
Ich habe nur ein paar Punkte aus dem offiziellen Parteiprogramm, bzw. Europawahlprogramm heraus geschrieben, die als Einschränkung der Frauenrechte anzusehen sind.
Man kann eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln wenn man die vielen Frauen sieht, die der AfD die Füße lecken. Ihr wählt und stimmt gegen Rechte, wofür seit über 100 Jahren Frauen und Frauenrechtsorganisationen gekämpft haben!
Wie verblendet und manipuliert kann man eigentlich sein, um nicht zu erkennen, dass die AfD NIEMALS eine Partei für die Frauen und schon gar nicht für das Volk sein wird.

Die AfD vertritt im Hinblick auf Frauen ein traditionelles Rollenbild, das auf dem klassischen Familienmodell (Vater-Mutter-Kind) basiert. Kritiker und Analysen werten verschiedene Positionen in den Wahlprogrammen und Äußerungen als Einschränkung der Rechte und Selbstbestimmung von Frauen.
Rückkehr zum traditionellen Rollenbild: Die AfD propagiert die «Vater-Mutter-Kind-Familie» als einzige zu fördernde Lebensform und lehnt moderne Geschlechterrollenmodelle oft ab. Dies wird von Kritikern als Versuch gewertet, Frauen zurück an den Herd zu drängen.
Verschärfung des Abtreibungsrechts: Die Partei fordert eine deutliche Verschärfung der Regeln für Schwangerschaftsabbrüche. Abtreibungen sollen nur noch in Ausnahmefällen (kriminologische/medizinische Indikation) erlaubt sein.

Ablehnung von Frauenquoten: Die AfD lehnt Frauenquoten, etwa in Führungspositionen oder in der Politik (Parität), ab und will diese aus Gesetzen streichen.
Kritik am Feminismus: Die AfD bezeichnet den modernen Feminismus oft als Ideologie, die das Land untergrabe.
Förderung von Alleinverdiener-Modellen: Steuer- und familienpolitische Forderungen der AfD zielen darauf ab, traditionelle Hausfrauenehen zu fördern, was die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen verringern kann.

Gefährdung der sexuellen Selbstbestimmung: Kritiker sehen durch die Positionen der AfD, insbesondere zur Familie und Abtreibung, die Gleichberechtigung von Frauen als gefährdet an.
Die AfD sieht bei Entscheidungen zum Umgangsrecht für den (gewalttätigen) Vater nicht die Gefährdungslage der Mutter und der Kinder!
Die AfD sagt: „Bei vielen getrenntlebenden Paaren leiden viele Väter unter den familienrechtlichen Bestimmungen, wünschen sich beispielsweise mehr Umgang mit ihren Kindern haben zu können.“ Darüber hinaus ist die AfD „gegen jede finanzielle Unterstützung von Organisationen, die „Einelternfamilien“ als normalen, fortschrittlichen oder gar erstrebenswerten Lebensentwurf propagieren. Der Vorteil einer besonderen Unterstützung durch die Solidargemeinschaft sollte nur denjenigen Alleinerziehenden gewährt werden, die den anderen Elternteil nicht aus der Teilhabe an der Erziehungsverantwortung und praktischen Erziehungsleistung hinausdrängen.“ (AfD Website und Bundestagswahlprogramm 2025)

Nun mal ein paar Punkte, die Frauen, Frauenrechtsorganisationen und Politik in den vergangenen Jahrzehnten FÜR die Frauen erreicht haben.
– 1962 Frauen dürfen ein eigenes Bankkonto eröffnen.
– 1974/75 Frauenzentren, Frauenbuchläden und Frauenkneipen werden eröffnet. Ab den 80ern werden „Frauenthemen“ auch von „normalen“ Buchhandlungen und Verlagen entdeckt.
-1976 In Berlin öffnet das erste „Haus für geschlagene Frauen“.
– 1977 Das Eherecht schafft die „Hausfrauenehe“ ab. Bis dato war die Frau „zur Haushaltsführung verpflichtet“. Berufstätig durfte sie nur mit Einverständnis des Mannes sein und wenn sie ihre „familiären Verpflichtungen nicht vernachlässigt“. Auch das Scheidungsrecht wird reformiert. In diesem Jahr spricht der Deutsche Presserat erstmals eine Rüge wegen Sexismus aus.
– 1978 Für Vergewaltigungsopfer wird ein Notruf eingerichtet.
– 1978 Feministische Lehre und Forschung kommt an die Unis.
– 1980 Das Gesetz zur Gleichbehandlung am Arbeitsplatz wird im Bundestag verabschiedet.
– 1985 Der Begriff Gender-Mainstreaming fällt zum ersten Mal: Ungleichbehandlung aller Gender in allen Bereichen soll verhindert werden.
– 1986 Das erste Bundesfrauenministerium wird eingerichtet.
– 1993 Heide Simonis wird die erste Ministerpräsidentin.
– 1997 Endlich ist Vergewaltigung in der Ehe als Straftat zu ahnden. Der Bundestag beschließt dies mit überwältigender Mehrheit.
– 2001 Der erste Girls’ Day findet bei uns statt! Die Zeitschrift „Emma“ hatte den Töchter-Tag gegen die „typischen Frauenberufe“ lange gefordert.
– 2001 In Deutschland wird die „eingetragene Partnerschaft“ Gesetz und die Rechte homosexueller Paare werden gestärkt.
– 2003 Die Sicherheitsverwahrung von Sexualstraftätern kann nachträglich angeordnet werden.
– 2005: Angela Merkel wird die erste Bundeskanzlerin.
– 2006 Der Bundestag beschließt das Elterngeld.
– 2010 Die Deutsche Telekom führt die Frauenquote ein und entfacht damit die Diskussion um Frauen in Führungspositionen neu.
– 2016 In DAX-Unternehmen gilt nun eine Frauenquote von 30 Prozent.
– 2016 wird das Sexualstrafrecht reformiert: Nein heißt Nein! Auch wenn Frauen es „nur“ sagen.
– 2017 dürfen homosexuelle Paare endlich heiraten und die Bräute dürfen sich jetzt küssen!
– 2019 Diskussion um den Frauenanteil in unserem Bundestag.
– 2020 Menstruationsartikel gelten nicht mehr als Luxus.
