
Die 34-jährige Jouline Michels ist CIO im Business Control einer globalen Ratingagentur die ihren Sitz in Frankfurt hat. Mit einem ordentlichen Monatsgehalt welches die meisten Menschen nicht in einem Jahr verdienen, scheint ihr Leben sorgenfrei zu sein. Seit ihrer Diplomarbeit lebt und arbeitet sie auf der Überholspur.
Ihr Leben ist das Business – und darin ist sie verdammt gut. Sie ließ auch schon bessere Jobangebote von einer der größten Reedereien der Welt sausen.
Jouline steht mit ihren 34 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer beruflichen Karriere und trotzdem fehlt ihr etwas. Sie möchte endlich ihre sexuelle Träume erleben.
Seit vier Jahren ist sie mit dem Banker Frederic zusammen. Er möchte Jouline heiraten und hat für den Hochzeitsantrag über Pfingsten eine Suite in einem Nobelhotel im niederländischen Zeeland gebucht.
Auf dem Weg vom Taunus nach Zeeland, erzählte Jouline von ihren Träumen und dass sie diese endlich real erleben möchte.
Von ihrer Entschlossenheit von aufregenden Sex mit Dildos, Fesseln, Latex und Leder wird Frederic regelrecht überfahren.
Aus Liebe zu ihr, stimmt Frederic schließlich dem Sex mit einem zweiten Mann in der Suite zu.
Mit dem Belgier Daneel Goossens und Frederic erlebt Jouline auf einem englischen Schreibtisch den Sex den sie sich erträumt hatte: Sex über mehrere Stunden mit zwei Männer gleichzeitig.
Am nächsten Tag trifft Jouline die 29-jährige Karima Amrani aus Algerien in der Hotelsauna und erlebt mit ihr in der Sauna einen Sex den sie sich nie vorstellen konnte.
Mit den Urlaubsbekannten Daneel und Karima, fährt sie einen Tag später nach Amsterdam. Sie alle möchten dort in einen Swingerclub gehen.
In einem Sexshop im Norden von Amsterdam kommt alles anders als geplant. Durch Mareile, die Inhaberin vom dem Sexshop, kommen sie in der Villa von Anike und Eric van de Brug in einen privaten elitären Kreis von Menschen, die unterschiedlichster sexueller Couleur sind.
Für Jouline eröffnet sich dadurch eine völlig neue Welt.
Sie erlebt in der Villa von Anike und Eric über mehrere Tagen Sex auf einer völlig anderen Ebene. Ob nun Sex mit der unglaublich schöne Trans-Frau Leilani aus der Karibik oder BDSM mit der Domina Tess van de Vries.
In den vier Tage, die sie in der Villa Sex in einer anderen Galaxie erlebt, werden auch viele private Gespräche über die psyche einzelner Menschen aus diesem Kreis besprochen. Jouline versteht nun, warum die 27-jährige Mia den BDSM Sex als Sklavin braucht. Mia sieht die „Folter“ als Sklavin als eine Therapie zu Erinnerungen, die weit bis in ihre Kindheit reichen. Jouline erkennt, dass der Sex in diesen ihr noch neuen Erfahrungen mehr ist, als Lack und Leder.
In diesen vier Tagen mit sehr unterschiedlichen und sympathischen Menschen, spürt Jouline immer mehr, dass sie sich zu Karima hingezogen fühlt.
Als Upperclass Frau auf der Überholspur steht sie plötzlich zwischen den Stühlen aus Verstand und Liebe.
Ende Juli trifft Jouline in ihrem Büro in Frankfurt ihre Entscheidung und packt am nächsten Morgen ihre Koffer im Haus von ihrem Freund Frederic.
Seit Pfingsten hat sie die engstirnige Meinung und den gesellschaftlichen wie auch sexuell eingeschränkten Horizont von ihrem Verlobten deutlich gesehen. Was in Frederic’s Augen kranke Menschen sind, kann und möchte Jouline nicht akzeptieren, und fährt nach Den Haag zu Karima.
Ihre schriftliche Kündigung als CIO bei der Ratingagentur Weismann und Bendson wirft ihr Chef, Herr Weber, in den Mülleimer.
Von Den Haag aus, arbeitet sie im Home Office und leitet ihr Team in Frankfurt weiter. Da sie im Home Office keine Business Kleider trägt, kommt bei den morgendlichen Videokonferenzen mit ihrem Team der ein oder andere Fauxpas ihres Sexleben mit Karima zum Vorschein.
Nach einer durchzechten Nacht in einem Kinki-Club in Rotterdam, bei dem Jouline gleichzeitig Sex mit mehreren Männern und Frauen hatte, wird sie von ihrer Freundin und Kollegin Katti Schuster aus dem Pariser Büro unsanft mit einer Hiobsbotschaft der globalen Finanzbranche geweckt.
Da Jouline noch ein Projekt des französischen Staats prüfen muss, damit dieses an das Europäischen Parlament zur Beschlusssache weitergegeben werden kann, kann sie nicht sofort nach Paris kommen, um Katti zu helfen.
Neben ihrer Arbeit kümmert sich Jouline noch um ihre Nachbarin Bernadette van de Linden. Bernadette ist durch die Trennung und Scheidung von ihrem Mann und mit den zwei Teenager Töchter völlig überfordert und sehr depressiv.
Jouline ist der Meinung, dass ein Dildo besser sei als Antidepressiva. Kurz entschlossen schlepp sie Bernadette mit in den Sexshop zu Mareile. Für die prüde Bernadette tut sich im Norden von Amsterdam eine völlig neue Welt auf.
Wochen später zeigt Jouline in der Fußgängerzone von Den Haag ihrer Nachbarin wie leicht es für Frauen ist, Männer für ein Sexabenteuer zu gewinnen und Bernadette endlich aufhören muss, in der Vergangenheit zu leben.
In der Fußgängerzone wird der italienische
Antiquitätenhändler Cesare und der Kunstrestaurator Santino die Opfer von Jouline’s Experiment.
Mit den beiden Italiener habe die Frauen anschließend Sex in den Dünen von Katwijk aan Zee.
An einem arbeitsfreien Tag im September fährt Jouline zu ihrer Freundin Tess van de Vries nach Amsterdam. Beide Frauen wollen sich einen schönen Nachmittag in der Altstadt von Amsterdam machen. Da Tess sich im Datum geirrt hatte, muss Jouline als zweite Domina bei einer Session im Studio von Tess kurzerhand einspringen.
Anfang Oktober macht sich Jouline dann endlich mit ihrem 500er Mercedes Coupe auf den Weg nach Paris zu Katti. Unterwegs traf sie auf einer Raststätte in der Toilette die junge Nathalie und hatte mit ihr ein kleines sexuelles Abenteuer.
In Paris angekommen, erfährt Jouline erst einmal die Tragweite vor dem Problem ihre Freundin Katti, bei dem es um einen globalen Volkswirtschaftlichen Schaden gehen könnte. Sicherheitsmänner mit Waffen stehen vor Katti’s Haustür, denn niemand kann zu diesem Zeitpunkt sagen, wer hinter einem solch gigantischen Cyberangriff steht.
Unter Hochdruck muss Jouline mit Katti’s Team eine Lösung für dieses Problem finden. Wem können sie in der globalen Finanzbranche überhaupt noch vertrauen und wer würde ihnen Informationen zu sehr prekären Finanzgeschäfte geben.
Jouline springt über ihren Schatten und setzt sich mit Freunden aus der Uni-Zeit in Kontakt. So auch mit ihren Exfreund Joachim Klein, der in London bei Fitch Ratings arbeitet.
Joachim ist über den Anruf von Jouline nicht gerade begeistert, denn bei einer Party zum ersten Staatsexamen gab es zwischen Jouline und Joachim einen Fauxpas, bei dem sie nicht ganz unschuldig war.
Langsam kommen über die Kontakte aus London, New York, Zürich und Singapur immer mehr Puzzleteile zusammen und Jouline erkennt die Gefahr der Lage. Sie braucht Hilfe und wendet sich an ihren Vater, der beim BKA in Wiesbaden arbeitet.
Da niemand weiß in wieweit Telefone und Internet von Banken, Börsen und Ratingagenturen sicher sind, sucht Jouline in Paris eine sichere Internetverbindung. Fündig wird sie in einem Internet-Café in einem der berüchtigten Banlieues.
Als weiße Frau in sehr teuren Kleider, ist sie ein leichtes Opfer in einem Mikrokosmos aus Drogen, Gewalt und Arbeitslosen Migranten.
In dem heruntergekommen Internet-Cafè verschafft sie sich erst einmal Respekt und tritt sehr beherzt einem aufdringlichen jungen Mann mit ihren High Heels in den Schritt.
Da ihr Freundin und Kollegin Katti lesbisch ist und Jouline einen Ausgleich zu all ihren Gedanken, Sorgen und Arbeit braucht, haben beide Frauen in Katti’s Luxuswohnung in Montmartre Sex bis zur völligen Ektase, bei dem Jouline rücklings unsanft vom Tisch fällt und auf dem Parkettboden aufschlägt.
In einem Pariser Nachclub lernt Jouline den äußerst attraktiven Türsteher Charles Aubertin kennen. Sie verabredete sich kurzerhand mit ihm, denn sie ist von diesem Mann völlig in den Bann gezogen. In einem kleinen Café in Montmartre sagte sie ihm, dass sie mit ihm Sex haben möchte.
Tage später stellt sich heraus, dass Charles Kommissar bei einer speziellen Sondereinheit der französischen Polizei arbeitet. Jene Behörde bekämpft Wirtschaftskriminalität. Charles ist ihr Mann für das Problem, vor dem sie und die globale Finanzwelt steht.
Polizei, Staatsanwaltschaften und Geheimdienste sehen in Jouline’s Ausarbeitung über den Cyberangriff noch keinen Handlungsbedarf, also macht sich Jouline mit Charles in einem Luxusreisemobil auf den Weg nach Rennes. Dort wird jene dubiose Anwaltskanzlei vermutet, von der der Cyberangriff ausgeht.
Im Commissariat der Stadt erklärte Jouline dem Polizeimajor die Dringlichkeit der Lage zu jenem Cyberangriff auf die globale Weltordnung.
Nach Stunden der Gespräche und Observation hat sie keine Kraft mehr zum kämpfen und möchte mit Charles ihre sexuelle Lust in dem Reisemobil auf einem großen Parkplatz außerhalb der Stadt stillen.
In der Nacht wird sie unsanft von der Polizei geweckt. Ihre nicht von der Hand zu weinenden Fakten und Informationen über einen globalen Cyberangriff, versetzt alle westlichen Geheimdienste in höchste Alarmbereitschaft.
Noch nicht ausgeschlafen und gestylt, stellt sie im Commissariat der Stadt Rennes in jener Nacht Mitarbeiter vom französischen Inlandsgeheimdienst das Szenario vor, welches von unbekannten Personen, Dienste oder Staaten geplant ist.
Die Welt steht am Rande einer Anarchie, Chaos und Gewalt. Niemand kann auch nur im Ansatz diesen Cyberangriff begreifen. Geheimdienste und Polizei sind ratlos bei dem was Jouline und Katti’s Team herausgefunden haben.
Durch den engen und freundschaftlichen Kontakt zu André Clerc, dem Chef einer der größten Reedereien der Welt, verlangsamen circa 70.000 Schiffe in der Welthandelsflotte ihre Geschwindigkeit. Clerc glaubt an die Fachkompetenz von Jouline und gibt ihr Rückendeckung. Die Mitarbeiter vom Inlandsgeheimdienst nehem die Fakten sehr ernst.
Die Zeit läuft gegen die Fakten von Jouline.
Jouline ist am Ende ihrer Kräfte und sieht das Ende der Welt auf sich zukommen. Ein entrinnen gibt es nicht mehr. Sie ist weit weg von Karima und möchte das Ende der Welt dann wenigstens mit gutem Sex mit Charles erleben.
Kraft- und Mutlos fällt Jouline einen Tag später in der Kathedrale von Rennes unter dem gewaltigen Kuppeldach im Kreuzgang auf die Knie. Sie weint und betet zu Gott. Sie sieht die biblische Offenbarung zum greifen nah. Nur Gott kann jetzt das Ende der Welt abwenden.
Da Jouline schon kurz vor einem völlig Blackout ihrer selbst steht, sieht sie überall die Gefahr von einer ihr unbekannten Macht gegen die Weltordnung. Bei einer Verfolgungsjagt durch die Altstadt von Rennen, schlägt sie zwei Asiaten mit ihrem High Heel nieder. Die vermeintlichen Attentäter aus China entpuppen sich jedoch als vietnamesische Köche von einem asiatischen Imbiss.
Im Dezember ist Jouline mit ihrer Freundin Karima bei ihren Eltern in der Wetterau. Sie möchte ihren Eltern und Familie sagen, dass sie im nächsten Jahr Karima heiraten werde. Da die Familie zusammen im elterlichen Wohnzimmer sitzt, wird sie von ihrem Schwager, Luca Fontana, aufs übelste beleidigt. Die Einwände einer gleichgeschlechtliche Ehe eskalieren mit einer schallenden Ohrfeige von Jouline’s Bruder Marcel.
Am nächsten Morgen stellte sich immer mehr heraus, dass Jouline’s jüngere Schwester Elaine seit Jahren Opfer von häusliche Gewalt durch ihren Mann Luca ist. Für Jouline ist dies absolut nicht akzeptabel und sie möchte dies mit ihrem Schwager gerne klären.
Die Eltern hatten schon lange diese Vermutung, kamen aber nicht an ihre jüngere Tochter heran.
Mit Selbstzweifel und der Ohnmacht versagt zu haben, kämpfen die Eltern seit Jahre vergeblich gegen die Ehe ihrer Tocher.
Jouline lässt dieses Unrecht an ihrer Schwester nicht stehen. Wie will es mit ihrem Schwager klären – nur wie?
Unter einem Vorwand fährt sie mit Karima nach Friedberg zur Sparkasse. Sie will ihren Schwager auf seinem Arbeitsplatz zur Rede stellen. Leider klappt die geplante Unterhaltung in seinem Büro nicht.
Luca beleidigt im Schalterraum vor Kunden nochmals Jouline. Um eine weitere Eskalation im Schalterraum zu vermeiden, sieht Jouline nur eine Chance sich zu wehren – sie schlägt mit ihrem High Heel ihren Schwager nieder, wie schon bereits im Oktober die beiden Vietnamesen in Rennes dieses Schicksal erfahren hatten.
Vor Weihnachten schlagen in ihrem kleinen Heimatort in der Wetterau die Wellen hoch, als man erfährt, dass die Upperclass Frau Jouline Michels eine Frau heiraten wird.
Auf dem kleinen Weihnachtsmarkt im Ort kommt sie nach vielen Jahren wieder mit ihren Kindergarten- und Schulfreunde zusammen. Welche Schicksale ihre Freunde in den vergangenen Jahren erlebt haben, taten Jouline im Herz weh.
Kurz entschlossen organisierte sie für den Heiligabend mit ihrem Schulfreund und heutigen Pfarrer eine kleine Benefizveranstaltung im örtlichen Gemeindehaus. Um ihrem Wunsch für ein perfektes Abendmahl zu bieten, ruft sie ihre Freundin Tess in Amsterdam an und bittet sie und ihre Zofe Nora um Unterstützung. Tess fackelt nicht lange und kommt mit Freunden in die Wetterau gefahren.
Nach einem turbulenten Jahr, beginnen im Haus von Karima in Schevenigen die nächsten Probleme. Um eine räumliche Distanz zu ihrem Schwager Luca Fontana zu bekommen, nimmt Jouline ihre jüngere Schwester Elaine mit nach Den Haag. Um aus den Fängen von einem narzisstischen Mann zu kommen, kommt Jouline selbst an ihre physische Grenzen. Sie will ihrer Schwester helfen, weiß aber nicht wie sie als Schutzschild aus der Sicht ihrer Schwester an sie heran kommen kann.
Der Januar wird für Jouline ein Alptraum aus Hilflosigkeit und Ohnmacht vor häuslicher Gewalt. Hinzu kommt die Information, dass die BaFin gegen Luca Fontana wegen Bandenmäßiger Geldwäsche ermittelt.
Elaine ist seit Jahren psychisch und physisch am Ende ihre Kräfte. Eine solche Nachricht über Luca konnte Jouline ihr nicht noch zumuten.
Eliane braucht Hilfe für ihr Leben und Jouline wusste nicht wie. Sie kaufte sich Fachbücher über Psychologie und Depressionen, um irgendwo einen Ansatz zur Hilfe zu finden. In all den Bücher las sie immer wieder von den Anfängen in frühester Kindheit.
Die Mutter von Marcel, Jouline und Elaine stammt aus der Nähe von Clermont-Ferrand. Dort verbrachten die Kinder ihre Ferien bei den Großeltern und Kinder in ihrem Alter. Mit Karima und den Eltern sprach Jouline über ihre Gedanken „back to the roots“. Wenn es für Eliane eine Hoffnung aus dem entrinnen der häuslichen Gewalt und Narzissmus geben würde, dann bei den Großeltern.
Auf dem Weg von Schevenigen nach Clermont-Ferrand wird Elaine dummerweise Mithörerin bei einem Gespräch bei dem es um Luca und die Geldwäsche ging.
Das Wiedersehen mit Freunden aus Kindertagen wird für die Schwestern zu einer Achterbahn der Gefühle. Erschreckend müssen die Schwestern feststellen, dass auch Laura Poyet, eine Freundin von ihnen häusliche Gewalt erlebt hatte.
Als erfolgreiche Unternehmerin in der Region, nutzt Laura ihr Geld und Einfluss zur Gründung eines kleinen Vereins für notleidende Frauen. Elaine wusste ab da an, dass sie nicht mehr alleine ist und Hilfe und Unterstützung bekommen wird.
In der alten Schreinerwerkstatt von ihrem Großvater wächst in Jouline immer mehr ihr Traum vom Möbelbau. Sie möchte für eine unbestimmte Zeit aus der globalen Finanzwirtschaft aussteigen, was nicht so einfach ist, wie sie es sich vorgestellt.
Nach den vier Wochen Aufenthalt bei den Großeltern fährt Jouline mit ihrer Schwester für ein paar Tage nach Paris. Auch hier sind einige Stationen aus vergangenen Kindertagen.
In Paris trifft sich Jouline heimlich mit Charles, denn sie hat ein schlechtes Gewissen gegenüber ihrer Schwester und Millionen Frauen, die häusliche Gewalt erleben. Sie liebt ihre sexuelle Freiheit und weiß im gleichen Augenblick, dass Frauen von ihren Männern oder Partnern vergewaltigt werden.
Charles 11-jähriger Sohn Thibault wächst Jouline ans Herz. Die Mutter von Thibault kam vor einigen Jahren bei einem Autounfall ums Leben. Thibault sehnt sich nach einer Mutter und diese in Jouline. Sie wird mal wieder mit den Gefühlen zu Charles und Thibault konfrontiert. Auf der anderen Seite liebt sie Karima.
Bei einem Fußballturnier von Thibault hat Jouline in ihren Designer Kleider alle Blicke auf sich, als sie Thibault’s Team zum noch nie dagewesenen überragenden Sieg in der Vereinsgschichte führte.
Die anschließende Siegerfeier im Vereinsheim in Draveil eskaliert, weil Jouline erleben muss, wie nah Rassismus ist. Ihre Rede gegen den Rassismus wird von ihrer Freundin Katti heimlich aufgenommen und geht im Internet viral Minuten später durch die Decke.
Aus Frust und Wut beschließt Jouline, eine private Siegesfeier für den Migranten Jungen Maxime und seine Mutter Zahra in einem der besten und teuerste Restaurants in Paris über den haushohen Sieg der Mannschaft gebührend zu feiern. Maxime und Thibault wollten stattdessen lieber zu McDonalds. Also wurde die Siegerfeier bei der Pappschachtel Haute Couture in Cesson abgehalten.
Durch Jouline’s Rede gegen Rassismus, wurde die kleine lautstarke Gruppe im McDonalds Restaurant sehr schnell erkannt und erfuhr positiven Rückhalt der Gäste und Angestellten.
In ihrem Herzen mochte Jouline Charles und Thibault sehr. Sie wollte beide nicht verlieren, also verkuppelten Katti und Jouline ihre Schwester Elaine mit Charles.
Im April erfuhr Eliane, dass Jouline Monate zuvor Sex mit Charles hatte und auch oft bei ihm zu Hause war. Aus dieser Nummer heraus zukommen war nicht sehr einfach.
Für Ende Mai war in der Wetterau die Hochzeit von Jouline und Karima geplant. Eine gleichgeschlechtliche Hochzeit gab es in dem Kaff bis dato nicht. Der erwartete Gegenwind blieb aus. Das Gegenteil trat ein: So gut wie jeder in dem Ort war bei der Vorbereitung, Polterabend und Hochzeit dabei gewesen. Die Freunde aus Frankreich und den Niederlanden reisten sogar in Reisebusse an.
Einen Tag nach der Hochzeit hatte Jouline ein ernstes Gespräch mit ihrem Chef geführt, welches das Leben von ihrer Freundin und Kollegin Katti Schuster grundlegend ändern sollte.
Katti wurde mit gerade 17 Jahren von ihren Eltern verbannt, weil sie homosexuell ist.
Obdach- und Mittelos kämpfte Katti sich durchs Abitur und anschließendem Studium. Mit Jouline hatte Katti über die Jahre an der Uni eine WG. Wenn also jemand die Vita von Katti kannte, dann war es Jouline.
Mit einem Brief der Anklage, Hilfe, Verzweiflung und Ablehnung von Katti’s Mutter, musste Jouline irgendwie den bevorstehenden Tod ihres Vaters mitteilen. Da Jouline an Gott und die Vergebung glaubt, konnte sie Katti überreden wenigstens am Sterbebett dem Vater zu vergeben.
Der Gang nach Canossa war die Fahrt in Katti’s 911er Porsche von der Wetterau nach Hildesheim. Beide Frauen wussten nicht was sie im Elternhaus von Katti erleben würden. Da durch einen schweren Schlaganfall des Vaters das Elternhaus verkauft werden musste, lebten die Eltern seit einigen Jahren am Existenzminimum in einer Kleingartenanlage.
Als endlich das Haus gefunden wurde, stand Jouline zwischen Katti’s Hass gegen ihre Eltern und ihrem Glauben an Gott und der Vergebung.
Über nicht legale Weise verschafften sich die Frauen Zutritt in ein Haus in einer Kleingartenanlage und fanden einen verwahrlosteten und vom Schlaganfall gezeichneter Mann liegend in einem billigen Schlafzimmer vor, der dem Tod näher als dem Leben war.
Katti war bei dem Anblick von ihrem Vater überfordert. Hinzu kamen der Hass und die seit 17 Jahren offene Frage nach der Ablehnung der Tocher.
Bei den anschließenden Diskussionen der beiden Frauen stand die jahrelange Freundschaft vor der Zerreißeprobe.
Wie sollte Jouline in dieser Situation reagieren? Zu ihrer Freundin stehen oder nach Artikeln 1 der Menschenrechte handeln. Sie entschied sich für die Menschlichkeit und rief einen RTW der den Vater in ein Krankenhaus bringen sollte.
Unter vielen Tränen und einem vom Tod gezeichneten Mann, konnte Jouline sich plötzlich ein anderes Bild von Katti’s Vater machen und machte sich auf die Suche in die Vergangenheit. Beim Hausarzt von Katti’s Vater wurde sie fündig und ihr wurde eine Kiste mit geheimen Briefe an Katti übergeben.
Katti’s Vater war auch Opfer von häuslicher Gewalt. Bei ihm war es über Jahre die Frau gewesen.
Die beiden Frauen wollten die Mutter Tage später zur Rede stellen – sie kamen zu spät, denn die Mutter hatte in einer Badewanne den Freitod gewählt.
Zurück in Den Haag wurden Jouline, Karima und eine Freundin aus Ghana Opfer eines rassistischen Überfalls. Da einer der helfenden Passanten eine Bootswerf hat, organisierte Jouline für ihre Familie und Freude einen mehrtägigen Segeltörn auf dem Ijsselmeer. Katti kam mit ihrem Vater aus Paris zu diesem Segeltörn. Es freute Jouline, dass Dieter wieder mehr Leben in sich hatte, und Katti nun mit ihrem Vater ein neues Leben in Montmartre beginnen konnte.
Da man Luca Fontana wegen häuslicher Gewalt und Vergewaltigung in mehreren Fällen bereits im Februar angezeigt hatte, kam noch Bandenmäßige Geldwäsche hinzu. So fand Anfang August einer der größten Geldwäsche Skandale in Frankreich statt. Da Jouline als Nebenklägerin der Vergewaltigungen und als Gutachterin in dem Geldwäsche Skandal auf der Seite der Staatsanwaltschaft saß, musste sie in zwei unterschiedlichen Rollen gegen ihren Exschwager aussagen. Natürlich stellten die Anwälte von Luca einen Befangenheitsantrag gegen Jouline.
Im Richterzimmer des OLG schien nun der Prozess zu platzen.
Zwei Tage vor der Urteilsverkündung gegen Luca, wollten sich seine Eltern mit Jouline treffen. Unter großer Angst stimmte sie einem Treffen zu. In den nachfolgenden Stunden sah sie erschreckend, wie Luca auch das Leben und Existenz seiner Eltern zerstörte.
Wieder einmal saß sie zwischen den Stühlen. Ihr taten die Eltern leid, aber auf der anderen Seite sollte auch Elaine begreifen, dass nicht nur sie alleine Opfer von Narzissmus war. So organisierte sie in einem Kletterparcours in der Wetterau ein Treffen zwischen ihnen und der ehemaligen Schwiegertocher.
Mitte August war Jouline wieder in ihrer Wahlheimat im niederländischen Schevenigen und grüblete über ein neues Projekt auf ihren Schreibtisch nach, als sie einen Anruf von Anouk, eine Frau, die sie vor einem Jahr in einem Swingerclub kennengelernt hatte. Kurz entschlossen organisierte Jouline für das Wochenende eine Sexparty in Karima’s Haus, bei dem auch vier niederländische Freunde, die Nachbarin Bernadette und eben Anouk mit ihrem Freund Stijn eingeladen waren.
