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Der Welternährungstag – oder Welttag derIgnoranz an Lebensmittel

Am 16. Oktober 1945 wurde die FAO, Food and Agriculture Organization of the United Nations gegründet um mit dem Ziel die weltweite Ernährung sicherzustellen.

Autorin Naike Juchem

Im 21.Jahrhundert sieht die Realität auf dieser Welt zum Thema Ernährung erschreckend aus.

2,2 Millionen Kinder sterben jährlich in Folge von Mangel- und Unterernährung – das sind über 6000 Kinder täglich. Zwei Drittel der weltweit an Hunger leidenden Menschen leben in nur sieben Ländern: Bangladesh, China, DR Kongo, Äthiopien, Indien, Indonesien und Pakistan.
Es Folgen der Jemen – wo sich seit Jahren die größte humanitäre Katastrophe der Menschheit abzeichnet. In diesem Jahr folgt Afghanistan, Bolivien, Chile, Kuba und Sudan. Auch in Myanmar und Kambodscha verschlechtert sich die Lage dramatisch.

Nach Einschätzung der 
Welternährungsorganisation FAO hungern rund 925 Millionen Menschen weltweit. Das sind rund 16 Prozent der Weltbevölkerung. Noch immer herrscht in 29 Ländern der Erde große Nahrungsmittelknappheit.

2018 waren es  fast 11 Prozent, 821 Millionen, der Menschen auf dieser Welt die Hunger hatten.

Unterernährung kann, besonders im Kindesalter, zum Zurückbleiben in der körperlichen und geistigen Entwicklung zu schweren Krankheiten und im Extremfall zum Tod führen.

Laut den Zahlen der WHO von 2016, hat sich die Anzahl an unterernährten Frauen und Kindern in Entwicklungsländern um 20 Prozent erhöhen.

Als Ursache werden die steigenden Preise von Nahrungsmitteln und der Klimawandel genannt. Kriege, Konflikte, Vertreibung und Minenfelder zählt die WHO nicht auf.

Minensucher in Afghanistan

Ruanda ist geographisch ein Land in dem Nahrungsmittel angebaut werden könnte, um den halben Kontinent Afrika zu ernähren. Der Völkermord in Ruanda, im Jahr 1994, hat bis heute seine Schattenseite nicht verloren. Noch immer sind fruchtbare Flächen vermint. Ein Feld ist ungeachtet der Tatsache ob eine oder zehn Minen darin liegen, Lebensgefährlich. Möglichkeiten der Räumung von Minen gibt es und sind auf sehr einfachste Weiße in Afghanistan im Einsatz.

In Deutschland werden jährlich18 Millionen Tonnen, so beziffert der WWF die Lebensmittelverschwendung, auf den Müll geworfen. Berechnet hat den Wert das Institut für nachhaltige Ernährung der Fachhochschule Münster. 60 Prozent der Abfälle fallen demnach in der Wertschöpfungskette an, 40 Prozent werfen die Verbraucher weg. MHD abgelaufen, Dellen, zu klein oder zu viel eingekauft.

Wir leben in einer Wohlstandsgeneration und denken kaum über Lebensmittel nach. Es gibt diese ja genügend und im Überfluss.
Immer frisch, immer lecker, immer schön.
Muss Lebensmittel schön sein? Es muss uns doch nur ernähren.
Gemüse bleibt auf den Felder liegen weil es nicht in die „DIN Norm“ passt! Schreiben wir der Natur nun über Normen vor, wie lang, dick und schön eine Karotte sein soll?

Alles ist im Überfluss vorhanden und trotzdem nie genug. Brot muss immer frisch, duften und lange Haltbar sein. Hinzu noch alles schön Bio und bitte ohne Zusätze und am besten noch unter 1,50 € verkaufen. Die letzt genannten Faktoren passen nicht zusammen.
Der Anspruch an Lebensmittel ist in den letzten Jahrzehnte so enorm angestiegen, das man von einer Ignoranz des Bewusstseins reden kann.
Während wir Lebensmittel in die Tonne werfen, verhungert zur gleichen Zeit ein Mensch. Darüber sollte man sich doch mal Gedanken machen.

Photo by Uğur Gallenkuş

Gut – mag sein, dass es ein Kind aus dem Sudan trifft und nicht aus Sprockhövel. Es geht um Menschenleben. Egal wieweit es weg ist, Hunger ist der schlimmste Tot. Qualvoll und langsam stirbt ein Mensch. Ein Erwachsener der gerade noch etwas um die 38 Kg wiegt und sich nicht mehr aufrecht bewegen kann, ein Kind im alter von etwa 12 Jahren, mit der Körpergröße eines 5-jährigen und nur noch vegetiert, sind Anblicke die einen das Herz zerreißen.

Der Hunger auf der Welt wird täglich mehr und auf der anderen Seite erlebt man eine Völlerei der Gesellschaft.
Wenn wir LEBENSmittel bewusst wahr nehmen, können wir Geld sparen und nebenbei auch für eine gesündere Ernährung sorgen.

Naike Juchem, 23. Oktober 2021

Hierzu ein Artikel von Evke Freya von Ahlefeldt

https://naike-juchem.com/2021/10/23/was-hat-der-klimawandel-mit-dem-hunger-in-der-welt-zu-tun/