19 Rue Benjamin Franklin

Teil II Kapitel 19

35 Rue Benjamin Franklin, 75116 Paris

„Très élégant, sexy et un rêve pour votre corps.“ Ein Traum für Ihren Körper und ein Alptraum für mein Konto!

1. Juni 1993
Um 21.11 Uhr rollte der TGV in den Gare du Nord ein, Hannes konnte von Reims an die letzten eineinhalb Stunde nicht mehr zusammenhängend denken. Er fühlte sich ohne Patricia so hilflos. Von Stephane wurde er förmlich überrollt. Bernhard musste es gewusst haben und sagte ihm nichts. Niemand bekommt einen Orden, wenn er Schulen baut! Ein Hotel für was? Wie sollten sie Morgen von Paris zurück nach Thionville kommen? Fuhr der TGV überhaupt nach Metz? Auf was hatte er sich hier eingelassen.

Mit seinem „Diplomadenkoffer“ war er nun in Paris auf dem drittgrößten Bahnhof der Welt und stand am Bahnsteig 14. Er musste sich erst einmal orientieren. Wo verdammt war der Ausgang? Sollte er warten bis die Reisenden etwas weniger wurden um einen besseren Überblick zu bekommen? Würde auf dem größten Bahnhof in Europa wahrscheinlich etwas schwierig würden..

Sein Mobiltelefon klingelte. Eine Frau von einem Abholdienst fragte wo er sei.
„Ich bin auf Bahnsteig 14 und kann Ihnen nicht sagen, ob am Anfang, in der Mitte oder am Ende. Ich warte auf einer Bank auf Sie. Rechts von mir ist ein Snickers-Automat in der Dimension von einem Flugzeugträger. Rufen Sie mich gerne wieder an, wenn Sie mich nicht finden. Ich weiß noch nicht einmal in welcher Richtung der Ausgang ist.“
Es dauerte keine fünf Minuten, da stand eine schmale gutaussehende blonde Frau in einem dunkelblauen Kostüm vor ihm. Sie konnte im gleichen Alter sein wie er.
Der Engel vom Gare du Nord.
Sie stellte sich ihm als Ivette vor. Mit ihr ging er Rolltreppen herunter, durch ewig lange Gänge, Fahrstuhl hoch, wieder ein Gang, rechts um die Ecke den Gang herunter durch eine Bahnhofshalle die wirklich die Dimension von einem Flugzeugträger hatte.

Auf dem Vorplatz standen unzählige Taxen. Ivette ging nach links zu einer reservierten Parkflächen. Hannes setzte sich in der Mercedes Limousine vorne zu Ivette. Auf den wenigen Meter vom Parkplatz auf die Hauptstraße sagte Hannes zu Ivette. „Das Verkehrschaos in Paris ist dem in Phnom Penh gleich. Die Menschen sind alle so getrieben. Von mir aus kannst du ganz entspannt fahren, ich habe es nicht mehr eilig.“
Ivette fragte warum er ausgerechnet Phnom Penh ansprach. Hannes erzählte von seiner Arbeit in Kambodscha.
„Warum bist du in Paris?“ „„Ich bekomme den Ordre national du Mérite verliehen.“ Ivette sah langsam zu ihm herüber und Hannes sah ihren fragenden Blick. „Das ist jetzt kein Scherz?“ „Ich wünschte es wäre einer! Ich habe keine Ahnung was mich die nächsten Tage noch erwartet. Mein Frau ist heute Nachmittag in Bangkok ins Flugzeug gestiegen und wird Morgen früh auf den Charles du Gaulle landen. Am 11. Juni würde uns dieser Orden verliehen werden, mehr weiß ich nicht.“ „Der Ordre national du Mérite ist eine Auszeichnung für Großartige Verdienste.“ „Weiß ich mittlerweile auch. Meine Frau hat den Orden verdient – nicht ich. Ich habe nur Schulen gebaut, sie bringt Kinder in Kambodscha lesen und schreiben bei.“

Trotz der späten Stunde war der Verkehr im Zentrum von Paris sehr zähfließend und so stelle Ivette viele Fragen und Hannes erzählte ihr von den letzten drei Jahren in Kambodscha.

In der 35 Rue Benjamin Franklin, im 16. Arrondissement war das Hôtel Eiffel Trocadéro. Ein schönes Gebäude mit einer leicht barocken Architektur.
Ein Page trug ihm den Koffer zur Rezeption.
„Bonsoir Madame, für mich scheint ein Zimmer für eine Nacht gebucht zu sein.“
„Bonsoir Monsieur. Non, Monsieur. Für Sie und Madame Lefévre ist ein Zimmer bis zum 16. Juni gebucht. Möchten Sie noch etwas Essen?“ „Non, Madame. Schnaps wäre mir lieber.“ „Die Minibar ist gefüllt oder im Erdgeschoss in der Lounge.“
„Merci, es war ein Scherz. Trotzdem danke.“

Hannes folgte dem Page zu den Aufzügen. Im vierten Stockwerk angekommen, fiel ihm ein, dass er alle möglichen Währungen in seinem Portemonnaie hatte, aber keine France – Hervorragend! Hannes entschuldigte sich bei dem Page und würde ihm Morgen Geld für seine Aufmerksamkeit geben.
Hannes war von dem Haus Lefévre schon einiges an Luxus gewöhnt, dieses Hotel war um das vielfache mehr.
Der Page öffnete die Zimmertür von 421 und Hannes dachte, er sitzt im falschen Film. Der Blick auf die Balkontür und Fenster gab das Panorama vom Eiffelturm, das Zimmer war eine Luxus Suite! Das Bett hatte gleiche Quadratmeter Größe wie ihr Bad im Hotel in Svay Rieng. Im Bad war Marmor verbaut wie Hannes es noch nicht gesehen hatte.
Er stand auf dem Balkon von seinem Zimmer, der Eiffelturm zum greifen nah und hatte Tränen in den Augen. In siebeneinhalb Stunden würde Patricia erst landen. Er war so hilflos. Mit einer Flasche Rosé saß er auf dem Balkon, schaute auf den Eiffelturm und hörte dem Lärm der Stadt zu. Vom vielen denken hatte er Kopfschmerzen.

Um 4.23 Uhr saß er immer noch auf dem kleinen, aber sehr geschmackvollen Balkon in der 35 Rue Benjamin Franklin. Drei Minuten später wählte er die Nummer von Stephane. Nach einer gefühlten Ewigkeit hörte er die verschlafene Stimme von Stephane.
„Hannes, was ist los?“„Ich kann nicht mehr denken! Stephane, ich kann das nicht! Ich kann keinen Ordner bekommen.“ „Bitte beruhige dich erst einmal. Lass uns später in alle Ruhe darüber reden. Warum kannst du keinen Orden bekommen?“ „Ich bin kein Franzose.“
Hannes hören Stephan einatmen. „Das ist deine einzige Sorge? Hannes, wir kommen alle nächsten Mittwoch nach Paris. Es gibt am Mittwochnachmittag ein Treffen im Außenministerium, dort wird jeder Schritt erklärt wie es am Freitag im Élysée-Palast abläuft. Tröste dich, auch ich bin aufgeregt. Patricia ist gleich bei dir, von der Uhrzeit würde ich sagen, sie ist schon über Europa. Macht euch ein paar schöne Tage in Paris, ihr habt es mehr als verdient. Ich geh nochmal ins Bett. Ich rufe dich gegen 11 Uhr an. Bitte, lass uns später reden. Nina hat alles geplant.“
„Entschuldigung“ „Für was?“ „Na ja, für den Feigling-Chef. Es tut mir leid.“ „Ich weiß von wem es kommt. Ich sehe es nicht so eng. Vor drei Jahren sagte ich, ich passe auf dich auf und dies mache ich auch! Versuch nun noch etwas zu schlafen. Salut mein Freund.“

Um 6.42 Uhr klingelte sein Mobiltelefon  und eine Sekunde später nahm er das Gespräch an.
„Salut Prinzessin, wo bist du?“ „Eben aus dem Flugzeug gestiegen. Hannes – was ist hier los? Ich bekam letzte Woche von Nina ein Fax in dem stand ich soll dir nicht sagen dass ich komme. Gestern rief sie mich an und sagte mir etwas vom Ordre national du Mérite. Hannes…!“ „Ja. Ich kann dir auch nicht mehr sagen, als das was du weißt. Du fehlst mir so!“ „Ich bin gleich bei dir, ma Chérie.“

Bei Kaffee und Croissant saß Hannes in der Lobby und starrte auf die Eingangstür. Jede Autotür die er zuschlagen hörte, hoffte er auf Patricia.
Endlich sah er ihre Silhouette durch das Glas der Eingangstüren. Sofort sprang er aus dem Sessel und rannte ihr entgegen. Einen Schritt schaffe sie ins Hotel, als er sie umarmte und anfing zu weinen.
„Ma Chérie, du bist ja völlig fertig! Wann hast du das letzte Mal geschlafen?“ „Von Sonntag auf Montag.“ „Meine Güte! Jetzt beruhige dich erst einmal, ich bin ja nun da. Wir reden später mit Stephane. Komm, lass uns frühstücken.“

Der Zimmerservice brachte ein Frühstück auf Zimmer 421 das locker für eine Großfamilie gereicht hätte. Auf dem Balkon zu frühstücken, mit Blick auf den Eiffelturm war grandios! Patricia war endlich da und sein Hirn konnte langsam wieder denken.
„Das Zimmer ist der Hammer! Diese Aussicht ist mit Geld nicht zu bezahlen. Ma Chérie, nun können wir endlich das machen, was du im Sommer 89 gesagt hattest.“ „Oui, Madame Lefévre. Wenigstens etwas gutes an Paris.“
Patricia kam um den Tisch, setzte sich auf seinen Schoß und küsste ihn lange. „Hör auf zu denken, dies tun andere für uns. Ich kenne dich so gar nicht!“ „Prinzessin, wie soll ich als Deutscher einen französischen Orden bekommen? Warum bekomme ich einen Orden? Dir gehört die Ehrenmedaille am goldenen Band verliehen. Ich habe nicht viel getan.“ Patricia gab ihm einen Kuss. „Ich weiß. Du tust nie etwas. Alles kommt nur von dir und du merkst es gar nicht. Jetzt lass uns diesen Moment genießen. Ich möchte gleich mit dir in dieses Schwimmbad von Badewanne.“

Patricia legte ihren Kopf auf seine rechte Schulter und umarmte ihn fest. „Je t’aime pour toujours. Ich liebe dich auf immer! Wie war es bei Nescha?“
Hannes erzählte ihr von diesen unglaublichen sechs Tagen in München. „Du bist ein wunderbarer Mensch, alleine dafür gehört dir ein Orden verliehen.“

Das Wasser in der Wanne tat ihm gut. Patricia tat ihm gut. Langsam entspannte er sich. Nun konnte er einschlafen. Mit Patricia in diesem Fußballfeld großen Bett, fielen die Gedanken und Anspannungen der letzten 18 Stunden von ihm ab.

Er wurde wach, als Patricia am telefonieren war, sie sprach mit Stephane. Sie sah ihn von dem großen Sessel aus an und warf ihm einen Kuss zu.
„Oui, Stephane. Oui, ich gebe es so weiter. Au revoir.“
Patricia kam zu ihm ins Bett und streichelte seinen Bauch und gab ihm einen Kuss an den Hals.
„Du hast ja wenigstens etwas geschlafen. So, ich weiß nun alles von Stephane. Die Organisation und wir bekommen den Ordre national du Mérite, für die Leistungen in Kambodscha wegen der Schulreform, den Aufbau der Schulen in Kampong Rou und Khsaetr. Ich bekomme Stellvertretend für Adelina, Clodette, Leatitia und Levi diesen Orden. Natürlich bekommen auch Sie eine Urkunde und eine Ehrennadel. Du bekommst den Orden für deinen unermüdlichen Einsatz für Kinder, für deine Infrastruktur bei ODHI und für deine Arbeit bei UNICEF. ODHI bekommt den Orden für ihr Engagement in der Bildung für Kinder und den Schulaufbau. Auch dort wird die Leistung von Dhani gewürdigt. Meine Eltern kommen nächste Woche auch nach Paris. Dem Französischen Botschafter in Kambodscha ist unsere Arbeit bekannt und er hatte dieses Gesuch an das Außenministerium eingereicht. Also – wir alle werden für deinen Traum geehrt. Hannes – mehr geht nicht mehr! Ich bin unglaublich stolz auf dich! Um 13.30 Uhr werde ich am Hotel abholen, ich soll mir ein Kleid aussuchen.“ „Wow. Dann wirst du auch zu so einem Kleiderguru gefahren. Mein Anzug kostete schon so viel wie ein Einfamilienhaus.“ „Nun übertreibt nicht immer so! Nina sagte mir schon wie chic du in dem Smoking bist. Komm, lass uns die Zeit bis 13 Uhr mit Sinnvollem nutzen.“

Paris. Die Stadt der Liebe. Liebe in einer Suite mit Blick auf den Eiffelturm war schon etwas besonderes, zumal Frau Lefévre beim Sex nie genug bekommen konnte.

Um 13.15 Uhr saßen beide in der Lobby bei einem Cappuccino und warteten auf den Fahrer. Ivette kam zur Tür herein und geradewegs auf sie zu. Ivette stellte sich Patricia vor, sah zu Hannes und nickte ihm zu. „Sie ist es Wert!“ Bei dem Satz grinste sie beide an. Was mag nun kommen, ging es ihm durch den Kopf.

Bei der Fahrt zu einem unbekannten Modeguru setzte sich Hannes zu Patricia in den Fond von der Mercedes Limousine. „Ich weiß von Hannes, welche Auszeichnung Sie bekommen werden. Dafür haben Sie meinen größten Respekt.“ „Danke. Patricia reicht aus.“
„Okay, nochmal Hallo, Patricia. Weißt du wo ich dich hinfahren soll?“ „Non Madame.“
„In die 31 Rue Cambon.“
Ratlose Blicke von beiden. „Coco Chanel.“ Patricia war seit vier Jahren für einen Augenblick sprachlos. „So viel zu deinem Modeguru, ma Chérie.“

Die Fahrt ins 1. Arrondissement von Paris führte an der Seine vorbei. Rechts kam die Pont de l’Alma, geradeaus immer noch den Blick auf den Eiffelturm. Am Fontaine des Mers bog Ivette links ab. Auf der linken Seite kam der Place de la Concorde. Links kam der Champs-Élysées Garden. „Etwas weiter kommt auf der linken Seite der Élysée-Palast.“ „Danke Ivette dass du mich daran erinnert hast. Ich hatte es vor einer Stunde erfolgreich verdrängt.“ Ivette sah in den Rückspiegel und grinste. „Ihr beide seid voll cool. Wenn ihr eine richtige Stadtführung machen wollt, würde ich euch sehr gerne fahren. Darf ich fragen wie alt ihr seid?“ „Beide Dreiundzwanzig. Danke, Ivette. Ich möchte diese Stadt schon richtig Erleben, nur heute nicht. Ich hatte einen langen Flug hinter mir und mein Schatz hat nur den 11. Juni im Kopf. Er sollte unbedingt auf andere Gedanken kommen, dies hatte im Hotel ja schon für eine Stunde funktioniert.“
Ivette grinste breit in den Rückspiegel zu Patricia. Frauen – kann kein Mann verstehen!
Ivette fuhr direkt vor die Boutique von Coco Chanel. „Ich warte hier auf euch.“ „Wenn du mit in die Boutique möchtest, kannst du dies gerne tun. Monsieur kann ich in stylischen Dinge nicht fragen.“ „Männer – kann keine Frau verstehen! Ich parke den Wagen. Ich komme gleich.“

Hannes ging vor und hielt Patricia die Tür auf. Beim Eintreten in die Boutique kam er sich vor, wie in einer anderen Welt. Eine gebogene Freitreppe stach ins Auge. Eine überaus elegant gekleidete Frau kam auf Patricia zu.
„Madame Lefévre, herzlich willkommen bei Coco Chanel. Monsieur, herzlich willkommen. Da ich den Anlass kenne, sollten wir auch gleich jene Kleider in Farbe und Variation anschauen, die diesem Anlass angebracht sind.“
Ivette kam zur Tür herein und wurde auch herzlich begrüßt. Zu dritt folgten sie der Dame die gebogene Freitreppe hinauf in den zweiten Stock.
Die Verkäuferin ging Zielstrebig auf ein Wand zu, an der Dutzende Kleider in allen Längen, Farben und Variationen hingen. Ein Kleid schöner als das andere. Aus dem Augenwinkel sah Hannes an einem Kleid in pfirsich ein Preisschild –  auch ohne Abitur konnte er den Preis in Mark umrechnen. So viel zum Einfamilienhaus.
Die Verkäuferin nahm ein schwarzes Kleid mit silbernen Hauchfeinen Fäden von dem Kleiderbügel und hielt es Patricia vor. Das Kleid war für sie etwas zu lang.
„Madame. Möchten Sie dieses Kleid anprobieren?“ Der Satz noch nicht ausgesprochen eilte Patricia schon auf die Umkleidekabinen zu.

Als sie mit dem Kleid die wenigen Meter aus der Umkleidekabine auf Hannes zu kam, setzte für einen Augenblick sein Herz aus, beim Anblick von diesem bodenlangen Kleid mit Spitzen in gleicher Farbe am Oberteil und Spaghettiträger. „Et? Comment je regarde?“ „Wie du aussiehst? Ja,… wow… chic.“ „Männer!“ Kam es zeitgleich von Patricia und Ivette.

Die Verkäuferin steckte den Stoff der am Boden lag ab, raffte hier und da, zog ihr am Rücken das Kleid noch etwas enger.
„Mein Gott, bist du eine Schönheit“ brachte Hannes von dem überwältigenden Anblick von Patricia gerade noch hervor. „Merci beaucoup, ma Chérie.“
Die nette Dame brachte eine Schärpe in der gleichen Farbe und legte sie Patricia über die rechte Schulter. Mit ein paar Nadeln zog sie die Schärpe diagonal nach links. Wieder ein paar Nadeln und die Schärpe hing links an ihrem Bein herunter. „Wenn wir rechst am Bein den Saum bis über ihr Knie auftrennen, kommt ihre schöne Figur noch besser hervor.“
Hannes stand immer noch wie versteinert vor dieser Schönheit. „Meine Güte! Madame, ich möchte ungern Ihre überaus hervorragende Fachkompetenz unterbrechen, aber könnten Sie mir bitte, ungefähr sagen in welchem Preissegment dieses Kleid zur Zeit liegt?“ „Monsieur, machen Sie sich keine Sorgen, mein Limit ist noch lange nicht erreicht.“ „Ihres nicht, aber vielleicht meines!“
Patricia sah ihn mit einem Blick an, der Menschen töten konnte. 
„Das Kleid wird schon bezahlt. Ich darf Ihnen aber den Namen nicht nennen…“ Fragende Blickte bei Hannes und Patricia. „…Möchten Sie noch ein anderes Kleid anprobieren? Auswahl ist genügend da.“ „Ma Chérie, was meinst du?“ „Deine Entscheidung. Wir haben bis zum 10. Juni Zeit. Dies ist doch ein wunderschönes schwarzes Kleid.“ „Monsieur, es ist mitternachtsblau.“ „…Was schwarz alles für Namen hat!“
Zack, boxte Patricia ihn gegen den Oberarm.
„Madame, bitte trennen Sie den Saum auf. Ma Chérie, ich bräuchte auch passende Schuhe für dieses Kleid.“ „Ich hatte so etwas schon befürchtet. In Thailand hast du siebzig Paar Schuhe stehen. Soll ich mal kurz welche holen fliegen?“
Zack, schon wieder wurden er geboxt. „…Okay, war dann wohl die falsche Frage.“ „Sagen Sie mir Ihre Schuhgröße, dann können Sie auch hier Schuhe anprobieren.“ Die Verkäuferin ging um eine Ecke und sprach mit jemand, welche Schuhe, Größe und Farbe für dieses Kleid gewünscht waren.

Mit dem Kleid in der Hand, entschuldigte sich die Frau und ging in einen anderen Raum. Ivette kam mit einem roten Minikleid um die Ecke und reichte es Patricia. „Zieh dies bitte mal an.“

Patricia kam mit diesem rot von Stoff aus der Umkleidekabine und Hannes dachte, es zieht ihm jemand den Boden unter den Füßen weg. Patricia drehte sich schwungvoll vor der riesigen Spiegelwand und sah ihn fordernd an. „….“ Hannes konnte gerade noch atmen, zum sprechen war er bei diesem Anblick nicht in der Lage.
Ivette brachte noch einen Hut in der gleichen Farbe. Patricia schaute in den Spiegel und dann zu ihm. „Et?“ Hannes bewegte wieder nur Mund, es kamen nochmals keine Worte über seine Lippen. „Très bien, ma Chérie“ Patricia gab ihm einen Kuss.
„Prinzessin, wo und wann willst du dieses Kleid anziehen? Das Kleid kostete mehr Geld, als die Bewohner von Kampong Rou, Khsaetr, Sama und Thmei zusammen nicht haben.“ „Mag sein. Ich arbeite nächstes Jahr für das Bildungsministerium und für UNICEF, da wird es schon Gelegenheiten geben dieses Kleid anzuziehen.“
Aus der Erfahrung wusste er, es machte keinen Sinn mit Patricia eine Diskussion über den Nutzen und Zweck von diesem unglaublich teuren Stück Stoff zu führen. Ivette war unterdessen fleißig am nicken, sie musste es ja nicht bezahlen. Aus dem Einfamilienhaus wurde schnell eine Reihenhaus Siedlung.

Die Verkäuferin kam zurück und blieb im Schritt stehen, auch ihr blieb für einen Moment die Luft weg. „Madame Lefévre, dieses Kleid ist perfekt für Sie! Belle. Très élégant, sexy et un rêve pour votre corps.“ Ein Traum für Ihren Körper und ein Alptraum für mein Konto, wollte Hannes gerade sagen, als Patricia der Meinung war, diesen paar Quadratzentimeter Stoff zu kaufen.

Wer auch immer der Geldgeber für das erste Kleid war wusste gar nicht welche Auswirkungen ein Besuch bei Coco Chanel auf das Hirn von Frauen hatte. Die Finanziellen Auswirkungen würden auf dem nächsten Kontoauszug beim Mann einen Schockzustand bis Weihnachten nach sich ziehen! Finger weg von Drogen, Schuhe, Handtaschen und Coco Chanel!

Hannes kam langsam aus seiner geistigen Schockstarre heraus, als er Patricia wieder in dem mitternachtsblauen Kleid vor ihm sah. Er hatte in diesem Augenblick das Bild von ihr, als sie 1989 an ihrem Geburtstag mit ihrer Oma die Treppe herunter kam. Damals war er schon hin und weg beim Anblick dieser Schönheit. Was nun vor ihm stand, war Atemberaubend. Ein Schuss in einer Rakete die mit Schallgeschwindigkeit aus der Galaxie katapultiert wurde.
Von der Galaxie M31 ging es eine Minute später mit astronomischer Geschwindigkeit zurück auf die Erde, denn drei Frauen brachten in dem Moment zwei Dutzend Schuhkarton in den zweiten Stock der 31 Rue Cambon. Alptraum 2.0 begann.

„Mädels, ich möchte ungern die Party verlassen, ich bräuche nun einen doppelten Espresso.“ „Monsieur,
selbstverständlich bekommen Sie bei uns auch einen Espresso. Ich sage sofort der Kollegin Bescheid.“
Es dauerte nicht lange und eine junge Frau, wahrscheinlich das Lehrmädchen, fragte nach den Wünschen der Kunden. Augenblicke später kam sie mit Espresso, zwei Latte Macchiato und Croissants zurück.

Patricia probierte ein Paar High Heels nach den anderen an. Bei dem gefühlten Tausendsten Paar war die Entscheidung endlich getroffen. Très bien! Nun kam noch das rote Kleid. Da Rot nicht in der Bestellung aufgeführt war, hatte sich Patricia für schwarze High Heels entschieden. Wo der Unterschied zwischen mitternachtsblau und schwarz war, traute Hannes sich nicht zu fragen. Alptraum 2.0 ging in die Verlängerung.

Das Mitternachtsblaue Kleid wurde nochmals abgesteckt und hier und da gezupft und gezogen. Soweit war es nun in seiner absoluten Vollendung. Nun ging es an die Schärpe. Gleiches nochmal: Abstecken, zupfen und ziehen. Hannes sah nur noch Patricia in diesem Traum von Kleid. Er musste es ja nicht bezahlen! Wo war überhaupt dieses Preislimit? Alptraum 3.0.
Die Imaginäre Rechnung war vom Einfamilienhaus über Reihenhaus Siedlung und nun bei einem Stadtviertel angelangt.

Wie in Trance folgte er einer Schar von Frauen zur Kasse. „21800 France, Madame Lefévre.“ Hörte er die Verkäuferin sagen. Hannes rechnete im Kopf,: 6500 Mark für ein Paar Schuhe, einen Hut und Kleid. Patricia zahlte freudig mit der Kreditkarte – es war ihr gemeinsames Konto.
„Erde an Monsieur, wir sind fertig.“ „Oui, Madame. Ich war kurz in der Galaxie M31.“ Die sechs Frauen schauten ihn an, als ob er unter Drogen stehen würde.
„Madame, dürfte ich bei diesem astronomischen Preis fragen, was die mitternachtsblaue Garderobe von meiner Frau kostet?“ „Natürlich, Monsieur. So wie Ihre Frau das Kleid haben möchte, sind wir bei 38000 France.“ „Ist dieses noch in dem uns unbekannten Kreditlimit?“ „Absolut!“
„Au revoir, Madame.“

Auf der Rückfahrt vom 1. Arrondissement zum Hôtel Eiffel Trocadéro im 16. Arrondissement hatte Patricia ihren Kopf auf seiner rechten Schulter liegen. Sie hielt seine Hand fest und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Ma Chérie, ich bin glücklich. Ich bin stolz auf dich, du hast dich sehr tapfer in der Boutique gehalten. Je t’aime.“ „Prinzessin, mein Hirn dampft vom denken! Wer um alles in der Welt, ist der Geldgeber für dein Kleid und meinen Smoking?“ „Es wird der Zeitpunkt kommen, wo wir es erfahren werden.“ „Ivette, weißt du irgend etwas?“ „Non. Ich wurde von Madame Dupont für euch bis zum 16. Juni gebucht. Ich weiß nur die Fahrten, die ich mit euch machen werde: Zum Außenministerium, zum Élysée-Palast und am Sonntag zum Staatsbankett.“ „WAS!?“ Kam es gleichzeitig von beiden aus dem Fond. Ivette grinste in den Rückspiegel. „Ich denke, ihr wisst vieles nicht, was euch noch erwartet. Ich finde es toll. Ich habe solche Fahrgäste wie euch beide noch nicht gefahren. Ihr seid dermaßen cool, nett und sympathisch. Gibt es sehr selten.“ „Merci beaucoup. Du bist auch cool. Dürfen wir dich zum Essen einladen? Oder lässt dies dein Fahrplan nicht zu?“ „Wow. Danke. Wie schon gesagt, ich war heute nur für dich gebucht. Ich sag nur meinem Vater bescheid, damit er weiß wo das Auto ist.“ „Ist es eure Firma?“ Fragte Hannes.
„Ja. Mein Großvater hatte mit einem Taxi angefangen. Es wurden später 35 Taxen. Mein Vater und ich leiten seit fünf Jahren die Firma. Wir haben alles umstrukturiert und nun sechs solcher Autos. Der Markt ist kaputt und ständig Probleme mit den Fahrer. Gute Fahrer sind sehr selten. Ich wollte nie Taxi fahren. Im Studium hatte ich bei meinem Großvater gejobbt, dann kam der plötzliche Tod von ihm und so fahre ich nun Taxi.“ „Na ja, ein Mercedes S500 ist schon etwas mehr als ein Taxi“ gab Hannes als Antwort.

Patricia bestellte an der Rezeption Fischplatten und Weißwein auf Zimmer 421.
Auf dem Balkon konnte man besser reden, als im Restaurant.
„Wow! Was für ein Zimmer! Ich kenne in dem Hotel nur die Lobby und das Restaurant. Das hier ist chic! Genießt diese Zeit zusammen“ sagte Ivette beim eintreten in die Suite.

Hannes öffnete seinen Koffer um Patricia das Zaumzeug für Sangkhum zu zeigen und Ivette sah den Aufkleber „Diplomatengepäck“. „Dein Aufkleber auf dem Koffer könnte an einigen Flughäfen für Problem sorgen.“
Hannes schüttelte den Kopf. „Ivette, dies ist kein Aufkleber. Der Aufdruck ist eingebrannt. Wir beide haben einen diplomatischen Status.“ Ivette sah geschockt zu Patricia. „Ja. Ist so. Hannes erzählt dir keinen Unsinn. Wir wohnen in Thailand und arbeiten in Kambodscha. Der Grenzübertritt war oft ganz schön nervend. Wir beide arbeiten auch für die UN. Aber lassen wir das jetzt. Lasst uns den Wein genießen.“

In den Gesprächen stellte sich heraus, dass Ivette zwei Jahre älter war als sie beide. Es waren angenehme Themen an diesem Abend. Natürlich kam aus Neugierde von Ivette auch Kambodscha und Thailand zur Sprache.
Ivette erzählte von einigen ihrer Fahrgäste. Von Schauspieler, Künstler und Models, die vor der Kamera lächeln, ohne Kameras die Menschen in ihrem Umfeld aber wie Dreck behandeln.
„Es gibt auch sehr nette Stars die mit einem reden oder sehr großzügiges Trinkgeld geben. Meist haben all die neuen Stars Allüren an sich, dass du nur noch kotzen möchtest. Die alten Stars, die von ganz unten angefangen haben, oder dort wieder waren, sind die besten Kunden. Freundlich, nett, höflich. Eigentlich ganz normale Leute.“
„Ivette, würdest du am Samstag nach Beauvais fahren und einen Freund von uns abholen? Was würde mich diese Fahrt kosten?“
Patricia wusste an wen Hannes dachte. Ivette sah ihn fragend an. So erzählte er ihr von der Freundschaft zu Claude.
„Wegen unserer Freundschaft. Er hatte kein schönes Elternhaus. Ich möchte ihm auch etwas Gutes tun.“ „Wow! Du bist sehr menschlich! Dann wunderst du dich, dass du den Ordre national du Mérite bekommst? Ich mache es für euch umsonst. Ehrlich. Ihr seid so tolle Menschen. Lasst uns am Donnerstag eine Stadtrundfahrt machen, am Wochenende ist Paris mit Touristen vollgestopft. Ist das in Ordnung für euch?“ „Ist es. Liebes, plane für am Wochenende mal eine Location ein, in der ein Billardtisch steht. Ich kenne meine beiden Männer. Du bist natürlich auch Eingeladen.“

Am Mittwoch wurden beide erst wach, als der Zimmerservice klopfte. Die Dame entschuldigte mehrmals bei ihnen, sie würde später noch einmal vorbei kommen. Patricia sagte ihr, dass dies heute nicht nötig sei.

Zu Mittag aßen sie Fisch auf dem schönen Balkon. Mit einer Flasche Weißwein genossen beide die Wärme auf dem Balkon.
„Ich sollte Claude man anrufen und ihm sagen, dass er sich am Wochenende nichts vornimmt.“ Patricia nickte. „Ich hätte nie gedacht, dass ihr beide euch mal so nah stehen würdet. Claude hat sich gegenüber der Schule sehr verändert. Denke, dass dies auch viel an dir liegt. Ich bin froh über eure Freundschaft, auch die Freundschaft zu Cosima, Jasmine oder Yvonne finde ich toll. Ich rufe Yvonne an. Ich möchte auch mit ihr wieder reden.“

„Willst du mich verarschen?!“ Waren die Worte von Claude, als Hannes den Grund von seinem Anruf nannte. „Nein! Wir sind in Paris und ich möchte mit dir Billard spielen. Ich schick doch nur ein Taxi zu dir.“ „Du bist schon eine verrückte d
Deutsche Kartoffel! Ich kann auch die 80 Kilometer mit dem Zug kommen.“
„Claude, nochmals, Nein! Ein Taxi kommt dich abholen. Ein Zimmer besorge ich dir auch noch. Wir sehen uns am Samstag in Paris.“

An der Rezeption fragte Hannes nach einem Zimmer und war auf einen Betrag in exorbitanter Höhe eingestellt. Zu seiner Verwunderung war ein Zimmer in dem Hotel gar nicht so teuer. Die Madame an der Rezeption gab ihm noch einige Rabatte. So war das Wochenende schon mal geplant.
Als er in die Suite kam, war Patricia noch mit Yvonne am telefonieren. Beim Glas Wein hörte er mit einem Ohr zu und genoss diesen Tag. Patricia reichte ihm das Telefon und er sprach auch noch lange mit Yvonne. Im Hintergrund hörte er Louise spielen, sie war nun zweieinhalb Jahre alt. Wie die Zeit verging. Yvonne studierte nach der Babypause weiter an der Universität in Dijon Medizin und würde nächste Woche zu ihnen nach Paris kommen und selbstverständlich Louise mitbringen.

Es klopfte an der Tür, ein Page brachte den Smoking. Patricia betrachtete den Anzug und war hin und weg. „Zieh an. Zieh ihn an!“ „Es reicht, wenn ich das Ding nächsten Mittwoch anziehen muss.“ „Das Ding! Zieh ihn bitte an. Bitte, bitte, bitte, bi…“ „Ja! Ich zieh ihn an.“
Patricia zupfte hier und da an ihm herum. Das Hemd nicht zu weit in die Hose, die Hose nicht zu weit hoch, die Ärmel  etwas aus dem Jackett. Endlich war sie zufrieden. Sie hüpfte wie ein Flummi vor ihm herum. „Oui, oui, oui. C’est chic!“ „Ich kommen mir vor wie ein Pinguin.“
„Pinguin? Boeuf stupide! Du bist unglaublich elegant und sexy. Uhhhhhh. Du machst mich ganz wuschig. Ich muss noch mal Mama anrufen. Das muss ich ihr erzählen. Uhhhhhh.“ „Meine Güte, dass ist ein schwarzer Anzug.“ „Monsieur, dies ist ein Smoking in ozeanblau.“ „Was schwarz alles für Namen hat!“

Patricia erzählte ihrer Mutter nun bis ist kleinste, wie dieser Smoking aussah, wie elegant und sexy Hannes aussah, wie wuschig sie beim Anblick dessen wurde. Dies alles erzählte sie hüpfend auf dem Balkon.

Am Donnerstag um 10 Uhr klingelte das Haustelefon. Die Fahrerin sei da. „Très bien. Sie soll bitte hoch kommen“ waren die Worte von Patricia.
Ivette musste jetzt auch den ozeanblauen Smoking sehen. „Wow! Chic. Ich hätte da eine Idee, wir machen eine VIP Stadtrundfahrt. Hannes im Smoking und du in deinem roten Kleid.“ „Wie VIP Stadtrundfahrt?“„…Lass dich überraschen. In dem Smoking siehst du aus wie ein Star. Kommt, ich mache mit euch eine Stadtrundfahrt wie ihr sie niemals wieder bekommen werdet.“
Hannes schaute etwas zerknirscht die beiden Frauen an. „Jetzt komm! Sonst fahr ich deinen Freund nicht abholen.“ „Du Biest.“

Nach einer guten halben Stunde betraten Patricia und Hannes die Lobby vom Hôtel Eiffel Trocadéro, gefolgt von allen Blicken der Gäste und Angestellten gingen sie auf den Ausgang zu.
Ivette hielt Patricia die Tür von der Limousine auf und verbeugte sich leicht. Hannes war im Begriff die Tür auf der anderen Seite des Wagens zu öffnen. „Wage dich nicht! Du bist ein Star!“

Ivette fuhr los. „So, ihr lieben, nun zeige ich euch was ich kann. Wir fangen im Louvre an. Geht mal davon aus, dass ihr Morgen schon in den Boulevard Blätter dieser Welt abgebildet seid.“
Ivette fuhr auf die Sperrfläche vom dem Museum. „Dies ist der Vorteil von einem Mercedes S500. Da kann ich so etwas schon mal machen.“
Die schwarze Limousine rollte ganz langsam über den Vorplatz von dem Museum auf den Eingang zu. Touristen drehten sich schon zu dem Wagen um. Ivette öffnete wieder mit einer leichten Verbeugung die Tür. „Madame Lefévre.“ Mit einer leichten Handbewegung zeigte sie auf den Eingang. Bei Hannes machte sie das gleiche.
Ivette ging zum Eingang und stellte im perfekten Englisch die Herrschaften Lefévre und sich als Bodyguard der Herrschaften an der Kasse vor. Im Übereifer winkte der junge Mann die Gäste durch.
Ivette ging immer ein paar Schritte hinter ihnen durch die Hallen vom Louvre. Touristen drehten sich um, um heimlich oder ganz offensiv Fotos von den Besucher zu machen. Ivette stellte sich immer so gekonnt, dass die Kameras freien Blick hatten.

Die Kunstwerke im Louvre waren mitunter schon gewaltig! Manches verstanden alle drei nicht, wo dort Kunst zu erkennen sei. Trotzdem gilt der Louvre als eines der bekanntesten Museen der Welt und beherbergt das wohl berühmteste Gemälde dieser Welt: Die Mona Lisa von Leonardo Da Vinci.
Vor der Mona Lisa stehend sagte Hannes ganz unverblümt. „Also Prinzessin, mir gefällt das Bild von Peter besser. Die ist ein Kunstwerk in seiner nicht vollendeten Vollkommenheit.“ Patricia nickte und sie erzählte Ivette von diesem unglaublich schönen Bild von ihr.

Nach zwei Stunden Kunst Betrachtung und Tausende Fotos von ihnen, verließen sie die Bühne der Öffentlichkeit.
Ivette fuhr zum Arc de Triomphe de l’Étoile auf der Place de l’Étoile oberhalb der Champs-Élysées. Auch dort wieder großes aufsehen, als die Limousine unweit vom Arc de Triomphe hielt.
Der größte Torbogen der Welt so nah zu sehen, war schon ein schönes Gefühl. „Napoleon gab den Bau 1806 in Auftrag, um seinen Sieg in der Schlacht von Austerlitz in Stein zu meißeln. Unter dem 50 Meter hohen Bauwerk befindet sich die Gedenkstätte “Grab des unbekannten Soldaten”, die an die Kriegstoten des Ersten Weltkriegs erinnern soll, die niemals identifiziert wurden.“ Erzählte Ivette ihnen, als sie um dieses Bauwerk gingen.

Auf der Fahrt zu Notre-Dame erzählte Hannes ihr von den vielen Toten in Kambodscha, die auch niemals identifiziert wurden.

Die Kathedrale Notre-Dame ist ein wunderschönes Bauwerk, mit dessen Bau im 12. Jahrhundert begonnen wurde und erst 200 Jahre später fertig gestellt war. Die Fensterrosen in den bunten Kirchenfenstern erinnerten sofort an Fréjus. „Tausend Farben sind auch ein rot.“ „Oui, ma Chérie.“ Patricia erzählte Ivette von dem wunderschönen Haus in Fréjus und das sie in Thailand einiges aus diesem Haus nachgebaut haben.
„Und ich dachte, ich zeige euch etwas einmaliges“ kam es leicht resigniert von Ivette. „Liebes, dass tust du. Nur hatten wir vor vier Jahren dieses Glück Peter zu treffen. Nichts auf dieser Welt kann diesem kleinen Haus gerecht werden – selbst Notre-Dame nicht!“

Nun fuhr Ivette noch zum Panthéon. Ursprünglich wurde es zwischen 1764 und 1790 als Kirche erbaut, doch seit der Französischen Revolution dient das Panthéon als Ruhmes- und Begräbnisstätte verschiedener französischer Berühmtheiten. Zu den bekanntesten gehören der Philosoph Voltaire, die Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau, Alexandre Dumas und Victor Hugo sowie die bedeutensde Physikerin und Nobelpreisträgerin Marie Skłodowska Curie.
Eines der Highlights im inneren des Panthéons ist das Foucaultsche Pendel das die Erdrotation nachweist. „Ach schau, deine Erdrotation.“ Dabei gab Patricia ihm einen Kuss.
Zum Abschluss fuhr Ivette noch zum Jardin du Luxembourg Park. Ganz nach der Etikette legte Patricia ihren Arm auf den von Hannes und im majestätischen Schritt gingen sie durch diese Parkanlage. Ivette gab weiter den Bodyguard zum besten. Natürlich wurden auch dort wieder Fotos von den VIP Stars aus Thionville und dem Naheland gemacht.

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