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Burgruine Baldenau im Hunsrück

Foto: Naike Juchem

Die Burgruine Baldenau, landschaftlich sehr schön im Tal der Dhron gelegen, ist die einzige Wasserburg im Hunsrück. Sie war ursprünglich von einem zwölf Meter breiten Wassergraben umgeben. Vor der Zerstörung besaß sie drei oder vier Stockwerke mit rechteckigen Fenstern.

Die Burg Baldenau wurde um 1320 errichtet (1315 in einem Weistum noch nicht erwähnt). Sie war 1324 bewohnt, als „neben der Burg“ ein zweites Haus mit zahlreichen Kammern, Stuben, Ställen und Scheunen errichtet wurde. 1332 wird die Burg als Besitz von Kurtrier durch den deutschen Kaiser Ludwig der Bayer bestätigt.

Erbauer der nach ihm benannten Burg war Balduin von Luxemburg, Kurfürst und Erzbischof von Trier. Balduin wurde 1308 im Alter von erst 22 Jahren Kurfürst und Erzbischof. Bis zu seinem Tod im Jahre 1354 gelang es ihm, die Herrschaft von Kurtrier zu festigen und wesentlich auszubauen. Er gilt als einer der bedeutendsten Fürsten des späten Mittelalters.

Erzbischof Balduin ließ die Burg bauen, um seinen Herrschaftsbereich gegen die Grafschaft Sponheim abzugrenzen. Darüber hinaus diente sie ihm wohl zeitweise als Jagdschloss. Der Plan, eine Stadt neben der Burg zu errichten, wurde nicht realisiert. Ab dem 15. Jahrhundert diente die Burg Baldenau als Mittelpunkt eines kurtrierischen Amtes. Zu diesem Amt gehörten die Orte Bischofsdhron, Heinzerath, Kommen, Merschbach, Morbach, Morscheid, Rapperath, Wederath und Wolzburg.

Der Turm der Burg Baldenau hat einen Durchmesser von etwa 10,50 m und eine Mauerstärke von 3,50 m. Die Höhe des Turmes beträgt insgesamt 25 m, sein Eingang liegt in 12 m Höhe. Dieser Eingang war über eine Treppe und Galerie von der Nordmauer aus zu erreichen. Erst vor 150 Jahren wurde der erdgeschossige Durchbruch hergestellt.

Die erste Zerstörung der Burg erfolgte im Dreißigjährigen Krieg durch die Schweden. In den Jahren 1649 bis 1654 wurde die Burg wiederhergestellt. Die zweite Zerstörung im sogenannten pfälzischen Erbfolgekrieg durch die französischen Truppen des Generals Melac anno 1689 war derart schwerwiegend, dass die Burg nicht mehr bewohnbar war und nach und nach verfiel.

Quelle: Der Förderverein der Burg Baldenau e. V.

Brücken für den Frieden

Im Februar 2020 erstrahlte die Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig in einem farbenfrohen Lichtkunstwerk.
Der lange in Morbach-Hundheim lebende Künstler R.O. Schabbach stellte mit 20 eigens entwickelten Projektionsgeräte die Pfeiler und den Unterbau der Brücke unter das Motto: Wir bauen Brücken für den Frieden und ein besseres gegenseitiges Verständnis.

„Es soll eine dreidimensionale Lichtkunstskulptur mit Weltrekordformat sein“, sagte der Künstler der Deutschen Presse-Agentur zu seinem Kunstprojekt.

Immerhin erstreckte sich die IInstallation auf über 250 Meter Breite und 160 Meter Höhe.

Am Abend des 14. und 15. Februars wird die Arbeit nun noch einmal gezeigt.

Schabbach hat mit seinen Lichtkunstprojekten bereits fünf Einträge in Guinness-Buch der Rekorde geschafft: Darunter mit seinem „Lichtdorf“ im Wohnort Morbach-Hundheim, in dem er 115 Gebäude zum Leuchten brachte. In Bad Bertrich (Kreis Cochem-Zell) strahlte er Hausfassaden durchgängig über 1,52 Kilometer an. An der Hochmoselbrücke wurde das höchste Lichtkunstwerk an einem Stück geschafft.
R.O. Schabbach hatte auch in Malta, Paris und Istanbul ähnliche Lichtkunstskulpturen gezeigt.

Im Juli 2022 ist der Künstler nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 58 Jahren verstorben.