Die MAN Frontlenker-Baureihe F7 mit der kubischen Kabine wurde 1967 eingeführt und entstand in technischer Kooperation mit der französischen Firma Saviem – später Renault.
Das F8-Fahrerhaus welches seit seiner Einführung bis Ende der 90er immer wieder modifiziert wurde, war ab 1994 bis 98 unter der Bezeichnung F 2000 bekannt.
Das F8 Fahrerhaus war schon leicht modifiziert worden.
Mit der Übernahme von Büssing, im Jahr 1971, wurde das kubische Fahrerhaus mit Büssing-Techniken weiterverbaut und durch den Unterflurmotor im damaligen internationalen Fernverkehr legendär. Mit einem ebenen Kabinenboden gab es in den 70er und 80er Jahren kein vergleichbares Raumangebot im Lkw-Bau.
Für manche ist es nur ne alte rote Kiste, für andere eine Rarität deutscher Automobilindustrie
Beim Magirus-Deutz 120 D 7 F handelt es sich um einen ursprünglich durch die Traktorenfabrik Eicher entwickelten Lastwagentyp.
Die traditionell auf den Bau von Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinen spezialisierte Firma Eicher versuchte in den 1960er Jahren auch Fuß im LKW-Sektor zu fassen und entwickelte zunächst den zwischen 1962 und 1967 gebauten FarmExpress. In den vier Produktionsjahren rollten lediglich knapp 180 Eicher FarmExpress vom Band. Bereits 1963 erschien mit dem transexpress ein weiterer leichter Lastwagen von Eicher. Der fast komplett neuentwickelte transexpress verkaufte sich bis 1966 zwar etwas besser als der FarmExpress, blieb aber mit nur 300 gebauten Exemplaren auch hinter den Erwartungen zurück. Als Ursache für den schlechten Absatz des LKW-Typs erkannte man das Vertriebsnetz von Eicher, welches auf Landmaschinen und nicht auf Lastwagen ausgelegt war.
In der Folge kam es 1966 zu einer Übereinkunft mit dem LKW-Hersteller Magirus-Deutz aus Ulm: Der Eicher transexpress wurde in das Sortiment von Magirus übernommen und füllte dort das bisher nicht besetzte Segment der leichten LKW aus. Der transexpress bekam eine Bezeichnung nach der Magirus-Nomenklatur, einen Magirus-Kühlergrill und erfuhr auch ansonsten einige kleine Abänderungen. Beispielsweise wurden die Dieselmotoren von Eicher gegen die von KHD ersetzt.
Bis 1972/1973 verließen ungefähr 25.000 Magirus-Lastwagen das Eicher-Werk in Forstern. Danach wurde die Produktion des Leichtlastwagens ins Magirus-Werk in Ulm verlagert und schrittweise zwischen 1975 und 1976 eingestellt.
Abgelöst wurden die Eicher-Typen bei Magirus durch die kleinen Modelle der bekannten Vierer-Club-Baureihe, zu der Magirus-Deutz, DAF, Saviem (später Renault) und Volvo gehörte. In jenen Jahren war Magirus finanziell schon sehr angeschlagen, weshalb der FIAT Konzern einstieg und sich die IVECO gründete.
Seit nun fast 2 Monate streiken erneut Lkw Fahrer einer polnischen Spedition auf zwei Rastanlagen auf der A5 Gräfenhausen bei Darmstadt.
Autorin Naike Juchem
Die 82 Fahrer aus Russland, Usbekistan, Georgien und anderen Ländern warten auf ihre Löhne. Die Fahrer bekommen zumindest über Spenden Lebensmittel gebracht und können zweimal die Woche in Darmstadt duschen. Ihre Familien, die die Fahrer zum Teil seit eineinhalb Jahren nicht mehr gesehen haben, warten auf die Löhne ihrer Männer. In ihren Heimatländer sind die Familien verzweifelt, weil auch sie kein Geld für Lebensmittel und den täglichen Alltag haben.
Ich sprach mit einer Gruppe von Männer, die alle sehr freundlich waren, über deren Zukunft und wie es weiter gehen soll. Resignierte Blicke und Achselnzucken waren die Antworten. Wenn sie ihre Löhne bekommen, würden sie mit dem Flugzeug nach Hause fliegen – irgendwann. Mir wurden Fotos von den Ehefrauen und Kinder gezeigt. Dem ein oder anderen standen die Tränen in den Augen. Via Internet sind die Männer zwar mit ihren Familien virtuelle verbunden, doch bleiben die Sorgen für die Familien, weil sie sich oft noch nicht einmal ein Brot leisten könnten.
Wer auf den Straßen und Autobahnen in Deutschland und Europa unterwegs ist, sieht täglich LKW aus Litauen, Polen, Bulgarien, Rumänien… Selbst bei Kennzeichen aus den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Luxemburg… ist dies so. Die Fahrer kommen oft aus nicht EU-Länder und sind somit monatelang unterwegs. Man sieht es einem Lkw nicht an, aus welchem Land die Fahrer kommen, wie lange sie schon von zuhause weg sind, oder ob sie einen angemessen Lohn bekommen. Die Fahrer sind die Sklaven für unseren Wohlstand und Industrie. Wer zum Beispiel das „Billy“ Regal von IKEA geliefert hat, weiß man an der Kasse nicht. Egal ob Zeitungspapier, Baustoffe oder Fertigungsteile für Fahrzeuge – der Transport muss billig bleiben. Die Auswirkungen sieht man in Gräfenhausen.