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The Wind of change

Willy Brandt am 7. Dezember 1970 in Warschau

The Wind of change

Autorin Naike Juchem

The future’s in the air
Can feel it everywhere
Blowing with the wind of change

Take me to the magic of the moment
On a glory night
Where the children of tomorrow dream
away
In the wind of change

Eine Frau mit wehenden langen Haaren reckt kämpferisch einen Stab in die Luft.
Die Skulptur von Hayat Nazer die an klassische Revolutionsfiguren angelehnt ist, steht seit August 2020 in Beirut und symbolisiert einen Neuanfang, nach dem es am 4. August eine gewaltige Explosion im Hafen von Beirut gab.

So hatte es die Scorpions 1990 gesungen.
Wo ist nach über 30 Jahren der wind of change?
Die Welt zerfällt immer mehr in Hass, Ausbeutung, Gewalt und Machtgier.

Where the children of tomorrow dream
Wir sehen Bilder von Krieg, Flucht, Terror und bitterster Armut. Kinder im Dreck in Flüchtlingslager eingepfercht oder in den Kobald-Minen im Kongo hart schuften.

Blows straight into the face of time
Mit voller Wucht trifft es Menschen die ihre Existenzen verloren haben und so mancher Zeitgenosse lacht darüber.

The world is closing in
Wir erleben eine Umwelt die uns Menschen zeigt, die armselig wir doch sind. Der Mensch versucht seit jeher die Element zu beherrschen und scheitern schon bei Wind und Wasser.

Take me to the magic of the moment
Welchen?
Der Augenblick wo ein Sportler eine olympische Medaille bekommt oder wo Menschen mit den Händen nach ihrem Besitz im Schlamm graben?

„The wind of change“ haben wir oft verspielt und wenn es einen Augenblick der Solidarität gibt, ist dies in einer Woche vergessen und man geht zum altbekannte Hass, Ausbeutung, Gewalt und Machtgier über.

This is the world we created

Naike Juchem, 23. Oktober 2021

DIE WELT AM ABGRUND, HEUTE SIND WIR EINEN SCHRITT WEITER

Autorin Naike Juchem

Meine Gedanken zu Terror, Krieg, Flüchtlinge und das Ende der Zivilisation.


Ma sympathie aux proches des victimes de Paris. La liberté ne peut et ne sont pas affectées par le terrorisme. Mein Mitgefühl an die Angehörigen der Opfer von Paris. Die Freiheit kann und wird durch Terror nicht erschüttert.

Nach dem Terroranschlag am 13. November 2015 im Club „Bataclan“ in Paris. Es starben an jenem Tag 130 Menschen.

Definition von Terror
Alleine für diese Überschrift müsste ich Seiten lang schreiben um es genau zu definieren. Ich werde es aber auf einige Sätze beschränken müssen. Der Vorgang, dass eine bestimmte Gruppe von Menschen Gewalttaten wie Bombenanschläge und Morde ausführt, um Angst und Schrecken zu ein über längere Zeit andauerndes Verhalten gegenüber anderen Menschen, bei dem man mit Drohungen, Zwang und Gewalt diese einschüchtern und schließlich beherrschen will. Durch das verbreiten von Terror wollen die Terroristen bestimmte Ziele durchsetzen.

Der Terror kam am 13.11.2015, wieder, mitten in Europa an. War der Terror den überhaupt weg? Nun schreit halb Europa, Deutschland besonders, wieder gegen Muslime und Flüchtlinge.

Vor dem Club „Bataclan“ in Paris

Aber der Reihe nach.

Um nicht bis in die Steinzeit zu reisen um Terroranschläge mal etwas chronologisch darzustellen. Natürlich kann ich nicht alles schreiben , denn dann wäre ich noch in zwei Tagen an diesem Absatz. Ich gehe soweit zurück, ab wann ich verstand was Terror ist. Ich bin 1970 geboren und werde mal in der Zeit der RAF anfangen.

Die Entführung und Ermordung Hanns Martin Schleyers, die Entführung des Lufthansa-Flugzeugs „Landshut“ und die Selbstmorde der inhaftierten führenden Mitglieder der ersten Generation der RAF stellten den Schlussakt der so genannten Offensive 77 der RAF dar. Der Deutsche Herbst gilt als eine der schwersten Krisen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Heute gesehen kommt mir die RAF wie eine Kindergartentruppe vor.
Ich erwähne auch nicht die ETA in Spanien oder Boko Haram in Nigeria . Denn dann hätte ich am Ende ein Buch über Terror geschrieben! Ich will nur verdeutlichen, wie nah Terror ist und war.

Als NSU-Morde wird eine deutschlandweite Serie von Tötungsdelikten an Männern mit Migrationshintergrund bezeichnet, die in den Jahren 2000 bis 2006 in verschiedenen Großstädten Deutschlands aus mutmaßlich völkisch-rassistischen Motiven verübt wurde. Die Opfer waren acht türkischstämmige und ein griechischer Kleinunternehmer, die erste bekannte Tat ereignete sich am 9. September 2000, die letzte am 6. April 2006. Seit November 2011 werden die Verbrechen der rechts terroristischen Organisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) zugeordnet. Unter Mordverdacht stehen die Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die am 4. November 2011 Suizid begingen, und die ebenfalls des Terrorismus beschuldigte Beate Zschäpe, die sich am 8. November 2011 der Polizei stellte. Der Prozess dauert noch an.

Nachbau einer der am 31. Juli 2006 in den Regionalzügen der Deutschen Bahn von Aachen nach Hamm und Mönchengladbach nach Koblenz gefundenen Kofferbombe, Wanderausstellung des Bundesamt für Verfassungsschutz.

Deutschland ist bereits seit Jahren Ziel von Terror. Bislang waren die Extremisten mit ihren Plänen allerdings nicht erfolgreich: Entweder vereitelten Ermittlungsbehörden die Anschläge im Vorfeld oder die Technik der Sprengsätze funktionierte nicht – wie es bei den versuchten Anschlägen mit Kofferbomben im vergangenen Jahr der Fall war. Die Bilanz der Attentäter im europäischen Ausland ist allerdings verheerend. Bei Anschlägen in London und Madrid kamen hunderte Menschen ums Leben. Im Folgenden eine Chronik von geplanten und ausgeführten islamistischen Anschlägen in Europa.


Dezember 2000:
Islamisten planen in Deutschland einen Sprengstoffanschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt. Sie bauen einen Schnellkochtopf zu einer Bombe um, die in mitten der Menschenmassen explodieren sollte. Nur knapp vor der Tat verhaftet die Polizei vier algerische Mitglieder der so genannten „Frankfurter Zelle“. Im Jahr 2003 werden sie zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.


April 2002:
Die islamistische Gruppe Al-Tawhid plant Attentate auf jüdische Gaststätten und Einrichtungen in Berlin und Düsseldorf. Die Polizei vereitelt die Pläne und verhaftet mehrere Mitglieder der Gruppe. Auch sie müssen für mehrere Jahre ins Gefängnis.


November 2003:
Zwei Explosionen verwüsten unter anderem Synagogen, eine Niederlassung der Londoner HSBC-Bank und das britische Konsulat in Istanbul – 61 Tote, rund 400 Verletzte. Die Tat wird der islamischen Extremistengruppe Al-Kaida zugeschrieben.


März 2004:
Mehrere Bomben explodieren in Nahverkehrszügen in Madrid während des morgendlichen Berufsverkehrs. 191 Menschen sterben, rund 1800 werden verletzt. Auch dieser Anschlag wird der Al-Kaida zugerechnet.


Dezember 2004:
Der irakische Ministerpräsident Ijad Allwai soll nach Erkenntnissen von Ermittlern bei seinem Besuch in Deutschland ermordet werden. Drei irakische Islamisten werden kurz vor dem geplanten Attentat von der Polizei festgenommen. Sie stehen seit 2006 in Stuttgart vor Gericht.


Juli 2005:
In London sprengen sich vier islamistische Selbstmordattentäter in U-Bahnen und in einem Bus in die Luft. 52 Menschen werden dabei getötet, rund 700 weitere verletzt.


August 2006:
Selbstmordattentäter wollen Flüssigsprengstoff in mehreren Flugzeugen auf dem Weg von Großbritannien in die USA zünden. Die Britische Polizei verhindert den Anschlag. Als Reaktion werden die Sicherheitsbestimmungen für Flugreisende weltweit verschärft.


August 2006:
In Dortmund und Koblenz werden zwei Kofferbomben in Nahverkehrszügen gefunden. Nur wegen handwerklicher Fehler explodierten die Bomben nicht. Zwei Tatverdächtige werden auf Grund von Aufnahmen einer Überwachungskamera schnell gefasst.


Juni 2007:
Ein Auto rast in den Haupteingang des Flughafenterminals von Glasgow und geht in Flammen auf. Sechs Menschen werden verletzt, darunter ein Verdächtiger. Die Ermittler gehen von Verbindungen der Attentäter mit Al-Kaida aus. Bereits am Tag vor dem Anschlag entschärfte die Polizei Sprengsätze, die in zwei Autos in der Londoner Innenstadt versteckt wurden.


2007 Medebach. Sauerland-Gruppe:
Anfang September 2007 nehmen Sicherheitskräfte in einem Ferienhaus im sauerländischen Medebach die beiden zum Islam konvertierten Deutschen Fritz G. und Daniel S. sowie den türkischen Staatsbürger Adem Y. fest. Die sogenannte Sauerland-Gruppe hatte Sprengstoffanschläge insbesondere gegen US-amerikanische Einrichtungen in Deutschland geplant. Die drei Männer und ein Helfer werden im März 2010 zu Haftstrafen von fünf bis zwölf Jahren verurteilt.


2011 Frankfurt am Main. Anschlag auf US-Soldaten:
Beim ersten tödlichen Anschlag mit islamistischem Hintergrund in Deutschland sterben am 2. März am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten, zwei weitere werden schwer verletzt. Derzeit muss sich der Kosovare Arid U. vor dem Frankfurter Oberlandesgericht verantworten. Der 21- Jährige wollte laut Anklage „Vergeltung“ für den US-Einsatz in Afghanistan üben.


2011 Düsseldorf. Mutmaßliche Al-Qaida Zelle:
Nach sechs Monaten Observierung nimmt die Polizei am 29. April in Düsseldorf und Bochum drei mutmaßliche Al-Qaida-Mitglieder fest, die seit Dezember 2010 einen Sprengstoffanschlag in Deutschland vorbereitet haben sollen. Es handelt es sich um einen Marokkaner, einen Deutsch-Marokkaner und einen Deutsch-Iraner. Gut vier Monate nach der Festnahme wird nach Angaben der Bundesanwaltschaft weiterhin gegen die Verdächtigen ermittelt.


Nun werde ich dieses Thema beenden. Ich möchte mit all diesem sehr langen Text, wobei ich mit meinen Gedanken noch nicht am Ende bin, aufzeigen, das all diese Terror Anschläge NICHT von Flüchtlingen begangen wurden , welche zur Zeit in Europa und Deutschland Zuflucht und Sicherheit suchen.

Uğur Gallenkuş – Parallel Universes

Zweites Kapitel: Krieg

Auch hier gehe ich nicht bis in alle Ewigkeit zurück. Es soll bis 1990 reichen und auch nur in “ unmittelbarer Nähe “ von Europa. Sicher weiß ich auch, dass vieles zusammen hängt. Aber ich will und kann ja nicht alles schreiben.
Kriege sowie diverse Aufstände prägen seit jeher die Menschheitsgeschichte. Kontinuierlich geht es auch heute noch um politische Macht, Gebietsansprüche oder Rohstoffe. Dazu in einem anderen Kapitel mehr. Einzig dienlich der endlosen Kapitalgier sogenannter „Hochfinanzeliten „. Doch westliche zivilisierte Bürger ignorieren sämtliche Kriege, welche seit 1945 geführt, sprechen sogar von friedlichen Zeiten. ???

Völkermord in Ruanda

Da ich in Rheinland Pfalz wohne möchte ich mein Kapitel mit dem Völkermord in Ruanda beginnen. Den Rheinland Pfalz ist das Partnerland von Ruanda.
Als Völkermord in Ruanda werden umfangreiche Gewalttaten in Ruanda bezeichnet, die am 6. April 1994 begannen und bis Mitte Juli 1994 andauerten. Sie kosteten circa 800.000 bis eine Million  Menschen das Leben. In annähernd 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75% der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder sich aktiv dagegen einsetzten. Die Täter kamen aus den Reihen der ruandischen Armee, der Präsidentengarde, der Nationalpolizei und der Verwaltung.

Zweiter Golfkrieg

Der Zweite Golfkrieg begann mit der gewaltsamen Eroberung Kuwaits durch den Irak am 2. August 1990. Am 28. August wurde Kuwait durch den Irak annektiert. Ab dem 16. Januar 1991 begann eine Koalition, angeführt von den USA und legitimiert durch die Resolution 678 des UN-Sicherheitsrates, mit Kampfhandlungen zur Befreiung Kuwaits.

Als Jugoslawien kriege (oft auch Balkankonflikt genannt) wird eine Serie von Kriegen auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien gegen Ende des 20. Jahrhunderts bezeichnet, die mit dem Zerfall des Staates verbunden waren.
Im Einzelnen handelte es sich um den 10-Tage-Krieg in Slowenien (1991), den Kroatienkrieg (1991–1995), den Bosnienkrieg (1992–1995), den kroatisch-bosnischen Krieg im Rahmen des Bosnienkriegs, den Kosovokrieg (1999) und den Albanischen Aufstand in Mazedonien (2001).
Dies nun aufzudöseln bedarf es auch so einiges mehr.

Der Krieg in Afghanistan seit 2001 ist die jüngste Phase des seit 1978 andauernden afghanischen Konflikts, die mit der US-geführten Intervention im Herbst 2001 eingeleitet wurde. Die Regierung der USA von 2001–2009 unter George W. Bush und ihre Verbündeten verfolgten dabei das Ziel, die seit 1996 herrschende Taliban-Regierung zu stürzen und die Terrororganisation Al-Qaida zu bekämpfen. Welche die USA Jahre zuvor mit Waffen ausgerüstet hat um gegen die damalige UDSSR zu kämpfen. Welch ein Irrsinn!

Der zweite Irakkrieg war eine völkerrechtswidrige Militärinvasion der USA, Großbritanniens und einer „Koalition der Willigen“ in den Irak. Er begann am 20. März 2003 mit der Bombardierung ausgewählter Ziele in Bagdad und führte zur Eroberung der Hauptstadt und zum Sturz des irakischen Staatspräsidenten Saddam Hussein. Am 1. Mai 2003 erklärte US-Präsident George W. Bush den Krieg für siegreich beendet. Wie Bush zu dieser Erkenntnis gekommen ist, ist mir heute noch fraglich!

Gedenkstätten in New York zum 11. September

Die US-Regierung Bushs hatte den Sturz Saddam Husseins seit Januar 2001 erwogen und nutzte die Terroranschläge am 11. September 2001 dazu,- wobei es bis heute nicht geklärt ist ob es wirklich ein Terroranschlag war, einen Invasionsplan national und international durchzusetzen. Sie begründete diesen als notwendigen Präventivkrieg, um einen angeblich bevorstehenden Angriff des Iraks mit Massenvernichtungsmitteln auf die USA zu verhindern, die bis heute nicht gefunden wurden und auch faktisch nicht zu beweisen sind. Dafür erhielt die USA KEIN UN-Mandat des UN-Sicherheitsrats, also nach dem Völkerrecht, ein Angriffskrieg.

Nun noch etwas zu dem Krieg in Syrien ab 2011.
Der Bürgerkrieg in Syrien ist eine militärische Auseinandersetzung zwischen Truppen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und den Kämpfern verschiedener Oppositionsgruppen. Auslöser des Bürgerkriegs war ein friedlicher Protest im Zuge des Arabischen Frühlings Anfang 2011, der zum bewaffneten Konflikt eskaliert ist. Eine wachsende Einflussnahme von Interessengruppen aus dem Ausland gewann mit der anhaltenden Auseinandersetzung an Bedeutung. Neben dem Zustrom von Geld und Waffen kämpften auch immer mehr ausländische Freiwillige und Söldner in Syrien. Die ursprüngliche Motivation der Opposition, die Demokratisierung Syriens zu erreichen, spielt seitdem nur noch eine geringe Rolle. Stattdessen trat der Kampf verschiedener Organisationen aus religiösen und ethnischen Gründen in den Vordergrund. Im vierten Kriegsjahr zerfiel der Bürgerkrieg zunehmend in Einzelkonflikte auf syrischem Boden, die mit Luftangriffen der Türkei gegen die Kurden und durch die direkte Einmischung des Iran und seiner Hisbollah-Miliz und der Russischen Föderation auf Seiten des Regimes und der USA im Kampf gegen den IS zu einem Konflikt mit geostrategischen Dimensionen wurden.

Die UN (Vereinten Nationen) geben an, dass von März 2011 bis März 2015 220.000 Menschen getötet wurden. Rund 11,6 Millionen Syrer sind auf der Flucht: Mindestens vier Millionen Syrer flohen aus ihrem Land und 7,6 Millionen sind innerhalb Syriens auf der Flucht. Die UNO bezeichnete die Flüchtlingskrise im Februar 2014 als die schlimmste seit dem Völkermord in Ruanda in den 1990er-Jahren.
Ich ende dieses Kapitel mit zwei Zitaten
Jürgen Todenhöfer: „Krieg ist Scheiße. „
Helmut Schmidt: „Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln, als eine Minute Schießen.“

Flüchtlinge 2015

Drittes Kapitel: Flüchtlinge

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es auf der Welt über 60 Millionen Flüchtlinge, Asylsuchende und Binnenvertriebene. Stand 2015. Vor zehn Jahren waren es „nur“ 37,5 Millionen Menschen. Ein Grund hierfür ist der Krieg in Syrien, der innerhalb kürzester Zeit 2,5 Millionen Menschen zur Flucht in die Nachbarstaaten zwang und 6,5 Millionen Menschen im Land selbst vertrieben hat. Ein weiterer Grund sind die gewaltsamen Konflikte in Afrika, in der Zentralafrikanischen Republik, dem Kongo und Südsudan, die kein Ende nehmen wollen. Aber dies weiß kaum einer, den in den Medien wird ja nur von Syrien berichtet.

Flüchtlingslager

Im Jahr 2014 gab es weltweit 23 Kriege. Diese gewaltige Zahl von ca. 60 Millionen Flüchtlinge bedeutet gleichzeitig auch, dass diese Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen ist. Dies hat Auswirkungen auf die Nachbarländer, auf die internationale Gebergemeinschaft und Hilfsorganisationen weltweit. Die Menschen brauchen Nahrung, Trinkwasser, Unterkünfte und so vieles mehr. Alleine 12 Millionen Menschen in der Region Syrien und den Nachbarstaaten brauchen die akute Hilfe der Weltgemeinschaft. Die Vereinten Nationen beziffern ihren Bedarf auf mindestens 8,4 Milliarden US-Dollar an finanziellen Mitteln, um im kommenden Jahr und darüber hinaus helfen zu können.

Menschen auf der Flucht

Nun eine kleine Aufstellung was Krieg kostet.


Im Jahr 2015 sind Kriegskosten der USA für den Krieg in Afghanistan in Höhe von 35,1 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Bitte zu beachten es geht NUR um Afghanistan. 70,1 Milliarden US-Dollar sind es 2015 gesamt. Davon werden nur 5,4 für die Bekämpfung des IS eingesetzt.
Seit zwölf Jahren ist die Bundeswehr im Rahmen der ISAF-Mission in Afghanistan. Es war der blutigste und teuerste Auslandseinsatz in der Geschichte der Streitkräfte. Ziemlich genau lässt sich aufschlüsseln, was der militärische Einsatz den deutschen Steuerzahler gekostet hat, rund 8,8 Milliarden Euro.
Wenn ich die nun schon angegebenen 424 Konflikte und davon wurden 46 als Krieg bezeichneten Kosten nehme geht es in den Bereich von einer Billion US-Dollar! Der Zahlenname Billion steht im deutschen Sprachgebrauch für die Zahl 1000 Milliarden oder 1.000.000.000.000. Richtig 12 Nullen!


Die Kosten für die Flüchtlinge welche nun nach Deutschland kommen kann keiner beziffern. Es geht um 10 bis 30 Millionen Euro ( laut Welt) . Wie dem auch sei und nun wieder geschrien wird „Oh, was kommt auf uns zu. Wer soll die Flüchtlinge denn bezahlen? Geld für Krieg scheint ja da zu sein, für Menschen aber nicht!

Da ja fast jeder meint, alle Flüchtlinge kommen nach Deutschland, dem sei gesagt das ist Bullshit.

Noch immer gilt: Der weitaus größte Teil der Flüchtlinge auf der Welt, bleiben laut UNHCR mit 86% in ihrer Herkunftsregion. Oft deshalb, weil sie auf eine Rückkehr hoffen, aber auch, weil ihnen die Möglichkeiten zur Weiterflucht fehlen. Die größte Flüchtlingsgruppe, die aus dem syrischen und inzwischen auch irakischen Kriegsgebiet, wurden vor allem von den Nachbarstaaten im Nahen Osten aufgenommen, wo sich die Aufnahmezahlen noch in weitaus größeren Dimensionen als hierzulande bewegen. Merke Nachbarstaaten = nicht Deutschland.


Im Schatten der syrischen Katastrophe kam 2014 es im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik zu großen Fluchtbewegungen. Ca. 2,25 Millionen Menschen.


SÜDSUDAN
Im Südsudan, welcher 2015 erst seit vier Jahren besteht, steigen die Zahlen der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen weiter an. Bis dato sind mehr als 730.000 Menschen in benachbarte Länder geflohen, während 1,5 Millionen zu Binnenvertriebenen wurden. Zusätzlich kommen weiterhin viele Flüchtlinge aus dem Sudan über die Grenze in den Südsudan. Die mehr als 250.000 Menschen kommen zum Großteil aus den sudanesischen Regionen Blue Nile und Süd.

BALKAN-STAATEN
Die Asylsuchenden aus den meist ehemals jugoslawischen Staaten werden in der Öffentlichkeit schlicht als Armutsflüchtlinge ohne Asylgründe geschmäht. Ihre zahlreiche Existenz weist auf nichts weniger als eine gescheiterte Nachkriegs-Politik auf dem Balkan hin. An der Deutschland nicht ganz unbeteiligt ist. Mitten in Europa leiden Menschen unter erheblicher Diskriminierung, existenzieller Not, sogar Hunger.

ERITREA
In einem der repressivsten Regime der Welt landen Kritiker/innen in geheimen Gefängnissen. Wer über die Grenze flieht, riskiert, als Deserteur erschossen zu werden. Dennoch treibt die Militärdiktatur seit Jahren fortwährend Menschen in die Flucht.

AFGHANISTAN
Im Jahr des deutschen Truppenrückzugs ist die aktuelle Zahl der aus Afghanistan nach Deutschland Geflüchteten ein Indiz für die erschreckende Tatsache, dass Terror und Gewalt im Land schlimmer wüten denn je. Seit Erhebung der relevanten Zahlen durch die UN-Unterstützungsmission hat es nicht so viele zivile Opfer gegeben wie 2014: Über 6.800 Menschen wurden demnach im vergangenen Jahr verletzt, fast 3.700 getötet. Die Zahl der nach Deutschland Flüchtenden steigt. Was sagt uns das? 8,8 Milliarden Euro hat der Deutschesteuerzahler mal eben so aus dem Fenster geworfen.

SOMALIA
Somalia ist ein in verschiedene Machtbereiche zerfallenes und von Warlords terrorisiertes Land.
IRAK
Der Irak liegt als Herkunftsland von Asylsuchenden in Deutschland etwas überraschend erst auf Platz zehn, trotz massiver Fluchtbewegungen infolge des IS-Terrors. Viele in der Region Geflüchtete hoffen noch auf eine Rückkehr – für zahlreiche Opfer von Krieg, Terror oder Vergewaltigung und insbesondere für Angehörige massiv bedrohter Minderheiten wird dies aber kaum realistisch sein. Es ist anzunehmen, dass ein Teil der Flüchtlinge Europa schlicht (noch) nicht erreicht hat und ihre Ankunft hier zeitverzögert zunehmen wird.

Auf dem ersten Platz der Länder welche Flüchtlinge aufnimmt ist Pakistan, dann Iran und Kenia.

Unser Planet brennt und wir merken es nicht

Viertes Kapitel: Das Ende der Zivilisation

„Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein. Wir müssen es nur wieder zu leben lernen. Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Missgunst hat die Seelen vergiftet.“
Die alten G7 Staaten haben in den letzten Jahren 40 % aller Ressourcen verbraucht. Bei einer Einwohnerzahl von 750 Millionen. Nun kommen die Chinesen mit mehr als einer Milliarde Menschen daher. Auch sie wollen unseren Lebensstil und Qualität haben, also brauchen diese auch 40 % der Ressourcen. Die Inder folgen rasant schnell. Auch diese brauchen bald die erwähnten 40 %. Nun kann sich auch jeder ausrechnen dass drei mal 40 % etwas mehr als 100 % sind.
Dem aufmerksamen Leser ist bestimmt aufgefallen das ich Afrika, Südamerika und Asien nicht erwähnt habe.

Stellen wir uns doch nur mal vor, die Welt wäre ein Dorf mit Hundert Einwohner und aller auf der Erde lebenden Völker beibehalten würde, wäre dieses Dorf folgendermaßen zusammengesetzt:
57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Amerikaner (Nord-, Zentral- und Südamerikaner) und 8 Afrikaner.
Es gäbe in unserem kleinen Dorf, 52 Frauen und 48 Männer. 30 Weiße und 70 nicht Weiße. 30 Christen und 70 nicht Christen. 89 Heterosexuelle und 11 Homosexuelle. 6 Personen aus unserem Dorf besäßen 59% des gesamten Reichtums und alle 6 kämen aus den USA. 80 lebten in maroden Häusern und  70 wären Analphabeten. 50 unsere Nachbarn würden an Unterernährung leiden. Einer wäre dabei zu sterben und einer wäre dabei geboren zu werden. Einer besäße einen Computer und einer ja, nur einer hätte einen Universitätsabschluss. Ein kleines Überschaubares Dorf.


Nun können wir unsere Welt nicht in einen Mikrokosmos versetzen sondern müssen auf einem Planeten leben, den wir bis auf das letzte aussaugen! In oder auf diesem Planet gibt es die sogenannte dritte Welt, also Afrika, Lateinamerika und Südostasien. Es gibt eine Berechnung über die Fördermenge von Erdöl, den Peak Point.

Die Weltbevölkerung wächst zu schnell

Die Weltbevölkerung wächst pro Jahr mit Millionen Menschen an.
Wir brauchen täglich 88 Millionen Tonnen Erdöl. Alleine die USA braucht 20 Millionen Tonnen, haben aber im eigenen Land nur 10 Millionen. Also kommt der fehlende Teil aus Saudi Arabien. Nun wird deutlich, warum die USA so gerne Krieg macht. Damit diese ihre Wirtschaft am laufen halten kann.
Noch einmal zum Nachdenken: 88 Millionen Tonnen Erdöl haben wir gestern verbraucht. Heute und werde sie auch morgen brauchen.


Zu Christi Geburt lebten ca. 350 Millionen Menschen auf der Welt. Das sind die heutigen Einwohner das USA. Von Ressourcen hatten diese Menschen noch nichts gewusst. Erst mit der Entdeckung des Erdöls also ums Jahr 1804 lebten erstmals mehr als Eine Milliarde Menschen auf unserem Planeten. In nur 200 Jahren sind es von Einer auf 7 Milliarden, ende Oktober oder Anfang November 2011 wurde der 7-Milliardste Mensch geboren, angewachsen.
Von Christi Geburt an, also ca. 350 Millionen auf 600 Millionen ist einem Zeitraum von 1600 Jahre.
Pro Sekunde nimmt die Weltbevölkerung um ca. 2.5 Menschen zu, das heißt es werden 2.5 Menschen mehr geboren als sterben.
2011 lebten 45 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze in den USA. Aber Krieg geht immer.


Bei all den Fakten die ich heute geschrieben habe gibt es unzählige Nebenthemen. Nur noch so viel. Es wird sich Gedanken gemacht über ein paar Flüchtlinge die nach Deutschland / Europa kommen. Die nächste Generation wird es etwas schwere haben, so ohne Erdöl und mit Trinkwasser und Lebensmittelknappheit.
Nun will ich zum Schluss kommen und möchte die Worte von Charlie Chaplin zitieren: „…Ich möchte weder herrschen, noch irgend wen erobern, sondern jedem Menschen helfen, wo immer ich kann. Den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen. Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt. Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Hass und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden… „
Ich habe nun faktisch nur vier Themen angeschrieben, die mich seit Tagen beschäftigen und dies auch mit meinen Worten versucht zu erklären.
In gedenken an all die Toten von Krieg und Terror.

© by Naike Juchem, Morbach den 16.11.2015