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Die AfD und ihre Haltung zur Kirche

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag...“
Diesen Text schrieb der Theologe Dietrich Bonhoeffer am 19. Dezember 1944 als Weihnachtsgruß und Gebet für seine Verlobte Maria von Wedemeyer und seine Familie in seiner Zelle im Gestapo-Gefängnis in Berlin-Tegel. Bonhoeffer war christlicher Widerstandskämpfer und wurde von den Nazis am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg hingerichtet.
„Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag…“
Diese Worte sind in Anbetracht des immer stärker aufkommenden Rassismus, Faschismus und Nationalismus in Deutschland sehr ernst zu nehmen. Was mag im September in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kommen?

Eine rechtspopulistische Partei in Deutschland ist auf dem Höhenflug und offensichtlich sind zu viele Menschen von deren massiven Manipulationen, Lügen und Falschaussagen so indoktriniert, dass sie die Wahrheit nicht mehr erkennen.
Ich habe mal einen der Gesetzesentwürfe der AfD aufgedröselt.

Deutscher Bundestag, 21. Wahlperiode
Drucksache 21/5212 vom  07.04.2026.

Gesetzentwurf

der Abgeordneten Tobias Matthias Peterka, Nicole Höchst, Stephan Brandner, Knuth Meyer-Soltau, Thomas Fetsch, Stefan Möller, Dr. Christoph Birghan, Martina Kempf, Dr. Götz Frömming, Martin Erwin Renner, Ronald Gläser, Matthias Helferich, Nicole Hess, Sven Wendorf, Alexander Arpaschi, Dr. Christina Baum, Joachim Bloch, René Bochmann, Erhard Brucker, Marcus Bühl, Tobias, Ebenberger, Alexis L. Giersch, Udo Theodor Hemmelgarn, Karsten Hilse, Dr. Malte Kaufmann, Kurt Kleinschmidt, Heinrich Koch, Achim Köhler, Reinhard Mixl,  Kerstin Przygodda, Arne Raue, Carina Schießl, Jörg Zirwes, Ulrich von Zons und  der Fraktion der AfD.

Entwurf eines Gesetzes über die Grundsätze zur Ablösung der Staatsleistungen an Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften

Die AfD-Fraktion hat am 7. April 2026 den Gesetzentwurf 21/5212 über „Grundsätze zur Ablösung der Staatsleistungen an Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften“ vorgelegt.

Pharisäer mit völkisch-nationalistischen Gedankengut

Öffentlich befürwortet die AfD zwar das Christentum als europäische Leitkultur, steht den etablierten Kirchen als Institutionen aber sehr kritisch gegenüber. Siehe Gesetzentwurf 21/5212 vom 7. April 2026. In diesem Gesetzentwurf schreiben die Abgeordneten, dass sich die jährlichen Staatsleistungen der Länder an die betroffenen Religionsgemeinschaften, sich für das Jahr 2025 auf rund 657 Millionen Euro beliefen. Die exakte Zahl ist 656.863.000 Euro.
Im Text heißt es weiter, dass die Leistungen aufgrund historischer Rechtstitel aus vorkonstitutioneller Zeit erbracht würden und beruhten nicht auf nachkonstitutionellen vertraglichen Vereinbarungen. „Sie stehen im Spannungsverhältnis zur staatlichen Neutralität und zur modernen Ausgestaltung der Religionsfreiheit.“

Unter Punkt B 2. heißt es: „Definition des Anwendungsbereichs ausschließlich für vorkonstitutionelle Staatsleistungen an christliche Religionsgesellschaften und ausdrücklicher Ausschluss jüdischer Religionsgemeinschaften“

Einfach ausgedruckt heißt dies, dass die AfD die Abschaffung kirchlicher Privilegien, die Streichung staatlicher Leistungen sowie das Verbot des Kirchenasyls fordert.
Man kann durchaus kritisch auf das Vermögen der Kirchen und auch Fehltritte von Gottes Mitarbeiter auf Erden hinterfragen. Aber hinter all dem steht mehr, als Sonntags das Vater Unser zu beten.

Die großen Kirchen in Deutschland unterhalten neben den schnöden Gotteshäuser mit dem Bimbam in den Glockentürmen auch Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Schulen, Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Sozialeinruchtungen wie Frauenhäuser, Tafeln, Suchtberatungsstellen

Also heißt, dass es dann weniger Kindergärten und Krankenhäuser geben wird. Die Kirche ist ja nicht nur am Sonntag.
Die Kirchen haben auch Pflegedienste, Alten- und Pflegeheime, Jugendeinrichtungen, Suchtberatung, Waisenheime und Familienberatungsstellen. Des Weiteren gehörten auch Werkstätte und Wohnheime für behinderte Menschen zu den Kirchen.

Frauenhäuser

Ein erheblicher Teil der Schutzeinrichtungen für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder wird von den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden, der Diakonie und der Caritas, sowie dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) getragen. Rund ein Drittel bis die Hälfte aller Frauenhäuser in Deutschland werden von kirchlichen oder konfessionell gebundenen Trägern betrieben. Allein der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) ist Träger für etwa 10 % aller Frauenhäuser in Deutschland.
Die Diakonie, also der evangelische Bereich, betreibt bundesweit etwa 7 % der Frauenhäuser. Diese eng mit den jeweiligen evangelischen Frauenwerken zusammenarbeiten.

Auch freie Wohlfahrtsverbände wie die AWO, das Rote Kreuz oder der Paritätische sowie autonome Frauenvereine unterhalten Schutzhäuser für Frauen und Kinder.
In Anbetracht dessen, dass alle vier Minuten eine Frau in Deutschland Opfer von häuslicher Gewalt wird, ist die derzeitige Situation an Frauenhäuser bei weitem noch viel zu wenig.
Dieser Mangel an Schutzhäuser liegt u.a. ajch an einem Flickenteppich der Finanzierung. Denn unabhängig vom Träger, sind diese Schutzhäuser auf Kommunale-, Landes- oder Bundeszuschüssen angewiesen.

Krankenhäuser
Die Kirchen betreiben in Deutschland über ihre Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie zahlreiche Krankenhäuser.
Es gibt an mehr als 300 Standorte über 240 katholische Krankenhäuser. Etwa jedes dritte Krankenhaus in Deutschland wird von einem konfessionellen Träger betrieben. Diese Krankenhäuser finanzieren sich in der Regel jedoch weitgehend über Krankenkassen, Pflegeversicherungen und staatliche Investitionskostenzuschüsse, und nicht wie oft angenommen aus der Kirchensteuer.

Schulen

Auch hunderte Schulen in Deutschland werden von den Kirchen betreiben und sind somit der größte freie Schulträger. Der Staat finanziert diese Ersatzschulen weitgehend. Die Kirchen müssen jedoch einen Eigenanteil leisten. Die Nachfrage zu solchen Schulen ist erstaunlich hoch.
Die katholische Kirche ist der größte private Schulträger. Bundesweit gibt es über 900 katholische Schulen. Darunter viele Grundschulen und Gymnasien. Aktuell sind rund 360.000 Schülern:innen an solchen Schulen gemeldet.
Auch betreibt die evangelische Kirche knapp 1.000 Schulen, in denen rund 147.000 Schüler:innen unterrichtet werden. 

Kindergärten

Die beiden großen Kirchen in Deutschland betreiben auch sehr viele Kindergärten. Zusammen sind die katholische und die evangelische Kirche Träger von rund 50 % aller Kindertagesstätten. Die kirchlichen Kindergärten stehen in der Regel allen Kindern offen, also unabhängig von deren Religion oder Kirchenzugehörigkeit.
Die Betriebskosten werden fast vollständig vom Staat und durch Elternbeiträge getragen. Die Kirchen steuern meist einen kleinen Eigenanteil bei und stellen häufig die Gebäude oder Grundstücke zur Verfügung.

Soziales Engagement

Neben all diesen Punkten stehen die Kirchen auch für sehr viele Betreuungseinrichtungen. Diese reichen von Kinderbetreuung, Schwangerenberatung, Suchtberatung, Obdachlosenhilfe, Alten- und Pflegeheime sowie mobile Pflegedienste, bis hin zu
Hospizarbeit und Telefonseelsorge

Fazit
Es ist einfach zu sagen, dass die Kirchen uns zu viel Geld kosten, anstatt auch mal zu sehen, dass ungefähr 2 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz in der Pflege, Bildung, Sozialarbeit bis hin zu den Beratungsstellen bei der Kirche haben.

Die AfD jammert ja ständig, dass Deutschland den Bach herunter geht. Dass sie dies mit einem ihrer selbst eingebrachten Gesetzesentwürfe mit anfeuert, sagt die AfD ihren Wähler nicht.

Quellen: https://dserver.bundestag.de/btd/21/052/2105212.pdf

Fotos: Alle Fotos privat

Faschismus gegen Demokratie

Der Rassismus, Faschismus und Nationalismus läuft seit einigen Jahren auf allen sozialen Plattformen auf Hochtouren.
Wir alle sehen ständig Beiträge pro AfD. Egal ob es nun völlig sinnbefreie KI Videos oder „Meinungen“ vom User sind.
Nach Artikel 5 des Grundgesetz steht es jedem frei seine Meinung zu äußern – leider auch den faschistischen Anhänger jener rechtspopulistischen Partei.

Wer sich gegen die AfD stellt und seine klare Meinung zu Rassismus, Faschismus und Nationalismus sagt oder schreibt, ist sofort der Feind der AfD und deren Anhängerschaft.
Es wird nicht mehr diskutiert und nicht mehr argumentiert. Wer gegen die AfD ist, ist Staatsfeind Nr. 1. Punkt.

Wenn man sich gegen die AfD ausspricht muß damit rechnen beschimpft, beleidigt, gedemütigt und bedroht zu werden. Die Verrrohung der Gesellschaft schreitet immer weiter und schneller voran. Dies kann man täglich auf allen sozialen Plattformen im Internet sehen.
Von Vergewaltigungswünsche  bis zu Morddrohungen ist alles dabei.
Wenn man dann zurück schimpft ist man gegen die Demokratie, vernichtet die Meinungsfreiheit, ist ein Systemling, Linksgrünversüfft oder hat keine Ahnung.

Wenn selbst der Verfassungsschutz, was der Inlandsnachrichtendienst Deutschlands ist, in seiner Hauptaufgabe als Frühwarnsystem Gefahren für die freiheitliche demokratische Grundordnung, den Bestand und die Sicherheit des Staates frühzeitig zu erkennen und abzuwehren tätig wird, sollte man sich schon mal ein paar Gedanken machen, ob die AfD tatsächlich die Partei für das Volk ist.

Die AfD ist keine Partei im demokratische Sinne. Dies zeigt sie mittlerweile sehr offen in Interviews. Sie verbreitet Lügen, sie hetzt und spaltet die Gesellschaft. Es gibt bei der AfD und deren Gefolge nur ein dafür oder dagegen. Mit Falschaussagen, Lügen und Angstmacherei wird bewusst ein Keil in die Gesellschaft getrieben.
Die AfD bietet keine politischen Lösungen – nur Schuldige. Was vor Jahren noch ausschließlich die Flüchtlinge waren, wurde auf queere und behinderte Menschen ausgeweitet. Ständig sucht die AfD ein neues Feindbild.

Es ist Fakt das die AfD nicht für die Arbeiternehmer:innen regieren wird. Dies kann jeder im öffentlichen Parteiprogramm nachlesen.
Äußerungen über die Leugnung des Holocaust, das man auf Gräber pissen sollte oder Antifa – also JEDEN Bürger in diesem Land der sich gegen die AfD stellt, in ein KZ schaffen sollte. Solche Aussagen sind keine Ausrutscher! Es ist der alltägliche Sprachgebrauch der AfD. Wer solche Worte öffentlich sagt, ist gegen unsere freiheitliche, demokratische Grundordnung!

Die AfD fordert den Austritt aus der EU und dem Euro-Raum. Da sieht man doch schon, dass diese Partei die wirtschaftlichen Zusammenhänge überhaupt nicht versteht. Deutschland hat Verträge über Kredite mit sehr viel Ländern dieser Welt am laufen. Bei einem Austritt aus dem Euro-Raum wären die Rückzahlung der Staaten nach den festgelegten Zins- und Währungssätze der EZB hinfällig. Deutschland wäre binnen kürzester Zeit bankrott, weil das geschuldete Geld weg wäre.

Die AfD spricht öffentlich von Informationsaustausch mit Russland, China und den USA. Was nichts anderes als Verrat und Spionage ist.
Öffendlich wird Rassismus und Diskriminierung gegenüber Menschen mit Behinderungen, Schwulen und Lesben. Menschen die nicht Weiß sind, die aus der Norm fallen. Sie

Die AfD spricht offen von Konzentrationslager – sie nennen es nur anders. Sie sagen öffendlich, dass die Arbeiternehmer:innen die große Verlierer sein werden –  sie nennen es nur anders.
Ihre Gefolgschaft klatsch und applaudiert bei all dem Rassismus, Faschismus und Menschenhass.
Nur weil die AfD in unsere Staatsform demokratisch gewählt wurde, heißt diese noch lange nicht dass sie auch demokratisch ist. Diese rechtspopulistische Partei würde, wenn sie in der Regierungsverantwortung steht, Deutschland gesellschaftlich und wirtschaftlich vernichten.

Die Anhänger der AfD geben ihr einen Freifahrtsschein für Spionage und Korruption. Es gibt keine Grenzen mehr. Nur noch menschliche Entgleisungen. Vergewaltigungen an Migranten werden gefeiert und bejubelt.
Vetternwirtschaft und Korruption im ganz großen Stil wird als Legitim betrachtet.
Die Selbstbereicherung der Gehälter von AfD Politiker und deren Mitarbeiter übertrift alles was es bis dato in Deutschland gab. Die Steigbügelhalter für Faschismus und Nationalismus nehmen diesse Korruption gelassen hin.

Seit Jahren verbreitet die AfD durch ihre massive Manipulation, Hass und Hetze. Noch nie war Deutschland so gespalten wie durch die AfD! Stolz trägt die Afd die Fahne für Einigkeit, Recht und Freiheit vor sich her. Wie infam kann man nur sein?

Die AfD spricht öffentlich Menschenrechtsverletzungen aus. Sie missbraucht das Grundgesetz und will die Freiheit und Rechte von Menschen, Gewerkschaften und Medien einschränken.

Zu all diesen offenensichlichen und nachweislichen Vorwürfe stellen sich Bürger dieses Landes, weil sie mit der aktuellen Regierung unzufrieden sind.
Auch wenn diese Worte nun wieder sinnbefreie Deppensmileys oder Kommentare von geistigen Durchfall als „Gegenargumente“ bringen wird, zeigt dies doch wie indoktriniert die Wählerschaft der AfD ist.
Man könnte ja vielleicht mal den Gedanken fassen, dass nicht alle Menschen die sich gegen die AfD stellt blöd, keine Ahnung oder Systemling sind.

Naike Juchem, 15. Juni 26

Das Wahlprogramm der AfD

Immer wieder lese ich die Sätze, „Kennst du denn das Wahlprogramm der AfD.“
Ja, kenne ich.
Ich habe vor Jahren auch schon auf meinen WordPress Blog darüber berichtet und berichte immer noch darüber.
Also kann man mir schon mal keine Unwissenheit vorwerfen.

Die allermeisten AfD Wähler:innen wissen nicht für wen sie ihre demokratische Stimme geben, weil sie einfach mit der aktuellen Politik unzufrieden sind – bin ich auch.
Nur sollte man sich bei einer rechtspopulistischen Partei dann doch mal die Mühe machen und das öffentliche und offizielle Wahlprogramm der AfD durchlesen. Ich weiß, es dauert eine gewisse Zeit, bis man dieses gelesen hat. Die meisten AfD Wähler:innen steigen ja schon bei den Überschriften aus. Auch dies ist ein sehr großes Problem in der heutigen Zeit, dass man meint mit Schlagwörter die Komplexität von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und globale Zusammenhänge zu begreifen. Kann man eben nicht.

Die AfD benutzt eine Rhetorik die auf Angst, Falschaussagen und Lügen aufgebaut ist.
„Deutschland geht es schlecht“
Tatsächlich? Als vierte größte Volkswirtschaft der Welt kann es uns gar nicht so schlecht gehen.

„Deutschland verschenkt Geld an andere Länder!“
Tatsächlich? Deutschland hat noch nie Geld verschenkt! Alles was Deutschland an Geld in Formen von Krediten und Subventionen an ander Ländern gibt, ist an Forderungen für die Wirtschaft gebunden.
Ob nun Fahrzeuge, Maschinen, Chemische Produkte, Telekommunikation oder oder oder. All diese Vordergrund an die Schuldnerstaaten sichern in Deutschland Arbeitsplätze.

„Deutschland kann nicht die ganze Welt retten.“
Tatsächlich? Natürlich kann Deutschland in puncto Klimaschutz nicht die Welt retten. Dies kann und muss global gelöst und angefangen werden. Viele Länder sind im Klimaschutz weiter als Deutschland. Deutschland ist auf der Ranking Liste auf Platz 22. So viel mal dazu, dass Deutschland nicht die Welt retten kann.
Dänemark führt die Ranking Liste an, dank seiner hervorragenden internationalen Klimapolitik und dem hohen Anteil erneuerbarer Energien. Die Skandinavischen Länder sind vor uns. Großbritannien, Marokko, Spanien, ja sogar die Philippinen sind vor Deutschland.
Brasilien liegt auf Platz 8. Selbst China liegt mit Platz 15 weit vor Deutschland.

Natürlich sagen dies die AfD Politiker:innen nicht. Denn sie wollen immer nur Angst machen Dies ist ihr Erfolg. Und keine politische Inhalte – welche sie auch nicht haben.

Nun zu einer Zusammenfassung von nur 12 Punkten, die auf uns alle zukommen würden, wenn die AfD in Deutschland jemals die Regierung stellen würde.
Arbeiter, Mütter, Arbeitslose & Geringverdiener werden dies zu spüren bekommen. Also der größte Anteil der AfD Wähler:innen.

Punkt 1:  Rente
Die AfD will Rente nur nach 45 Beitragsjahren. Wer später ins Berufsleben startet, krank wird, Kinder erzieht, oder Angehörige pflegt, hat somit seine Beitragsjahren nicht erfüllt. Also liebe Mütter und Arbeitslose macht euch mal ein paar Gedanken über eure Jahre die ihr ins Rentensystem einbezahlt habt. Könnte bei so einigen echt schwierig werden.

Punkt 2: Mindestlohn
Die AfD will den Mindestlohn abschaffen. Also arbeiten für Hungerlöhne die dann jeder Konzern und Unternehmer frei wählen kann, denn die AfD will auch die Gewerkschaften schwächen ( Punkt 10)
(AfD-Programm: „Mindestlohn schadet der Wirtschaft!“)

Punkt 3: Bürgergeld
Wer arbeitslos ist, soll noch weniger bekommen. Armutsfalle statt Unterstützung!
(Nachzulesen in ihren Forderungen!)

Punkt 4: Kündigungsschutz
Arbeitgeber können mit solchen Maßnahmen Arbeitnehmer:innen viel einfacher und schneller kündigen.
Also Jobunsicherheit für alle!
(AfD will „flexiblere“ Arbeitsverträge!)

Punkt 5: Elterngeld
Die AfD will das Elterngeld drastisch kürzen. Familien sollen sich selbst durchschlagen. Womit sich der Kinderwunsch für viele dann erübrigen wird. Nur noch reiche Familien können sich dann Kinder leisten. Also nix mit KI erstellen Bildchen der schönen heilen Familie.
(AfD fordert „Leistungsgerechtigkeit“ )

Punkt 6: Steuererhöhungen
Die AfD will die Steuern für Geringverdiener hochsetzen – während Konzerne Steuern sparen. Die AfD will „Entlastung der Wirtschaft“. Wo sollen denn diese Entladung herkommen und wer soll es dann finanzieren? Die AfD wählt in ihrer Rhetorik bewusst die Punkte der Steuerentlastungen für die Bürger. Verschweigt aber immer, wie sie dies überhaupt finanzieren kann und wird.

Punkt 7: Frauenrechte
Die AfD will die seit Jahrzehnten erkämpften Rechte und Gleichstellungen der Frauen zurückgedreht. Die AfD lehnt Gleichstellungspolitik ab und will traditionelle Rollenbilder stärken. Frauen gehören an den Herd?
(AfD-Programm: „Familie ist, wo die Mutter zu Hause bleibt.“)

Punkt 8: Kinderrechte
Die AfD lehnt den Anspruch auf kostenlose Bildung oder Schutz vor Armut ab. Kinder aus armen Familien und Migranten sowieso haben das Nachsehen.
(AfD gegen „staatliche Bevormundung“ – auch bei Kinderrechten.)

Punkt 9: Privatisierung von Kitas & Krankenhäusern
Mit einfachen Worten ausgedrückt: Wer kein Geld hat, bleibt draußen. Gesundheit & Bildung nur für die, die es sich leisten können.
(AfD-Programm: „Mehr Markt, weniger Staat!“)

Punkt 10: Abschaffung der Gewerkschaften
Die AfD will Gewerkschaften schwächen und dass die Gewerkschaften keine Mitbestimmung mehr bei Löhne oder Lohnfortzahlung (Elterngeld) haben. Also kann ein Konzern oder Unternehmen sagen, für welchen Lohn man einen Arbeitsvertrag bekommen würde.
(AfD gegen „übermächtige Arbeitnehmervertreter“)

Punkt 11: Migration
Die AfD will eine hartes Zuwanderungsgesetz für Migranten. Sehr viele Migranten arbeiten seit Jahrzehnten in der Gesundheit, Pflege, Landwirtschaft, Gastronomie oder Wirtschaft. AfD will „Zuwanderung stoppen“.  Wenn diese Wahnvorstellungen der AfD umgesetzt werden, bleibt die Frage: Wer arbeitet dann noch in Krankhäuser, Altenheime, auf dem Bau oder in der Landwirtschaft?

Punkt 12: Bildung
Durch die AfD wird Bildung teurer. Schulbücher, Kitas, Uni-Gebühren sollen erhöht werden. Chancen auf Bildung sind dann nur für Kinder möglich, deren Eltern reich sind. In Sachsen-Anhalt möchte die AfD ja schon dafür sorgen, dass nur noch 25% eines Jahrgangs Abitur machen dürfen.
(AfD: „Bildung ist Privatsache!“)

Wer bis hierhin gelesen hat, sollte mir dann doch bitte mal die positiven Punkte einer Partei aufzeigen, die GEGEN das Volk ist.
Mit Manipulation und einer einfachen Rhetorik setzt die AfD ganz klar gegen eine Spaltung der Gesellschaft. Schuld sind immer die anderen. Deutschland geht es so schlecht und so weiter und so weiter.

Der überwiegende Anteil der AfD Wähler:innen glaubt frei erfundene Beiträge und manipulierten Beiträge mehr als etablierten Medien und Journalisten. Diese Ziel der gezielten Manipulation hat die AfD erfolgreich in den Köpfen ihrer Wählerschaft eingetrichtert.

Die AfD Wähler:innen beschimpfen mich und andere Menschen, die sich gegen eine rechtspopulistische Partei stellen als dumm, ungebildet, Systemlinge und was nicht noch alles.
Bei nur meinen 12 aufgeführten Punkte, bleibt die Frage:WER ist dumm und ungebildet?

Ich habe jetzt noch nicht die Themen Klimaschutz, EU, Raus aus dem Euro-Raum und häusliche Gewalt geschrieben.

Naike Juchem, 30. Mai 2026

„Hitler war ein Linker“ – dies behauptet zumindest das AfD Alitsche

Fakten haben und werden die AfD und deren Gefolge niemals interessieren. Denn: „Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune, ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt…“

Auch wenn der Dackelmann Gauland einst in einer Rede die Verharmlosung über die Herrschaft der Nationalsozialisten als „Vogelschiss in der Geschichte“ nannte, kann die AfD nicht die Geschichte umschreiben widewidewitt wie diese ihr gefällt.
Auch wenn dem Alitsche es nicht gefällt, war Hitler KEIN Linker. Denn seine ersten Opfer und Hauptfeinde waren die Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter. Auch der AfD sind Sozialdemokraten und Gewerkschafter ein Dorn im Auge.
Jene Volksfeinde wurden unter der NSDAP in Konzentrationslager gesperrt, gefoltert und ermordet.
Hitler war ein Rassist, Faschist, Nationalsozialist und ganz nebenbei ein Größenwahnsinniger Diktator. Im Grunde das gleiche was seit Jahren die AfD und deren Gefolge sind. Also: Rassisten, Faschisten und Nationalsozialisten.

Warum komme ich nun auf all dies?
Ich hatte mich gestern mit eine Freundin aus Hamm, Westfalen getroffen. Sie zeigte mir Fotos welche in einem der wenigen noch übrig gebliebenen Hochbunker in Hamm ausgestellt sind.
Wohin Rassismus, Faschismus und Nationalsozialismus einen ganzen Kontinent brachte, kann jeder nachlesen oder anschauen. Durch Größenwahn, Rassenhass, Faschismus und einer irrsinnigen völkischen Ideologie, kamen schätzungsweise 60 bis über 70 Millionen Menschen ums Leben! Zwei Drittel aller Opfer waren Zivilisten, die durch direkte Kriegshandlungen, Hunger, Krankheiten oder systematischen Massenmord starben.
Wer also meint einen Größenwahnsinnigen Diktator feiern zu müssen, sollte sich mal mit der Geschichte beschäftigen.

Nun zu den Fotos aus Hamm.
Am 23. März 1944 flog die 8. US-Luftflotte einen großangelegten Tagesangriff auf Hamm, der vor allem dem strategisch bedeutenden Verschiebebahnhof galt. Da das Ziel jedoch stark bewölkt war, konnte nur ein kleiner Teil der Streitmacht die Stadt anvisieren. Über das gesamte Stadtgebiet fielen an diesem Tag schätzungsweise 262 Sprengbomben, wodurch bis zu 200 Menschen starben und schwere Schäden entstanden.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt Deutschland unvorstellbare Schäden, die sich jedoch nicht nur in reinen Geldsummen, sondern vor allem in menschlichem Leid, Obdachlosigkeit und Zerstörung von Infrastruktur messen lassen. Der wirtschaftliche und materielle Zusammenbruch umfasste historisch einmalige Ausmaße.

Durch den Krieg wurden etwa 20 bis 25 Prozent des gesamten deutschen Wohnraums, rund 4,8 Millionen Wohnungen komplett zerstört. Rund 13 Millionen Menschen wurden obdachlos, und mindestens 5,5 Millionen deutsche Soldaten und zahlreiche Zivilisten starben.
Auf das Reichsgebiet wurden über 1,5 Millionen Tonnen Bomben abgeworfen! Dies hinterließ über eine Milliarde Tonnen Schutt. Verkehrswege, Häfen und Brücken waren weitgehend unbrauchbar.

Der finanzielle Schaden an Gebäuden, Infrastruktur und Vermögenswerten ging in die Hunderte Milliarden Reichsmark (nach zeitgenössischen Berechnungen). Zudem hinterließ das Deutsche Reich einen Schuldenberg von über 400 Milliarden Reichsmark.
Die meisten Menschen haben kein Gefühl dafür, wie groß der Unterschied zwischen Millionen und Milliarden ist. 1 Million Sekunden sind ungefähr 11 Tage. 1 Milliarde Sekunden sind etwa 32 Jahre.

Wer im 21. Jahrhundert in Deutschland eine rechtspopulistische Partei als Alternative für dieses Land sieht, sollte sich bewusst sein, wohin Rassismus, Faschismus und Nationalsozialismus hingeführt hatte. Auch bei der NSDAP fing es mit Worten an.

Wehret den Anfängen

Naike Juchem, 21. Mai 2026

The Wind of Chance

Welche Zeit war besser?
Für die einen die 60er, 70er, 80er oder die 90er?
Zeit oder Erinnerung ist immer eine gefühlte Meinung – nie eine objektive.

Geboren 1970 erlebte ich als Jugendliche die militärische Aufrüstung in meiner Heimat im Hunsrück. Die atomare Bedrohung wurde in diesem Jahrzehnt bis auf die Spitze getrieben. Dies waren die 80er.
Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie wir damals in der Schule ins Kino fuhren und den Film „The Day after“ schauten. Ja, die Welt stand an der Schwelle einer atomaren Zerstörung durch die großen Mächte in Ost und West.
Der saure Regen hatten ganze Wälder im Schwarzwald zerstört. Dies waren die 80er.
In Tschernobyl explodierte eine Reaktor und wir lagen auf der Wiese in der Sonne. Tage später wurde dieses Unglück erst bekannt. Dies waren die 80er.
Müllverklappung in den Meere war Standard. Dies waren die 80er.
RTL kam mit Tutti Frutti auf den Markt. Dies waren die 80er.
Am Samstagabend saß die Familie bei den Fernseh-Shows von ARD und ZDF gemeinsam vorm Fernsehen. Dies waren die 80er.
In der Jugend war man in den Dörfer in den Discos gewesen. Dies waren die 80er.

Das Leben war unbeschwerter, weil man zum einen über 40 Jahre jünger war und vieles von der Welt nicht wusste.
Ja, es war eine geile Zeit gewesen, die wir als Kinder und Jugendliche hatten. Wir waren Zelten, sind mit Mofas oder Mopeds in die große weite Welt gefahren.

Ende der 80er Jahre kam der große Aufbruch in Europa. Länder kamen sich näher und Grenzen wurden abgebaut. Die politische Lage zwischen Ost und West entspannte sich. Raketen wurden demontiert und Brücken für den Frieden in Europa wurden gebaut.
Politische System zerbrachen im Osten von Europa. The Wind of Chance.

Ja, wir alle erlebten den Wind of Chance live. Aufbruch machte sich breit und der Frieden war gesichert – zumindest in Teilen von Europa. Im Osten von Europa brannte der Baum. Ob nun in Jugoslawien, Polen, Rumänien, Ungarn oder auch DDR. Menschen schlachteten sich gegenseitig ab, die zuvor noch Nachbarn waren. Im Osten von Deutschland ging man mit Kerzen auf die Straßen. Gleichzeitig waren Scharfschützen bereit für ihren Einsatz.
Ein Schuss hätte gereicht und es hätte auf deutschem Boden einen Bürgerkrieg gegeben.

Menschen flohen vor einem kranken System, in dem es nur Bespitzelung, Einschränkungen und Gängelung gab.
Sie flohen in Nachbarländer und hofften auf eine Zukunft im „goldenen Westen“.

Die EU formte sich langsam zu einem wirtschaftlichen und politischen Bündnis zusammen. Ein Aufbruch in eine neue Ära war in ganz Europa zu spüren.
Nordirland beendete den bewaffneten Konflikt mit England und auch die ETA in Spanien gab ihren freiheitlichen Kampf auf, während im Kosovo auf gezielt auf Menschen geschossen wurde.
Dies waren die 80er.

Wenn wir auch so gerne in die längst vergangene Zeit unserer Jugend zurückschauen, sollten wir mit den Erben jener Zeit lernen umzugehen.
Veränderungen bringen neue und andere Probleme mit sich. Dies ist der Lauf der Zeit.

Was sagen wir im Jahr 2040? Welches Jahrzehnt des neuen Jahrtausend war dann besser?
Bis jetzt fällt mir kein Jahr ein.

Die einstige Bedrohung von Osten und Westen nimmt wieder zu. Von Frieden in Europa entfernen wir uns immer mehr. Die Flucht von Menschen bleibt. Nur wird heute öffentlich darüber gehetzt. Feindbilder werden medial in die Köpfe der Menschen gehämmert.

Wir haben mit dem neuen Jahrtausend den Wind of Chance verloren. Hass, Rassisten und Rassismus prägen unser Leben. Jeder kämpft gegen jeden. Die Politik von damals gibt es nicht mehr. Politiker lassen auf die Bevölkerung schießen, als ob wir uns im Krieg befinden würden.

Der Irrsinn nimmt immer mehr Fahrt auf und das Karussell aus Konflikte, Gewalt und Verachtung dreht sich immer schneller.
Menschen die sich für die letzte Generation halten, zerstören sinnbefreit Eigentum.
In einer immer schnellere Geschwindigkeit wird Kapital aus allem gemacht, was nur wenige Menschen auf dieser Welt einen Vorteil bringt.
Man kommt sich nicht vor wie im 21. Jahrhundert. Man hat das Gefühl in der Antike angekommen zu sein. Gibt dem Volk Brot und Spiele.

Rechtspopulistische Parteien säen seit Jahren ihre Lügen, Hass und Desinformation in die Köpfe der Menschen. Was ist Wahrheit, was ist Lüge? Die Propaganda an Desinformation läuft auf Hochtouren, wie einst der Bau von Mittelstreckenraketen.

Heute braucht man keine Panzer und Soldaten zuschicken, heute wird der Kampf um Freiheit, Demokratie und Frieden aus dem Internet geführt. Menschen werden mobilisiert nichts mehr den anderen zu glauben. Lügen und Falschaussagen werden binnen Sekunden in den Köpfen der Menschen manifestiert.

Die 80er waren dann wohl doch besser.
Es wäre doch schön, wenn wir im Jahr 2026 sagen könnten: Die 2000er waren ganz schön heftig gewesen, wird haben aber mit Herz, Verstand und Menschlichkeit die Kuh vom Eis geholt.
The Wind of Chance

Die Banlieues von Paris

Foto: WordPress Media

Trostlosigkeit, Armut, Gewalt und keine Perspektive  – dies sind die Schlagwörter für die Vororte von Paris.
Wer in einem Banlieues wohnt oder aufwächst, hat den Ausschluss an die Gesellschaft verloren.
Die Schulen in den Banlieues gleichen Gebäude in einem Kriegsgebiet. Es gibt kaum jemand der freiwillig in die Banlieues will und schon gar nicht als Lehrer.
Gewalt ist an der Tagesordnung. Dies geht von banalem Diebstahl über Körperverletzung bis Mord.
Es kommt auch hin und wieder vor, dass man dein Auto anzündet.

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Nun eine Einordnung über jene Problemviertel in allen größeren Städten von Frankreich

Der Großteil der Banlieues entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als massive Wohnungsnot zum Bau neuer Hochhaussiedlungen in die Nähe der Industriestandorte führte. Sollte die moderne Architektur der Großwohnsiedlungen ursprünglich Symbol des wirtschaftlichen Aufschwungs und eines neuen Lebensstils sein, so verlor sie jedoch schnell an Attraktivität. Infrastrukturelle Mängel infolge einer strikten Trennung von Wohnen und Arbeiten sowie bauliche Missstände wurden schnell sichtbar. Wer es sich leisten konnte, zog in die Einfamilienhausgebiete im suburbanen Raum oder in die Innenstadt.

Größtenteils bezogen Einwanderer insbesondere aus den ehemaligen französischen Kolonien in Nordafrika die leer stehenden Wohnungen. In den 1970er Jahren führten Wirtschaftskrise und Desindustrialisierung zu hoher Arbeitslosigkeit unter den Vorstadtbewohnern. So entwickelten sich die Banlieues rasch zu einem Auffangbecken für die sogenannte Problembevölkerung. Sozialräumliche Ausgrenzung, infrastrukturelle Mängel und politische Vernachlässigung bilden seither eine explosive Mischung, die sich regelmäßig in kollektiver Gewalt entlädt.

Chronische Unruhen

Die Debatte über die Lebensumstände in den Banlieues begann mit den ersten offiziell registrierten Unruhen im Sommer 1981. In Folge einer Verfolgungsjagd zwischen Jugendlichen und der Polizei in einem Vorort von Lyon waren mehrere hundert Fahrzeuge in der Umgebung von Lyon, Paris und Marseille in Brand gesetzt worden. Seither sind Ausschreitungen in den Banlieues zu einem chronischen Phänomen in Frankreich geworden. Im Herbst 2005 erreichten die Unruhen schließlich ein Ausmaß, das in seiner Dauer und geographischer Ausbreitung selbst Experten überraschte. Zwischen dem 27. Oktober und dem 17. November 2005 lieferten sich jugendliche Vorstadtbewohner in ganz Frankreich Straßenschlachten mit der Polizei. Im Verlauf brannten mehr als 10.000 Fahrzeuge. Hunderte öffentliche Gebäude wurden zerstört, darunter Schulen, Kindergärten, Sporthallen, Postämter, Rathäuser und Polizeidienststellen.

Auslöser der Gewalt war der Tod zweier Jugendlicher mit maghrebinischem Migrationshintergrund, die in einem Trafohäuschen Zuflucht vor einer Polizeikontrolle gesucht hatten und an einem Stromschlag starben. Am 8. November ließ die Regierung erstmals seit dem Algerienkrieg den Ausnahmezustand ausrufen, der bis Januar 2006 anhielt. Die Reaktionen der Regierenden wurden vielfach kritisiert, insbesondere die Äußerungen des damaligen Innenministers Nicolas Sarkozy, der gleich zu Beginn der Unruhen Öl ins Feuer goss, indem er die Jugendlichen als „Abschaum“ abstempelte und ankündigte, die Vororte mit einem „Hochdruckreiniger“ säubern zu wollen.

Seit 2005 hat es viele weitere Ausschreitungen in Frankreich gegeben, die jedoch kein vergleichbares Ausmaß erlangt haben. Gleichwohl zeugen die Ausschreitungen der letzten Jahre, beispielsweise 2007 in Villier-le-Bel, 2010 in Grenoble oder zuletzt 2012 in Amiens, von einer sehr viel höheren Gewaltbereitschaft der Jugendlichen. Die Erklärungsansätze in Wissenschaft und Politik für die Ursachen der Unruhen sind vielfältig: sie reichen von einer sich verschärfenden sozialräumlichen Ausgrenzung, einer Krise des republikanischen Integrationsmodells, einer postkolonialen Krise, mangelhafter Stadtpolitik, extremer Repression durch die Polizei über eine zunehmende Islamisierung und Kriminalität unter Jugendlichen bis hin zu negativem Einfluss der Medien.

Foto: WordPress Media

Ausgrenzung auf allen Ebenen

Die Konzentration sozioökonomischer und städtebaulicher Probleme bleibt trotz massiver staatlicher Maßnahmen charakteristisch für die Situation der Banlieues, in denen knapp fünf Millionen Franzosen leben. Neben einer defizitären Ausstattung des Wohnumfeldes, einer schlechten Anbindung an die Innenstädte und desolaten Wohnverhältnissen liegen auch viele andere soziale Indikatoren seit Jahren deutlich unter dem nationalen Durchschnitt. Laut dem letzen Bericht der Nationalen Beobachtungsstelle kritischer Stadtteile  war die Arbeitslosenquote in den von der Politik als Problemgebiete ausgewiesenen Vierteln im Jahr 2010 mit 20,9 Prozent doppelt so hoch wie im nationalen Durchschnitt. Die durchschnittliche Jugendarbeitslosenquote lag im selben Jahr bei 41,7 Prozent (23,2 Prozent im nationalen Durchschnitt). Ein Drittel der Bevölkerung lebte 2009 unter der Armutsgrenze und auch das Bildungsniveau liegt deutlich unter dem nationalen Level. 53 Prozent der beschäftigten Jugendlichen besaßen im Jahr 2010 nur den niedrigsten Schulabschluss.

Die Stigmatisierung der Banlieue als ’sozialer Brennpunkt’ oder ‚Ghetto’ hat darüber hinaus dazu geführt, dass die räumliche Konzentration sozialer Probleme selbst zur Ursache für Ausgrenzung und Benachteiligung geworden ist. So haben viele Studien gezeigt, dass die Bewohner der Problemgebiete aufgrund ihres Wohnortes beim Eintritt in das Berufsleben sowie bei der Wohnungssuche außerhalb der Problemviertel diskriminiert werden. Diese Diskriminierungen betreffen in besonderem Maße Migranten, die mehr als die Hälfte aller Vorstadtbewohner stellen.

Aufgrund des hohen Migrantenanteils und weil an den Ausschreitungen vor allem maghrebinische Einwanderer der zweiten Generation beteiligt waren, sind die Vororte auch zu einem Synonym für gescheiterte Integration geworden. Nach den Unruhen von 2005 standen das französische Integrationsmodell und sein republikanischer Gleichheitsanspruch überall zur Debatte. Das Integrationsversprechen Frankreichs besteht darin, die Gleichheit aller französischen Bürger im Staatsbürgerschaftsrecht und den staatlichen Institutionen zu garantieren – unabhängig von sozialen, religiösen, ethnischen oder territorialen Unterschieden.

Angesichts der Diskriminierungen, Stigmatisierung und sozialräumlichen Ausgrenzung in den Banlieues kann der Staat dieses Versprechen jedoch nicht einlösen. Frustration und Aggression erscheinen als logische Konsequenz der Diskrepanz zwischen den versprochenen Werten und der täglich erlebten Ausgrenzung. Dies erklärt auch, warum sich die Gewalt der Jugendlichen bei den Ausschreitungen insbesondere gegen staatliche Institutionen wie Schule oder Polizei richtet. Hinzu kommt, dass neben der generellen Stigmatisierung auch eine Ethnisierung des Banlieue-Diskurses stattfindet. Dabei wird die Krise der Vorstädte in der Öffentlichkeit oft auf die ethnische Herkunft oder Religiosität der Bewohner und damit verbundene Problemlagen zurückgeführt, so dass das soziale Stigma vom ethnischen nicht mehr zu trennen ist. Konsequenz dieser doppelten Stigmatisierung sind wiederum weitere Diskriminierungen, Rassismus, aber auch das Erstarken islamischer Subkulturen.

Neben der sozialräumlichen und ethnisch-religiösen Ausgrenzung sind die Banlieues auch von politischen Entfremdungsprozessen betroffen. Die Wahlbeteiligung ist trotz steigender Tendenz seit Jahren sehr gering. Die Gründung des Bürgerrechtskollektiv ACLEFEU (der Name bedeutet so viel wie „Genug vom Feuer“) nach den Unruhen von 2005 und das Schreiben von Beschwerdebriefen an die Regierung verdeutlichen die Unzufriedenheit der Bewohner mit ihrem mangelnden Einfluss und der unzureichenden politischen Aufmerksamkeit für ihre Probleme. Mit dem Niedergang der gesellschaftlichen Bedeutung der Industriearbeiterschaft und ihrer gewerkschaftlichen Organisation, hoher Arbeitslosigkeit und ethnischer Vielfalt haben die Banlieues zudem an sozialem Zusammenhalt verloren, was eine gemeinsame Interessenartikulation und -durchsetzung erschwert.

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Zwischen Stadtpolitik und Sicherheitspolitik

Das staatliche Vorgehen in den Banlieues wird von zwei Hauptpolitiken geprägt: der Stadtpolitik und der Sicherheitspolitik. Die Stadtpolitik wurde Anfang der 1980er Jahre als Reaktion auf die ersten Unruhen etabliert, es existiert ein entsprechendes Ministerium. Ihr Ziel ist nicht nur die Sanierung der mittlerweile 751 Problemgebiete sondern auch die Verbesserung der schulischen, sozialen und kulturellen Versorgung, Kriminalitätsbekämpfung sowie die Stärkung lokaler Ökonomien. So soll beispielsweise die Ansiedlung von Unternehmen durch Steuererleichterungen gefördert werden. Zusätzliche finanzielle Mittel und eine spezielle Lehrerausbildung sollen zur Verbesserung des Bildungssystems beitragen.

Im Jahr 2008 wurde zudem vom damaligen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy ein „Marshall-Plan“ mit dem Titel Espoir Banlieue initiiert, dessen Hauptziel die Etablierung von Chancengleichheit und die Verringerung struktureller Unterschiede zwischen den Vierteln ist. Die anhaltenden Unruhen und die aktuelle soziale Situation verdeutlichen jedoch, dass die bisherigen Maßnahmen keine Lösung für die komplexen gesellschaftlichen Problemlagen bieten. Insbesondere in Bezug auf die Bekämpfung von Diskriminierung und Rassismus bleibt die Stadtpolitik machtlos angesichts der Unmöglichkeit einer expliziten Minderheitenförderung aufgrund des republikanischen Gleichheitsprinzips.

Die Stigmatisierung der Banlieue als desorganisierter krimineller Raum sowie die tatsächliche Zunahme von Kriminalität und Gewalt haben zudem zur Etablierung einer umfangreichen Sicherheitspolitik mit speziellen Polizeieinheiten für städtische Gewalt geführt. Die konkreten Zielsetzungen dieser Politik variieren je nach Regierung. Während die linken Regierungen ihren Fokus auf eine Polizeistrategie der Nähe setzten, etablierten die rechten Regierungen eine Politik des law and order mit einer extremen Präsenz von Sicherheitskräften. Exemplarisch sind hier die repressiven Maßnahmen Nicolas Sarkozys nach den Unruhen von 2005. Das Resultat ist jedoch kein Rückgang der Gewalt sondern vielmehr ein extrem konfliktbelastetes Verhältnis zwischen Polizei und Jugendlichen, welches nach Meinung vieler Experten Unruhen provoziert.

Im August 2012 hat die französische Regierung ein neues Sicherheitskonzept vorgestellt, welches die Schaffung von jährlich 500 zusätzlichen Stellen bei der Polizei ebenso vorsieht wie die Einrichtung von 15 prioritären Sicherheitszonen in den sozialen Brennpunkten ausgewählter Städte. Ob diese Maßnahmen greifen, bleibt abzuwarten. Einer weiteren Stigmatisierung der Banlieue wirken sie jedenfalls nicht entgegen.


Naike Juchem, 6. August 2021

Die AfD macht immer Stimmung gegen Randgruppen

Viele Bürger in diesem Land sind mit der aktuellen Regierung nicht zufrieden und gar empört.
Ich kann dies alles auch verstehen und nachempfinden.
Eine Partei, die sich als Alternative für Deutschland brüstet, ist alles andere als alternativ.
Wer trotzdem meint sich benachteiligt zu fühlen und Parolen glaubt, wie zum Beispiel: „Die bekommen…“, sollte sich mal die Mühe machen und das Parteiprogramm jener „Alternative“ durchlesen.
Niemand kann heute sagen: „Ich habe es nicht gewusst.“
Dank Internet ist dies sogar vom Sofa aus möglich.

Da fehlen einem die Worte

Der Deutschen Bundestag wird bei einem regulärem Verlauf der Wahlperiode voraussichtlich im Herbst 2025 gewählt. Also noch eineinhalb Jahre – voraussichtlich.

Solche „Meinung“ kann man öffentlich an den Straßen lesen.

Die AfD macht immer Stimmung gegen Randgruppen und hat in den vergangenen Jahren nichts – aber auch gar nichts an konstruktiver Politik gezeigt. Es wird nur blockiert. Kann man sogar im Internet bei der oft zitierten Lügenpresse nachlesen.

Ich hätte da doch mal eine Frage. Was ist die Lügenpresse überhaupt? Mir fällt da nur eine Boulevardzeitung mit vier Buchstaben ein. Jenes Fachblatt für Hass, Hetzte und Übertreibung soll plötzlich der Maßstab der Presse sein? Sorry, ich wickel dort noch nicht einmal einen Fisch ein.

Mit Angst macht man Stimmung

Mit Angst macht man Stimmung in der Bevölkerung. Dies kann man jeden Morgen in schwarzen Großbuchstaben für ein paar Cent auf jenem Fachblatt sehen.
Die AfD schlägt in die gleiche Kerben. Nur bezahlen wir diese „Abgeordneten“ jeden Monat für ihren Hass, Hetzte und Lügen.

Wer sich mal die Geschichte anschaut, wird parallelen zu der dunkelsten Epoche in Europa sehen. Der Flächenbrand an Rechtspopulismus greift in Europa immer weiter um sich.
Wollen wir ins Jahr 1938 wieder zurück?

Es ist immer leicht, Migranten und Randgruppen für alles verantwortlich zu machen. Das die Politik und der Kapitalismus durch irrsinnige Subventionen Länder in Afrika oder Asien an die Wand drückt, sehen viele Mitbürger nicht. Länder und Menschen werden ausgebeutet und zerstört. Wenn dann jene Menschen bei uns vor der Tür stehen, ziehen wir die Grenzen und bauen höhere Zäune. Wir wollen deren Bodenschätze und liefern im Gegenzug unseren Müll oder nicht gebrauchte Lebensmittel(teile) die selbst McDonalds oder andere Fastfood Ketten nicht möchte.
Wir zerstören die Landwirtschaft in Westafrika und sorgen für noch mehr Armut in jenen Ländern, weil man diesen Menschen die Existenz zerstört.

Es werden Kriege geführt, die außer Leid, Tod und Vertreibung nichts bringen. Die Rüstungsindustrie freut sich und so werden immer weiter Waffen exportiert und Flüchtlinge importiert.

Gehen wir mal ins Jahr 2015 zurück, als viele Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien sich auf den Weg nach Europa machten.
Am Anfang war es Flüchtlingsstrom, dann eine Welle, dann eine Flut und am Ende sogar eine Invasion.
Die Konjugation ist der Schlüssel für diese Angst der Bevölkerung.
Es gab und gibt immer eine Steigerung, um noch mehr Angst zu schüren.

Fazit:
Aus Angst wird Wut. Aus Wut wird Hass. Der Hass ist die Lunte am Pulverfass.

Naike Juchem, 4. Februar 2024

Alles wird gut

Hab‘ keine Angst vor Dunkelheit
Frag nicht wohin wir gehen
Wir stolpern einfach vorwärts
Durch ein weiteres Jahrzehnt

Mit vollem Bauch und leerem Kopf
Auf einem Auge blind
Auf der Suche nach Zufriedenheit
Und irgendeinem Sinn

Wir sind auf dem Weg in ein neues Jahrtausend
Bald werden Wunder am Fließband hergestellt
Auf dem Weg in ein neues Jahrtausend

Über Nacht wird alles anders, eine schöne neue Welt

Mit einem Stein in der Hand
Als Souvenir von der Mauer in Berlin
Klopfen wir an die Hintertür vom neuen Paradies
Es ist ein Reich der Träume, in dem Milch und Honig fließt
In dem alle Menschen glücklich sind und jeder jeden liebt

Songwriter: Andreas Frege / Andreas Von Holst (Toten Hosen)

Dieser Text ist von Anfang der 90er Jahre, als sich Europa neu geordnet hatte. Viele von uns haben den Fall der Berliner Mauer im Fernsehen verfolgt. Viele von uns haben den Zusammenbruch des Ostblocks und Fall des Eisernen Vorhang erlebt.
Menschen aus Ostdeutschland und Osteuropa flohen in den heiligen Westen  – wo Milch und Honig fließt.
Wir erlebten plötzlich einen aufkommenden Rassismus und brennende Häuser. Dies nur, weil Menschen auf der Suche nach Zufriedenheit waren – und andere nach einem Sinn.

Die Grenzen der Länder haben Menschen gezogen. Wir hatten einst gefeiert als die Grenze fiel. Im neuen Jahrtausend wird nach höheren Grenzen gebrüllt. Schöne neue Welt.
Die Industriestaaten dieser Welt beuten die sogenannte Dritte Welt aus, damit in diesen unseren Ländern Milch und Honig fließt.
Plötzlich merkt man, dass diese Menschen fliehen und man spricht von ein Flüchtlingsstrom. Dann von einer Welle, einer Flut und am Ende von einer Invasion.

Durch die Steigerungsform wurde und wird eine immer größer werdende Angst und Panik verbreitet. Mit vollem Bauch und leerem Kopf und auf beiden Augen blind, wurde mal wieder ein Feindbild geschaffen. Jene Migranten die randalieren rücken immer in den Fokus der Öffentlichkeit. Jene Menschen sollen dann lieber dorthin zurück gehen wo sie herkommen.
Es gibt aber auch viele Migranten die nicht auffallen, sich integrieren und ihren Teil für unser staatliches System beitragen. Es gibt aber auch genügend einheimische die lieber in der sozialen Hängematte liegen.

Leider haben auch im neuen Jahrtausend viele Menschen einen leeren Kopf und sind auf einem Auge blind, denn sie wollen nur das sehen, was sie sehen wollen und in ihr eigenes Weltbild passt. Sie stolpern einfach vorwärts durch ein weiteres Jahrzehnt.
Die politische Lage in Europa macht vieles nicht besser. Wir sollten aufpassen, dass wir nicht wieder Jahrzehnte zurückstolpern.

Alles wird gut  – irgendwann

Naike Juchem, 27. September 2023

Ich packe meinen Koffer

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Autorin Naike Juchem

Wer kennt nicht dieses Spiel?
Menschen waren schon seit jeher auf der Reise. Auf der Reise nach Nahrung, nach Erkenntnis oder Freiheit.

Wenn ich die Welt betrachte und sehe wieviele Menschen ihre Koffer packen – müssen, um irgendwo ein neues Leben anzufangen.

Ende des 18. Jahrhunderts brach in Europa die große Auswanderungswelle an. Millionen von Menschen suchten sogar in Übersee eine neue Heimat.

Die Geschichte ist voll mit Berichten von Menschen die den Koffer gepackt hatten.
Sei es  Namen wie:
– Marco Polo
– Nikolaus Kopernikus
– Christoph Kolumbus
Sie haben unser Wissen durch ihre Reisen erweitert.

Nun drei Namen von Menschen, die auch ihren Koffer gepackt hatten. Sie haben unser Wissen durch ihren Tod erweitert.
– Alan Kurdi (2 Jahre alt. Auf der Flucht im Mittelmeer Ertrunken.)
– Somalier Nalo (14 Jahre alt. Verhungerte in einem Schleppergefängnis in Libyen.)
– Peter Fechter (18 Jahre alt. Erschossen beim Fluchtversuch in Berlin-Mitte, Zimmerstraße; vor den Augen einer großen West-Berliner Menschenmenge im Todesstreifen verblutet.)

Im zweiten Weltkrieg mussten in Europa sehr viele Menschen ihre Koffer packen. Sie sind geflohen oder wurden Deportiert.

Nach diesem Krieg packten wieder sehr viele Menschen ihre Koffer. Es waren Menschen aus:
– Italien
– Jugoslawien
– Griechenland
– Türkei, usw.

Zu Beginn der 80er waren es die Boatpeople, die auf der Suche nach Heimat und Frieden sich aufmachten.

Ende der 80er waren es die Menschen aus Ostdeutschland, die ihre Koffer packten, um in Freiheit leben zu können.

Mit dem Beginn des neuen Jahrtausend waren es Menschen aus:
– Afghanistan
– Eritrea
– Sudan
– Irak, usw.

Nun schreiben wir das Jahr 2021 und noch nie gab es so viele Menschen auf dieser Welt, die ihren Koffer gepackt haben.
Kriege, Terror, Hunger, Klimawandel und Umweltverschmutzung sind nur ein paar der Gründe um den Koffer zu packen.

Gleichzeitig erlebt diese Welt einen immer größeren Hass gegen Menschen aus anderen Kulturen oder Herkunft.
Jene Menschen die so voller Hass sind, haben noch nie ihren Koffer packen müssen. Sie leben in Wohlstand, Freiheit und Sicherheit. Warum also packen?

Unser Koffer steht rein zufällig in Deutschland, Frankreich, Niederlande oder Österreich. Was würden die Menschen in ihren Koffer packen, wenn sie flüchten müssten? Das Wohlstandsleben braucht oft einen großen Transporter um ein Teil des Lebens in eine andere Wohnung oder Stadt zu bringen – es reicht kein Koffer.

Kein Mensch packt seinen Koffer ohne Grund.

Naike Juchem, 26. August 2021