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Die Gräben sind tief

Die Gräben sind tief – aber es gibt auch eine Brücke.

Auf diesem Planeten leben circa 8 Milliarden Menschen, 4 von diesen machen mir seit Monaten das Leben zur Hölle und dies 86400 Sekunden am Tag. Ich werde verfolgt, gemobbt und beleidigt. Dies alles muss ich erdulden. Wenn ich mich wehre, werde ich angezeigt.

Jene mir bekannten Personen haben meine Entschuldigung vom 20. Mai 2022 nicht akzeptiert und führen stattdessen lieber einen feigen persönlichen Krieg gegen mich. Jede Möglichkeit einer persönlichen Kommunikation mit mir wäre möglich gewesen. Aber leider wurde mit unfairer Mitteln gegen mich vorgegangen.
Ich war heute bei der Polizei in Morbach, um diesen Kindergarten endlich zu beenden. Auch werde ich auf Anraten von dem Polizisten diese Zeilen zur Beendigung der Eskalation schreiben.

Ich entschuldige mich hiermit in aller Form und in der Öffentlichkeit bei den Personen, die sich nun durch meine Worte angesprochen fühlen.

Nun noch eine Bitte an alle Mitglieder in dieser Gruppe. Wir haben leider einen oder mehrer Maulwürfe unter uns, welche JEDEN Kommentar von euch bezüglich ihrerseits per Screenshot der Polizei anzeigen – dies quasi rund um die Uhr.

Leider gibt es unfaire Menschen, die sich in der Anonymität bewegen, um nach Fehlern bei anderen zu suchen.
Da ich die Verantwortung für diese Gruppe habe, habe ich im Beisein von dem Polizisten alle nur erdenklichen Beiträge und eure Kommentare gelöscht. Ich möchte nicht, dass ihr wegen einem solchen Schwachsinn noch eine Strafanzeige wegen eventueler Beleidigung bekommt.
Ich habe das Rückgrat und stehe zu meinen Fehlern und Worte.

Nun machen wir unter all dies einen dicken Schlussstrich und geben den anonymen Verfolgern keine Gelegenheit mehr sich wegen Pillepalle echauffieren.

Ich wollte euch das Leben einer kranken Fundkatze zeigen und wie glücklich Mimi bei mir ist. Sie genießen ein Leben, von dem viele Tiere nur träumen können. Jeder der Mimi live gesehen hat, weiß wie froh Mimi in der Sicherheit von dem Fahrerhaus ist. Das ich freiwillig Mimi angenommen habe und sie täglich Medikamente gegen ihre Epilepsie braucht und diese auch Geld kosten, sollte eigentlich jedem klar sein.

Mit den täglichen Fotos von Mimi möchte ich den interessierten Menschen zeigen, dass Mimi zum einen eine ganz besondere Katze ist und es niemals eine Tierwohlgefährdung gegeben hat und niemals geben wird.

Ich bedanke mich für euer aufmerksames lesen und hoffe, wir können in Zukunft alle fair miteinander umgehen.

Mit freundlichen Grüßen

Eure Naike

Hexenverfolgung

Hexenverfolgung in Europa ab 1450 bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts und die Gesellschaftliche Spaltung im 21. Jahrhundert

Symbolbild für eine Hexenverbrennung

Nun kann man schon bei der Überschrift die Augenbrauen hoch ziehen und sich fragen, was diese beiden Ereignisse gemeinsam haben. Nun, dies möchte ich jetzt erklären.

Beginnend möchte ich im 14. Jahrhundert mit der wohl berühmteste Hinrichtung der Geschichte: Jeanne d’Arc

Jeanne d’Arc, oder besser als Johanna von Orléans bekannt, starb mit gerade mal 19 Jahren am 30. Mai 1431 auf dem Scheiterhaufen in Rouen, Frankreich. Heute wissen wir, dass 489 Jahre später Jeanne d’Arc heilig gesprochen wurde. Ein Mob lehnte sich damals auf, weil dieser in Jeanne d’Arc eine Hexe sah. Während des Hundertjährigen Krieges verhalf Jeanne d’Arc als Kämpferin bei Orléans dem Dauphin und späteren französischen König Karl VII. zu einem Sieg über England und Burgund. Jeanne war eine unglaublich mutige Frau, die selbst sagte, sie hätte von Gott den Befehl bekommen.
Jeanne’s Mut war den Kleriker unheimlich und zudem war sie noch eine Frau – also wurde ihr ein heimtückischer Prozess gemacht, bei dem das Urteil schon von Beginn an feststand: den Tod auf dem Scheiterhaufen.

In den folgenden Jahren fand bis etwa 1750 die Hexenverfolgungen in Europa statt. Geschätzte drei Millionen Menschen – ein Zehntel, und dies überwiegend Frauen, der damaligen Bevölkerung wurden der Zauberer und Hexerei angeklagt, wobei davon circa 100.000 Menschen hingerichtete wurden.
Als Hexe wurde man schon bezeichnet, wenn man – in diesem Fall Frau, nur ein Muttermal, rötliche Haare oder sich der frühen Wissenschaft in Medizin widmete – oder einfach nicht ins Weltbild des Klerus passte.

Die Gesellschaft wie wir sie heute kennen ist dem der mittelalterlichen und neuzeitlichen Epoche nicht all zu weit entfernt. Heute sind die Hexen: Migranten, Obdachlose oder Muslime.

Hetzjagde gegen diese drei Gruppen der Gesellschaft erleben wir seit Jahrzehnten. Sei es ein bewusstes anzünden von Häuser, öffentliche Hetzjagde gegen Migranten oder am helligsten Tag Parolen wie: „Absaufen lassen“ , auf dem Marktplatz in Erfurt brüllen.

Nun komme ich wieder ins Jahr 1431 zurück.
Sie haben nun die Szenerie der Hexenverfolgungen vor Ihrem geistigen Auge.
Jetzt kommt die Psychologie ins Spiel.

Stellen Sie sich eine Gruppe von circa 20 Personen vor. Ein Moderator sagt Ihnen: „Ich werde zu jedem von euch kommen und euch zuflüstern, ob ihr eine Hexe/Hexer oder ein normaler Mensch seid. Euer Ziel ist es, die größtmögliche Gruppe zu bilden, in der keine Hexe ist. Am Ende bekommt jede Gruppe, in der sich eine Hexe befindet, Punktabzüge.“

Sie stehen also in dieser imaginären Runde und achten selbstverständlich darauf, dass keine Hexe oder Hexer in Ihre Gruppe kommt. Sie kenne nur wenige Leute aus dieser Gruppe und verbinden sich selbstverständlich mit Ihren Bekannten – wissen aber nicht was der Moderator jener Person zu geflüstert hat. Sie denken es zu wissen und halten so bewusst Ihre Gruppe klein.

Nun sollen sich jene Menschen mit Handzeichen zu erkennen geben, die eine Hexe oder Hexer sind. Wer wird sich wohl freiwillig melden? Niemand.

Was möchte ich nun damit sagen?
War irgendjemand in dem damaligen Wahn der Hexenverfolgung wirklich eine Hexe oder Hexer? Oder haben all jene, die an den Scheiterhaufen oder Guillotine standen nur das geglaubt, was man ihnen erzählt hat?“

Nun reflektieren Sie bitte, wie leicht es ist, eine Gemeinschaft zu spalten, um einen Sündenbock an den Pranger zu stellen.
Gerade im World Wide Web ist es unglaublich leicht und schnell in einer Gruppendynamik gegen andere Menschen vorzugehen, um diese zu beleidigen, mobben oder gar bedrohen. Die Geschichte zeigt, wie schnell aus virtuellem Hass realer Aktionismus wird und Menschen öffentlich gejagt, bedroht oder gar ermordet werden.
Angst, Hass und blindes nachlaufen spaltet jede Gemeinschaft und zerstört weit mehr, als es irgendjemandem nützt.

Naike Juchem, 28. Oktober 2022

Ich danke Mandy Neumann für die Grundlage zu diesem Artikel.

Wenn die Seele schreit

… und so lange Depressionen und Panikattacken als „Spinnerei“ und „Stell dich nicht so an“ abgetan werden, wird sich auch nichts ändern und Betroffene werden sich weiter „schämen“ und alleine im Stillen leiden.
Leider kennen wir die Tiefen der Depression von jemandem nicht immer, bis es zu spät ist.

Einer Statistik zufolge erkrankt jeder fünfte Deutsche einmal in seinem Leben an einer Depression, die somit die häufigste psychische Erkrankung darstellt. Besonders unter jungen Menschen, in der Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren, ist diese Krankheit weitverbreitet.

Da das Spektrum von Depressionen unendlich erscheint, gibt es kaum vernünftige Anzeichen dafür.
Es kann der Verlust von einem Menschen oder Tier sein. Es kann der Verlust der Arbeitsstelle oder finanzielle Sorgen sein.
Streitigkeiten die harmlos anfangen und sich bis zum schlimmsten Mobbing aufbauen, können die Folge von Depression sein. Auch Kindheitserfahrungen oder Erinnerungen können Jahre später zu einer Depression führen.

Leider nehmen viel diese Krankheit nicht wahr oder meinen mit „gut gemeinten Ratschläge“ helfen zu müssen. Andere schlagen in Form von Mobbing noch schön in die Kerbe rein und wissen durch ihre Dummheit und Arroganz überhaupt nicht, was sie anderen Menschen antun.

Viele Menschen mit Depressionen kommen aus eigener Kraft aus dieser Spirale nicht mehr heraus und ziehen sich immer mehr zurück. So geht die Spirale der Depression immer weiter nach unten, bis man völlig mutlos, verzweifelt und kraftlos ist. Leider wählen zu viele Menschen den Freitod, als sich jemandem anzuvertrauen – denn „man ist ja nicht normal“. Wer legt denn die Messlatte für „normal“ fest?

Naike Juchem, 7. September 2022