sich grundsätzlich aber nur um ein Netzwerk, welches es den Nutzern erlaubt, anonym zu surfen.

Im Darknet zu surfen verschafft also Anonymität. Anders als das Internet, welches gemeinhin bekannt ist und über 
einen zentralen Server läuft, erfolgt das Surfen im Darknet auf einem anderen Weg.

Statt auf einen zentralen Server zurückzugreifen, schließen sich hierbei 
mehrere private Computer zu einem Netzwerk zusammen. Über jeden einzelnen Rechner können so Daten bereitgestellt und getauscht werden. Diese sind stets verschlüsselt.
Ursprünglich sollte im Darknet zu surfen 
dazu dienen, Journalisten, Whistleblower und Menschen zu schützen, welche in totalitären Staaten leben. Zudem war es als Ort gedacht, wo Menschen ihre Daten nicht einfach preisgeben wie bei der Nutzung vom Internet.
Natürlich bietet diese Anonymität auch viel Raum für kriminelle Aktivitäten. Waffen, Drogen und gar Menschenhandel wird über das Darknet organisiert. Wer allerdings nicht auf einschlägigen Seiten unterwegs ist, hat nicht zu befürchten. Im Darknet zu surfen ist per se nicht illegal.

Das Internet ist kein Rechtsfreier Raum

Wir alle lesen täglich einen immer mehr aufkommenden Hass in den Sozialen Netzwerken. Rechtsextremisten lassen öffentliche ihr „Meinung“ zu Migranten, Flüchtlinge, Politiker, Journalisten und privat Personen aus.
Verleumdungen weden öffentlich gemacht, weil man unbekannten Menschen einen Auswischen will –  dies ist eine Straftat.

Hassreden und Hasskommentare (Hatespeech)
Hetze im Internet und Facebook – strafbar und zivilrechtliche Folgen

Hasskommentare, sogenannte Hatespeech, überfluten das Internet und insbesondere die sozialen Medien wie Facebook, Twitter, YouTube und Co. Es wird gegen Flüchtlinge, Ausländer, Politiker, Homosexuelle, Gläubige, den Nachbarn und Gott und die Welt gehetzt und aufs übelste hergezogen. Hinter ihren PCs fühlen sich die Hetzer scheinbar unangreifbar. Es wird nicht nur anonym gehetzt, sondern recht häufig unverhohlen mit Klarnamen, Wohnort- und Arbeitgeberangaben. Hasskommentare enthalten sehr häufig strafbare Inhalte. Strafbare Inhalte wie bspw. Verleumdungen, Beleidigungen und Volksverhetzung sind nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt. Solche Hass- und Hetzkommentare können nicht nur strafrechtliche, sondern auch zivilrechtliche Folgen wie einen Arbeitsplatzverlust nach sich ziehen.

Was ist eine Hassrede?

Hassreden sind Reden, die eine Person oder eine Gruppe auf der Grundlage geschützter Attribute wie Rasse, ethnische Herkunft, nationale Herkunft, Geschlecht, Behinderung, sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität angreifen.

–  § 185 StGB Beleidigung
–  § 130 StGB Volksverhetzung
–  § 240 StGB Nötigung und § 241 StGB Bedrohung
–  § 186 StGB Üble Nachrede
–  § 187 StGB Verleumdung
–  § 111 StGB Öffentliche Aufforderung zu Straftaten

1. § 185 StGB Beleidigung

Die klassische Beleidigung gem. § 185 StGB dürfte der mit Abstand am häufigsten erfüllte strafrechtliche Tatbestand bei Kommentaren sein.
Beispiel:
„Junge ich wünsch dir viel spaß beim fi*ken mit deiner inzestigen mutter du h*rens*hn.“

Wird eine Beleidigung zur Anzeige gebracht und gerichtlich geahndet, muss der Täter in der Regel mit einer Geldstrafe, in besonders krassen Fällen mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr rechnen.

2. § 130  StGB Volksverhetzung

Volksverhetzung ist strafbar. Die strafrechtliche Sanktion dient nicht nur dem Schutz des Einzelnen vor Hetze, sondern auch allgemein dem friedlichen gesellschaftlichen Zusammenleben. Erforderlich ist, dass ein Bevölkerungsteil beschimpft oder gegen ihn zum Hass aufgestachelt oder zu Gewaltmaßnahmen aufgefordert wird und dadurch allgemein das gesellschaftliche Zusammenleben gefährdet ist.

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Das Bundesverfassungsgericht äußerte sich im Jahr 2010 hierzu, Az.: 1 BvR 369/04, 1 BvR 370/04, 1 BvR 371/04

„Ein Angriff auf die Menschenwürde ist dann gegeben, wenn der angegriffenen Person ihr Lebensrecht als gleichwertige Persönlichkeit in der staatlichen Gemeinschaft abgesprochen und sie als unterwertiges Wesen behandelt wird.“

Zwei aktuelle Beispiele für Facebook Posts, deren Verfasser wegen Volksverhetzung zu Geldstrafen verurteilt worden sind:
„Ich bin dafür, dass wir die Gaskammern wieder öffnen und die ganze Brut da reinstecken.“ – 4.800 € Geldstrafe

„I hätt nu a Gasflasche und a Handgranate rumliegen […].“ – 7.500 € Geldstrafe

3. § 240 StGB Nötigung und § 241 StGB  Bedrohung

In Kommentaren wird auch immer häufiger mit der Androhung von Gewalt oder sogar dem Tode gedroht. Mit einer solchen Äußerung kann man sich schnell mal der Nötigung gem. § 240 StGB oder sogar der Bedrohung gem. § 241 StGB strafbar machen.
Ein Einfaches:
„dich Penner werde ich bekommen. Ich stech dich ab!“ (Bedrohung)

oder

„wenn du deinen Artikel nicht löschst, polier ich die die Fresse!“ (Nötigung)

reicht aus, dass man sich plötzlich in einem Strafverfahren befindet.

4. § 186 StGB Üble Nachrede

Das Verbreiten solcher verächtlich machenden Äußerungen ist gem. § 186 StGB auch dann strafbar, wenn die Äußerungen nicht erweislich wahr sind. Daher sollte man nur dann – wenn überhaupt –  solche verächtlich machenden Tatsachenäußerungen über einen Dritten verbreiten, wenn man sich zu 100 % sicher ist, dass diese auch der Wahrheit entsprechen. Daher Vorsicht mit spekulativen, herabwürdigenden Äußerungen –  die können schnell den Straftatbestand der Üblen Nachrede erfüllen und eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr nach sich ziehen.
Beispiel:
„Der Y vertreibt Ki*derp*rn*s.“

Der Kommentator weiß aus der Nachbarschaft, dass beim Y eine Hausdurchsuchung stattgefunden hat. Den Grund kennt zwar er nicht, reimt sich aber aufgrund des Auftretens des Y zusammen, dass der Grund nur der Vertrieb von Kinderpornos sein kann

5. § 187 StGB Verleumdung

Gerne werden in Kommentaren auch mal bewusst falsche Tatsachen über einen Dritten behauptet, damit dieser in den Augen der anderen Leser besonders schlecht wahrgenommen wird und sich die Kommentar-Meute auf diesen stürzen kann. Eine solche Herabwürdigung in der öffentlichen Meinung erfüllt häufig gem. § 187 StGB den Straftatbestand der Verleumdung, welche im Falle einer Verurteilung mit Geldstrafe und in schwerwiegenden Fällen bis zu 5 Jahre Gefängnis bestraft werden kann.
Beispiel:

„Der Abteilungsleiter A der Firma X hat seine Sekretärin Y vergewaltigt!“

Wenn diese Behauptung frei erfunden ist, macht man sich mit dieser der Verleumdung strafbar.

6. § 111 StGB Öffentliche Aufforderung zu Straftaten

Was gerade bei der Verbreitung von privaten Fahndungsaufrufen immer wieder vorkommt ist, dass Kommentatoren – vor lauter Wut auf den vermeintlichen Kriminellen – die anderen Leser dazu auffordern, den Gesuchten zu verprügeln, zu töten oder dessen Besitz, wie bspw. dessen  Auto, zu demolieren. Hierbei wird dann auch gerne mal die Adresse des Gesuchten veröffentlicht. Die Wut ist in vielen Fällen nachvollziehbar, trotzdem herrscht in Deutschland nicht mehr das Auge um Auge, Zahn um Zahn Prinzip. Mit einer solchen Öffentlichen Aufforderung zu Straftaten macht man sich gem. § 111 StGB strafbar. Wird die Straftat dann durch einen Dritten tatsächlich durchgeführt, ist man wegen Anstiftung dran. Wenn niemand die Straftat ausführt, erhält man im Falle einer Verurteilung eine Geldstrafe oder bis maximal 5 Jahre Freiheitsstrafe.
Aber nicht nur eine Strafanzeige kann die Folge eines strafbaren Kommentars sein, sondern auch auf zivilrechtlicher Ebene kann man belangt werden, was in der Regel mit hohen Kosten verbunden ist.

Weitere Straftatbestände

– § 166 StGB Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen
– § 189 StGB Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener
– § 86 StGB Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen

Was kann die Folge eines strafbaren Kommentars sein?

–  Strafanzeige / Verurteilung
–  Löschung / Abänderung des strittigen Kommentars
– Abmahnung wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung
– Abgabe einer strafbewehrte Unterlassungserklärung
– Übernahme der entstanden Anwaltskosten / Gerichtskosten
–  Geldentschädigung – bei besonders schwerwiegenden Persönlichkeitsrechtsverletzungen
– daneben hört man immer wieder, dass auch Arbeitgeber Konsequenzen aus solchen Hasskommentaren ziehen und Arbeitnehmer kündigen, wenn die Kommentare Arbeitnehmers gegen ethische Standards des Arbeitgebers verstoßen.

Beitrag gelöscht – Konto gesperrt:

Beiträge die Hassrede enthalten, können gelöscht werden. Zudem kann das Konto des Nutzers gesperrt werden. Das gilt selbts dann, wenn der Nutzer ein Posting nur teilt, das Hassrede enthält.

„Der Betreiber einer Social-Media-Plattform ist berechtigt, in seinen Nutzungsbedingungen neben dem Verbot strafbarer und rechtswidriger Inhalte auch das Teilen von sog. Hassnachrichten („Hassrede“) zu untersagen.“ – OLG Hamm Az. I-29 U 6/20, 29 U 6/20

Soziale Netzwerke dürfen Hassrede auch in den Nutzungsbedingungen untersagen. Facebook und Co. schützen sich durch das Verbot von Hassrede selbst vor Ansprüchen aus dem Netzdurchsetzungsgesetz (NetzDG) und eigener Haftung für sog. User-Generated-Content.

An wenn können sich Betroffene eines Hasskommentars wenden?

Richtet sich der Hasskommentar gegen einen selbst, dann sollte man sich:
–  Im ersten Schritt an Facebook wenden und diese zur Löschung des Kommentars auffordern.
–  Unterlässt Facebook die Löschung des Kommentars, sollte man im zweiten Schritt den Kommentar von einem auf Persönlichkeitsrecht spezialisierten Anwalt überprüfen lassen, ob der Kommentar strafrechtlich relevanten Inhalt enthält oder ob das Persönlichkeitsrecht verletzt ist. Liegt der Fall vor, muss Facebook per anwaltlichen Schreiben zur Löschung aufgefordert werden und
daneben sollte im Falle einer Strafbarkeit umgehend Strafanzeige gestellt werden:

– Richten sich die Hasskommentare gegen bestimmte Personengruppen, ist häufig der Straftatbestand der Volksverhetzung (§130 StGB) einschlägig. Entdeckt man einen solchen volksverhetzenden Hasskommentar, sollte man direkt bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen Volksverhetzung stellen. Dies kann man auch anonym machen, vgl BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 22. Juni 2018 – 1 BvR 2083/15

Grenzen der Meinungsfreiheit

Nicht jede Äußerung im Internet ist automatisch von der Meinungsfreiheit gedeckt.
Wenn man mit seinen Äußerungen einen oder mehrere der oben aufgeführten Straftatbestände erfüllt, kann man zum Schutz vor straf- und zivilrechtlichen Verfolgungen nicht das Argument der Meinungsfreiheit heranziehen.

Anonymität schützt nicht immer vor Rechtsverfolgung

Auch als anonymer Poster von solchen strafbaren Hass-Kommentaren ist man nicht immer vor der Verfolgung gefeit. Man hinterlässt fast immer Spuren im Internet, die am Ende häufig doch eine Identifizierung ermöglichen. Insbesondere aufgrund durch Staatsanwaltschaften ermittelter IP-Adressen werden häufig „anonyme“ Hater überführt.

Fazit

Auch in der Hitze des Gefechts sollte man möglichst bei der eigenen Wortwahl in Kommentaren einen kühlen Kopf behalten, wenn man nicht plötzlich die Polizei vor der Tür stehen oder eine kostenintensive Abmahnung im Briefkasten haben will.

Quellen
– anwalt.org,
– Gulden Röttger Rechtsanwälte
Jean-Pierre-Jungels-Str. 10, 55126 Mainz
Mail: anfrage@ggr-law.
– juraLIB.de

16 Gründe den Islam zu verlassen

16 Gründe den Islam zu verlassen

Mir ist bewusst, dass ich mir mit jenen folgenden 16 Punkte nicht unbedingt Freunde machen  – die ist mit aber auch völlig egal.

Vorwort
Ich heiße Cosima Schayani, bin in Deutschland geboren und habe Eltern, die Anfang 1980 aus dem Iran geflohen sind.
Meine Eltern sind Juristen und haben eine kleine Kanzlei.
Wer sich gegen das iranische Regim stellt, muss mit dem langen Arm des MOIS –
Ministerium für Nachrichtenwesen und Staatssicherheit, rechnen – auch in einer Garage in einem Stuttgarter Vorort.

Da ich nach über 40 Jahren Flucht meiner Eltern, keinen Bock auf weitere Repressalien habe, schreibe ich nicht direkt über ein Menschenverachtendes Mullah-Regim, sondern über eine Religion die im Iran vorherrschend ist: der Islam

1. Der Islam als totalitäres, patriarchalisches Rechtssystem

Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern auch ein totalitäres, von Männern beherrschtes gewalttätiges Rechtssystem (s. Sure 5 (Al-Maida), Vers 33). Der Islam ist darüber hinaus eine politische Anschauung, die aus Versen des Koran, aus dem Leben des Propheten und aus anderen Überlieferungen abgeleitet wird. Dem stelle ich die demokratische Verfassung (Deutschlands) und die Zivilordnung entgegen. Die Demokratie ist ein großes Geschenk sowohl in Deutschland als auch in meinem Herkunftsland, der Türkei. In beiden Ländern, so scheint es mir, wird nicht ausreichend erkannt, wie kostbar dieses Geschenk ist.

2. Der Prophet – alles andere als ein ethisches Vorbild

Mohammed, der Prophet des Islam, soll von Gott gesandt sein und sein Leben (d.h. seine Handlungsweisen) gelten als wegweisend für die gesamte Menschheit. Aber eben dieser Mohammed

• führte Kriege, zwang Menschen, ihren früheren Glauben abzulegen, ließ Gefangene köpfen. Das Siegen allein reichte ihm nicht: Er raubte auch den Besitz der Besiegten oder ließ deren Haus, Hof und Baumbestand in Brand stecken

• heiratete als 52-Jähriger ein Kind (die 9-jährige Aischa)

• hielt über ein Dutzend Frauen, die er z.T. von seinen Raubzügen gegen andere Stämme als Kriegsbeute mitgebracht hatte. Nachdem ihre Familien ermordet worden waren, nahm er sie als Ehefrauen oder Sklavinnen in seinen Harem auf

• ließ vom Glauben Abgefallenen kreuzweise Hand und Fuß abhacken. Er ließ sie verdursten.

• ließ seine Kritikerinnen und Kritiker, Dichterinnen und Dichter ermorden, und versprach den Mördern große Belohnung im Jenseits.

Die Liste dieser Beispiele ließe sich noch verlängern. Das Ergebnis ist eindeutig: Mohammed hat kein Leben gelebt, das als Vorbild für die Menschheit gelten kann, sondern das abschreckt und das allein schon Grund genug ist, die Religion, die er schuf, abzulehnen.

3. Gottesknechtschaft statt Leben in Selbstverantwortung

Koran und Überlieferungen (Hadithe) verbreiten die Mär, jede Handlung des Menschen wäre von Gott vorherbestimmt, und ohne Erlaubnis Gottes könne kein Mensch etwas tun. Sein Schicksal sei von Gott besiegelt. Allah bestimme, wer reich und wer arm werde, bestimme, wer Muslim und wer Ungläubiger würde und so fort. Mohammed hat einen Gott kreiert, der beliebig und ungerecht handelt, und wer nicht an ihn glaubt, sei Heide. Ich meine hingegen:

Erst die Selbstverantwortung führt den Menschen zur radikalen Bejahung der eigenen Existenz und zur Freiheit. Dadurch, dass im Islam alles als von Gott gelenkt behauptet wird, wird der Mensch in die Nichtigkeit, d.h. in die Unmündigkeit und Wertlosigkeit geführt und versinkt in Gleichgültigkeit und Passivität. Dies kann man in vielen muslimisch geprägten Ländern beobachten. Die negative Wirkung dieser Lehre wird noch dadurch verstärkt, dass viele gläubige Muslime glauben, dass das eigentliche Leben erst im Jenseits gelebt werde. Dieser Irrglaube behindert Wissenschaft, Fortschritt, Aufklärung, Mündigkeit und Freiheit. Abgesehen davon schwächt all dies die Moral, weil dem Menschen die Verantwortlichkeit für seine Taten abgenommen wird.

4. Intoleranz gegen Nicht- und Andersgläubige

Toleranz und Friede sind für den Islam lediglich Mittel, die man im Krieg als List einsetzen kann. In vielen islamischen Staaten müssen die Christen und Andersgläubigen eine zusätzliche Steuer zahlen. Im Osmanischen Reich wurden Christen die Kinder geraubt, um aus ihnen die brutalste Militäreinheit, die Janitscharen, zu formen. Natürlich gibt es im Koran Verse, die bejahen, dass die „Götzenanbeter“ ihre Götter anbeten sollen und die Moslems ihren Gott. Es gibt auch den Vers, der besagt, dass Juden, Christen und Sabäer, die gute Taten vollbracht haben, ins Paradies kommen werden. Es gibt auch einen Vers, der besagt, dass es keinen Zwang in der Religion geben dürfe (Sure 2 (Al-Bakara), Vers 256). Von daher könnte man meinen, der Islam sei tolerant.

Doch es gibt noch viel mehr Verse, die den genannten Vers aufheben und genau das Gegenteil proklamieren. Der Islam ist eine Religion, die die Welt als Kriegsschauplatz betrachtet, und zwar so lange, bis die gesamte Menschheit islamisch geworden ist. In der Sure 4 (Al-Nisa), Vers 91, heißt es: „Tötet sie, wo ihr sie findet“, und in der Sure 9 (At-Tauba), Vers 29 steht: „Kämpft mit Waffen gegen diejenigen, die nicht an Allah glauben noch an den Jüngsten Tag und die nicht für verboten erklären, was Allah und sein Gesandter (d.h. Mohammed) für verboten erklärt haben, die sich nicht nach der rechten Religion (d.h. dem Islam) richten, von denen, die die Schrift erhalten haben (d.h. Juden und Christen), kämpft (mit der Waffe) gegen diese, bis sie die Minderheitensteuer abgeben als Erniedrigte!“

An vielen Stellen im Koran rechtfertigt Mohammed (bzw. nach muslimischer Vorstellung Allah) die Gewalt gegen Andersgläubige. Sie seien des Todes (z.B. Sure 47 (Muhammad), Vers 4), sollen unterworfen werden (Sure 9 (At-Tauba), Vers 29), dürfen vertrieben und enteignet werden (Sure 59 (El-Haschr) Verse 1-7) Umfangreiche Kapitel der Werke, die die Sunna (d.h. das Norm setzende Handeln Mohammeds) enthalten, sind dem Jihad gegen Anders- und Nichtgläubige gewidmet.

Mit diesen Textstellen konfrontiert, weisen Muslime gerne auf Stellen im Alten Testament hin, an denen ebenfalls von Gewalt gegen Andersgläubige die Rede ist (z.B. 2.Mose 22, 17; 3.Mose 20). Aber erstens ist es Unsinn, die Pest mit der Cholera austreiben zu wollen, und zweitens haben sich die meisten Juden und Christen, im Unterschied zu vielen Muslimen, von diesen Wahnideen längst distanziert.

5. Christen- und Judenfeindlichkeit

Entgegen allen anderslautenden Behauptungen bekämpft der Islam nicht nur Heiden und Abtrünnige, sondern ist im Kern auch radikal juden- und christenfeindlich. Sure 3 (Al-Imran), Vers 19 lautet: „Als einzig wahre Religion bei Gott gilt der Islam.“ Das Christentum und das Judentum werden als Religion schlechthin verneint und denjenigen, die nicht an Mohammed und seine Version von Gott glauben, werden Strafen angedroht. Mohammed behauptet, dass Gott alle vor ihm entsandten „Propheten“ und auch Abraham zu sich gerufen und ihnen befohlen habe, an den Islam zu glauben. Juden wird zudem unterstellt, dass sie Unheil anrichten.

Vers 46 der Sure 4 (An-Nisa) schließt mit der Verfluchung der Juden: „ . . . Aber Gott hat sie (zur Strafe) für ihren Unglauben verflucht. Darum glauben sie wenig (oder: Darum sind nur wenige von ihnen gläubig).“ In der Sure 5 (Al-Maida), Vers 72 verkündet Mohammed: „Ungläubig sind diejenigen, die sagen: ‘Gott ist Christus, der Sohn der Maria!‘ In den Versen 171-173 derselben Sure wird auf die christliche Lehre von der Dreieinigkeit Gottes hingewiesen und beteuert, dass die bestraft werden, die an sie glauben. Mohammed verbietet den Muslimen sogar, mit Juden und Christen befreundet zu sein, weil sie „Frevler“ seien (Sure 5 (Al-Maida), Vers 51).

6. Frauen im Islam

Mohammed sicherte die gesellschaftliche Ordnung dadurch, dass er die Frau zur Bediensteten, zur Beute des Mannes machte. Die Unterdrückung der Frau wurde im Islam gesetzlich festgelegt. Frauen gelten als

• intellektuell und religiös (minder) erschaffen
• Quelle der Bosheit, der Zwietracht, als intrigant, undankbar und teuflisch
• bedauernswerte Wesen, da die meisten von ihnen ohnehin in der Hölle landen werden.

Mohammed bestimmte durch Sure 4 (Al-Nisa), Vers 3, dass die Männer bis zu vier Frauen, die ihnen gefallen, heiraten können. Und um diese Bestimmung zu verstärken, förderte er den Glauben, dass es eine Tugend sei, mehrere Frauen zu heiraten.

Auch als Zeugen sind Frauen nur halb soviel wert wie Männer, denn es steht geschrieben: „… und nehmt zwei Männer von euch als Zeugen. Wenn es nicht zwei Männer sein können, dann sollen es ein Mann und zwei Frauen sein, solche, die euch als Zeugen genehm sind – (zwei Frauen), damit (für den Fall,) dass die eine von ihnen irrt, die eine (die sich nicht irrt) die andere (die sich irrt), an den wahren Sachverhalt erinnere. (Sure 2 (Al-Bakara), Vers 282). Das gleiche Prinzip zeigt sich im Erbrecht: „… Auf eines männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts…“ (Sure 4 (An-Nisa), Vers 12). „Der Mann bekommt soviel wie der Anteil von zwei Frauen.“ (Sure 4, 176)

Zur Verschleierung der Frau heißt es: „Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck (ihre Reize) nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und dass sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand anderem enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb mehr haben, und den Kindern, die der Blöße der Frauen keine Beachtung schenken. Und sie sollen ihre Füße nicht so auf den Boden stampfen, dass bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verbergen.“ (Sure 24 (Al-Nur), Vers 31) Und an anderer Stelle heißt es (Sure 33 (Al-Ahzab), Vers 33): „Und bliebt in eurem Haus. Putzt euch nicht heraus, wie man das früher im Heidentum zu tun pflegte.“

Eine Ausnahme bildet die Sure 24 (Al-Nur), Vers 59, nach der die älteren Frauen sich nicht verschleiern müssen. In dieser Sure spricht Mohammed von Frauen, denen er keine weitere Ehe zutraut, weil sie alt sind. In Hinblick darauf, dass er als ein Mann von über 50 Jahren die neunjährige Aischa geehelicht hat, mag das verständlich erscheinen.

Immerhin gewährt er bei seiner Neigung zu sexuellem Kindesmissbrauch älteren Frauen einen kleinen Freiraum: „Und für diejenigen Frauen, die alt geworden sind und nicht mehr damit rechnen können zu heiraten, ist es keine Sünde, wenn sie ihre Kleider ablegen, soweit sie sich dabei nicht mit Schmuck herausputzen.“ (Sure 24, 60) Angesichts des Gebotes, dass die Frauen, die nicht mehr gebärfähig sind, kein Kopftuch zu tragen brauchen, sieht man, wie wenig die Bevölkerung den Koran tatsächlich liest.

Gleichzeitig frage ich mich, warum wohl die selbsternannten Islamvertreter den betreffenden Vers nicht in den Moscheen verlautbaren lassen. Damit würden ein großer Teil der Kopftücher abgelegt werden können. Natürlich gibt es Frauen, die dies nicht schaffen – gerade so wie jene Chinesinnen, deren Füße durch lebenslanges Verbinden verkrüppelt sind, nicht mehr ohne Verband leben können.

Dennoch fordere ich: Weg mit den Kopftüchern in den Schulen, in den Ämtern! Und auf jeden Fall muss es verboten werden, die Kinder zu verschleiern. Die Verschleierung der Kinder basiert auf der Verehelichung des Kindes Aischa mit Mohammed und bedeutet die Sexualisierung der kleinen Mädchen. Die Eltern, die dies tun, sollten eine Strafanzeige wegen Kindesmisshandlung erhalten.

7. Gewalt im Islam

Der Islam sät Gewalt (vgl. Sure 9,74 und 4,95). Den Kriegen, die Mohammed führte, gingen kleinere Unternehmungen voraus, etwa das Ausrauben von Karawanen aus Mekka. Diese Überfälle und die Kriege danach dienten der wirtschaftlichen Bereicherung Mohammeds und seiner Mitkrieger. Viele nahmen teil, weil sie wussten, dass sie Anteil an der Beute bekommen würden. Ein Fünftel der Kriegsbeute ging stets „an Allah“. Von daher hat die Gewalt vom 11. September 2001 in New York, die Bomben von Madrid (11.4.2004), die Bombe von London (7.7.2005) und auch die Gewalt zwischen den  Religionsgruppen im Irak, die Morde in der Türkei an Turan Dursun (4.9.1990) und anderen Journalisten und Kritikern eine lange Tradition.

Es hat Tradition, wenn Mütter den Tod ihrer Söhne im Jihad in Kauf nehmen und ankündigen, weitere Söhne haben zu wollen, die ebenfalls zum angeblich gottgewollten Selbstmordanschlag bereit sind. Die religiöse Verherrlichung von Gewalt muss aufhören! Ihr stelle ich die Aufklärung, den Frieden und den zivilisierten Diskurs entgegen.

8. Entmenschlichung der Männer

Indem Mohammed die Männer über die Frauen stellte, gelang es ihm, die Männer hörig zu machen. Denn in seinem System ist auch der Mann ein armer Untertan Gottes. Er muss sich blindlings beugen vor Gott und vor dessen Botschafter, d.h. vor Mohammed selbst. Indem Mohammed den Mann außerhalb seines Hauses knechtete und in ein Nichts verwandelte, ihn in den eigenen vier Wänden aber zum „Pascha“ machte, brachte er den Mann dazu, die schlechte Situation der Frau bereitwillig zu akzeptieren. Genau die Verse, die zuerst der Unterdrückung der Frau dienen sollten, sind zugleich die Verse, welche die Männer degradieren, entmenschlichen.

Die Sure 4 (Al-Nisa), Vers 38, ist ein frappierendes Beispiel dafür: „… Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie von Natur vor diesen ausgezeichnet hat … Und wenn ihr fürchtet, dass irgendwelche Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!“ Die Angst der Männer, dass Frauen sich auflehnen, soll sie dazu verleiten, mit Gottes Segen genau die Frau zu schlagen, die sie lieben, mit der sie Kinder zeugen, mit der sie alt werden wollen. Darüber hinaus wird der Mann im Islam auf ein dumpfes Triebwesen reduziert, das schon beim bloßen Anblick offener Haare ejakuliert.

Ein erwachsener, reifer, mündiger Mensch weiß seinen Sexualtrieb zu beherrschen. Auch die in den Islam hineingeborenen Männer sollten dazu in der Lage sein, wenn man es ihnen abverlangt. Ich rufe die Männer auf: Sagt Nein zum Islam! Sagt Nein zu eurer Entmenschlichung! Dann werdet ihr echte Lebensgefährtinnen gewinnen, gleichberechtigte Partnerinnen. Wer eine zu Gehorsam verpflichtete Sklavin vorzieht, hat nicht einmal die unterste Stufe der kulturellen Zivilisation erreicht.

9. Unterjochung der Frauen selbst noch im Jenseits

Der versprochene Eintritt ins Paradies verlangt Frauen einen hohen Preis ab: Die Frau muss ihrem Mann zu Diensten stehen, ihm gehorchen, ihn zufrieden stellen, seine Begierden stillen. Aber auch wenn sie all dies fehlerlos bewerkstelligt, darf sie das herbeihalluzinierte Paradies nur dann betreten, wenn ihr Mann dem zustimmt. Schließlich sind sie nur die „vorübergehenden Frauen auf Erden“. Die eigentlichen Frauen der Männer (im Paradies) sind die Huris. Diese sind irdischen Frauen in jeder Hinsicht überlegen und kommen an erster Stelle.

Die Beschreibung des Paradieses in den Suren 78 (En-Nebe), 56 (El-Vakia) und 76 (Ed-Dehr) zeigt das sehr deutlich. En-Nebe verheißt den Männern „gleichaltrige (Huris) mit schwellenden Brüsten“ und „einen Becher Wein“. Die Sure El-Vakia verspricht „Gärten der Wonne“, und „großäugige Huris haben sie zur Verfügung“, „in ihrer Schönheit den wohlverwahrten Perlen gleich“. All dies zeigt, dass es für gläubige Musliminnen selbst im erträumten Paradies kaum Ruhe und Glück geben wird; sie werden ihre Ehemänner vielmehr in den Armen der Huris vorfinden.

10. Das muslimische Bild des Menschen: ein undankbares, zu absolutem Gehorsam verpflichtetes Geschöpf

Immer wieder stellt Mohammed fest, dass der Mensch von Grund auf ein undankbares Geschöpf ist. Vielgebrauchte Ausdrücke im Koran sind: Heuchler, Wildesel, der verfluchte Mensch. Wie undankbar ist er doch! Unzählige Male werden die Menschen gefragt: „Was wollt ihr alles leugnen von den Wohltaten eures Herrn?“ Die Menschen sind in Mohammeds Augen undankbare, zu absolutem Gehorsam verpflichtete Wesen, die im Namen einer sonderbaren göttlichen „Gerechtigkeit“ bestraft werden müssen. Diesem Bild stelle ich die Idee des mündigen Bürgers mit aufrechtem Gang entgegen, das Bild eines Menschen, der Behauptungen mit wachem Verstand kritisch prüft, anstatt sich in blindem Gehorsam archaischen Wahnideen zu unterwerfen.

11. guter Grund, sich aus dem Islam ausgetreten zu erklären:

„Muslim“ oder „Moslem“ ist ein arabisches Wort und bedeutet „der sich Unterwerfende“ oder „sich Hingebende“. Der Begriff, der sich Unterwerfende, also Untertan, zeigt, wie geknechtet der sogenannte Gläubige im Islam ist. Abzulehnen, sich „Untertan“ Allahs zu nennen, bedeutet, den Menschen von seiner Sklavrei durch diese religiöse Fiktion zu befreien. Andererseits sagt das Wort „Muslim, Moslem“ sprachlich nicht auf Anhieb etwas aus, während die Übersetzung ins Deutsche „Untertan“ eine Reihe von Fragen aufwirft. Hört ein Kind das Wort Moslem, denkt es sich nicht viel dabei. Wird ihm jedoch „Untertan“ gesagt“ wird es nachfragen:

• Warum Untertan?
• Wessen Untertan?
• Warum sind die anderen keine Untertanen?
• Warum bin ich ein Untertan?

Wenn wir nicht in Untertanen-Kategorien denken wollen, müssen wir für uns verständliche, klare Wörter einsetzen. Die Sprache ist Ausdruck des Denkens.

Und wenn Menschen an den Islam als Religion nicht glauben, kein „Untertan“ sein wollen, dann müssen sie dies offen tun. Die Lossagung in der eigenen Küche versteckt zu erklären, bedeutet ungewollt eine Zustimmung. Zugleich ist es die Verneinung dessen, was wir wissen, Verneinung der Selbstachtung im Sinne von Respekt vor der wichtigsten Eigenschaft des Menschen, die ihn vom Tier unterscheidet: sein Denkvermögen.

Ich schlage vor, dass wir das deutsche Wort einführen. Ich rufe alle Menschen auf, statt des arabischen Wortes „Muslim“ oder „Moslem“ das deutsche Wort „Untertan“ zu benutzen. Sprache ist Ausdruck des Denkens.

12. Grund – Ränkeschmieden und Lügen. TAKKIYA – „Du sollst lügen“

Runde Tische und die Islamkonferenz von Hern Schäuble sind eine Farce, es sei denn, die islamistischen Herren erklären selbst, dass es die Bestimmung der Takkiya gibt und sie diese nicht akzeptieren. Und zwar öffentlich. Ein Dialog mit den islamischen Verbänden ist nicht möglich, solange sie die Aufklärung in ihren Reihen nicht offiziell, weltweit und öffentlich nachvollziehbar beginnen. Denn Vortäuschen und Ränke schmieden ist ein Teil des islamischen Glaubens.

 3, Al-Imran, Vers 54: „“Und sie, (d.h. die Kinder Israels) schmiedeten Ränke. Aber (auch) Gott schmiedete Ränke. Er kann es am besten.“

7 Al-Araf, Vers 99: Sind sie denn sicher vor den Ränken Gottes?“ 27, An-Naml, Vers 50 u. 51: „Sie schmiedeten Ränke. Und wir schmiedeten (ebenfalls) Ränke, ohne dass sie es merkten, 51 Schau nur, wie das Ende ihrer Ränke war! Wir rotteten sie und ihr Volk allesamt aus!“

Im Ränkeschmieden teilt der Gott des Korans in Sure 10 (Yunus), Vers 21 mit, sei er schneller. Untertane (Muslime) können Meinungen und Unglauben vortäuschen, um sich zu schützen oder um ihr Leben zu retten, oder um der Sache des Islam zu dienen. Das wird „takkiya“ (taqqiya) genannt. Wendet er Takkiya an, wird er nicht bestraft. Dies besagt der Vers, “.. Anders ist es, wenn ihr euch vor ihnen (d.h. den Ungläubigen wirklich fürchtet. (In diesem Fall seid Ihr entschuldigt.)…” Al-Imran, Vers 28

„Takkiya“ gilt nicht nur für Personen sondern auch für Institutionen und sogar für Staaten. So kann ein islamischer Staat mit einem nichtislamischen Staat Frieden schließen und gemeinsam gegen andere ungläubige Staaten kämpfen.

Gott denkt auch an die Interessen der Untertanen (Moslems) und gibt ihnen die Möglichkeit, in bestimmten Situationen, besonders in Situationen, in denen man ihnen schaden könnte, sich so zu verstellen, als ob sie Freunde derUngläubigen wären. Das heißt, es ist rechtens, wenn Untertane (Moslems), um sich von eventuellen Gefahren zu schützen, sich heuchlerisch gegenüber Ungläubigen verhalten und die Ungläubigen mit falscher Freundschaft täuschen.

Der Religionsbeauftragte der Türkei hat dies so interpretiert, dass ein Staat der Untertanen (ein moslemischer Staat) mit Ungläubigen Frieden schließen kann, wenn dieser Frieden sich nicht gegen andere Untertanen (Moslems) richtet. Ein Untertanen-Staat (moslemischer Staat) kann mit Ungläubigen zusammenarbeiten, wenn sich dies gegen andere Ungläubige richtet.

Ich setze dem den Dialog und die transparente Demokratie entgegen. Mag sein, dass unsere Demokratie hier und da hinkt. Aber wir können darüber diskutieren. Wir können sie entwickeln, ohne Angst zu haben.

Selbst Cartoons müssen im Iran dem islamischen Glaubens angepasst werden

13. „Und nimm keine Ungläubigen zu Freunden“

Dies ist für eine Gesellschaft wie die unsrige in Deutschland besonders bedenklich.

Laut Überlieferungen des Koran hat Gott die Freundschaft zwischen Untertanen (Muslimen) und Ungläubigen (Nichtmuslimen) verboten. Sollten sie sich nicht fügen, werden sie bestraft. Weil Gott alles weiß, weiß er auch, was die Menschen denken und fühlen. Sollen die Menschen trotz dieser Verse Nichtmuslimen zugeneigt sein, sie lieben und mögen und Freundschaft zu ihnen hegen, dann weiß Gott das und er wird sie bestrafen.

Sure 3: Al-i Imran, Verse 28. ve 29: “Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft (mehr) mit Gott. 29: Sag: Ihr mögt geheim halten, was ihr in eurem Innern hegt, oder es kundtun, Gott weiß es. Er weiß (alles), was im Himmel und auf der Erde ist. Gott hat zu allem die Macht.“

Sure 3 (Al-Imran) 28 ist nicht die einzige Sure, die vor der Freundschaft mit Ungläubigen warnt. Auch Sure 4 (Al-Nisa) enthält eine solche Bestimmung: Al-Nisa 144 „Oh ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Ungläubigen anstelle der Gläubigen zu Freunden. Wollt ihr denn Gott eine offenkundige Handhabe gegen euch liefern?“

Es gibt viele ähnliche Beispiele, die zeigen, dass Freundschaft und emotionale Bindung zu Ungläubigen gleichgesetzt wird damit, sich gegen Gott zu stellen. Mit einem solchen Verhalten geben die Gläubigen von sich aus Gott allen Grund, gegen sie vorzugehen, sie verlieren jeglichen Wert bei Gott. Sure 9 (At-Tauba), Vers 23, gehört für mich zu den grausamsten Versen, denn mittlerweile gibt es viele „Mischehen“ in Europa. „Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht eure Väter und eure Brüder zu Freunden, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen! Diejenigen von euch, die sich ihnen anschließen, sind die wahren Frevler!“

14. Grund: Der Koran gilt nur für Araber

Der Koran ist ein Buch, das den damaligen arabischen Traditionen entsprach und ist gültig nur für jene, für Araber. Abgesehen von der Sprache spricht es Konflikte und Verhaltensweisen an, die es in der damaligen arabischen Kultur gab. Auch die Konfliktlösungen entsprechen der damaligen arabischen Kultur und Norm. Ein Beweis dessen ist die Heirat Mohammeds mit der Frau seines Stiefsohnes und die diesbezüglich veröffentlichten Verse (z.B. Sure 33, Vers 37). Dies gilt auch für viele andere Bereiche des Lebens wie Erbrecht, Steuerrecht etc.

Desweiteren gibt es Verse, in denen Allah den Menschen in Mekka Undankbarkeit vorwirft, weil sie nicht glauben; denn er habe ihnen mit Mekka ein ergiebiges und sicheres Land zugewiesen. Auch dies ist ein Beweis, dass der Islam für eine räumlich und kulturel abgegrenzte Gruppe von Menschen gilt.

Laut Mohammed habe Gott jedem Stamm einen Propheten geschickt und ihnen Bücher in ihrer Sprache geschickt, denn Gott wollte, dass jeder Stamm seine Befehle in der eigenen Sprache liest und lernt. Sure 14, Abraham, Vers 4 „Und wir haben keinen Gesandten, (zu irgendeinem Volk) geschickt, außer (mit einer Verkündigung) in der Sprache seines Volkes, damit er ihnen (d.h. seinen Volksgenossen) Klarheit gibt.“

Deshalb hätten die Araber und aus dem arabischen Stamm Mohammed ein Buch ihrer Sprache bekommen. „Wir haben sie zu einem arabischen Koran gemacht. Vielleicht würdet ihr verständig sein.” (43. Az-Zuhruf, Verse 3-4) und sehen Sie auch nach in Sure 12, Yusuf, Vers 2: Wir haben sie (d.h. die Schrift) als einen arabischen Koran hinabgesandt. Vielleicht würdet ihr verständig sein.“ Sure 41, Fussilat, Vers 3 und 4: „Eine Schrift, deren Verse auseinandergesetzt sind, herabgesandt als ein arabischer Koran, für Leute, die Bescheid wissen. Vers 4: Wir haben dich mit dieser Offenbarungsschrift als Verkünder froher Botschaft und als Warner (zu deinen Landsleuten gesandt) Aber die meisten von ihnen wandten sich ab, so dass sie nicht hören.“

Sure 13, Ra´d. Vers 37: So wie er dir vorliegt haben wir ihn (d.h. den Koran) als eine arabische Entscheidung hinabgesandt. Solltest du aber nach (all) dem Wissen, das dir (von Gott her) zugekommen ist, ihren (persönlichen) Neigungen folgen (und den wahren Glauben aufgeben), dann hast du Gott gegenüber weder Freund noch Beschützer.“ Sure 20, Ta-Ha, Vers 113: “Und so haben wir sie (d.h. die Schrift) als einen arabischen Koran hinabgesandt…“ Sure 42, As Sura, Vers 7: „Und so haben wir dir einen arabischen Koran (als Offenbarung) eingegeben, damit du die Hauptstadt (d.h. Mekka) und die Leute in ihrer Umgebung warnst, und damit du /(deine Landsleute) vor dem Tag der Versammlung warnst (dem jüngsten Tag) an dem nicht zu zweifeln ist.“ Diese Suren und Verse zeigen, dass der Koran für eine bestimmte arabische Gesellschaft vorgesehen wurde.

Mohammed sagt damit, dass die Menschen jeweils in ihrer Sprache und in ihrer Kultur angesprochen werden. Sure 6, Al-An am, Verse 156-157 „Wir haben die Schrift zu euch hinabgesandt damit ihr (nicht etwa) sagt: Die Schrift ist nur auf zwei Gruppen (die) vor uns (gelebt haben, d.h. die Juden und die Christen) herabgesandt worden, und wir haben von dem, was sie (in der Schrift) geforscht (und erfahren) haben, keine Ahnung. 157: Oder (damit) ihr nicht etwa sagt: „Wenn die Schrift auf uns herabgesandt worden wäre, wären wir eher rechtgeleitet als sie.…“ Es gibt noch viele andere Suren und Verse, die diese Aussagen bestätigen. Allah spricht jene Araber, den Stamm Mohammeds, an. Seine Zielgruppe sind nicht einmal alle Araber sondern eine bestimmte Gruppe von Arabern.

Das zeigt auch die Art, wie Konflikte gelöst werden: Einige von Mohammeds Anhängern machten ihm Vorhaltungen wegen ihres „Untertanseins“, (d.h. Muslimseins). Sie wollten mehr Kriegsbeute haben. Dies ärgerte Mohammed. Er veröffentlichte dagegen folgenden Vers: Sure 49, Al–Hugurat, Vers 17 “Sie rechnen es dir gegeüber als ihr Verdienst an, dass sie den Islam angenommen haben. Sag: Rechnet es euch mir gegenüber nicht als euer Verdienst an, den Islam angenommen zu haben…“ Dass der Islam, die Religion der Untertanen, eine auf einen kleinen arabischen Raum begrenzte Religion ist, beweist auch das folklorisierende Verhalten vieler Untertane (Muslime) heute. Angefangen von der Übernahme arabischer Namen bis hin zu der folkloristischen arabischen Kleidung zeugt dies von alter arabischer Kultur, Tradition und Niveau.

15. Grund Der Koran, ein Buch voller Widersprüche

Am Koran darf nicht gezweifelt werden. Wenn der Koran die Offenbarung Gottes ist, dann darf er keinen Irrtum und keinen Widerspruch enthalten. Aber der Koran ist widersprüchlich und das obwohl in der Sure 4, An Nisa, Vers 82 steht: „…Wenn er von jemand anderem als von Gott wäre, würden sie in ihm viel Widerspruch finden…“ Beispiel 1: Wein trinken Sure 16, An-Nahl, Vers 67: „Und (wir geben euch) von den Früchten der Palmen und Weinstöcke (zu trinken), woraus ihr euch einen Rauschtrank macht, und (ausserdem) schönen Unterhalt.“ Widerspruch: Sure 2, Al-Baqara, Vers 219 „Man fragt dich nach dem Wein und dem Losspiel. Sag: In ihnen liegt eine schwere Sünde. Und dabei sind sie für die Menschen (auch manchmal) von Nutzen…“

Beispiel 2: Heirat mit Christen, Juden und anderen Ungläubigen Sure 2, Al-Baqara, Vers 221: „Und heiratet nicht heidnische Frauen, solange sie nicht gläubig werden! Eine gläubige Sklavin ist besser als eine heidnische Frau, auch, wenn diese euch gefallen sollte. Und gebt nicht (gläubige Frauen) an heidnische Männer in die Ehe, solange diese nicht gläubig werden! Ein gläubiger Sklave ist besser als ein heidnischer Mann, auch wenn dieser euch gefallen sollte.“ Hierbei liegt der Widerspruch in ein und demselben Vers. Warum sollen die Männer „heidnische“ Frauen heiraten nicht aber die Frauen? Warum soll die Frau einen untertänigen (moslemischen) Sklaven heiraten? Mohammed meint, wenn eine Frau einen „Untertan“ (Muslim) heiratet, wird sie sich dem „unterwerfen“ müssen.

16. Grund Cihad (Jihad), Krieg

Krieg ist für den Islam eine kanonische Vorschrift. Wenn ich sehe, dass in Europa die Grenzen aufgehoben sind und werden, scheint mir die Spielart der Demokratie des Menschen würdiger zu sein. Ich stelle dem Krieg im Islam den Frieden der aufgeklärten Gesellschaft entgegen. Es ist kein Zufall, dass es keine jüdischen und christlichen Selbstmordattentäter gibt. Sure 9, At Tauba, 41. ayet: „Rückt leichten oder schweren Herzens (oder mit leichtem Gepäck oder mit schwerer Rüstung, oder klein und groß) zum Kampf aus und führet mit eurem Vermögen und in eigener Person um Gottes willen Krieg..“ At-Tauba, Vers 73: „Prophet führe Krieg gegen die Ungläubigen und die Heuchler (oder setze den Ungläubigen und den Heuchlern heftig zu) und sei hart gegen sie!“ 9 At Tauba Vers 88: „Aber der Gesandte und diejenigen, die mit ihm glauben, führen mit ihrem Vermögen und in eigener Person Krieg (oder haben Krieg geführt, sich abgemüht) Ihnen kommen dereinst die guten Dinge zu, und ihnen wird es wohl ergehen.“ 9 At Tauba Vers 123: „Ihr Gläubigen, kämpft gegen diejenigen von den Ungläubigen, die euch nahe sind (d.h. mit ihren Wohnsitzen an euer Gebiet angrenzen) Sie sollen merken, dass ihr hart sein könnt. Ihr müsst wissen, dass Gott mit jenen ist, die ihn fürchten“

Sure 29 Al Ankabut Vers 69: „Diejenigen, aber, die sich um unseretwillen abmühen (d.h. Kriegsdienst leisten) werden wir unsere Wege führen.“ 47, Sure Mohammed Vers 4: Wenn Ihr (auf einem Feldzug) mit den Ungläubigen zusammentrefft, dann haut (ihnen mit dem Schwert) auf den Nacken! Wenn ihr sie schließlich vollständig niedergekämpft habt, dann legt (sie) in Fesseln, (um sie) später entweder auf dem Gnadenweg oder gegen Lösegeld (freizugeben) (Haut mit dem Schwert drein) bis der Krieg (euch vom Frieden abgelöst wird!) Dies ist der Wortlaut der Offenbarung. Wenn Gott wollte, würde er sich (selber) gegen sie helfen. Aber er möchte (nicht unmittelbar eingreifen, vielmehr die einen von euch (die gläubig sind) duch die anderen (die ungläubig sind) auf die Probe stellen. Und denen, die um Gottes willen getötet werden wird er ihre Werke nicht fehlgehen lassen..“

Schlussbemerkung

Im Osten des Jemen gab es den Ort Hadramut. Dort lebte der Stamm Kinde. Die arabischen Quellen, welche über Mohammeds Krankheit berichten, schreiben, dass die Frauen dort ungeduldig auf die Nachricht vom Tod Mohammeds warteten. Als sie die erhielten, färbten sie ihre Nägel mit Henna, musizierten und tanzten dazu. Sie freuten sich und feierten, weil sie hofften, dass nun die Ära der Vernichtung der Freiheit und der Rechte der Frauen und ihre systematische Erniedrigung ein Ende haben würden. Der Nachfolger Mohammeds, Abu Bakr, aber ließ den Frauen und ihren Beschützern Hände und Füße abhacken und sämtliche Zähne ziehen. Ich gedenke dieser Frauen von Hadramut mit großer Hochachtung. Lasst uns daran arbeiten, dass ihre Hoffnungen endlich Realität werden. Anderthalb Jahrtausende schon haben die Wahnideen dieses archaischen Gotteskriegers Mohammed die Hirne der Menschen vernebelt und weltweit Unfrieden gestiftet. Es ist an der Zeit, diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten.

Quelle
Arzu Toker, geborene Türkin, lebt als Schriftstellerin, Journalistin, Moderatorin und Übersetzerin in Köln. Sie war Gründungsmitglied des Vereins „Zentralrat der Ex-Muslime“ und ist u.a. Autorin von „Kein Schritt zurück (2014)“ und „Frauen sind eure Äcker (2012)“.

Cosima Schayani

Mein Name ist Cosima Schayani und wie man erkennen kann, habe ich einen ausländischen (iranischen) Nachnamen. Meine Eltern sind vor über 40 Jahren aus dem Iran geflohen. Ich bin in Deutschland geboren und auch aufgewachsen. Der Iran ist mir fremd, da meine Eltern aus Gründen der Sicherheit nicht mehr in ihre Heimat zurück können. Ich habe mit all diesem Käse von früher nichts zu tun, da ich aber die Tochter bin, wäre auch meine Sicherheit nicht gewährleistet.

Rassismus erlebe ich hin und wieder – alleine wegen meinem Nachnamen. Am Telefon ist es oft schon zu spüren, dass man gegen mich ein vorbelastetes Urteil hat, ohne mich überhaupt zu kennen. Das meine Hautfarbe und Aussehen auch nicht „typisch deutsch“ ist, liegt in der Natur der Dinge (meiner Eltern).
Als Frau mit einem orientalischen  Aussehen hat man es nicht immer leicht in der Männerwelt. Entweder man wird angebaggert oder beleidigt. Reagiere ich schnippich auf eine dumme Anmache von Männer – bin ich gleich eine Zicke, Bitch oder sowieso mit einem Kameltreiber verheiratet.
Auch nervt es, wenn ich gefragt werde wo ich her komme. Aus Stuttgart. Wo soll ich herkommen? In der nächsten Frage kommt dann öfters: „Ich meine wo du geboren wurdest.“  Tja, was soll man als deutsche mit einer Geburtsurkunde die in Stuttgart ausgestellt wurde, noch groß antworten?
In den letzten Jahren hörte ich auch immer öfter die Frage nach meinem Glauben. Dies stand früher NIE zur Diskussion. Ich bin – man mag es gar nicht glauben, in einer evangelischen Kirche getauft und sogar konfirmiert worden.


Mein Account von einigen Social Media Plattformen wurde vor fast einem Jahr gehackt und ich vermute, dass dies aus dem Land meiner Eltern gekommen war. Ich hatte viel über die Missstände der Menschenrechte gepostet und mich somit auch gegen das herrschende Regiem gestellt.

Ich merke immer mehr, dass auch meine Mail Adresse und Accounts gehackt wurden und löschte alles – soweit möglich, aus dem Netz von mir.


Vor im Frühjahr 2021 hatte ich mir einen neuen Account angelegt und woĺlte diesen wieder in altbekannter Weise aufbauen. Da ein Neuanfang auch ein Neuanfang sein sollte, suchte ich nicht mehr nach den gleichen Gruppen oder Seiten. Durch Zufall wurde mir eine Gruppe von Nila Khalil angezeigt und ich sorgte für meine Anmeldung, mit einem erst seit Stunden bestehenden Account, für mächtig Wirbeln bei den Administratoren. Evke Freya Von Ahlefeldt schrieb mich an und in ihrem sehr freundlichen Gespräch merkte ich gar nicht, dass sie mich aushorchte. Sie ist eine der Administratoren für jene Gruppe. Ich wurde in eben jene Gruppe durch einige Klärung aufgenommen und kam Tagelang nicht mehr aus dem lesen, staunen und weinen heraus.

Durch oder über Evke und Nila fand ich in wenigen Tagen unglaublich tolle, liebevolle und interessante Menschen.

Seit Juli 2021 bin ich eine der sechs Autorinnen für diese Website und bin mega stolz auf diese Truppe.

Liebe Grüße Cosima.

Früh- bzw. Kinderehen im Iran

Sonita Alizadeh

Früh- bzw. Kinderehen im Iran

Kinderehen sind im Iran legal. Mädchen können ab einem Alter von 13 Jahren, Jungen ab 15 Jahren verheiratet werden. Durch diese rechtlichen Voraussetzungen werden die vor allem in ländlichen Gebieten verbreiteten Kinderehen weiterhin ermöglicht.

Autorin Cosima Schayani

Durch islamische Gesetze und von einem seit Jahrzehnten patriarchalisch geführten Regim im Iran, sind Missachtungen, Polygynie und Unterdrückung von Kinder- und Frauenrechte legitim. Eine Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen wird damit weitgehend verhindert.

Legalisierung von Früh- bzw. Kinderehe im Iran

Vor der Islamischen Revolution im Jahr 1979 war die Volljährigkeit im Iran für beide Geschlechter bei 18 Jahren angesetzt – was auch der Definition für Volljährigkeit der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 entspricht. Seit einer Gesetzesänderung von 1981 sind Mädchen im Iran jedoch schon ab 9 und Jungen mit 15 Jahren volljährig. Dies geht aus Artikel 1210, Absatz 1 des Iranischen Zivilgesetzbuches hervor. Nach deren Festlegung des Alters wird nach dem islamischen Kalender, dem sogenannten Mondkalender gerechnet. Wenn man dies auf den gregorianischen Kalender umrechnet, ergibt sich ein Alter von ca. 8 Jahren und 8 Monaten bzw. 14 Jahren und 7 Monaten.
Diese Herabstufung der Volljährigkeit von iranischen Jungen und Mädchen ist nach der Definition und internationalem Recht zum Schutz der Kinder, ein klarer Verstoß seitens der Mullah-Regierung.

Rechtliche Voraussetzungen

Obwohl der Iran 1994 die internationale Kinderrechtskonvention der UN ratifizierte, wurde festgehalten, dass nationales und islamisches Recht vorgehen sollte. Seit einer Gesetzesänderung des Artikel 1041 in iranischen Zivilgesetzbuch vom 17. Dezember 2000,  können Mädchen und Jungen unter 13 bzw. 15 Jahren nur noch mit der Erlaubnis eines Gerichts verheiratet werden. Nach Artikel 1043 des iranischen Zivilgesetzbuch, ist die Zustimmung des männlichen Vormunds dabei zwingend. Für Jungen ist keine Zustimmung des Vaters nötig. Soll heißen, dass ab einem Alter von 13 Jahren Mädchen ohne Gerichtserlaubnis, der sogenannte «Heiratsreife» verheiratet werden können.

Menschenrechtler_innen kämpfen noch immer für eine Änderung dieser Gesetze.
Die parlamentarische Kommission für Rechts- und Justizfragen im Iran hatte 2019 den Entwurf zur Erhöhung des Heiratsalters für Mädchen auf 16 und für Jungen auf 18 Jahre abgelehnt.
Um jenes patriarchalische Denken der Mullah-Regierung zu verdeutlichen, sieht man daran, dass Mütter oder andere weibliche Familienmitglieder in den Entscheidungsprozess einer Frühehe nicht eingreifen können. Auch die verheirateten Kinder selbst haben kein Mitspracherecht im Vermählungsprozess.

Obwohl die Kinderehe im Iran erst durch die Gesetzesänderung nach der Islamischen Revolution wieder legalisiert wurde, haben zahlreiche Forschungen zu Kinderehe im Iran gezeigt, dass vor allem wirtschaftliche Faktoren wie z.B. niedriges Einkommen pro Kopf und die hohe Inflation Familien dazu bringen, Kinderehen abzuschließen bzw. zu arrangieren und nicht vorwiegend religiöse Gründe, wie häufig vermutet wird. Besonders in ländlichen Regionen führen wirtschaftliche Faktoren zu arrangierten Ehen von Kindern. Mit einfachen Worten: die Kinder weder regelrecht verkauft.

Verankerung der Ungleichheit von Mann und Frau

Das Konzept der Kinderehe im Iran dient vor allem dazu, die patriarchalen Strukturen zu verankern, indem es gesellschaftliche und sexuelle Freiheiten von Frauen unterdrückt und die Ungleichstellung von Mann und Frau reproduziert.

2016 waren über 11% aller verheirateten Frauen im Iran zwischen 10 und 19 Jahren alt, davon 6% unter 15 Jahren. In ländlichen Regionen ist sogar jedes fünfte Mädchen im Alter von 10-19 Jahren bereits verheiratet.

Auch regional weist die Rate von Frühehen sehr starke Schwankungen auf. Demnach sind Frühehen in besonders den wirtschaftlich und strukturschwachen Regionen, wie in Zanjan, Sistan und Belutschistan noch häufiger. 

Die negativen Konsequenzen von Frühehen

Ein verheiratetes Kind geht im Iran in den meisten Fällen nicht mehr in die Schule, allgemein sind die Verheirateten mental weniger weit entwickelt daher weniger eigenständig.
Jungen sind traditionell für den Unterhalt der Familie verantwortlich und arbeiten häufig als unterbezahlte Tagelöhne, während die Mädchen für den Haushalt und bald für die Aufsicht der Kinder zuständig sind und zudem auch kranke und ältere Familienmitglieder pflegen müssen.
Die Eheleute, insbesondere die Ehefrauen, bleiben daher auf dem Bildungsniveau stehen, welchen sie bis zum Zeitpunkt der Heirat erreicht haben. Demnach haben die Mädchen einen bedeutend geringeren Bildungsgrad als Mädchen, die zu einem späteren Zeitpunkt heiraten.
Somit sinkt der gesamte Bildungsstand im Iran seit Jahrzehnten. Folglich steigt der Analphabetismus, die Armut und Abhängigkeit ganzer Generationen stetig an.

Nach einer Studie der WHO aus dem Jahr 2016 sind besonders Frauen und Mädchen, die jung heiraten, häufiger Opfer häuslicher Gewalt. Da es im Iran – wie auch in allen anderen muslimischen Ländern,
keine Vorschriften des Altersunterschieds zwischen Mann und Frau gibt, kommt es in den meisten Fällen vor, dass junge Mädchen mit Männern, die um ein Vielfaches älter sind, verheiratet werden. Da die „Ehefrauen“ sehr häufig noch minderjährige Mädchen sind, wird die Praxis der sexuellen Beziehung auch bei Mädchen als eheliche Pflicht betrachtet.

Sure 2, Vers 223

Der Koran genehmigt Kindesmisshandlungen

Wie in allen solcher Fällen des Kindesmissbrauchs, wird an dieser Stelle die Sure 2, Vers 223 aus dem Koran herangezogen.

Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. So kommt zu eurem Saatfeld, wann und wie ihr wollt. Doch schickt (Gutes) für euch selbst voraus. Und fürchtet Allah und wisst, dass ihr Ihm begegnen werdet. Und verkünde den Gläubigen frohe Botschaft.

Die Rollenverteilung in einer islamischen Ehe sieht vor, dass die Ehefrau ihrem Mann sexuell gehorsam ist. Dementsprechend kann ein Mann sexuelle Gewalt an Minderjährigen anwenden, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Das Konzept von Vergewaltigung existiert in diesem Kontext nicht, weil jede Art von Geschlechtsverkehr im Rahmen einer Ehe als Ausübung der ehelichen Pflichten gesehen wird.

Sure 2, Vers 34

Die „Erlaubnis‘ der Anwendung von Gewalt gegenüber der eigenen Ehefrau ist nach gängiger Auslegung in Sure 4, Vers 34 wie folgt festgelegt:

Die Männer stehen in Verantwortung für die Frauen wegen dessen, womit Allah die einen von ihnen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Besitz (für sie) ausgeben. Darum sind die rechtschaffenen Frauen (Allah) demütig ergeben und hüten das zu Verbergende, weil Allah (es) hütet. Und diejenigen, deren Widersetzlichkeit ihr befürchtet, – ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie. Wenn sie euch aber gehorchen, dann sucht kein Mittel gegen sie. Allah ist Erhaben und Groß.

Die Risiken von Schwangerschaften in Frühehen

Nach einer WHO-Studie von 2016 zählen Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt zu den häufigsten Todesursachen bei jungen Frauen unter 19 Jahren. Auch «Kinderschwangerschaften» und Fehlgeburten gehören zu den negativen Auswirkungen von Frühehen, da von verheirateten Mädchen – unabhängig der körperlichen und geistigen Entwicklung, trotzdem erwartet wird, dass sie ihren ehelichen Pflichten nachkommen müssen. Da die körperliche Entwicklung von Mädchen noch gar nicht abgeschlossen ist, sind Schwangerschaften bei minderjährigen ein oft sehr großes Risiko für Baby bzw. Mutter.

Ein Auszug aus den Artikel der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen

Der Iran verstößt mit seinem Zivilgesetzbuch zigfach gegen geltenden Kinder- und Menschenrechte

Artikel 1
«Im Sinne dieses Übereinkommens ist ein Kind jeder Mensch, der das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, soweit die Volljährigkeit nach dem auf das Kind anzuwendenden Recht nicht früher eintritt.»

Das Recht der Islamischen Republik Iran betrachtet neunjährige Mädchen und 15-jährige Jungen bereits als Erwachsene.

Artikel 2 Absatz 1
«Die Vertragsstaaten achten die in diesem Übereinkommen festgelegten Rechte und gewährleisten sie jedem ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Kind ohne jede Diskriminierung, unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, einer Behinderung, der Geburt oder des sonstigen Status der Kindes, seiner Eltern oder seines Vormunds.»

Die vertraglich festgelegten Rechte des Kindes werden durch den Iran systematisch verletzt. Dabei werden Mädchen gegenüber den Jungen durch die massive Herabsetzung der Grenze der Minderjährigkeit auf 15 Jahre zusätzlich schlechter gestellt und diskriminiert.

Artikel 3 Absatz 2
«Die Vertragsstaaten verpflichten sich, dem Kind unter Berücksichtigung der Rechte und Pflichten seiner Eltern, seines Vormunds oder anderer für das Kind gesetzlich verantwortlicher Personen den Schutz und die Fürsorge zu gewährleisten, die zu seinem Wohlergehen notwendig sind; zu diesem Zweck treffen sie alle geeigneten Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen.»

Vor allem junge Mädchen werden im Iran häufig bereits als Kinder verheiratet, weil wirtschaftliche Umstände die Familie des Kindes dazu zwingen. Diese Möglichkeit besteht aber nur, weil iranisches Recht Kinderehen ausdrücklich erlaubt. Die Islamische Republik verletzt damit ihre Pflicht, eine entsprechende Rechtslage zum Schutz der Kinder herzustellen.

Artikel 4
«Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen zur Verwirklichung der in diesem Übereinkommen anerkannten Rechte. Hinsichtlich der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte treffen die Vertragsstaaten derartige Maßnahmen unter Ausschöpfung ihrer verfügbaren Mittel und erforderlichenfalls im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit.»

Der Iran hat durch die gesetzlichen Regelungen zur Ehe von Kindern ganz konkrete Maßnahmen getroffen, die dem Schutz des Kindes entgegenstehen.

Artikel 6 Absatz 2
«Die Vertragsstaaten gewährleisten in größtmöglichem Umfang das Überleben und die Entwicklung des Kindes.»

Die Kinderehe greift in die freie geistige, schulische und teilweise auch körperliche Entwicklung des Kindes ein.

Artikel 12 Absatz 1
«Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.»

Bei einer Heirat unterhalb des durch die UN-Kinderrechtskonvention festgelegten Alters wird das Kind ohne dessen Willen bzw. ohne dessen bewusste und reflektierte Entscheidung verheiratet.

Artikel 19 Absatz 1
«Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs-, Sozial- und Bildungsmaßnahmen, um das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Schadenszufügung oder Misshandlung, vor Verwahrlosung oder Vernachlässigung, vor schlechter Behandlung oder Ausbeutung einschließlich des sexuellen Missbrauchs zu schützen, solange es sich in der Obhut der Eltern oder eines Elternteils, eines Vormundes oder anderen gesetzlichen Vertreters oder einer anderen Person befindet, die das Kind betreut.»

Kinder in Kinderehen leider häufiger unter Gewalt, insbesondere sexuellem Missbrauch.

Artikel 28
«Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Bildung an.»

Mädchen, die schon als Kinder verheiratet werden, haben oft nach der Hochzeit keinerlei Zugang zu Bildungsmöglichkeiten mehr.

Artikel 34
«Die Vertragsstaaten verpflichten sich, das Kind vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen. Zu diesem Zweck treffen die Vertragsstaaten insbesondere alle geeigneten innerstaatlichen, bilateralen und mehrseitigen Maßnahmen, um zu verhindern, dass Kinder a) zur Beteiligung an rechtswidrigen sexuellen Handlungen verleitet oder gezwungen werden; b) für die Prostitution oder andere rechtswidrige sexuelle Praktiken ausgebeutet werden.»

Mit der Legalisierung von Heirat ab dem 14. Lebensjahr sind insbesondere junge Mädchen nicht vor sexuellem Missbrauch geschützt, sondern vielfach sexueller Gewalt ausgesetzt.

Cosima Schayani, Stuttgart, 21. Oktober 2021

Quellen

– Ahmady, Kameel. 2017. “The Nexus between the Temporary Marriage and Early Child Marriages.” 
– WHO. 2016. “Global health estimates 2015: deaths by cause, age, sex, by country and by region, 2000–2015.”
– UNICEF. n.d. “Girls’ Education: Introduction”.

Diskriminierung im Namen der Religion

Ein Bericht über ein Frauenverachtendes Weltbild einer patriarchalischen Gesellschaft, falsche Auslegungen niedergeschriebener Überlieferungen und die Religionsflucht der Elite.

Autoren Cosima Schayani und Nila Khalil

‚My achievements have been overlooked‘

Für die 32-jährige Iranerin Shohreh Bayat sollte die Schachweltmeisterschaft der Frauen 2020 in Shanghai ihr Karrierehöhepunkt werden, stattdessen wurde es ein Alptraum.

Bayat war bei dieser WM als Hauptschiedsrichterin eingesetzt und machte einen guten Job. Es gibt wenige weibliche Schiedsrichterinnen die auf dem höchstem Niveau in der Welt sind und Shohreh Bayat ist die einzige in Asien überhaupt.

Ein Bild von ihr ging um die Welt, welches Bayat zeigte, auf dem ihr Hijab auf ihren Schultern lag, und nicht wie es die Religionsgelehrten im Iran den Frauen vorschreiben – nämlich das Haar mit einem Hijab zu bedenken.

Einen Tag nach der Veröffentlichung dieses Fotos schäumten die Religionsführer im Iran vor Wut und Empörung. Sie drängen Shohreh zu einer schriftlichen Erklärung – die sie nicht gab.

Am nächsten Tag und bis zum Ende des Turnier verzichtete Shohreh gänzlich auf den Hijab.

Freunde von ihr warnten sie, zurück in den Iran zu kommen, denn sie würde dann verhaftet werden.

In einem Interview der BBC sagte Shohreh „Ich habe den Hijab toleriert, weil ich im Iran lebe. Ich hatte keine andere Wahl gehabt. Es gibt viele Menschen im Iran, die wegen des Kopftuchs im Gefängnis sitzen. Es ist ein sehr ernstes Thema. Vielleicht wollen sie ein Exempel an mir statuieren“, und fügt hinzu, dass sie „total in Panik“ geraten sei, als sie die Reaktion im Internet sah.

Shohreh sagt weiter, dass sie den iranischen Schachverband gebeten habe, eine Erklärung zu schreiben, in dem ihre Sicherheit bei der Rückkehr in den Iran garantiert werde. Dies lehnen seinerseits der iranischen Schachverband ab.

Der Internationale Schachverband hingegen, hat sich nicht offiziell zu der Situation geäußert, da Shohreh Bayat keine derer Regeln gebrochen habe.

„Meine Leistungen wurden übersehen“

Shohreh Bayat ist wütend, dass der Streit über ihre Kleidung mehr Reaktionen brachte als ihre Leistungen bei dieser Schach-WM.

„Mir fällt keine iranische Frau ein, die bei einem so hochrangigen Turnier gearbeitet hat. Aber das einzige, was für die Religionswächter zählt, ist mein Hijab, nicht meine Qualifikation. Das beunruhigt mich wirklich“, so Shohreh weiter in dem Interview der BBC.

Der Blick nach vorne, auch wenn es weh tut

Bei all den Anfeindungen und sogar Morddrohungen gegen Shohreh konzentriert  sie sich auf ihre eigentliche Aufgabe: Sie ist Schiedsrichterin in Wladiwostok, wenn die Chinesin Ju Wenjun ihren Titel gegen die russische Herausforderin Alexandra Gorychkina verteidigt.

Über ihren eigenen nächsten Schritt ist sich Shohreh noch nicht sicher. Da sie nicht in den Iran zurückkehren kann, ist Shohreh zu dem Entschluss gekommen, dass sie nichts mehr zu verlieren hat und hat ihren Hijab ganz abgelegt.

„Das ist eine sehr schwere Entscheidung. Ich bin so traurig, weil ich meine Familie vermissen werde“, gesteht sie der BBC, obwohl sie sagt, dass das Abnehmen des Hijab für sie eine Befreiung ist und „ich nun ich selbst sein kann“.

Teil II
Alles eine Frage der Interpretation

Einführung zum Koran

Der Koran gilt als das heilige Buch des Islam. Der Koran entstand zu Lebzeiten des Propheten Mohammed (570-632), wurde aber erst nach seinem Tod niedergeschrieben. Zu seinen Lebzeiten soll Mohammed mehrere Offenbarungen erhalten haben, deren Ergebnis der Koran war.
Das arabische Wort قرآن (qur’ān) bedeutet wörtlich „Lesen“ oder „Rezitation“.

Der Koran besteht aus 114 Suren (Kapitel), die wiederum in 6226 Ayat (Verse) unterteilt sind. Mit Ausnahme der Sure ‚Reue‘ beginnen alle Suren im Koran mit ‚Bismillah ar-Rahmaan ar-Rahiem‘: „Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Barmherzigen“

Ursprung des Korans

Die meisten Forscher und Theologen gehen davon aus, dass Mohammed Analphabet war. Seine Gefährten lernten die Offenbarungen, die Mohammed vom Engel Gabriel erhalten hatte, auswendig, indem sie sie rezitierten, oder bewahrten sie auf losen Dokumenten auf.

Erst einige Jahrzehnte nach Mohammeds Tod transkribierten seine Gefährten den Koran vollständig und trugen ihn in einem Buch zusammen.

Es war der Kalif Abu Bakr, der nach 632 einem anderen Anhänger Mohammeds, Zaid ibn Sabit, befahl, alle losen Fragmente von Mohammeds Offenbarungen zu sammeln. Der Kalif Uthman ibn Affan fügte die gesammelten Teile um 650 zu einem Ganzen zusammen.

Der älteste Koran soll spätestens zwei Jahrzehnte nach Mohammeds Tod geschrieben worden sein und enthält die Suren 18 bis 20. Der Text ist in Hijazi-Arabisch verfasst, einer Sprache, die noch heute von den Menschen im Westen Saudi-Arabiens gesprochen wird.

Die Texte

Die Texte im Koran haben eine rhythmische Struktur, damit sie leichter zu merken und zu rezitieren sind. Abgeleitet aus dem Wunsch, den Koran so schön wie möglich zu gestalten, spielt die Kalligraphie innerhalb der islamischen Texttradition eine wichtige Rolle.
Wie auch die jüdische Kabbala hat die islamische Mystik, der Sufismus , eine umfangreiche Tradition ihrer eigenen Sprache und Zeichen. In dieser Tradition wird jedem einzelnen Buchstaben eine besondere mystische Kraft zugeschrieben.

Der Hadith

Neben dem Koran ist der Hadith für viele Muslime nach wie vor wichtig. Es enthält die Überlieferungen und posthumen Aussprüche des Propheten und stammt aus dem achten oder neunten Jahrhundert. Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche Varianten. Innerhalb des sunnitischen Islam gelten sechs Hadith-Autoren als zuverlässig. 
Religionsgelehrte des sogenannten Koranismus glauben, dass nur der Koran befolgt werden sollte. Ihnen zufolge enthält der Hadith viel zu viele Widersprüche.

Alles eine Frage der Interpretation

Gleich vorweg möchte ich auf die Gleichstellung zwischen Mann und Frau im Koran hinweisen. Denn es steht geschrieben, dass auch Männer ihren Körper vom Bauchnabel bis zu den Knien bedecken, Frauen den ganzen Körper außer Gesicht, Hände und Füße. Je nach Kulturraum und länderspezifischen Traditionen unterscheidet sich jedoch die Praxis dieser Vorschriften, so bedecken in manchen islamischen Ländern die Frauen auch Gesicht und Hände und sogar die Männer tragen eine Kopfbedeckung.

In Sure 2 Vers 256 heißt es: „Es gibt keinen Zwang in der Religion“, was eben bedeutet, dass sich jeder Mensch frei für seine religiöse Überzeugung entscheiden darf. Ebenso kann man einen Menschen nicht zu bestimmten Handlungen zwingen, auch wenn es ihm seine Religion vorschreibt. Man ist letztlich einzig vor Allah/Gott verantwortlich, wenn man durch sein Verhalten nicht die Rechte anderer Personen verletzt.
Alleine dieser Vers wird von fast allen islamisch geprägten Staaten missachtet.

Aus islamischer Sicht, also der Religion – und nicht den Religionswächter, ist das Tragen einer Kopfbedeckung Pflicht, die Allah im Koran offenbarte. Frauen und Männer sollten sich aus Überzeugung an die von Allah offenbarten Kleidervorschriften halten. Da der Islam für Nüchternheit eintritt und die Menschen sich nicht von vordergründigen Reizen beeinflussen lassen sollen, ist es wichtig, im öffentlichen Leben dafür zu sorgen, dass jene Anziehungsbereiche menschlicher Sexualität, die sofort ins Auge springen können, bedeckt gehalten bleiben. Dies bedeutet jedoch keine Ungleichheit von Frauen und Männern.

Am 16. Januar 79 endete die Freiheit

Als Irans Schah Reza Pahlavi und Kaiserin Farah am 16. Januar 1979 in Teheran eine Maschine nach Assuan in Ägypten bestiegen, sollte das ein endgültiger Abschied aus ihrem Land sein. Keine drei Monate später rief Ajatollah Ruhollah Chomeini die Islamische Republik aus und somit endete die Freiheit von Millionen Frauen im Iran.
Unter Chomeini wurde ein Land, dass 2500 Jahre eine Monarchie mit weltoffen Blick war, in einen Gottesstaat gedrängt, in dem es nur noch Rückschritte gab und heute noch gibt.
Der Iran war der Anfang und wie ein Lauffeuer breitete sich ein rückständiges Denken im Namen des „Glaubens“ aus. Denn der Schleier bzw. Kopftuch wurde bis zu jener Zeit nicht als Zeichen der Züchtigung  gewertet. Bis zu dem Sturz von Schah Reza Pahlavi galt ein Schleier als ein Symbol der Auszeichnung, der Würde und Überlegenheit von Frauen der gehobenen Schicht in der gesamten arabischen Welt.

Die falsche Auslegung des Koran

In Sure 33, Vers 59 heißt es: Frauen sollten in der Öffentlichkeit „etwas von ihrem Überwurf“ über sich ziehen. Es wird aber nicht geschrieben, welcher Teile des Körpers verdeckt werden soll und ob dies auch die Haare betrifft.

Die Kleiderordnung für muslimische Frauen wird nicht nur aus dem Koran angeleitet, sondern auch aus Überlieferungen des Propheten Mohammed, die sogenannten Hadithe.
Anhand derer soll Mohammed gesagt haben, dass von einer Frau nur das Gesicht und Hände zu sehen sein sollten und insbesondere ihrer Haare vor den Blicken
fremder Männern verbergen.

Auch die Formulierung aus gleicher Sure: die Augen niederschlagen; wird im Allgemeinen so verstanden, dass man das andere Geschlecht, es bezieht sich auf beider Gechlechter, nicht anschauen soll, um keine Leidenschaft zu entfachen.

Auch hier ziehen die Religionsgelehrten als „Beweis“ einen Ausspruch Mohammeds heran, wonach man bereits mit den Augen Unzucht begehen könne.
Bleibt nur noch zu klären, wie man mit der menschlichen Fähigkeiten des denkens um gehen sollte.

Mitunter wird auch auf ein Überlieferungen verwiesen, dass Mohammed befohlen haben sollte, eine kürzlich geschiedene Frau im Haus eines seiner Gefährten unterzubringen, der blind gewesen sei.

Auch wird hier oft eine weitere Erzählung von Mohammed zitiert, nämlich, dass er zwei Frauen getadelt haben sollte, weil sie in Gegenwart 

eines Blinden ohne Hijab erschienen seien. Als die Frauen protestierten, der Blinde könne sie sowieso nicht sehen, hätte Mohammed geantwortet: „Und seid ihr beide auch blind? Schaut ihr ihn etwa nicht an?“

Weite Teile diese Sure beziehen sich auf das arabische Wort: zîna. Das nach der Übersetzung als Schmuck zu verstehen ist.
Dabei geht es vor allem darum, wie man das Wort Schmuck interpretiert kann.
Fällt unter Schmuck etwa nur Ketten, Schminke oder Ringe, die man mit Ausnahme des engeren familiären Umfelds anderen verbergen solle oder ist mit „Schmuck“ auch Körperbereiche wie das Gesicht, Figur, Brust etc. gemeint.

Diese vielen haltlose und an den wörtlichen Haaren herbeigezogene Argumente sind es, die seit über 40 Jahren den Frauen in den arabischen Ländern jegliche Rechte der Selbstbestimmung und der Würde absprechen.

Fazit

Der Koran schreibt nichts von einem Hijab vor, es wird nur dahingehend ausgelegt.

Die Überlieferungen wurden genauso, wie auch die Evangelien der Bibel, weit nach dem Tot von Jesus, bzw Mohammed geschrieben. Das sich das Leben und die Welt seit jener Zeit drastisch geändert hat, sollte im 21. Jahrhundert eigentlich jedem bewusst sein.

Teil III

Flucht vor der „Religion“

Sehr viele kluge Iranerinnen leben als Schriftstellerinnen, Schauspielerinnen, IT Fachfrauen bis hin zu Astronautinnen im Exil. Die Liste dieser Frauen ist unglaublich lang und alle haben eines gemeinsam: die Ablehnung der ausgelebten Religion im Iran. Ich schreibe nicht dem Islam – diesen Unterschied sollte man sich bewusst sein.

Ich kenne einige iranische Frauen aus Sport, Unterhaltung und Gesellschaft persönlich, die in Deutschland oder den Niederlanden im Exil leben, ich werde aber zu deren und meinem Schutz die Namen nicht veröffentlichen.
Der Arm des MOIS (Geheimdienst des Irans) ist lang.

Nachfolgend eine kleine Auswahl an starken Frauen aus dem Iran, die alle im Exil leben.

Kimia Alizadeh
Anfang Januar 2020 twitterte die heute 23-jährige Kimia Alizadeh, Olympiasiegerin in Taekwondo von 2016, dass sie in die Niederlande emigrierte sei, weil sie eine der Millionen unterdrückten Frauen im Iran sei und zudem den Sexismus einiger Sportfunktionäre anprangerte.

Seit Frühjahr 2021 ist Kimia in Deutschland unter dem Flüchtlingsstatus und wird in wenigen Tagen für das Flüchtlingsteam aus Deutschland bei den Olympischen Sommerspiele in Tokio antreten.

Anousheh Ansari,
sie emigrierte1982 in die USA und studierte sie Elektrotechnik und Informatik und erhielt 1992 ein Master-Diplom in Elektrotechnik. 2006 war sie als Astronautin für 10 Tage bei der Sojus TMA-9 Mission im Weltall gewesen.

Jasmin Moghbeli,
aus dem Iran stammende 38-jährige zählt zu den neuen Astronauten*innen der NASA.
Fünf Frauen und sieben Männer im Alter zwischen 29 und 42 wurden von der NASA 2016 offiziell vorgestellt. Insgesamt bewarben sich von Dezember 2015 bis Februar 2016 18.300 Kandidaten für die Raumfahrt. 

Maryam Mirzakhani,
istseit 2014 Trägerin der Fields-Medaille.
Die Fields-Medaille wird alle vier Jahre verliehen und gilt als Nobelpreis der Mathematik. Mirzakhani ist die erste Frau, die diese seit 1936 verliehene international renommierte Auszeichnung erhalten hat.
Bereits mit 31 Jahren wurde sie als Professorin an die Universität Stanford berufen.

Golshifteh Farahani 38, ist eine erfolgreiche Schauspielerin. Sie studierte klassische Musik, spielte Klavier, sang, trat in einer Underground-Rockband auf, debütierte bereits mit 14 Jahren vor der Kamera und gewann damit den „Gläsernen Simurgh“ des Internationalen Fajr-Filmfestivals in Teheran für die beste Hauptrolle. Mit 16 wurde sie Opfer einer Säure-Attacke, weil sie im Sommer ihre Haare nur mit einem dünnen Schal bedeckt hatte.
Mit Farahanis Film „Mim mesle Madar“ bewarb sich der Iran im Jahr 2006 um den Oscar für den besten ausländischen Film. Für ihre Rolle in „Boutique“, der beim Filmfestival der drei Kontinente in Nantes gezeigt wurde, erhielt sie den Preis für die beste Schauspielerin.
Golshifteh spielte 2008 zusammen mit Leonardo Di Caprio in dem Film „Der Mann, der niemals lebte“ als erste iranische Schauspielerin in einer aufwendigen Hollywood-Filmproduktion.
Im Oktober 2008 sagte sie gegenüber „Daily News“: „Der Film bescherte mir eine Menge Unannehmlichkeiten; mein Reisepass wurde entzogen und ich wurde mehrmals vom iranischen Informationsministerium verhört.“
Seit 10 Jahren lebt Farahani in Paris.

Quellen:
– Iran Journal
– Stanford University
– Universität Duisburg-Essen
– NASA
– Spirit of new generation
– Prof. em. Dr. Gerald Hawting, Universität London
– Professor Paula Schrode,  Islamwissenschaftlerin an der Uni Bayreuth

Eine heikle Liebesgeschichte

Eine heikle Liebesgeschichte

Von Fahimeh Farsaie

Die Deutsch-Iranerin Natalie Amiri hat als ARD-Korrespondentin bis 2020 sechs Jahre lang aus dem Iran berichtet. Ihre Erfahrungen und Erlebnisse fasst sie in dem hervorragenden Buch „Zwischen den Welten – von Macht und Ohnmacht im Iran“ zusammen. Fahimeh Farsai hat das Buch gelesen.

Es gibt recht viele in deutscher Sprache verfasste Bücher über den Iran, die Erfahrungen und Erlebnisse ihrer Autor*innen in dem Land wiedergeben. Manche dieser Publikationen sind touristischer Art und das Resultat kurzer Aufenthalte und Recherchen, andere stammen von Korrespondent*innen, die für deutsche Medien aus dem Iran berichtet haben. So etwa das Buch der deutschen FAZ-Korrespondentin Christiane Hoffmann, „Hinter den Schleiern Irans – Einblicke in ein verborgenes Land“. Die 1967 in Hamburg geborene Journalistin und Ehefrau des Schweizer Botschafters in Teheran berichtete zwischen 1999 und 2004 aus dem verhüllten Land und versuchte, die Geheimnisse Irans in ihrem Buch zu lüften.

Der Titel der jüngsten Publikation über die Islamische Republik lautet: „Zwischen den Welten – von Macht und Ohnmacht im Iran“, die Autorin ist Natalie Amiri. Die 42-jährige Halbiranerin, die von 2015 bis 2020 als Leiterin des dortigen ARD-Büros aus Teheran berichtete, beschreibt auf 250 Seiten ihre persönlichen Erfahrungen im Lande ihres Vaters. Mit ihrem Buch will sie „den Menschen im Iran eine Stimme geben.“

Schon die Titel der Bücher von Amiri und Hoffmann weisen auf zwei unterschiedliche Blickwinkel hin: Hoffmanns von außen, Amiris von innen. Amiri hatte bereits als Kind eine innige Beziehung zum Iran, obwohl sie in ihrer Geburtsstadt München lebte. Jedes Mal, wenn in der Tagesschau Bilder aus dem Iran gezeigt wurden, erzählen ihre Eltern, sei sie ihre Koffer packen gegangen. „Dass die Bilder damals Revolution und Krieg zeigten, hat mich wohl nicht sonderlich abgeschreckt“, so Amiri.

Von München nach Teheran

Abgeschreckt hat sie auch nicht die Tatsache, dass die Islamische Republik Iran auf der Rangliste der Pressefreiheit von „Reporter ohne Grenzen“ auf Platz 173 steht – von insgesamt 180 Ländern. Amiri reiste 2004 nach ihrem Iranistik-Studium in Bamberg trotzdem nach Teheran, um über die politische und kulturelle Entwicklung des Landes zu berichten. Was gab ihr die Kraft als junge, nach westlichen Werten und Codes aufgewachsene Frau, all ihre persönlichen und beruflichen Freiheiten zu riskieren und als Korrespondentin aus einem Land zu berichten, aus dem fast alle ausländischen Medien verbannt wurden und wo über den Köpfen der im Land Gebliebenen stets ein Damoklesschwert schwebt? Die kurze Antwort der Autorin: Liebe für Land und Leute.

Eine neue Objektivität

Bekanntlich macht Liebe aber blind und kann besonders auf Journalist*innen wie Gift wirken. Denn die Medien müssen nicht nur möglichst unvoreingenommen und neutral berichten, sondern sich auch an der Konstruktion der Wirklichkeit maßgeblich beteiligen, wie die moderne Definition der Informationsvermittlung im digitalen Zeitalter lautet. Mit anderen Worten: Sie müssen nicht nur ständig die Objektivität ihrer Berichterstattung unter Beweis stellen, sondern auch vermitteln, dass ihre wahrhaftige Darstellung zwar unterschiedliche Aspekte einer Tatsache beleuchtet, aber nicht die ganze Wahrheit beinhaltet. Das ist eine Art von Transparenz, wie sie der US-amerikanische Internet-Wissenschaftler und Philosoph David Weinberger von der Havard University beschreibt: „Transparenz ist die neue Objektivität“.

Natalie Amiri zeigt sich zum Glück in ihrem Buch nicht nur als ins Land verliebte Korrespondentin, sondern macht auch ihre eigenen Standpunkte klar, legt ihre Daten, Zahlen und die Ergebnisse ihrer Recherchen und Interviews offen und sorgt so für absolute Transparenz. Sie erklärt, dass sie im Rahmen der Prioritäten des ARD-Nachrichtenmagazins als einer öffentlich-rechtlichen deutschen Rundfunkanstalt arbeitet und die Themen und Nachrichten behandelt, die in diesem Kontext wichtig erscheinen. Nicht mehr, nicht weniger.

Vom Iran-Irak-Krieg bis zur Coronapandemie

Die heiklen Themen und Berichte Amiris, die man den insgesamt 25 Kapiteln des Buches entnehmen kann, beziehen sich vor allem auf Menschenrechtsverletzungen, Korruption und Vetternwirtschaft im Iran. Aber auch Porträts mutiger Menschen aus der Zivilgesellschaft – oft Frauen – sind darunter. Amiri rollt in ihrem Buch die wichtigsten politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Ereignisse im Iran von der Revolution 1979 bis zum Dezember 2020 auf und verwebt auf beeindruckende Weise klare Bilder und Fakten mit familiären Geschichten und einer sehr persönlichen Ebene. In elf Kapiteln deutet sie die relevanten politischen Entwicklungen in den letzten vier Dekaden an, etwa den „Aufstieg der Revolutionsgarde“, „Das Abkommen der Hoffnung“, „Iran und der Westen“, „Die Beziehung zwischen Iran und Israel“ und „Studentenproteste“.

Ihre Berichte über Demonstrationen und Protestkundgebungen entstanden unter besonders problematischen Bedingungen. Während der „grünen Bewegung“ 2009 war Amiri eine der wenigen akkreditierten Journalist*innen, die im Lande lebten und über die Massenproteste gegen den Wahlbetrug berichten konnten. Viele internationale Sender bezogen sich auf ihre Berichterstattung. Damals galt für Iraner*innen ein allgemeines Verbot von Interviews mit ausländischen Medien. „Während dieser Zeit war es extrem schwer, überhaupt zu berichten“, sagt Amiri. “Heute hat sich die Situation etwas verbessert. Trotzdem kommt es immer noch oft vor, dass wir Politikexperten anrufen, die uns dann sagen, dass sie leider nicht sprechen dürfen.“

„Machterhalt um jeden Preis“

Amiri beschäftigt sich in ihrem Buch nicht nur mit historisch relevanten Themen, sondern auch mit aktuellen Problemen wie der Coronapandemie und dem Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine. Dabei entlarvt sie die Verlogenheit der islamischen Machthaber und ihre Desinformationspolitik. In Kapitel 24 zitiert sie einen BBC-Bericht vom Ende Juli 2020, dem zufolge bis dahin mindestens 42.000 Menschen im Iran an den Folgen von Covid 19 gestorben seien. Nach offiziellen iranischen Angaben beläuft sich die Zahl der Verstorbenen nicht einmal auf ein Drittel davon. ☆☆☆ Der tragische Tod von 176 Menschen beim Abschuss der ukrainischen Boeing 737-800 am 8. Januar 2020, die kurz nach ihrem Start in Teheran von zwei iranischen Flugabwehrraketen getroffen wurde, erwähnt Amiri im Kapitel „Machterhalt um jeden Preis“. Nach ihrer Einschätzung würden die Menschen im Iran ihre Wut und ihren Abscheu darüber bei den nächsten Wahlen zeigen: „Inoffizielle Umfragen ergaben, dass 75 Prozent der knapp 85 Millionen Stimmberechtigten dieses Mal nicht zur Wahl gehen wollten.“

Angst bei der Arbeit

Genau solche Themen und transparenten Kommentare sind in der Islamischen Republik unerwünscht. Es gibt unzählige Behörden, die versuchen, unabhängige Journalist*innen daran zu hindern, gewissenhaft ihre Arbeit zu erledigen. Amiri musste in ihrer sechsjährigen Dienstzeit mit den Behörden, den Geheimdiensten, den Milizen und der Revolutionsgarde ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel spielen: „Es ist ein permanenter Kampf, um ans Ziel zu kommen.“ Sie wurde immer wieder ermahnt, bedroht, man versuchte sie einzuschüchtern und sogar zur „Zusammenarbeit“ mit den Geheimdiensten zu zwingen. Darüber schreibt sie im Kapitel 19 mit dem Titel „Die Passkontrolle“ ausführlich.

Paranoia der Geheimdienstler

Amiri schildert auch den Balanceakt, den sie ausführen musste. Über die Berichte anlässlich der „grünen Bewegung“ 2009 sagt sie etwa: „Da ging es uns Journalisten ganz schön an den Kragen.“

„Ich schüttelte jedes Mal innerlich den Kopf über die Vorwürfe, die mir von den Zensoren gemacht wurden. Sie waren gesteuert von der Paranoia, die der Staat im Laufe der Jahre entwickelt hatte. So musste ich mich zum Beispiel erklären, warum in meiner Arte-Dokumentation ‚Der verborgene Schatz‘ bei der Einblendung des Titels im Hintergrund Revolutionsführer Ayatollah Khamenei zu sehen war und eine Ampel davor rot blinkte.“ Amiri thematisierte während ihrer Zeit in Teheran die Einschüchterungsversuche der Mullahs nicht, weil sie „vor allem so lange wie möglich weiterarbeiten wollte“.

Die Paranoia, die die Geheimdienstler zur permanenten Überwachung und Repression gegen Amiri brachte, verwandelte sich Mitte des Jahres 2020 in politisches Kalkül: Man sollte die ARD-Korrespondentin als politische Geisel nehmen, damit die Mullahs ihre inakzeptablen Forderungen gegen den Westen durchsetzen könnten. Das Auswärtige Amt sprach im Mai 2020 Jahres eine Reisewarnung für Amiri aus.

Erfolg und Enttäuschung

Das Buch „Zwischen den Welten – von Macht und Ohnmacht im Iran“ spiegelt die Bemühungen einer mutigen Journalistin wider, die ausgehend von einem feministisch-humanen Standpunkt eine ebenso couragierte Generation in ihrem Kampf für ihre Freiheit und gegen die Diktatoren im Iran begleitet. Diese Generation sieht nach Amiris Standpunkt so aus: „Eine Generation, die keine andere Staatsform kennt als die Iranische Republik. Und für die Gesetze nur da sind, um sie zu umgehen. Für ein Leben, das irgendwie lebenswert ist“, so Amiri in einem Interview. „Doch dadurch befinden sich die Menschen permanent in einem Zustand der Illegalität, einem Zustand voller Angst. Die Einnahme von Psychopharmaka, Suizid, Alkohol- und Drogensucht haben exponentiell zugenommen.“

Für die Freiheit

Amiri sind ihre journalistischen Anstrengungen hervorragend gelungen. Die engagierten Zivilgesellschafter*innen im Iran müssen aber immer wieder größere und schmerzhafte Enttäuschungen erleben. Und doch vermittelt das Buch keine fatalistische Botschaft. Denn Amiri weiß: „Die iranische Zivilgesellschaft ist für jede Stimme so dankbar, die nach draußen dringt. Wie oft wurden wir angefleht, dass wir doch bitte sagen sollen, was gerade passiert, wie sehr sie in ihrer Freiheit eingeschränkt werden oder überhaupt gar keine haben.“

Quellen: Iran Journal

Natalie Amiri, „Zwischen den Welten – von Macht und Ohnmacht im Iran“, Aufbau Verlag

Irans tapferste Frau

Irans tapferste Frau

Nasrin Sotoudehs Kampf für die Freiheit

Seit fast vier Jahrzehnten kämpft die Anwältin Nasrin Sotoudeh für die Rechte von Kindern, Frauen und verfolgten Minderheiten im Iran. Schon mehrmals musste sie dafür ins Gefängnis.

Beharrlichkeit und Leidenschaft, das sind ihre Stärken, wenn sie vor Gericht die Beweisanträge vorträgt oder sogar noch aus dem Gefängnis heraus für Menschenrechte kämpft.

Nasrin Sotoudeh ist Anwältin und Menschenrechtlerin und musste schon mehrfach hinter Gitter, weil sie sich in ihrer Heimat Iran gegen den Verschleierungszwang für Frauen und Minderjährige und für Menschen in Todeszellen einsetzte.

Seit 2018 sitzt Nasrin Sotoudeh wieder im Gefängnis – mit kurzer Haftunterbrechung wegen einer Corona-Infektion. Ihr Urteil wegen angeblicher „Anstiftung zu Korruption und Prostitution“, „offenes sündhaftes Auftreten in der Öffentlichkeit ohne Kopftuch“ und „Störung der öffentlichen Ordnung“ lautet 38 Jahre Gefängnis und 148 Peitschenhiebe. Bei dem Prozess durfte sie weder dabei sein noch sich verteidigen.