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Schaufelradbagger 293

Der Schaufelradbagger 293 ist seit 1995 im Tagebau Hambach im Einsatz und sprengt alles an Superlative.

Der Schaufelradbagger 293 steht als größtes Landfahrzeug im Guinness-Buch der Rekorde.
Bagger Nummer 293 ist 96 Meter hoch und 225 m lang. Sein Gewicht beträgt sagenhafte 14.000 Tonnen. Der Bagger kostet ungefähr (umgerechnet) 200 Millionen Euro.
Alleine 4600 PS treiben das fast 22 Meter im Durchmesser große Schaufelrad an. 18 Schaufel fassen bis zu je 15 Kubikmeter Sand, Kies, Ton und eben Kohle.
Insgesamt hat der Schaufelradbagger 293 eine Leistung von 29.663 PS. Die Leistung von 20 Megawatt pro Tag kommt von externen Generatoren. 

Mit 20 Megawatt kann man auch eine Kleinstadt versorgen. Wenn man nun das bewegende Erdreich aus Sand, Kies und Ton von ungefähr 382.000 m³ in den Verbrauch der Förderleistung setzt, ist das Verhältnis 1: 1000. Also bei 1000 Tonnen Kohle, braucht der Bagger gerade mal 1 Tonne.
Wenn Schaufelradbagger 293 am Kohleflöz baggert, schafft er an einem Tag 200.000 Tonnen Braunkohle.

Neben dem Bagger 293 sind im Hambacher Tagebau noch die drei kleineren Modelle 287, 290 und 291 im Einsatz.
Im Tagebau Garzweiler sind die Nummern 258, 261, 262, 284, 285 und 288 im Einsatz.

Dort wo die Holzpfosten sind, wird alles noch weggebaggert.
Nila vor dem Größten Bagger der Welt
Damit man mal eine Vorstellung hat, was noch alles wegkommt.
Ein Blick auf die andere Seite vom Tagebau Hambach
Dies sieht man schon von weitem über die Feldern und Flure rund um Manheim

Brücken für den Frieden

Im Februar 2020 erstrahlte die Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig in einem farbenfrohen Lichtkunstwerk.
Der lange in Morbach-Hundheim lebende Künstler R.O. Schabbach stellte mit 20 eigens entwickelten Projektionsgeräte die Pfeiler und den Unterbau der Brücke unter das Motto: Wir bauen Brücken für den Frieden und ein besseres gegenseitiges Verständnis.

„Es soll eine dreidimensionale Lichtkunstskulptur mit Weltrekordformat sein“, sagte der Künstler der Deutschen Presse-Agentur zu seinem Kunstprojekt.

Immerhin erstreckte sich die IInstallation auf über 250 Meter Breite und 160 Meter Höhe.

Am Abend des 14. und 15. Februars wird die Arbeit nun noch einmal gezeigt.

Schabbach hat mit seinen Lichtkunstprojekten bereits fünf Einträge in Guinness-Buch der Rekorde geschafft: Darunter mit seinem „Lichtdorf“ im Wohnort Morbach-Hundheim, in dem er 115 Gebäude zum Leuchten brachte. In Bad Bertrich (Kreis Cochem-Zell) strahlte er Hausfassaden durchgängig über 1,52 Kilometer an. An der Hochmoselbrücke wurde das höchste Lichtkunstwerk an einem Stück geschafft.
R.O. Schabbach hatte auch in Malta, Paris und Istanbul ähnliche Lichtkunstskulpturen gezeigt.

Im Juli 2022 ist der Künstler nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 58 Jahren verstorben.