22 Nakhon Ratchasima

Teil II Kapitel 22  

Nakhon Ratchasima
Don Mueang Internationaler Flughafen, Bangkok

„Howgh, der Häuptling hat gesprochen“

21. Juni 1993 14.25 Uhr

Pünktlich landete die Boeing 747 der Thai Air mit der Flugnummer TG 920 auf dem Internationalen Flughafen in Bangkok. Hand in Hand gingen Patricia und Hannes den langen Weg vom Gate zum Zoll.
„Ma Chérie, wir sind wieder zu Hause.“ Hannes nickte und gab ihr einen Kuss.

Mit ihren vier Koffer machten sie sich auf den Weg zum Taxistand. Es war jedesmal das gleiche, wenn sich die Schiebetür vom Flughafengebäude öffnete und mit einem Schlag kam die unerträgliche Schwüle von Südostasien ihnen entgegen.
Mit dem Taxi ging es zum Bahnhof von Bangkok. Der Taxifahrer war so freundlich und half die Koffer zum Bahnsteig bringen.

Das 1. Klasse Abteil war kaum besetzt, so hatten sie Platz für ihr Gepäck. Mit Handgepäck nach Europa und voll bepackt zurück nach Thailand. Patricia brauchte für ihre drei Kleider schon einen Koffer.

Die Landschaft glitt gleichmäßig am Schnellzug 134 Richtung Khorat vorbei. Patricia saß ihm gegenüber und hatte ihre Beine auf seinen liegen.
„An was denkst du, ma Chérie?“ „An so vieles, was in den letzten drei Wochen passierte. Können wir diesem Tempo überhaupt noch standhalten?“ „Es hat sich sehr vieles ereignet – das stimmt, aber wir haben uns nicht übernommen. Oder war es Stress für dich?“ „Die letzte Woche schon. Von Paris nach Thionville, dann die zwei Tage mit deiner Oma in der Pfalz waren schon anstrengend. Bei mir zu Hause hätte ich mich gefreut, wenn wenigstens zwei meiner Freunde vorbei gekommen wären. Ich vermisse meine Heimat immer weniger.“
Patricia nahm seine Hände und streichelte diese liebevoll. „Ma Chérie, dass tut mir so leid für dich. Du hast in Frankreich Freunde gefunden, die zu dir stehen. Wir hatten mit Claude und Yvonne sehr schöne Tage verbracht. Wir haben in Kambodscha und Thailand Freunde aus so vielen Nationen, auf die wir stolz sein können. Du hast in deiner Heimat immer deine Freunde aufgesucht, wenn sie den Weg nicht zu dir finden – sind es keine Freunde.“
Patricia hatte recht. Wie oft rief er an, wie oft ist er einen Umweg von Thionville ins Nahetal gefahren?
Sein Mobiltelefon klingelte und riss ihn aus seiner Melancholie.
„Na Chef, wieder in der Heimat?“ „Hallo Asger, ja. Über diese hatte ich gerade mit Patricia gesprochen.“ „Wann kommt ihr nach Svay Rieng?“ „Diesen Monat nicht mehr. Lass uns erst einmal ankommen und Luft holen. Ich habe die nächste Woche noch genügend Arbeit zu Hause.“ „Ja ja, Paris. Die Stadt der Liebe. Danach braucht man schon Erholung.“

Hannes erzählte ihm was sich in den letzten drei Wochen alles ereignet hatte. „Hannes, ist das alles wahr?“ „Warum soll ich dich belügen? Mir tut es leid, dass nicht alle Teamleiter vom Ministerium eine Auszeichnung bekommen haben. Aus diesem Grund wollte ich meinen Orden nicht haben. Patricia hat für ihr ursprüngliches Team vier Urkunden und Ehrennadeln bekommen – ich nicht.“ „Ich höre deine Traurigkeit und weiß wie du dich fühlst. Die Organisation wurde durch dich ausgezeichnet. Ich bin ein Teil dieser Organisation und bin auf diese Auszeichnung sehr stolz! Nimm du dir nicht immer als so zu Herzen. Aber ein Fest wird es trotzdem geben!“ „Natürlich! Plane dies für den 3. Juli ein. Asger, bitte sage den fünf nichts von der Auszeichnung. Patricia und ich möchten dies gerne selbst sagen.“ „Natürlich. Meine Lippen sind versiegelt wie ein Seemannsgrab. Was wird es denn für ein Fest? Betriebsfest, Jubiläum oder Hochzeitsfeier?“ „Von allem etwas. Aber bitte im Rahmen!“ „Ja ja. Kennst mich doch.“ „Genau deswegen. Wir sehen uns nächsten Monat.“
Als er das Gespräch beendet hatte schüttelte Patricia den Kopf und grinste. „Asgar! Lassen wir uns überraschen.“

Um 17.30 Uhr fuhr das Taxi in die Einfahrt vom Kon Sombat Village. Endlich zu Hause. Patricia bezahlte das Taxi und Hannes sah schon Thomas Raabe auf sie zu kommen.
Patricia schüttelte den Kopf. „Heute nicht!“ Sagte sie zu Hannes.
„Hallo ihr zwei! Seid ihr wieder zu Hause?“ Rief Thomas in seinem Berliner Dialekt durch das halbe Village. „Hallo Thomas, ja sind wir. Bitte lass uns erst einmal ankommen. Die letzten drei Wochen waren sehr anstrengend. Wir möchten jetzt duschen und dann in die Stadt zum Abendessen fahren. Wir sind diesen Monat noch in Khorat, du kannst gerne vorbei kommen, nur bitte heute nicht.“ „Ja, natürlich. Verstehe ich. Übermorgen?“
„Gerne.“

Duschen war nach einer solchen Reise immer eine Wohltat.
Hannes fuhr mit seinem Auto zum Bung Ta Lua Water Park. In dem Park fuhren sie beide oft einige Runden mit den Fahrräder um den großen See herum. Früh am Morgen oder gegen Abend waren viele Jogger und Fahrradfahrer in diesem Park unterwegs. Es gab auch zwei Tennisplätze und einen Golfplatz in der Nähe von dem Park.
Mit Ganja ging Hannes mittlerweile auch öfter Tennis spielen. Zweimal war er mit Freunde zum Golfen. Dieser Sportart konnte Hannes nichts abgewinnen. Ein Bällchen über eine Wiese schlagen und anschließend diesen doofen Ball suchen, hatte nichts mit Sport zu tun. Dann doch lieber Minigolf.
Oft saßen Patricia und er nach einigen Runden Radfahren in diesem wunderschönen Park im Ban Lan Tawan Restaurant und ließen bei Fischgerichte und einer Flasche Bier den Abend oder das Wochenende ausklingen.
In dem Park gab es viele kleine Restaurants mit fantastischen Fischgerichte. Beide mochten das Ban Lan Tawan, auf der Südseite vom See.

Moogdan, die Inhaberin, begrüßte beide sehr herzlich. „Ihr beide seht etwas geschafft aus.“ Hannes nickte. „Wir waren in Europa und sind heute erst zurück gekommen.“
Patricia bestelle Suppe als Vorspeise, Schlangenkopffisch zum grillen und zwei Flaschen Chang Beer.
Moogdan kam auch gleich mit zwei kleinen Holzkohlegrills und zwei Schüsseln unter denen die Holzkohle glühte. In den Schüsseln konnte man sich das Gemüse oder Nudeln selbst kochen oder kochen, was man wollte. Spitzkohl, Pilze, Lauchzwiebeln und Glasnudeln mussten bei beiden immer sein.
Bei Bier und warten bis der Fisch gegrillt war, fiel die Anstrengung der letzten Tage von ihnen ab.
Auch wenn die Küche im Hôtel Eiffel Trocadéro zur Spitze der französischen Küche gehörte, es war nicht das, was beide eigentlich liebten. Beim Bier auf der Terrasse sitzen, den Blick bei der Abenddämmerung über diesen schönen Ort und das asiatische Essen – dies war ihre Heimat.

Im 7eleven kauften sie noch Kleinigkeiten zum Frühstück, dann fuhr Hannes zurück ins Kon Sombat Village.
Kein Hotelbett auf der Welt kann das eigene Bett ersetzen, so dauerte es auch nicht lange, bis beide einschliefen.

Noch vor dem Frühstück war Hannes im Arbeitszimmer und sortierte unzählige Faxe und E-Mails. Ein viertel davon war für Patricia.

Er hörte sie die Treppe herunter kommen. Patricia kam am Arbeitszimmer vor und sah ihn am Schreibtisch sitzen. Sie lehnte sich an den Türrahmen. Mit einem weißen Top und Slip bekleidet, trocknete sie sich ihre langen Haare mit einem Handtuch. Ihre Figur, das hautenge Top und ihre Bewegungen waren die vollkommene Exotik.
„Prinzessin, ich geh nach dem Frühstück einkaufen, dann kannst du deine Arbeit machen. Ich habe deine Faxe und Mails schon sortiert.“ „Merci ma Chérie. Ich mache erst einmal Frühstück.“

Im Tesco Lotus kaufte Hannes alles was sie für die nächsten zwei Wochen zu Hause brauchten.
In dem Kaufhaus war auch eine Buchhandlung. Ohne irgendeinen Grund ging er in den Laden. Eigentlich hatten sie genügend Bücher zu Hause.
Beim Stöbern in den Regalen sah er ein Buch mit dem Titel “Dryland farming. The limit of the agronomic dry border“.
Was um alles in der Welt ist Trockenfeldanbau, dachte er bei sich. Er nahm das Buch aus dem Regal und blätterte einige Seiten durch. Er betrachtete sich die Fotos in den einzelnen Kapitel. Trockenfeldanbau! Das war es, nach dem er seit drei Jahren suchte. Er kaufte drei Exemplare dieser Ausgabe.

Hannes kam freudig die Haustür herein und  rief nach Patricia. „Ich bin im Büro“ war ihre Antwort.
Schatz, schau. Ich habe wahrscheinlich die Lösung für die Provinz Svay Rieng.“
Er gab Patricia das Buch. „Dryland farming?“ Las sie auf dem Buchdeckel und zog die Augenbrauen zusammen.
„Ja, ließ. Was in Spanien und Argentinien machbar ist, können wir doch auch in Kambodscha umsetzten.“
Patricia las aufmerksam ein Kapitel von Argentinien.
„Und? Was meinst du?“ „Würdest du mich bitte wenigstens dieses Kapitel lesen lassen und mich nicht nach jedem Satz fragen, was ich davon halte! Kambodscha hatte tausend Jahre kein Trockendings…“
„Feldanbau.“ „Ja, da kommt es jetzt auf eine halbe Stunde auch nicht mehr darauf an. Mach mal deine Arbeit. Da kamen Mails von der UN mit einem Dringlichkeitsvermerk.“ „Oh, Frau Lefèvre hat ein Machtwort gesprochen.“ „Jetzt als deine Frau wirst du dies öfter hören!“

Hannes las die Mails der UN und auch noch viele der anderen Adressaten und beantwortete diese auch so weit er es heute wollte. Immer wieder sah er links am Bildschirm vorbei zu Patricia.
„Ich lese noch! Willst du mich kontrollieren?“ „Nee, ich bin am denken.“
„Dann Denk in die andere Seite und nicht immer zu mir. Boeuf stupide.“

Die Faxe hatte er schnell abgearbeitet. Viele waren von Asger, Eliane, Roman, Matteo oder Morten. Hauptsächlich Bauprotokolle und Leistungsberichte vom Mai und Juni. Hannes nahm eines der anderen zwei Exemplare und blätterte nach den Fotos in dem Buch.
„Wo sind die Karten von Claude überhaupt?“ „Ma Chérie, wer von uns beiden ist am buddeln und an Wasserleitungen verlegen? Was soll ich mit deinen Karten? Schau im Abstellraum. Bitte.“

Frauen sind für Ordnung zu halten immer noch die besseren Menschen. Im Abstellraum fand er die Kartenrollen von Claude. Zurück im Arbeitszimmer rollte er drei Kopien der hundert Jahre alten Tischkarten auf dem anderen Schreibtisch aus. Da die Karten im Format sehr groß waren, legte er die Karte von Svay Rieng und Prey Veng im Esszimmer auf den Tisch. Mit den Fotos aus dem Buch verglich er die Topografie der Provinzen. Patricia kam ins Esszimmer zu ihm und legte ihre Arme um seine Hüfte.
„Wie willst du dies umsetzten? In dem Kapitel steht viel über Trockenmauern gegen Winderosion und Anordnung der Felder in Schlangenlinien.“ „Ja, dass mit den Schlangenlinien ist gut. Wir müssten die Felder so anordnen, das kleine Senken entstehen und über die Linien das Wasser zurück gehalten wird und gleichzeitig eine Erhöhung schaffen, damit der Wind die Samen nicht verweht. So wie ich es in Kampang Rou auf der Weide gemacht habe – nur eben etwas größer. Für den Anfang würde ich mal so um die Hundertfünfzig Hektar sagen.“ „Wer soll dies machen?“ „Phu. Ich und ein paar andere. Wir haben jetzt acht große Kettenbagger. Mit zwei könnte ich einiges schaffen. Große Grabenraumlöffel dran und dann alle Hundert oder Dreihundert Meter eine Furt ziehen.“ „Und du bist sicher das dies funktioniert?“ „Nee. Der Boden ist aber so trocken und Lehmhaltig, dass es gehen muss. Schau dir die Fotos in dem Buch an und auf der Karte die Topografie, es muss doch möglich sein, in der Ebene das Wasser zurück zu halten.“ „Wer soll das Geld geben?“ „Die Weltbank, die ein oder andere Organisation von der UN, Frankreich oder das Bundesministerium für Entwicklung in Deutschland. Ich hatte doch in Paris eine sehr gute Unterhaltung mit dem Deutschen Außenminister.“ „Und du meinst, wegen der netten Unterhaltung mit Herr Kinkel bringt Deutschland den Geldkoffer vorbei?“ „Weiß nicht. Herr Kinkel war sehr angetan, von unserer Arbeit.“ „Ja, du sagtest ihm auch, dass du das Sitzungsprotokoll zum UNTAC Einsatz gelesen hast.“ „War dies falsch?“ „Würde ich nicht sagen. Herr Kinkel, wie auch Herr Kohl wussten ab da an, mit wem sie sich unterhielten. Du hast denen klar gemacht, dass du bestimmt kein Klassenkasper bist und dich politisch sehr gut auskennst. Dieser Bernady hatte eine überhebliche Arroganz an sich. Je nachdem was er im Ministerium zu sagen hat, wundert mich die Bruchlandung von Deutschland überhaupt nicht. Wie willst du mit Deutschland in Kontakt treten?“ „Die haben bestimmt ein Telefon im Ministerium.“ „Ist davon auszugehen.“ „Noch sind die Deutschen Soldaten in Phnom Penh. Ich werde mit dem Stabschef, Dr. Erös, reden. Er kann mir bestimmt Erklären, wie sich die Deutsche Entwicklungshilfe zusammen setzt. Ich kann auch den Sekretär von Monsieur Juppé anrufen. Diesen Lem…“
„Lambert“ „…Genau. Auch war Dehaene sehr angetan von meinen Worten. Schließlich gab Belgien dir Geld für Schulen aufzubauen. Mal schauen, ob ich für dieses Projekt von Belgien etwas Geld bekommen könnte. Dein Vater sagte vor dreieinhalb Jahren Humanitäre Hilfe hat auch viel mit betteln zu tun, dann geh ich mal wieder betteln. Ich bräuchte auch Claude in meiner Nähe. Was sagst du jetzt mit dem Buch?“ „Claude ist der Geologe. Rede mit ihm.“

„Bon jour, Claude Moreau au téléphone.“
„Salut Claude. Hannes hier.“ „Hannes. Willst du wieder in Paris Billard spielen?“
„Nein. Wir sind gestern erst in Thailand gelandet. Ich bräuchte dich.“ „….“  „Hallo?
Claude?“ „…Hannes, wir haben uns vor eineinhalb Wochen das letzte mal gesehen. Was ist los?“
Hannes erzählte von dem Buch über Trockenfeldanbau und von seiner Idee. „Super. Wie kann ich dir dabei helfen?“
„Kauf dieses Buch und sag mir ob dies von der Topografie in Kambodscha möglich ist. Wenn ja, brauche ich dich hier.“ „Bei allem Respekt, ich habe nicht das Geld für einen Flug.“ „Schicke ich dir.“ „Nimmst du Drogen?“ „Nein. Claude, es ist mir sehr ernst. Bitte kauf dir dieses Buch und wenn du dann immer noch Nein sagst, war es eben so.“ „Hannes, wir sind Freunde. Du hast die letzte Zeit genug Geld für mich ausgegeben, ich habe schon ein schlechtes Gewissen.“ „Was ist schon Geld, wenn es um Menschen geht? Claude, bitte! Mit diesem Trockenfeldanbau könnten wir tausende Menschen mit Nahrung versorgen, da spielt ein Flugticket doch keine Rolle!“ 
Hannes hörte wie Claude die Luft ausblies. „Was sagt Patricia dazu?“ „Was soll Patricia sagen? Sie hat zwei Kleider gekauft, die so teuer ware wie ein Flug zum Mond.“ „Das hab ich gehört“ kam es aus der Küche zurück. „Das hat sie gehört“ ,widerholte Hannes leise. Claude, noch einmal. Ließ dieses Buch, schau dir deine Karten an und wenn du der Meinung bist, dass dieses in Kambodscha umzusetzen ist, kommst du für drei Monate zu uns.“ „Drei Monate?“ „Ich hab im Kopf eine Fläche von Einhundertfünfzig Hektar errechnet. Genauer muss ich erst mit den Maßstabsschablonen rechnen. Es geht nicht so schnell eine solche Fläche zu dem zu machen, was ich möchte. Noch mal, wenn du sagst es geht, werde ich mich um die Landverhältnisse kümmern, Geld besorgen und die Bagger ran schaffen. Mit einem Minimalen Team ist diese Idee umzusetzen.“
„Einhundertfünfzig Hektar! Was ist bei dir ein Minimales Team?“ „Bis jetzt du, ich und mal schauen.“ „Du, ich und mal schauen? Stehst du neben dir? Mal eben ein paar Gräben und Wälle bauen. Du bist schon eine Marke, weißt du das?“ „Wir haben jetzt richtige Bagger, da ist dies alles kein Problem. Es ist mir mehr als ernst! Claude, bitte, die Menschen brauchen Nahrung, eine Perspektive und Nachhaltigkeit. Die Bauern könnten Gerste, Hafer, Mais oder Zuckerrohr aussäen. Durch die Wälle fliegen die Samen nicht mehr weg oder werden beim Monsun nicht alle weggespült.“ „Verstehe ich alles. Bitte gib mir bis zum Wochenende Zeit. Ich müsste mit meinem Professor reden. Ich kann dies nicht einfach so entscheiden, er sollte sich auch die Karten anschauen und das Buch lesen.“ „Danke mein Freund.“ „Hannes…?“
„Ja.“ „Ist dir dies alles so wichtig, dass du schon wieder so viel Geld für mich ausgibst?“ „Ja! Patricia und ich sahen Kinder sterben, wir erleben immer noch einen Alptraum an Mangel- und Unterernährung. Die Bevölkerung leidet seit vierzehn Jahren! Sag du mir jetzt in welcher Gleichung ein Flugticket zu all dem anderen steht!“

Stille in der Leitung. Hannes hörte nur den Atem von Claude. Hannes schloss die Augen und hoffte so sehr auf dessen Hilfe. „Kann ich mit Patricia reden?“ „Natürlich.“ Hannes ging zu ihr in die Küche und übergab das Telefon. „Monsieur Moreau möchte mit dir reden.“
Patricia hörte Claude zu und antwortete ausführlich oder auch mit dem was Hannes schon gesagt hatte. Da sich dieses Gespräch widerholte, ging Hannes ins Esszimmer und las weiter in dem Buch über Trockenfeldanbau.

Patricia  kam aus der Küche und stellte sich Hannes gegenüber an den Esstisch. Hannes sah sein wunderschöne Frau an und ihre Augen sagten mehr als tausend Worte.
„Er schämt sich wegen des Geldes.“ „Das glaub ich jetzt ja nicht!“
Hannes wählte wieder die Nummer von Claude. „Bon jour, Clau“ „Ich wieder. Claude, es gibt nichts für das du dich wegen deiner finanziellen Lage schämen brauchst und musst.Wenn Menschen weiter verhungern kannst du dich schämen – nicht bei Geld! Bitte, hilf mir!“ „Du gibst wohl nie auf?“ „Non Monsieur Moreau. Nicht bei Menschenleben.“ Hannes, ich schätze dich sehr. Wir sind Freunde, aber verstehe auch mich. Ein Ticket kostet mehr als eine Taxifahrt.“ „Claude, gerade weil wir Freunde sind, brauche ich dich! Ich habe keine Geologie studiert und wenn mir dies alles nicht so wichtig wäre, würde ich dir auch nicht den Flug bezahlen. Wir beide können etwas schaffen, was es in Kambodscha noch nicht gibt und wenn ich mit dir diese Möglichkeit habe, dann werde ich alles dafür tun, dass zu mir hilft. Ich kann auch nächste Woche nach Paris fliegen und dich in dieses beschissenen Flugzeug prügeln. Claude, ich vertraue dir. Ich brauche dich. Und wenn wir beide durch dieses Projekt berühmt werden, kannst du mir das Geld für dieses Ticket zurückgeben.“
Erneut war Stille in der Leitung.
„Okay. Ich rufe dich am Wochenende an, dann bin ich schlauer.“ „Ich danke dir. Au revoir mon ami.“
Hannes nahm tief Luft und schloss die Augen. Patricia kam um den Tisch und massierte ihm den Hals.
„Er wird dir helfen. Claude lässt dich nicht hängen. Auch wenn es ihm peinlich ist, dass er kein Geld hat.“

Die Gedanken überschlugen sich in seinem Kopf. Er musste jetzt mit jemand reden. Patricia war in Büro und schreib an einer Mail für UNICEF. Wie schnell Patricia in sechs Sprachen denken und schreiben konnte, faszinierte ihn täglich aufs Neue.
„Schatz ich ruf Stephane an.“ „Mach wie du denkst.“ „Merci Madame.“

Hannes wählte die Nummer von Stephane und erklärte ihm, was er zuvor Claude schon sagte, nur ihm auch seine Gedanken, wer Geld für dieses Projekt geben könnte.
„Gib mir die ISBN Nummer von dem Buch. Wenn dies in Kambodscha möglich ist, bekommen wir dies hin. Ich besorge dir die Nummer vom Deutschen Außenminister. Er war ja sehr angetan von dir. Je schneller du dich bei ihm meldest um so weniger hat er dich vergessen.“ „Ich danke dir. Noch etwas. Am 3. Juli machen wir in Kampang Rou ein Fest.“ „Super. Du fühlst dich trotzdem unwohl, weil nicht jeder diesen Orden bekommt.“ „Woher weißt du dies?“
„Asger.“  Hannes verdrehte die Augen „Seemannsgrab. Ich verstehe.“
„Hannes, was ich dir jetzt sage, weiß niemand von denen. Jean und ich kamen zu dem Entschluss, jedem Teamleiter dreieinhalb Tausend France extra auf deren Konto zu überweisen. Alle Kambodschaner bekommen die Hälfte von ihrem Monatslohn als Bonus. Ich schicke dir Mails mit Name und kleinen Text für jeden. Wir denken, dann tun wir allen einen kleinen Gefallen. Bist du damit Einverstanden?“ „Oui, Monsieur Dilbert, bin ich. Danke.“
Patricia sah um den Monitor zu Hannes. „Siehst du, wieder ein Problem gelöst über das du dir unnötig Gedanken gemacht hast.“ „Ja. Ich möchte mal mit Narisara reden, sie studiert doch Klimatologie. Vielleicht kann auch sie noch etwas zu diesem Trockenfeldanbau beitragen.“

Am Abend lagen beide im zweiten Stock auf ihrer großen Rundcouch und schauten thailändisches Fernsehprogramm.
„Ma Chérie?“ „Hmmm“ „Heute Mittag im Zug hast du dir Gedanken über unser Tempo gemacht, jetzt hast du in eineinhalb Stunden ein Projekt im Kopf, bei dem du nicht weißt wer dir helfen soll, du dies aber unbedingt machen willst. Auch hast du noch nichts über eine Finanzierung geklärt und du dich aber schon um die Landverhältnisse kümmern würdest.“ „Ja, hab ich noch so in Erinnerung.“ „Du kannst unglaublich schnell Denken, ich wäre noch nicht einmal auf die Idee von den Landverhältnisse gekommen. Dann redest du davon, dass du Angst vor der Geschwindigkeit hast und gibst diese selbst vor. Komm, lass uns ins Bett gehen, diese Serie ist voll doof.“

Patricia lag wieder quer im Bett und er konnte nicht schlafen. Im Kopf rechnete er die Länge der Felder von der Piste 334 nach Westen und von der Piste 3148 nach Norden. Er sah seiner Frau beim schlafen zu und streichelte leicht ihre Haare.

Um 1.20 Uhr saß er mit einer Tasse Kaffee im Esszimmer über den Karten. Mit den Maßstabsschablonen an den Karten konnte er besser rechnen und sah auch, wo kleine Bäche, Hügel und Siedlungen waren. Hannes rechnete alle Längen von den Bächen, die Höhendifferenzen der Hügel zu dem Tal und markierte die Länge der Hügel.
Patricia kam die Treppe herunter. „Ma Chérie, du musst doch jetzt nicht mit Gewalt dies alles ausrechnen. Komm ins Bett.“ „Ich müsste die Landverhältnisse klären lassen, mit den Besitzer reden und ihnen klar machen, was sie für Vorteile haben.“ „Schön, aber nicht Nachts um halb drei. Da schlafen auch die Leute in Kambodscha.“

Bei Frühstück saß Patricia in einem Long-Shirt am Tisch und hatte ihre Beine auf seinen liegen. Sie las in dem Buch über Trockenfeldanbau.
„Wir sollten diese Woche noch Brot backen, oder lässt dein Zeitplan über Trockenfeldanbau dies nicht mehr zu?“
„Ich habe vergessen Mehl und Hefe zu kaufen.“ „Ich fahr später noch kaufen. Wie würde dein Zeitplan für dieses Projekt aussehen?“ „Ein Jahr. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll und in welche Richtung. Ich müsste mit Bourey reden. Er kann mir vielleicht etwas mehr zu den Landverhältnisse sagen. Vielleicht kennt Hattie oder jemand von der UNTAC einen Agronom. Ich muss mit jemand reden, der Ahnung von Landwirtschaft hat. Wenn wir klein Anfangen, könnten wir die Felder von Kampang Rou nach Khsaetr oder Sama so bearbeiten. Da werden auch die Besitzverhältnisse einfacher zu klären sein, als in der große Ebene. Cees und Kosal hätte ich gerne in diesem Team.“ „Du hast die Bauleitung für Projekt Drei. Cees ist bei dir Teamleiter. Willst du dein eigenes Projekt um die Hälfte schwächen? „Gust und Arjen haben große Teams. Die sollen mir einen Mann abgeben. Wenn Asger mir noch Hilfsarbeiter zur Vermessung gibt, hätte ich ein Team für dieses Projekt. Ich weiß auch, dass ich mit Projekt Drei meine Arbeit habe. Ich werde dann wieder sehr viel fahren müssen.“ „Ma Chérie, übernimm dich nicht. Ich weiß wie du denkst und stehe auch hinter dir, dass weißt du. Ich werde mit dir zurück nach Kampang Rou gehen. Es kann niemand deine Idee umsetzten, wenn du nicht selbst Hand anlegst, dies weiß jeder von ODHI. Das Kapitel in Nigeria ist sehr gut. Da sehe ich mehr parallelen als in Argentinien.“

Es klopfte an der Tür.
„Wird wohl Thomas sein.“ Hannes nickte und ging zur Tür. „Hallo Thomas, du bist ja schon früh auf den Beinen.“ „Guten Morgen Hannes, ich denke du bist früher wach als ich. Ich sah die Nacht bei euch das Licht brennen.“ „Ja, ich war am arbeiten. Ich mache mir ein paar Gedanken über Trockenfeldanbau. Möchtest du Kaffee?“ „Gerne. Wow, das sind aber schöne Kleider“ sagte Thomas, als er die drei Kleider von Patricia an der Treppen hängen sah.
„Danke. Habe ich vor drei Wochen in Paris gekauft. Ich fahre später in die Stadt zu einer Schneiderin, damit sie vernünftige Hüllen für die Kleider nähen kann.“ „Ah. Warum nicht einfach in den Schrank hängen?“ Patricia sah etwas genervt zu Thomas. „Weil zu teuer!“ „Aha.“ „Ma Chérie, ich geh duschen und fahre anschließend in die Stadt. Thomas, braucht Gaanchana etwas?“ „Weiß ich nicht.“ „Okay, ich frage sie selbst.“ Thomas nickte ihr zu.

„Was sind das für Karten?“ „Sehr alte Tischkarten von der Uni aus Beauvais. Diese Abschnitte sind die Provinzen Svay Rieng und Prey Veng in Kambodscha.“ Hannes erklärte, warum diese Karten auf dem Tisch lagen und welche Idee er hatte. „Ah“ „Ich müsste mal kurz telefonieren. Ist das in Ordnung für dich?“ „Ja, ja. Mach ruhig. Ich stört dich nicht.“ Zum Glück sah Thomas nicht, was Hannes in diesem Moment dachte.

Hannes rief Major Bourey Duong an und erklärte auch ihm sein Vorhaben.
„Ich finde deine Idee sehr gut! Du hast in all den Jahren nichts von unserer Unterhaltung vergessen. Warum fragst du nicht Phirun Suoth? Der könnte dir schneller Auskunft geben.“ „Bourey, bis eben warst du noch mein Freund. Könntest du dich bitte um die Besitzrechte Südlich von Svay Rieng und von der Kreuzung nach Kampang Rou Richtung Westen kümmern?In und um Kampang Rou werde ich dies in zwei Woche selbst klären. Bourey, ich habe dir gesagt, wir sind zum helfen da und dazu stehe ich immer noch.“ „Für den zukünftigen Gouverneur mach ich dies doch gerne. Wer gibt dir Geld für dein Projekt?“ „Fragte Patricia auch schon. Bourey, ich weiß es noch nicht. Ich werden da eine Möglichkeit finden. Ich habe ja auch etwas Einfluss bei der UN. Die UN Food and Agriculture Organisation ist mit einem Minimalen Einsatzteam in Kambodscha, mal sehen, was ich darüber erreichen kann. Am 3.Juli sind wir in Kampang Rou und machen dort ein kleines Fest. Ich würde mich sehr freuen, wenn du kommen könntest. Ich zeige dir dann auch Fotos aus diesem Buch, damit du dir dies besser vorstellen kannst.“ „Danke. Wir sehen uns dann am 3. Juli.“ „Bourey, bring deine Frau mit. Es wird auch unsere Hochzeitsfeier.“ „Gerne.“

„Entschuldige Thomas, ich muss noch etwas arbeiten“ sagte Hannes nach dem Telefongespräch. „Kein Problem, ich dachte ihr habt Urlaub.“ „Urlaub hatten wir für ein paar Tage in Paris. Nun muss ich diese Zeit nachholen. Daher hat auch die Nacht das Licht im Haus gebrannt. In zwei Wochen sind wir wieder in Kambodscha. Bis dahin muss ich noch einiges planen und organisieren.“ „München, Paris, Kambodscha. Wo ihr überall hinkommt“ kam es mit einem neidvollen Blick und Ton von Thomas. „Um dort überall hinzukommen, muss ich auch etwas tun. In Deutschland hatte ich ein Treffen bei einer Pumpenfirma, in Reims musste so einiges über die Bauprojekte geklärt werden und in Paris waren es Gespräche auf politischer Ebene.“
Thomas nickte stumm und zeigte auf die Kleider die am Treppengeländer hingen. „Die Kleider sind voll schön. Ob ich Gaanchana auch so etwas kaufen sollte?“ Hannes blieb bei diesen Worten von Thomas fast der Kaffee im Hals stecken. „Dies sind Kleider von Coco Chanel.“ „Coco Chanel? Die mit dem Parfüm?“
Hannes biss sich auf die Lippen.„Ja, genau die.“ „Ich weiß das Schauspieler oft solche Kleider anziehen.“ Hannes nickte leicht genervt. „Ja, meine Frau nun auch.“ „Nicht billig so ein Kleid.“ „Nee, nicht billig.“ Hannes wollte ihm den Preis auch nicht sagen, sonst wüsste dies bis zum Abend jeder in dem Village.
Da Thomas immer noch jeden Quadratzentimeter von den Kleider musterte, griff Hannes wieder zum Telefon. Er rief Hattie in Phnom Penh an und sagte auch ihr seine Idee mit dem Trockenfeldanbau. Sie würde sich in den nächsten Tagen um Kontakte kümmern.

„Geht es um Geld?“ War die erste Frage von Thomas nachdem er das Gespräch mit Hattie beendet hatte.
Da Thomas nicht so viel Englisch konnte, hörte er wahrscheinlich öfter das Wort: Money, heraus.
„Ja. Thomas, ich kann kein Projekt in dieser Größe machen, wenn es kein Geld dafür gibt. Das ist immer der dümmste Teil an meiner Arbeit: betteln, erklären und hoffen.“ „Um wie viel Geld geht es denn?“
„Eine Million Dollar.“ Thomas riss die Augen auf. „So viel Geld!“ „Auf den Zeitraum von einem Jahr gesehen ist es nicht so viel und um Menschenleben zu retten eigentlich verschindent gering. In dem Betrag muss ich, meine Männer, die Bagger, die Lkw, das Material, die Pflanzen und die Samen bezahlt werden.“ „Aha. Du bist doch bei einer Hilfsorganisation beschäftigt.“ Hannes sah zu Thomas und konnte ihm nicht folgen was er damit meinte. Er wollte ihn nun auch nicht die Finanzierung und Struktur einer Hilfsorganisation erklären. Thomas schien auf eine Antwort von ihm zu warten.

In diesem Augenblick klingelte das Telefon auf dem Tisch. Es war Coady Levis, der Büroleiter der Weltbank in Phnom Penh. „Coady, schön dich zu hören. Was verschafft mir die Ehre?“ „Ich wurde von einer Frau Walker angerufen, mit der Bitte dich anzurufen.“ „Okay. Coady, ich bräuchte Geld. Du weißt, dass wir damals mit einfachsten Mittel den Menschen helfen konnten und nun habe ich etwas im Kopf, was eigentlich genau so einfach ist, wie damals das Wasserrad“ „Dies wirst du mir noch lange anhängen. Genau so, wie ich mich noch immer bei dir dafür entschuldige. Nun lass mal hören.“

Hannes erklärte Coady seine Idee und Vorhaben mit dem Trockenfeldanbau. „Eine Million Dollar. Wie könnte ich dir mit einer Viertel Million helfen?“ „Super! Mit einer Viertel Million Dollar sind drei, vielleicht vier Monate bezahlt. Damit wäre ein Anfang möglich. Wenn ich dieses Jahr nur fünf Hektar anlegen kann, könnten die Menschen im nächsten Frühjahr schon ernten. Ich habe für einen Hektar sechs Tonnen Weizen und vier Tonnen Gerste als Grundlage angenommen. Mit dieser Ernte könnten tausende Menschen ernährt werden. Ich bin aber kein Agronom, da bräuchte ich jemand, der mir vielleicht genaue Zahlen nennen könnte.“ „Utopisch sind deine Zahlen nicht, dass kann ich dir schon sagen. Wann bist du in Phnom Penh?“ „Ende nächster Woche.“ „Okay, ich sehe zu, dass du das Geld bis dahin hast.“
„Danke.“ „Hannes, ich hatte mich vor drei Jahren sehr in dir getäuscht. Du bringst vieles voran und hältst die Latte immer niedrig. Ich bekomme schon mit, was du tust und dein Aufstieg bei UNICEF ist mir auch bekannt. Hätte ich nur solche Kunden wie dich, würde die Weltbank nicht so viel unnötiges Geld verbrennen.“ „Das hast du gesagt! Ein Schlips und Anzug muss nicht immer heißen, dass diese Männer auch etwas können. Ich komme entweder Donnerstag oder Freitag zu dir ins Büro. Am 3. Juli machen wir ein großes Fest in Kampang Rou, ich würde mich sehr freuen, wenn du mit deiner Frau vorbei kommen könntest.“ „Gerne. Dann können wir endlich das Kriegsbeil begraben. Könnte ich noch zwei Personen mitbringen?“ „Natürlich. Soll ich noch zwei Zimmer in Svay Rieng im Hotel klarmachen?“ „Bitte. Bis nächste Woche in Phnom Penh.“

Patricia kam die Treppe herunter. „Ich habe die Unterhaltung mit Coady gehört. Ma Chérie, es wird. Der Anfang ist getan. Ich fahr jetzt kaufen. Lieb‘ dich. Thomas, fährst du mit?“ „Nein, ich bleibe hier bei Hannes.“
Hannes rief Cees an und sagte auch ihm was er plante und wie weit er bis jetzt schon sei. „Mit dir gehe ich überall hin. Ich bin dabei“ sagte ein gut gelaunter Niederländer. „Danke, mein Käseroller. Auch in den Sudan?“
Stille in der Leitung.
„Könntest du dies noch einmal wiederholen?“ War die geschockte Frage von Cees. Hannes sagte Cees, was Jean ihm in Paris unterbreitet hatte.
„Wow! Und du hast abgelehnt?“ „Ja. Ich würde es nur machen, wenn Leute aus meinen Teams mitgehen würden.“ „Danke für diese Auszeichnung. Ich wusste immer, dass du der coolste Chef bist. Apropos Auszeichnung. Wie war es in Paris?“

Hannes ballte die Faust und verdrehte die Augen. Er dachte sofort an das Seemannsgrab von Asger.
„Anstrengend. Am Freitag war die Verleihung des Nationalordens bei François Mitterrand – sehr sympathischer Mensch. Jean hatte ihm die Organisation vorgestellt, mal schauen, ob da in der nächsten Zeit noch mehr läuft. Über die Botschaft in Phnom Penh möchte Monsieur Mitterrand weitere Einzelheiten der Projekte haben, da sollten wir beide, Asger, Arthur und Roman mal vorbei schauen. Am Sonntag auf dem Staatsbankett hatte ich mit dem Außenminister Juppé, wie auch mit dem Deutschen Außenminister Kinkel und dem Bundeskanzler Kohl gesprochen. Mal sehen, ob ich einen Fuß ins deutsche Entwicklungsministerium bekomme.
Jean-Luc Dehaene aus Belgien war um Welten besser informiert als die Deutschen. Er würde sich bei mir melden. Ich denke es wird um ein oder zwei weitere Schulen in der Provinz Oddar Meanchey gehen. Da er bei meinem Austeilen der Fehler des deutschen Kontingents über UNTAC dabei war, sah auch er die Hilfe an der Basis als Vorrangig. Ganz nebenbei gab er einem Schnösel aus dem Deutschen Außenministerium eine verbale Klatsche, die sich gewaschen hatte. Stephane ist dabei mir die Telefonnummer vom Außenminister Kinkel zu besorgen. Alles weiter werden wir euch am 3. Juli auf der Party erzählen. Nicht das du dich wunderst, es wird auch eine Hochzeitsfeier.“ „Weiß ich schon. Herzlichen Glückwunsch. Bis dahin.“ „Bis dann, mein Käseroller.“

Thomas war völlig konsterniert, was er gehört hatte. Um noch weitere Fragen von Thomas zu beantworten, erzählte Hannes ihm die letzten Wochen in Paris.
Thomas schüttelte immer wieder den Kopf. „Welch Hohe Leute meine Nachbarn sind!“ Hannes zog die Augenbrauen zusammen. „Was soll dies jetzt? Wir sind immer noch die gleichen Menschen. Natürlich hatte ich wahnsinniges Lampenfieber vor der Verleihung. Ich hatte aber am Sonntag auf dem Staatsbankett die Chance ergriffen, wie ich sie niemals wieder bekommen werde. Das BKA hatte im Vorfeld dem Bundeskanzleramt offensichtlich ausreichende Informationen über meine Person gegeben, denn Herr Kohl und Herr Kinkel kam auf mich zu! Komm, lass uns auf die Terrasse gehen, ich müsste Feuer anmachen, damit ich später Brot backen kann.“

Beim Anblick auf das Feuer im Backhaus bekam Hannes wieder Heimatgefühle, wie gerne würde er Schwenkbraten aus dem Hunsrück essen. Er rief Patricia an und gab noch eine Bestellung für Fleisch auf.

Eine Stunde später kam Frau Lefèvre mit ihrem Toyota SUV in die große Einfahrt gebügelt. Sie hatte Gaanchana dabei.
„Wir hätte Lust auf Fisch, kannst du den grillen bis ich den Teig für das Brot fertig habe?“  War die Begrüßung als Patricia aus dem Monstrum von Auto ausstieg. „Natürlich.“
Für Thomas hatte Gaanchana eine Packung Schnitzel gekauft. „Hallo Gaan, geh mit Patricia in die Küche, dort kannst du das Fleisch würzen und Patricia kann dir ein Backblech für die Schnitzel geben. Soll ich noch Kartoffeln in den Ofen legen?“ „Hallo Hannes, bitte. Ich bringe gleich alles raus. Okay?“ Er nickte.

Wie gerne würde er Thomas jetzt wieder seine Meinung über dessen Engstirnigkeit sagen, schluckte aber seine Worte runter. „Willst du noch ein Bier?“ Bei dieser Frage von Hannes nickte Thomas.
Diesen verbohrten Deutschen mit ihrem Desinteresse an anderen Kulturen konnte Hannes nichts abgewinnen und schluckte seine Wut herunter. Thomas wohnte nun mal in dem Village, dann sollte er auch schon mit ihm reden, was ihm nicht passte. Hannes brannte so vieles auf der Zunge, was er Thomas gerne um die Ohren schlagen würde.

Bei Fisch und Gemüse, Schnitzel und Kartoffeln, saßen sie im Esszimmer und sprachen über dieses und jenes. Gaanchana war gerne bei ihnen. Sie konnte mit und von Patricia vieles lernen, in der Sprache, beim Kochen oder der Hausarbeit.
Gaan war eine typische Frau aus einem kleinen Thailändischen Dorf und hatte mit manchen Dingen ihre Probleme. Woher sollte sie wissen, wie man eine Waschmaschine richtig benutzte oder wie man wann welche Lebensmittel kochte. Sie bemühte sich sehr, die europäische Kultur zu verstehen und auch anzunehmen. Thomas im Gegenzug gar nicht.
„Thomas, wann fliegt ihr zurück nach Deutschland?“ Fragte Patricia beim Essen. „Keine Ahnung. Ich muss nicht mehr zurück. Ich bin Frührentner.“ Hannes verdrehte schon die Augen und sah Patricia offen an. Er wollte jetzt nichts sagen. „Okay. Wie ist es mit deiner Aufenthaltsgenehmigung für Thailand?“ „Ich bin doch mit einer Thailänderin verheiratet.“ Hannes sah wieder Wortlos und leicht gereizt zu Patricia, sie nickte leicht. „Dies ändert nichts an der Aufenthaltsgenehmigung. Bei mir und Hannes ist es etwas anderes. Wir haben durch unsere Pässe eine Daueraufenthaltsgenehmigung für Thailand. Du hast doch eigentlich nur ein Visum für ein viertel, beziehungsweise ein halbes Jahr, schau mal in deinen Reisepass.“
Thomas sah zu Hannes, er nickte nur. Er wollte jetzt dazu nichts sagen. Hannes sprach in Thailändisch mit Gaan und Patricia, was ihm gerade beschäftigte ,- und dies war nicht freundlich. An Thomas gewandt sagte er. „Merkst du, wie sich deine Frau freut, mit uns in ihrer Muttersprache zu reden? Gaan bemüht sich alles für dich richtig zu machen und von dir kommt kaum etwas zurück. Warum hast du überhaupt eine Thailänderin geheiratet?“ „Hat sich so ergeben.“
Wenn ich dir jetzt in deine Berlinerschnautze schlage, hat sich dies auch so ergeben, dachte Hannes voller Zorn.

Thomas ging eine Stunde nach dem Mittagessen nach Hause. Er machte sich offensichtlich doch Gedanken über seine Aufenthaltsgenehmigung.
Patricia lernte mit Gaanchana im Wohnzimmer die Deutsche Grammatik und Hannes backte auf der Terrasse das Brot.

Ein Geruch von Feuer und frischem Brot lag in der Luft. Ein Halbes Dutzend Brote lagen zum abkühlen auf den Holzregalen an der Sandsteinwand der Terrasse. Zum Nachmittag würde es noch Ofenfrische Brötchen und Croissants geben.
Hannes ging ins Haus um das Telefon zuholen. Er rief nach Thionville an. Er wollte jetzt mit Inés und Clèment reden und deren beide Stimmen hören.

Vor dem Ofen stehend und die Backwaren hin und her schiebend fühlte er sich den beiden ganz nah. Clément gab ihm wieder Tipps für die Temperatur im Ofen und wie er auch Brezeln backen könnte. Hannes versuchte zum ersten Mal ein richtig großes Bauernbrot zu backen, er hatte Angst, dass es außen Kohle sein würde und innen noch nicht durchgebacken sei. Auch dort gab Clément sehr gute Tipps.

„Wie viele Sorten hast du schon gebacken?“ Fragte Clément. „Viele. Am Anfang nur die Rezepte von dir. Dann mal Roggen, Vollkorn, Hirse oder auch schon mal mit Maismehl. Hirse war nicht so der Knaller. Aber sonst war alles lecker. Patricia macht auch gerne mal Kräuter, Sesam oder gemahlene Nüsse in den Teig. Nun hoffe ich, dass ich das Bauernbrot hinbekomme.“ „Das wird schon. Wenn der Ofen zu heiß ist, schiebe das Brot mehr nach vorne. Achte auf die Kruste, wenn sie zu dunkel werden sollte, mach mit einem Pinsel etwas Wasser drüber.“

Nach einer Stunde Telefonat war das Brot auch so weit fertig.. „Heute Abend werde ich wissen, ob mein Bauernbrot gut wurde. Ich gebe dir Morgen bescheid. Sag liebe Grüße an Inés. Ich vermisse euch.“

Als alle Brote in der Küche lagen, hörte Hannes von oben Patricia rufen. „Ich bekomme Hunger!“ „Später. Noch sind die Brote, Brötchen und Croissants zu warm.“

Gaanchana kam in die Küche und konnte nicht glauben, dass Hannes so gut backen konnte.
„Nach drei Jahren sollte ich es können. Ich hatte anfangs auch so einiges gebacken, was ungenießbar war.“ „Was ihr beide alles könnt. Ich möchte so viel von euch lernen.“

Patricia stand an der Holzwand zwischen Küche und Esszimmer und grinste. „Wenn wir in Thailand sind, kannst du gerne vorbei kommen. Ich denke, Hannes wird nächste Woche noch einmal backen. Wir haben Kollegen in Kambodscha, die geben schon Bestellungen für sein Brot auf.“ Gaanchana lächelte. „Gerne, sehr gerne.“

Thomas kam mit seinem Pass ins Haus und hatte einen nicht gerade freundlichen Gesichtsausdruck.
„Na? Abgelaufen?“ Er sah zu Patricia und nickte stumm. „Lass Hannes mal machen. Er hat einen guten Draht zum Bürgermeister in Khorat.“
Der Blick von Hannes zu Patricia sprach Bände und Patricia reagiert sofort. „Es gibt aber eine Bedingung!“ Patricia sah Thomas offen an. „Lerne Thai und nimm endlich deiner Frau ihre Kultur an! Eine Französin bringt ihr Deutsch bei, dass kann es wohl nicht sein! Hannes gab sich mit dem grillen von dem Fisch so viel Mühe und du isst ein doofes Schnitzel.“
Thomas sah wie ein trotziges Kind an allen vorbei zum Fenster hinaus. „Ja. Ihr habt ja recht. Hannes hatte mir im April schon den Kopf gewaschen.“

Die Schneiderin rief an und sagte das die Bestellung von Patricia fertig sei.
So fuhren am späten Nachmittag die Frauen wieder in die Stadt.
„Prinzessin, frag bitte in einer Apotheke nach Natronlauge. Ich hatte vorhin mit Clément telefoniert, er gab mir noch ein Rezept für Brezeln zu backen.“

Nach einer Stunde waren beide Frauen wieder da und so konnte gemeinsam die Ofenfrische Backware von Hannes verköstigt werden. Gaanchana und Thomas waren von der Backware sehr begeistert.
„Ma Chérie, du hast wieder super gebacken. Ich bin sehr stolz auf dich!“ Patricia gab ihm einen Kuss.
„Ja wirklich, sehr lecker deine Brötchen und Croissants“ Thomas war auch voll des Lobes über diese Köstlichkeiten. „Dankeschön. Thomas, ich habe die Rezepte von einem Französischen Bäcker bekommen und bin ihm für so viele Tipps dankbar. Ein Brot im Holzofen zu backen ist nicht einfach. Ich habe von ihm vieles gelernt. Eine Fremde Kultur muss nicht immer von Nachteil sein!“

Den ganzen Donnerstag Vormittag war Hannes und Thomas im Rathaus von Nakhon Ratchasima gewesen. Seit vier Monaten war Thomas bereits illegal in Thailand. Sumphap Malangsrai, der Bürgermeister von Khorat, tat was er konnte. Am Ende bekam Thomas eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Jahr. Hannes bedankte sich bei Sumphap mit einer Einladung zum BBQ. Sumphap sagte für das Wochenende zu.

Auf der Rückfahrt zum Kon Sombat Village war Hannes sehr wütend, was Thomas auch merkte und trotz seiner beachtlichen Größe von fast 1,90 Meter, saß er wie ei Häufchen Elend auf dem Beifahrersitz.
„Dir ist bewusst, dass du nach vierundzwanzig Stunden das Land hättest verlassen müssen? Was meinst du was am Zoll für Probleme auf dich zugekommen wären!“ „Nein. Ist mir nicht bewusst. Danke für deine Hilfe.“ „Nicht dafür. Ich habe Sumphap und seine Familie zum Grillen eingeladen. Am Samstagabend gibt es Schwenkbraten und Kartoffeln. Er und seine Familie lieben es, wenn ich grille. Sie waren schon öfter bei uns oder Patricia und ich bei ihnen, dies war vielleicht heute dein Vorteil. Wir gehen jetzt noch für den Samstag einkaufen. Champi, die Frau von Sumphap, trinkt gerne lieblichen Weißwein. Du kannst dich ja am Samstag erkenntlich zeigen.“ „Mach ich. Was trinkt er gerne?“ „Chang Beer.“

Am Freitag gegen Mittag rief Stephane an. „Guten Morgen Direktor Dilbert, du bist aber schon früh im Büro.“ „Guten Tag Hannes, bei deinem Tempo ist nicht immer viel mit schlafen. Ich habe die Telefonnummer vom Büro des Außenminister. Das Buch ist gut. Lass uns deine Idee schriftlich verfassen, mal schauen ob ich noch Geld besorgen kann.“
„Cool. Wir werden das Treuhandkonto von Kampong Rou nehmen. Okay?“ „Warum soll ich mich da einklinken?“ „Ist mir lieber. Ich möchte meine Projekte gerne über ein anderes Konto laufen lassen. Ich möchte nicht, dass es irgendwann mal heißt, ich hätte mich selbst bereichert. ODHI hat einen exzellenten Namen und es wäre ein Alptraum wenn uns Verschwendung oder schlimmer noch – Betrug angelastet würde. Daher will ich mit Geld nichts zu tun haben.“  „Verstehe ich. Natürlich mache ich den Treuhänder.“

In dem Gespräch brachte Stephane die Idee und Worte von Hannes zu Papier. Auch wurden Verweise auf das Buch und das ein oder andere Kapitel aufgeschrieben.
„Ich habe dem Autor, Professor Luke Greenwich, heute Morgen eine E-Mail geschickt und ihm auch deine Idee vorgebracht. Vielleicht kann er das ein oder andere beitragen. In den USA ist es jetzt mitten in der Nacht, mal abwarten was über den Tag noch passiert.“ „Wow! Danke für deine Hilfe. Ich werde Claude in meiner Nähe brauchen. Ich hatten wieder Diskussionen über das Geld. Ich will ihm ein Flugticket kaufen.“ „Hannes, dass ist doch Unsinn! Du musst dies nicht von deinem Geld bezahlen. Bei deiner Projektsumme von einer Million Dollar, ist doch ein Flugticket drin!“ „Ist das keine Verschwendung oder Betrug?“ „Quatsch! Wir müssen auch unser Büro und Gehälter von dem Geld der Projekte bezahlen. Gib mir die Nummer von Claude, ich rede mit ihm. Er bekommt auch Lohn von uns für die drei Monate Arbeit in Kambodscha. Hannes, wir müssen Rechenschaftsbericht schreiben und alles offen legen, es geht alles seinen ordentlichen Gang. Ihr beide habt vor drei Jahre genug Geld von eurem privaten Konto bezahlt, es ist mal gut – ehrlich! Ich bezahle auch eure Feier im Juli, es ist ja auch schließlich für die Firma.“

Stephane erklärte ihm noch gut eine Stunde, wie Hilfsorganisationen geprüft werden, welche Vorteile und aber auch Nachteile dies beim Finanzamt und anderen Behörden hat. Wie schwierig es sei, die Mitarbeiter zu besteuern die im Ausland arbeiten, aber ihren Wohnsitz in Europa hatten.
„Dies habe ich so noch nie gesehen.“
„Woher auch? Du bist jung und kannst nicht alles wissen – musst du auch nicht! Dafür sind andere da. Ihr alle macht einen unglaublich guten Job! Ich hatte früher mehr Probleme als du. Eure Teams in Kambodscha sind over the top. Da sind die in Westafrika weit davon entfernt. Zwei gute Teams sind im Sudan. Eines in Nigeria und eines in Kenia. Der Rest ist nur Durchschnitt – leider. Verstehst du nun die Überlegung von Jean?“ „Ja. Nur ohne mein Team gehe ich nirgends hin.“ „Versteht jeder in der Organisation. Durch euch sind wir die Nummer Eins in Kambodscha! Es soll ein Staudamm mit Kraftwerk zur Stromversorgung bei Kompong Chhnang gebaut werden, ich würde gerne mit einigen Europäischen Baufirmen eine ARGE bilden.“ „Staudamm?“ „Ja. 100 Millionen Dollar. Wir haben die Erfahrung mit den Menschen in Kambodscha und haben Strom- Wasser- Tief- und Hochbau Projektleiter. Wir kennen die politische Lage und viele von uns können Khmer. Wir haben Kontakte zu vielen Hersteller, Behörden und Firmen. Es wäre für uns ein Projekt mit wenig Einsatz von Material und Menschen.“ „Mein lieber Stephane, dass ist groß!“ „Richtig. Nur für uns als Berater oder Projektbegleiter ein Projekt das zu schaffen wäre. Eine Hilfsorganisation, wie unsere muss auch zusehen, wo Gelder herkommen.“ „Wer weiß von diesem Projekt?“ „Bis jetzt nur du, das Büro in Kâmpóng Trâbêkund Reims. Ich habe über Roman die Baupläne, Ausschreibungen und die Zusage von der Weltbank bekommen. UNTAC hat schon einige Vorteile für Kambodscha gebracht.“ „Ich bin nächste Woche mit dem Büroleiter der Weltbank verabredet.“

Hannes hörte wie Stephane die Luft einzog. „Mit diesem Levis? Ob das mit euch beiden gut geht?“ „Coady rief mich am Mittwoch an. Er hat seinen Fehler eingesehen und mir schon eine viertel Million Dollar für mein Projekt angeboten.“ „Er hat was?!“ Stephane brüllte fast ins Telefon. „Jo, ich erklärte ihm mein Vorhaben und er sagte mir diesen Betrag schon zu.“ „Coady Levis?“ Stephane war Fassungslos. „Jep. Ich hab ihn auch auf die Feier eingeladen. Er sagte, dass wäre toll, dann könnten wir das Kriegsbeil begraben.“ „Fehlen mir jetzt die Worte!“
„Howgh, der Häuptling hat gesprochen. Wenn ich den Kriegstanz überlebe, sage ich dir sofort bescheid. Au revoir Stephane. Ich muss noch etwas arbeiten. Ich schreibe das Dossier für die UN noch fertig.“

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