3 Darulaman Road Kabul

Teil III Kapitel 3

Darulaman Road Kabul

„Ich wollte immer diese Welt etwas besser machen. Menschen helfen. Perspektive geben….mir wurde sie genommen!“

Samstag 13. Januar

Emily kam zu ihm in sein Büro. Noch herrschte ein geordnetes Chaos in den zwei Räumen. Vier Arbeiter bauten oder stellten alles so, wie Hannes und Samuel es wollten. Emily wollte die Krankenstation mit Medikamente und Zubehör weiter Einrichten und Auffüllen, was bei der Lieferung noch nicht mit gekommen war. Halim, der Hausmeister, sollte mit ihr doch bitte in die Stadt fahren und alles besorgen was gebraucht würde. „Halim sei unterwegs, Marco sagte ich soll zu dir kommen.“ „Also gut, fahre ich eben.“

Im Land Rover Armoured schaute sich Sabine um und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. So viele Knöpfe, Schalter und Kameras waren im Innern des Fahrzeugs. „Wozu dient dieser rote Knopf auf der Mittelkonsole?“ Fragt sie. „Das ist die Feuerlöschanlage.“ Hannes erklärt ihr das dieses Fahrzeug ein gepanzertes Spezialfahrzeug sei. Mit vierfach Sicherheitsglas, einer Kevlar Panzerung versehen, knapp 600 PS hat und ca. 450000 Euro kostete. „Das ist ja wie bei James Bond, ein schusssicheres Auto.“ „Na ja, Schusssicher gibt es in dem Sinn nicht, es hat schon etwas Sicherheit, nur Raketen hält die Kiste nicht aus. Wenn jemand einen 15-Kilo-Sprengsatz in drei Meter Entfernung zünden sollte, würden wir dies überleben. Einen Gasangriff ebenso, dank bordeigener Sauerstoffvorräte.“ „Wow!“ „…Wir hatten eine vierwöchige Spezialausbildung zum fahren dieser Monster in England machen müssen. Rammen von Fahrzeugen bei Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h. Abdrängen und immer in Bewegung bleiben, ausweichen bei den unterschiedlichsten Geschwindigkeiten. Mit einem über vier Tonnen schweren Auto das bei zu starkem lenken wie eine Schiffschaukel hin und her geht gar nicht so einfach. Vollgas rückwärts über die Bordeigene Kamera um Hindernisse herum fahren. Solche Dinge eben.“

Im dem ganzen Verkehrschaos in Kabul und von dem ständigen hupen und dröhnen hörte man in dem Auto so gut wie nichts. Bei einer solchen Panzerung auch kein Wunder. Links und rechts der Straßen wurden Waren aller Art verkauft. Das Leben und der Markt in Kabul fand auf der Straße statt. Die Menschen die mehr Geld hatten gingen in die großen klimatisierten und schöne Einkaufszentren. Kabul bestand aus einem Gewirr Straßen und Gassen. In vielen Seitenstraßen lagen Schuttberge oder man sah Häuser die zerstört waren. Nach über einer Stunde fahrt in dem Verkehrschaos erreichten sie im Stadtteil Pull Hasan Khan eine Apotheke die der Größe entsprach, um die Wünsche von Emily zu erfüllen.

Emily erklären dem Apotheker was sie brauchte und möchte. Nach so einigen ratlosen Blicken seitens des Apothekers machte Emily sich selbst auf die Suche nach den gewünschten Sachen. Sie zog Schubladen auf, öffnete Türen und Schränke und so langsam füllte sich die Theke mit immer mehr Schachtel, Flaschen und Verbandszeug in allen Größen und Formen. Was nach und nach auf der Theke lag, sollte der Apotheker notieren und ständig auf Vorrat haben. Sie gab dem Mann noch die Adresse und Telefonnummer vom Hotel.

Nach dem Einkauf ging es zurück in die Darulaman Road. Hannes wollte Sabine noch eines der großen Kaufhäuser zeigen, da es aber schön langsam dunkel wurde, verschob er seine Gedanken. Das fahren an sich war schon nicht einfach in diesem Land, man musste auf alles gefasst sein. Nicht nur das selbst in der Dämmerung viele Autos ohne Licht fuhren, auch wie gefahren wurde! Regeln gab es zwar, aber es hielt sich aber keiner daran. Dieser Verkehr konnte man mit Westeuropa gar nicht vergleichen. Dann immer die Angst vor irgend einem Anschlag welcher Art auch immer. Auch wenn die Fahrzeuge nur Schwarz waren, fielen diese großen bulligen Autos im normalen Straßenverkehr von Afghanistan auf. Da gerade Ausländer oft entführt wurden, war es auch nicht ganz einfach mal eben so durch die Stadt zu gehen. Dies allein sind schon Situationen die vielen Menschen in Europa gar nicht bewusst waren. An der Adresse angekommen schaute Hannes erst einmal einige Meter die Straße entlang. Was parkte für ein Auto dort oder waren Fußgänger im Bereich der Einfahrt. All solche Dinge musste er in Bruchteilen von Sekunden sehen. Erst dann konnte er den Signalknopf im Auto drücken, damit die Torwache das Tor öffnete. Er fuhr den Wagen in den riesigen Innenhof der Anlage über die große ovale Runde um den Springbrunnen und blieb vor dem Eingang stehen, damit Helfer den Einkauf auf die Krankenstation bringen konnten.

Hannes ging in sein Büro, in dem sich das Chaos langsam lichtete. Er checkte einen Teil von E-Mail und organisierte die großen Magnettafeln mit den unterschiedlichsten Informationen von Botschaften und Sicherheitsbehörden aus nahe zu allen Ländern der Welt, die PRT’s in Afghanistan unterhielten. Diese Provincial Reconstruction Teams sind in allen Provinzen Afghanistans operierende militärische Einheiten, deren Auftrag es ist, den Wiederaufbau der Infrastruktur zu unterstützen und zu schützen. Noch sahen die großen Karten an der Wand mit ihren blauen, roten, gelben oder grünen Punkten überschaubar aus. Nach einem viertel von all den Mails lesen und zu ordnen, hatte er für diesen Tag keine Lust mehr. Eskalierende Situation in der Provinz Fararh oder Nimrus, neue Minenfelder bei Laschkar Gah oder Terrorwarnung in Masar-e Scharif. Seit er diesen Job machte, sah, las und hörte er nur noch die Abgründe der Menschheit. Krieg, Terror und Tod. Täglich!

Für heute wollte er nichts mehr davon wissen und beschloss mit einer Dose Bier sich auf die Veranda des Hotels zu setzten. Das Wasser von dem großen Springbrunnen war beruhigend für ihn. Wasser! Was hatte er mit diesem Element wunderbare Erinnerungen an Kambodscha. Er musste schmunzeln bei dem Projekt mit dem Wasserrad im Kampang Rou. Was hatte er damals für wunderbare Menschen um sich. Heute sind es Menschen mit Pistolen und Gewehren die in Sekundenschnelle Menschen töten konnten.

Der Lärm der Stadt, kam über die Hohe Mauer kaum im Innenhof an. Versunken in all seinen Gedanken dachte an seine Patricia. Sie fehlte im schon sehr. Ihr zierlicher Körper, ihr Geruch, ihre quirlige und doch bestimmende Art. Sabine kam auf die Veranda. „Darf ich dich etwas fragen?“ „Natürlich.“ „Wie war deine Frau?“ „Wie war sie…? Mit Neunzehn hatten wir uns kennengelernt. Beim zelten an einem Stausee im Saarland. Sie kam aus Lothringen. Ich hatte eine bescheuerte Idee, ein Lagerfeuer an der Côte d’Azur zu machen. Erst waren unsere Cliquen begeistert, am nächsten Tag sind wir beide alleine gefahren. Ich hatte auf dieser Reise die Liebe meines Lebens getroffen. An ihrem Neunzehnten Geburtstag kam die Feuerwehr mit einer Drehleiter in die Einfahrt vom ihrem Elternhaus gefahren. Ein zwanzig Meter langer Banner hing an der Leiter, auf dem meine Liebeserklärung stand.

L’amour est comme l’autoroute

Elle monte et descend.

A propos des ponts

gauche et droite

mais toujours sur le but aussi

Je t’aime

Die Liebe ist wie die Autobahn

Sie geht hoch und runter

Über Brücken

Links und recht.

Aber immer auf das Ziel zu.

Ich liebe dich.

Ich wusste erst kurz vorher, dass sie Leukämie hatte. Anfang 1990 ging ich mit ihr nach Kambodscha. Dort haben wir zehn Jahre unseren Traum von Bildung für Kinder umgesetzt. Was ich nur dachte, hat sie angepackt. Es war Liebe, wie ich sie vielleicht nie wieder erleben werde. Jeder Tag, jeder Atemzug war ein anderer. Sie war so voller Leben, voller Liebe.Der Krebs hat sie mir genommen.“ Sabine hielt seine Hand „…Nach ihrem Tod wusste ich nicht was ich machen sollte. Unser Haus in Thailand war leer. Kein Leben mehr. Ich hatte oft tagelang nur in einer Ecke gesessen und konnte mich vor Schmerz nicht mehr bewegen. Dann ging ich nach Frankreich zurück. Über Patricia hatte ich dort einige Freunde gefunden. Sie alle waren für mich da, kümmerten sich liebevoll um mich und trotzdem war ich nur noch leer! Kein Antrieb mehr. Wofür auch? Hattie kam zu mir, bot mir Jobs und Aufträge an, die ich mir aussuchen konnte. So ging ich in den USA. Malcolm Evans tat alles für mich, damit ich wieder ein Mensch wurde. Wir flogen von Virginia nach Maine zum Angeln oder gingen in den Wäldern von Québec tagelang wandern. Er wollte mich umbringen in der Zentrale als Einsatzleiter haben. Büroarbeit ist nicht meine Welt, ich muss raus. So ging ich in den Einsatz, an die Front, dort wo es sehr oft brannte! Marcel wurde zu meinem Schatten. Im Urlaub war ich mit Marcel im Sudan und Burkina Faso und bauten kleine Schulprojekt auf.“

Sabine sah ihn beim letzten Satz mit großen Augen an. „Ja. Ein unglaublich guter Scharfschütze und ein Weltverbesserer brachten Kinder lesen und schreiben bei. Durch frühere Kontakte zu Hilfsorganisationen konnten wir viele Projekte machen. Trotz dieser Liebe zu Kinder und meinen Wunsch für Bildung und Aufklärung fehlte mir Patricia. Sie sagte immer, ich könnte so vieles, also könnte ich auch Kinder unterrichten. Am Tag brachte ich den Kindern das bei, was ich bei Patricia gelernt hatte. Nachts weinte ich bis in die frühen Morgenstunden. Also ging es weiter in andere Länder, für andere Aufgaben. Ich hätte ins Paradies gehen können und wäre nicht glücklich gewesen.“

Sabine weinte bei seinen Worten „…Ich wollte immer diese Welt etwas besser machen. Menschen helfen. Perspektive geben. Mir wurde sie genommen! Ich hatte nur noch gearbeitet um nicht an sie zu denken und war zu oft in Lebensgefahr. Es war mir schließlich egal ob ich lebe oder sterbe. Im Sudan war Bürgerkrieg und überall Menschen auf der Flucht vor eben jener Miliz. Tode und verstümmelte Kinder, Frauen und Männer lagen an den Straßen, in Kirchen oder Dörfer. Nachts wurden ganze Ortschaften gebrandschatzt. Es war wie bei der Apokalypse. Bei Wad Madani befreite ich ein Mädchen, dass von drei Männer der Miliz verschleppt werden sollte. Sabine, ich bin kein guter Schütze, trotzdem hatte ich diese drei Männer erschossen. Ja, ich hatte sie regelrecht hingerichtet! Ich brachte das Mädchen, mit seinen vielleicht 14 Jahren und ihrem Kleinkind von ungefähr acht Monate zu uns ins Camp. Emily, Franica und Haylie hatten dort für Médecins Sans Frontières gearbeitet. Im Hospital wurde das Mädchen und ihr Kind sofort mit Elektrolyt Lösungen versorgt. Das Kind war so dünn man sah jeden einzelnen Knochen an diesem kleinen Wesen! Selbst die Mutter, die auch noch ein Kind war, war nicht viel mehr als Haut und Knochen. Tage vergingen und so langsam erholten sich beide von all den Strapazen. Nach drei Wochen verließ die junge Mutter mit ihrem Kind das Hospital. Sie war auf der Suche nach ihren Verwandten. Als ich von einer Einsatzfahrt zurück kam, war sie nicht mehr da.“ „Mein Gott“ „Bonnie Banks überreichte mir einen Zettel.“ „Bonnie? Die auch zum Team gehört?“ „Ja. Du wirst sie noch treffen. Sie und Franica sind noch auf Heimaturlaub, kommen erst in vier Wochen nach Kabul.“

Hannes zog aus seiner Brieftasche ein kleines Stück Papier auf dem in Kinderschrift „Merci mon Sauveur“ ,“Danke mein Retter“, stand. Er weinte. „…Dieses kleine Kind mit dem Neugeborenen auf dem Arm machte sich auf den Weg in eine Zukunft, die beide nie haben werden.“ Sabine liefen die Tränen über die Wangen. „Mein Gott! Hannes…!“ „Nun sitze ich hier in Afghanistan und bin von meinem Traum um Lichtjahre entfernt.“

Montag,15. Januar. 10.15 Uhr

Im Büro von Hannes war schon deutlich geordneter als noch vor Tagen. Nach der morgendlichen Besprechung machten Oliver und Marcel sich daran, weiter die Werkstatt zu organisieren. Zwei Lkw mit jeweils einem 20″ Seecontainer trafen nach dem Frühstück ein. Alles an Material, Ölen und Reifen musste untergebracht werden. Trotz des Weltweiten 24 Stunden Service der Firma, die die Fahrzeuge aufbaute und panzerte, war jedes Bauteil der Fahrzeuge nun zweimal Vorhanden. Die zwei Container hatten einen Warenwert von fast 3 Millionen US-Dollar. Eine komplette Autowerkstatt der Extraklasse stand hinter einer Mauer in der Darulaman Road. Bei Dreißig Fahrzeugen und in diesem Einsatzgebiet brauchte man dies schließlich auch. Die Mobilität musste immer gewährleistet sein.

Emily und Sabine machten sich mit Helfer daran, die Krankenstation weiter einzurichten. Dafür waren Zwölf Räume im Neugebauten Anbau vom Hotel im Erdgeschoss, hinter dem großen Speisesaal und hinten rechts nach den zwei Büros von Hannes, vorgesehen. Ein kompletter Raum mit sogar einer begehbaren Kühlzelle war als Lager für alles an Medizinischen Dingen gedacht. Vom Pflaster bis zur Blutkonserve. Diese in allen erdenklichen Blutgruppen. Weltweit ist die Blutgruppe 0 am häufigsten anzutreffen, trotzdem ist die Verteilung der vier Blutgruppen in einigen Regionen der Welt unterschiedlich. So kommen in bestimmten Gebieten Asiens die Blutgruppe B am häufigsten vor, in Europa ist es die Blutgruppe A. In zwei großen Räume war der Op Bereich mit Röntgengerät, stationäres,- wie auch mobiles EKG Gerät und anderem Inventar. In diesem Flügel wurde ein kleines Krankenhaus mit unglaublich viel Technik eingerichtet oder in den nächsten Tagen fertig gestellt. Vier Monteure aus den USA bauten die letzten Geräte ein. Ein Büro, Stationszimmer und sieben Krankenzimmer gehörten zu diesem kleinen Krankenhaus.

Fünf afghanische Helfer, fingen nach den Vorgaben von Hannes an, die Zimmer im Hotel umzustellen, die zur Straßenseite lagen. Hannes sagte zu seinen fünf Helfer „Ich verstehe nicht, warum kein Security Operator schon von Anfang an hier dabei war? Jetzt, wo in dem Haus so gut wie alles fertig ist, fangen wir an die Möbel umzustellen. Das ist doch alles nur Kindergarten!“ Auf die ratlosen Gesichter blickend, erklärte er ihnen den Grund für das Umstellen der Möbel in den zur Straße gelegenen Zimmer. Selbst wenn das Gebäude hinter hohen Mauern war und auch noch gute Zwanzig Meter von der Straße entfernt, reicht es an Sicherheitsabstand bei einer Detonation nicht aus. Also wurden in den Zimmern die zur Straße waren die Betten an die gegenüber liegende Wand und die Schränke auf die anderen Seite aufgestellt. Spiegelschutzfolie wurde an den Fenstern angebracht, damit das Glas bei einer Detonation nicht in die Räume flog. Es nützten nicht nur hohe Mauern und gepanzerte Fahrzeuge zu haben, auch in dem Gebäude musste der Größtmögliche Schutz gewährleistet werden.

Am späten Nachmittag waren die zwei Container leer. In zwei Tagen wäre die Werkstatt so eingerichtet, wie es Sinnvoll erschien. Die Helfer für die Krankenstation bräuchte Emily drei Tage länger. Samuel würde nach dem die zwei Räume für Hannes fertig waren, ihr die Computer und Kommunikation anschließen und installieren.

Am Abend saß das Team bei Hannes im Konferenzraum und schaute Fernsehen. Der Afghanische Sender zeigt in den Nachrichten Anschläge auf Kanadische Soldaten bei Herat mit drei Tote und vier Verletzten. Bei diesen Bilder wurde es ihm warm und kalt. Er verließ den Raum und ging auf die Veranda eine rauchen. In einem der roten Sessel saß er Gedankenverloren, hatte auf einem anderen Sessel seine Beine liegen, schaute in dieses grün an Bäume, Büsche und die vielen Farben der Blumen. Durch die sanfte Beleuchtung der ganzen Anlage und Park, schien dieser Ort so friedlich. Das Wasser vom Springbrunnen gab dem Moment sogar etwas an Romantik. Dreißig Meter nach rechts sah er die große Mauer in Ocker und gebratenem Umbra gestrichen. Ein Blumenmeer, Gras und Dattelbäume kaschieren das Chaos und die Angst auf der anderen Seite der Mauer. Dort war die Realität von dreißig Jahren Krieg und Fünf Jahre Taliban Herrschaft zu sehen und zu spüren.

Sabine kam zu ihm und setzte sich im gegenüber „Hannes…?“ „Ja“ „Was du mir gestern Abend erzählt hast, hat mich die ganze Nacht beschädigt. Es ging mir so zu Herzen, dass ich viel geweint habe. Was du schon alles gesehen und erlebt hast, tut mir nur vom hören schon in der Seele weh! Was ich auf der Uni gelernt habe, hat nichts mit dem zu tun, was ich hier erfahre. Ich begreife hier erst wie nah all dieser Terror ist. Wie geht man mit solchen Bilder und Erlebnisse um? Darf ich dir diese Frage stellen? Bist immerhin mein Chef. Ich möchte dir nicht zu nahe treten.“ „Natürlich kannst du mir diese Frage stellen. Zum anderen, sehe ich mich nicht als Chef. Wir sind ein Team und in diesem funktionieren wir auch nur auf einer Ebene. Wie ich damit umgehe? Frag Marcel, wie er damit umgeht.“ Sie schaute ihn Ratlos an. „Also, Wie geht man mit solchen Bilder um? Es ist etwas anderes, als wenn man Nachrichten sieht, die so nah sind. Nicht so, als wenn man in Deutschland auf dem Sofa sitzt und die Tagesschau sieht. Hier riechst du sogar den Tod, den Staub der Bomben. Die Angst ist jeden Tag, jede Stunde, ja sogar jede Sekunde spürbar. Es zehrt an einem. Gerade wir Ausländer müssen noch viel mehr auf alles achten. Überall kann eine Bombe explodieren. Ein Kind kann sich vor deinen Augen in die Luft sprengen und du hast keine Chance etwas dagegen zu tun. Das Leben kann im nächsten Atemzug schon vorbei sein. Ist man Lebensmüde wenn man freiwillig in ein solches Land geht? Wenn ich dies wäre, wäre ich nicht der Sicherheitschef. Ich habe die Verantwortung für euch, für dieses Haus und für alle Personen die noch kommen. Ingenieure, Journalisten, Personenschützer. Nun muss morgen zum Beispiel eine Gruppe Journalisten nach Herat, wie gehe ich damit um? Sage ich nein, noch zu gefährlich oder Sicherheitslage zu unübersichtlich, bin ich zwischen meinem Verstand und deren Redakteure und Auftrag.

Nachrichten müssen immer schlimmer werden. Du hast eben den Beitrag im Fernsehen gesehen, morgen kommt eine Nachricht aus Nigeria, dass dort eine Schule mit hundert Kinder bombardiert wurde. Übermorgen ein Mord in Venezuela. Die Menschen werden mit all diesen Nachrichten bombardiert und schauen nach der Tagesschau den Musikanden Stadel. Warum muss überhaupt so viel über Terror berichtet werden? Die Medien geben dem Terror doch eine Weltweite Bühne.“

Sabiene sah ihn nachdenklich an. „Ich versuche alles Menschenmögliche zu tun, damit niemand etwas passiert. Lese Meldungen von Behörden, Botschaften, Militärs und sogar Geheimdiensten, wie wo welche Terrorgefahr ist oder sein kann. Sicherheit für Menschen steht bei mir ganz oben. Da ich dies aber permanent gar nicht kann, sind die besten Scharfschützen dieser Welt hier. Dies gibt mir zum Teil Sicherheit. Bei einem Bombenanschlag sind die aber genau so machtlos. Ein Personenschützer ist der Schatten von einem Journalisten oder Ingenieur. Trotzdem können auch sie niemals ausschließen, in Sicherheit zu sein. Du kannst nicht in jeden Mülleimer schauen und auch nicht jede Person kontrollieren die zehn Meter von dir entfernt steht. Diese Angst ist immer da. Gerade bei den Personenschützer ist dies eine unglaubliche mentale Belastung.“ „Ich habe dies noch nie so gesehen.“ „Warum auch? Deine Bewerbung für diesen Job ist gut. Nur ist zwischen dem, was du aus dem Fernsehen oder Internet kennst, nicht die Realität die hundert Meter vor dir eine Bombe zündet.“ „Ja, dass habe ich nur nach den paar Tagen schon erlebt. Ich konnte es mir vorstellen, mehr auch nicht. Wie können die Menschen hier leben? Bei allem was sie tun, könnte es das letzte sein!“ „Ich weiß es nicht! Leben sie oder existieren sie nur? Da solltest du wirklich mal mit jemand aus Afghanistan reden. Würde mich auch interessieren. Wer dreißig Jahre Krieg erlebt, denkt vielleicht gar nicht mehr so weit. Heute überlebt, etwas gegessen und Arbeit gehabt, deine Familie und Haus ist noch da, war doch ein super Tag! Mal sehen, was morgen kommt.“

Hannes zog an seiner Zigarette „…Trotz der ganzen Sicherheit, Ausbildung und Erfahrung kann auch mein Leben nach oder sogar bei diesem Gespräch zu Ende sein. Was dann? Wird meinen Eltern dann mitgeteilt, dass ihr Sohn gestorben ist, weil er an das Gute im Menschen geglaubt hat? Langer Spruch für ein Grabstein. Du bist die Psychologin. Wie geht man damit um?“ „Tut mir leid. Ich habe jetzt keine Antwort.“ „Ich weiß. Afghanistan ist nicht die Uni. Ich habe eine Antwort: ich mache so weiter, weil ich an das Gute im Menschen glaube! Auch habe ich Narben auf der Seele durch so viele Erinnerungen die ich nicht mehr löschen kann. Natürlich sind es die vielen Erinnerungen an Patricia oder Kambodscha. Was ich danach erlebt habe, waren die Abgründe der Menschlichkeit. Bilder von toten oder verhungerten Kinder brennen sich in die Seele. Du machst die Augen zu und siehst tote Menschen. Versuchst diese Alpträume loszuwerden und denkst an die schönen Momente im Leben. Von tausend verschiedenen Rot geweckt worden zu sein und der gleiche Alptraum beginnt von vorne.“

Sabine sah ihn traurig an. „Ich wollte immer helfen, die Welt verbessern. Zukunft für Kinder sichern. 1990 fing alles so harmlos an. Es war eine andere Zeit, ein anderes Land. Meine geliebte Frau brachte meine Träume voran. Ich wollte nie eine Waffe tragen oder diese einsetzen. Nur gibt es eben Menschen die keine Bildung für Kinder wollen. Ob hier in Afghanistan oder ein anderes Land dieser Welt. Sie wollen keine Veränderung! Haben Angst vor Bildung! Menschen mit Bildung folgen nicht jedem Depp, der meint ein Mittelalterliches Weltbild haben zu müssen. Wie geht man damit um? Versuchen zu vergessen. Wie ein- und ausatmen, nicht daran denken. Es geht von ganz alleine. Dieser Job hat nichts mehr mit dem zu tun, was ich immer machen wollte.“

Er zog an der Zigarette und sah einen traurigen Blick von Sabine. „Du vermisst Patricia sehr.“ „Jede Sekunde an jedem Tag. Du erinnerst mich mit deinem Aussehen und Figur noch viel mehr an sie.“ „Das tut mir alles so leid. Ich weiß nicht was ich machen soll!“ „Nichts! Ist alles gut. Patricia ist nun….sechs Jahre Tod….ich muss irgendwann auch loslassen. Ich tröste mich, dass ich mir vorstelle, sie sieht mich durch deine Augen.“ Sabine nahm Tief Luft, ihr fehlten die Worte um etwas zu sagen.

Am späten Abend saß das Team im Park in kleinen Gruppen zusammen. Ariana, eine der sieben Köchinnen vom Hotel, fragte ob sie sich zu der Gruppen setzten dürfe. Welch eine Frage! Alle in diesem Haus waren ein Team. Sie würde gerne erzählt wie schlimm das Leben unter der Taliban war.

Es durfte keine Musik mehr gehört werden und auch kein Fernsehen. Die Frauen durften keine Schuhe mehr mit Absätzen tragen, in der Öffentlichkeit nur mit dieser „doofen“ Burka gehen. Unter diesem Ding hatte sie immer Kopfschmerzen gehabt. Die Augen wurden schlecht, denn es war ja nur dieser kleine Sehschlitz in der Burka. Man schwitze unter diesem Stoff sehr und der eigene Körpergeruch wurde irgendwann zu einem Ekel von sich selbst. Die Mädchen durften nicht mehr in die Schule gehen. Es gab fünf Jahre überhaupt keine Schule. Nur die Jungen durften in die Schule, was aber einer von Taliban kontrollierter Unterricht war. Selbst Geschichte war verboten. Nur Religion. Fußball wurde verboten, denn der Fußball sei wie ein Menschlicher Kopf aus. Frauen wurden verprügelt, wenn diese in den Schuhen keine Socken angehabt hatten. Da spielte es keine Rolle, ob diese Frau ein Kleinkind auf dem Arm hatte oder nicht. Ariana war in einem Kaufhaus und hatte die Burka nur angehoben um den Preis auf einem Kleidungsstück besser sehen zu können, die sie für ihre Tochter kaufen wollte. Ein Taliban stand hinter ihr und sah dies. Er verprügelte sie.

Die Taliban kamen in die Häuser und suchten private Fotos und Videos. Wenn auf diesen das Gesicht oder Beine der Frau zusehen waren wurden diese vernichtet, selbst wenn die Fotos schon zwanzig oder mehr Jahre alt waren. Arianes Tochter hatte Puppen zum Spielen, die sie auf einem Straßenbasar gekauft hatte, alles wurde an Spielzeug weggenommen was auch nur annähernd an westliche Frauen zu erkennen war. Ihre Tochter hatte so sehr geweint, weil die Männer ihr das Spielzeug wegnahmen. Da ihre Tochter nicht aufhörte zu weinen wurde Ariana geschlagen, fast bis zur Bewusstlosigkeit. Sie hatte nachher so viel Angst, dass sie kaum noch aus dem Haus ging. Schnell einkaufen, zurück ins Haus und sich still verhalten.

Wer heimlich Fernsehen sah und wurde erwischt kam ins Gefängnis. Die Taliban standen auf den Dächer und schauten in die Wohnungen bei wem ein Fernseher lief. Er wurde an den Haustüren gelauscht, ob Musik läuft oder wer zu Besuch da war. Hatte jemand etwas gestohlen, sei es nur Essen gewesen, dem wurde entweder der Finger, die Hand oder sogar der Oberarm abgehackt. Hatte ein Taxifahrer eine Musik Kassette im Auto wurde dieser Verhaftet und gefoltert. Feiern, egal ob Geburtstage oder Hochzeiten mussten von der Taliban genehmigt werden. Alles war verboten! Alles, was nicht in das kranke Weltbild der Taliban passte. Menschen verschwanden einfach so. Männer wurden vom Arbeitsplatz gezerrt und kamen nie wieder nach Hause. Frauen wurden geschlagen, gefoltert und vergewaltigt. Kinder entführt. 2004 Sprengte sich ein Taliban unweit ihrer Wohnung in die Luft, weil er einen deutschen Bundeswehrkonvoi sprengen wollte. Ihr Haus stürzte dabei ein. Ihre Tochter wurde von der Druckwelle zerfetzt und ihr Mann von der Decke erschlagen. Sie wurde zwei Tage später in den Trümmern geborgen und sah die ganze Zeit den Korpus ihrer Tochter neben sich liegen.

Schweigen! Was Ariana sagte, brauchte Zeit um auch nur annähernd dies krankhafte Weltbild der Taliban zu begreifen.

Mit den Worten von Ariana ging Hannes ins Bett. Schlafen konnte er lange nicht. Was so viele Menschen in diesem Land erlebt hatten, war kaum nachzuvollziehen. Es gab keine Hilfe von Therapeuten oder Psychologen. Diese Menschen mussten viele traumatische Erlebnisse selbst verarbeiten.

Als Hannes am Morgen in den Frühstücksraum kam saßen Marcel, Samuel und Oliver schon über den Straßenkarten. Sie mussten sich die Straßen von Kabul einprägen, wo und wie kann man fahren wenn es Gefährlich wurde. Wo sind Stützpunkte von der Polizei oder Militär. Die Fahrzeuge gaben zwar einen großen Schutz, aber die Flucht und Bewegung musste immer gewährleisten sein. Heute waren sogenannte Bewegungsfahrten geplant um sich alles einzuprägen. Es wurden Behörden aufgesucht, um die schon vorhandenen Fahrzeuge registrieren zu lassen. Eine Fluglizenz für ganz Afghanistan musste für ein bald eintreffendes Flugzeug genehmigt werden. Listen von zuständigen Behörden, PRT’s und Botschaften angefordert werden.

Wenn in vier Wochen die ersten Korrespondenten von Medien-Anstalten aus aller Welt kamen, musste der Sicherheitsplan stehen. Ingenieure und Korrespondenten mussten,- oder wollten an jeden Ort in Afghanistan gebracht werden. Dies entweder mit den Fahrzeugen oder Flugzeug. Dafür wurde das Flugzeug gekauft.

Freitag,19. Januar

Der Freitag ist der Sonntag in Afghanistan, so fuhr das ganze Team die 30 Kilometer nach Salang Shamhleh. Dies war ein Ausflugsziel wo viele Afghanen am freien Tag hin fuhren um Picknick zu machen oder den Alltag vergessen ließen. Ein Toyota Quantum und der Range Rover Armoured von Hannes machten sich von der Darulaman Road auf nach Salang Shamhleh.

Es war zwar nur eine Übungsfahrt, aber die Konzentration war immer bei hundert Prozent. Es konnte immer und überall eine Bombe explodieren. Jederzeit konnte ein Anschlag passieren. Der Kleinbus vor ihnen, das parkende Auto am Straßenrand, ein Lkw konnte frontal in den Gegenverkehr fahren. All dies war im Kopf. Hannes fuhr den Armoured, Marco auf dem Beifahrersitz. Auf der Rückbank Tamina und Sabine.

As die zwei Fahrzeuge Kabul hinter sich gelassen hatten, fragte er Marco „Sabine fragte mich, wie gehen die Menschen mit dem Gefühl um, das jederzeit irgend etwas passieren kann?“ „Gute Frage! Die Menschen haben sich in all den Jahren daran gewöhnt das alles heute und jetzt vorbei sein kann. Es gibt kaum noch Pläne für die Zukunft. Du gehst auf deine Arbeit, eine Granate fliegt in die Fabrik und das war es. Du gehst über den Markt Gemüse kaufen und ein Kind zündet eine Bombe und vielleicht zwanzig Menschen sterben. Du warst zur falschen Zeit am falschen Ort. Es vergeht kaum ein Tag, wo nicht eine Bombe explodiert, jemand entführt oder aus einem Auto heraus erschossen wird.“
Schweigen im Auto bei den Worten von Marco „Seht ihr die Neugebaute Straße auf der anderen Seite? Drei Ingenieure aus Indien wurden drei Wochen vor eurer Ankunft entführt, heute wurden ihre Leichen ohne Kopf zwanzig Kilometer von Kabul entfernt gefunden. Wahrscheinlich Lösegeld Forderungen. Wer nicht bezahlt oder kann… Das schlimme an all diesen perversen Anschläge ist, es ist kein Muster zuerkennen. Das können Männer, Frauen, ja sogar Kinder sein, die auf dich schießen oder eine Bombe ins Restaurant werfen. Dies muss man sich in Afghanistan zu jeder Sekunde am Tag bewusst sein. Wir sind nun drei Jahre in Afghanistan, am Ende des Jahres gehen wir nach Malaysia. Die Firma möchte dort ein stationäres Büro für Südostasien einrichten. Tamina und ich werden die Leitung übernehmen.“

Die zwei Fahrzeuge hatten Salang Shamhleh erreicht. Kleine und größere Holzhütten standen an einem großen See. Wiesen, Spielplatz und kleine Garküchen waren auf dem Gelände. Auf dem See konnte man sogar Tretboot fahren. Marco hatte eine der größeren Hütte für das ganze Team gemietet. Kleine flache Tische und dick gepolsterte Kissen wurden gebracht.

Es war um diese Uhrzeit schon recht warm. Die Luft war angenehmer, als der Smog in Kabul. Von der kleinen Hütte hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Schlucht am Ende des Sees. Tiefblaues Wasser und sattes Grün sah das Auge. Die Berge spiegelten sich im Wasser, die Wolken zogen ruhig in einem strahlenden weiß über den Horizont. Ruhe! Farben! Alles das was in Kabul kaum noch vorhanden war. Stattdessen Tristesse, Müll, Gestank, Lärm und Schmutz überall.

Trotz diesem sehr schönen Ort hatten die vier Personenschützer ihre Waffen dabei und trugen ihre Beschusshemenden Westen unter den Hemden oder T-Shirts. Es ist die hohe Kunst im Sicherheitsbereich alles unter Kontrolle zu haben, jede Bewegung erfassen, jedes Detail einprägen ob es dort wirklich hingehörte wo es sich befand und trotzdem unbekümmert sich bewegen.

Viele Besucher brachten ihre Gaskocher mit an die Hütten um Essen oder Tee zu kochen für die Familie oder Freunde. Das Areal war gut besucht, es wurde gelacht und gesungen. Kinder liefen über das Gelände, spielten Fußball oder turnten auf dem Spielplatz. Unbekümmert lebten die Menschen diesen Tag.

Ein Dutzend Ausländer fiel bei den vielen Besucher von Salang Shamhleh wie ein Korb bunter Eier auf. Die Waffen der vier Männer waren durchgeladen und gesichert. Eine Gruppe von sieben jungen Männer in der Nachbarhütte hatte die Ausländer neben ihnen entdeckt. Ihre Blicke wurden immer intensiver. Die Blicke von Hannes und Samuel trafen sich, beide dachten das gleiche. Hannes fühlt sich so Schutzlos an diesem Ort. Von Erholung konnte keine Rede sein.

Eine Bedienung kam und fragte nach der Bestellung. Dies war der Zeitpunkt, wo Hannes, Samuel und Oliver die Plätze tauschten. Hannes nahm seine Waffe aus der Gürteltasche und steckte diese in den Hosenbund an seinem Rücken. Seine Bewegungen waren so schnell, dass Sabine dies noch nicht einmal mitbekommen hatte, obwohl er jetzt neben ihr saß. Der maximaler Schutz der Gruppe war nun gewährleisten.

Tamina bestellte Tee und Obst. Zum Essen Fisch und Gemüse. Die Fische wurden direkt an der Hütte gefangen.

Hannes bemerkte, dass vier der jungen Männer ständig zu ihnen herüber schauten. Seine linke Hand war schon seit geraumer Zeit an seiner Glock im Hosenbund. In Bruchteilen von Sekunden hätte er feuern können. Die Anspannung bei den drei anderen Personenschützer war spürbar hoch. Alle Sinne waren bis ans absolute Limit angespannt! Jede nur erdenkliche Bewegung der Männer wurde von ihnen wahrgenommen. Hannes sah zu Marcel und dessen Blick war bis auf das äußere geschärft.

Die jungen Männer wurden immer aufdringlicher mit ihren Blicken. Tamina bemerkte dies auch. Sie sah Hannes an und wusste wo seine linke Hand in diesem Moment war. Sie fasste ihm am Arm „Alles gut“ sagte sie leise „die jungen Männer finden die Ausländischen Frauen schön.“ Das war der Knoten. Im selben Moment hob Oliver sein Glas Tee hoch. Es waren Studenten die in Kabul an der Uni eingeschrieben waren. Man unterhielt sich auf englisch von Hütte zu Hütte.

„Komm Sabine, du hast doch so viele Fragen, gehen wir zu ihnen. Das Essen dauert noch eine Weile.“ Die Studenten freute es sehr, dass die hellblonde Sabine zu ihrer Gruppe kam. Um gleich die Fronten zu klären, öffnete Hannes den Klettverschluss von seiner Gürteltasche. Die Studenten sahen, was sich darin befand. Gleich war die Frage nach dem warum. Hannes erklärte ihnen den Aufenthalts in Afghanistan. Vier der jungen Männer würden Journalismus studieren. Nun war eine Eben gefunden über die es sehr viel zu reden gab. Hannes lud die vier angehenden Journalisten in die Darulaman Road ein. Je nachdem welche erfahrene Journalisten dort wohnten, hätten sie Informationen, die sie an der Uni nie bekommen würden. Es wurden Mail Adressen und Handynummern ausgetauscht.

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