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Klimahaus 8° Ost in Bremerhaven

Dieses Haus ist einmalig auf der Welt
Man macht eine Reise von Bremerhaven über die Schweiz, nach Sizilien, weiter nach Algerien und Kamerun. Es geht über die Antarktis weiter nach Samoa, Alaska und kommt auf den Halligen an.

Die Eindrücke einer Reise, die es tatsächlich gegeben hat, bringen zum Nachdenken. Es wird der Klimawandel an den Menschen deutlich, die damit irgendwie klar kommen müssen.

Wer der Meinung ist, der Klimawandel ist von den Medien gemacht und gibt es gar nicht – braucht nicht mehr weiterzulesen und auch mir keinen sinnfreien Text zu schreiben.

In diesem Haus steht man ohnmächtig vor dem Leben von Menschen die sowieso schon wenig haben. Es wird nicht mit dem erhobenen Zeigefinger permanent auf den Klimawandel gezeigt. Es wird anschaulich und faktisch darauf hingewiesen.
In einem Raum sieht man anhand von Strichen die Waldrodungen pro Hektar in einer Stunde. Egal ob in Thailand, Burundi, Venezuela, El Salvador oder Brasilien. In Brasilien gehen die Striche über drei Wände!

Die Geschichte der Menschen entlang des 8. Längengrad Ost sind nicht erfunden! Man sieht Fotos, Videos und Lebensumstände jener Menschen vor sich. Man kann es fühlen, begreifen und verstehen.
Ich hatte beim lesen und hören so manche Tränen in den Augen.

Der Eintrittspreis von 19€ ist eine Reise um den 8. Längengrad Ost definitiv angemessen.
Man erlebt diese Reise tatsächlich Dreidimensional. Ob das warme Wetter auf Sizilien, die Trockenheit in Algerien, den Urlaub von Kamerun, die Arktis oder die subtropische Hitze auf Samoa.

Der Nachthimmel der Erde wurde von einem Niederländer entworfen und über eine Bogenbrücke gebaut. Man geht von der Dunkelheit dem Sonnenaufgang in Samoa entgegen. Es ist echt unglaublich, wie diese Dunkelheit mit ihren Sterne auf einen wirkt.
Noch von dem Licht der Sterne fasziniert, kommt danach die subtropische Hitze wie ein Hammerschlag voll auf einen zu.

Die Reise geht weiter über Alaska

Noch ein paar Impressionen aus der Antarktis

Ich habe über 360 Fotos von der Reise durch das Klimahaus gemacht. Ich denke, was ich hier an Fotos zeige, sollte die Einzigartigkeit dieses Hauses zeigen.

Wupper-Talsperre


Erste Überlegungen für den Bau einer Talsperre im Tal der Wupper wurden bereits Anfang des 20. Jahrhunderts angestellt. Das Hochwasser im Winter 1945/46 führte zu einer konkreten Planung.
Als vorbereitende Maßnahmen wurden ab 1962 Trinkwasserstollen verlegt, Brückenbauwerke errichtet, eine Land- und eine Bundesstraße verlegt sowie die Wupper-Vorsperre gebaut.
Mit dem Bau des Hauptabsperrdammes sowie der vier weiteren Vorsperren wurde im Jahr 1982 begonnen. Die Wupper-Talsperre konnte mit ihrer Kronenhöhe von 40 Meter und Kronenlänge von 320 Meter im Jahr 1987 in Betrieb genommen werden.

Große Teile der Uferbereiche der Wupper-Talsperre sind Landschaftsschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiete werden festgesetzt, um die Funktion des Naturhaushaltes zu erhalten oder wiederherzustellen, wegen Vielfalt und Schönheit des Landschaftsbildes, wegen besonderer kulturhistorischer Bedeutung oder wegen besonderer Bedeutung einer Landschaft für die Erholung.

Ich war heute fast auf dem Grund der Talsperre gewesen. Es ist erschreckend wie viel Wasser auf der gesamten Fläche fehlt. Bei Vollstau beträgt die Wassermenge 25,6 Millionen m³. In Fläche ist dies 2,25 km².
Nach meiner Schätzung fehlen weit über 4 Meter bis zum normalen Wasserniveau. Der Wasserstand war im Juni 2025 mit 54 % außergewöhnlich niedrig.
Heute, am 27. August beträg der Füllstand 23,95 %. Tendenz fallend.

In Zahlen: Der Normalwert liegt bei 252,50 Meter ü NN. Heute liegt der Wasserspiegel auf 239,73 Meter ü NN.

Auf den Fotos kann man sehr gut die eigentlich Wasserlinie sehen. Ich sprach heute mit einigen Besucher aus der Region. Sie sagten mir, dass die Talsperre noch nie so wenig Wasser hatte.