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AfD steht für: Hass, Hetze, Lügen und Verachtung

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Dieser einfache Satz im 1.Artikel unseres Grundgesetz missachtet die AfD schon mal. „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Das bedeutet: Jeder Mensch in Deutschland ist gleich viel wert. Jeder Mensch muss mit Respekt behandelt werden. Jeder Mensch hat die gleichen Rechte. Dieser Artikel ist wichtig, damit wir alle gut und friedlich zusammenleben können. Auf diesem Artikel beruht unsere Demokratie.

Wer von Remigration, Messermänner, Kopftuchmädchen oder Umvolkung benutzt, spricht ganz klar von Rassismus, Faschismus und Nationalismus. Dies hat nichts mit Demokratie zutun.

Seit Anbeginn der AfD wird ausschließlich Angst, Hass und Hetze gegen Randgruppen betrieben. Erst waren es die Flüchtlinge, dann ging es gegen Migranten im Allgemeinen. Es folgten Behinderte und Queere Menschen. Mittlerweile ist es jeder, der sich gegen die AfD stellt. So etwas nennt man Spaltung der Gesellschaft, und hat nichts mit Demokratie zutun.

Die AfD will bestimmen, wer in Deutschland leben darf und wer nicht. Sie will auch bestimmen, wer als Deutscher oder als Deutsche git. Für die AfD sind manche Menschen keine Deutschen, obwohl sie einen deutschen Pass haben. Deshalb will die AfD diese Menschen schlechter als andere Menschen behandeln.
AfD-Politiker gehen noch weiter: Sie fordern, dass man auch Menschen mit deutschem Pass aus Deutschland abgeschieben sollte, die eine andere Hautfarbe oder Herkunft der Eltern haben.
Man erkennt Parallelen zur NSDAP.  Also Rassismus, Faschismus und Nationalismus. Dies hat nichts mit Demokratie zutun.

Die AfD ist eine Rechtsstaatsgefährdung

Der Verfassungsschutz hat die AfD am 2. Mai 2025 offiziell als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ eingestuft. Das bedeutet, dass sie mit ihrem rassistischen Weltbild und ihrer Demokratiefeindlichkeit im Widerspruch zu unserem Grundgesetz stehen. Weil die AfD gegen die Einstufung geklagt hat, gab der Verfassungsschutz vorerst eine Stillhaltezusage ab, zieht damit seine Beurteilung jedoch nicht zurück. Solange wird die AfD weiterhin als rechtsextremer Verdachtsfall geführt. Auch wenn die AfD dieses „Urteil“  – was es noch gar nicht gab, für sich als Sieg proklamiert.  Dies ist schlichtweg eine gezielte Desinformation.

Wirtschaftliches Desaster

Die AfD fordert den Austritt aus der EU und der europäischen Währungsunion. Diese engstirnige Politik wäre für eine der größten Volkswirtschaften der Welt der Todesstoß. Unsere Wirtschaft und Industrie ist auf den europäischen und globalen Handel und Markt ausgerichtet.
Auch ist die Wirtschaft und Industrie mit dem europäischen und globalen Markt sehr eng verbunden. Egal ob Rohstoffe, Energie oder Zulieferer.
Ein Ausstieg aus der europäischen Währungsunion wäre für Deutschland das endgültige aus!
Die AfD haut unsinnigem Parolen, „Deutschland verschenkt Geld in die ganze Welt“, raus, und streut auch hier wieder gezielte Desinformation.
Deutschland „verschenkt“ kein Geld! Was Deutschland an Geld für andere Staaten gibt, sind Kredite und Wirtschaftsforderungen. Warum haben ausländischen Polizei, Behörden oder Militär deutsche Autos, Panzer, Schiffe oder Waffen?
Warum werden deutsche Straßenbahn, Züge oder Telekommunikation verkauft?

Wenn nun die AfD diese beiden Punkte umsetzen würde, gäbe es in Deutschland eine Flut (die AfD benutzt ja gerne dramatische Steigerungsformen) an Arbeitslosen und Betriebsschließungen.
Folglich noch weniger Perspektiven und Wohlstand. Dafür mehr Schulden und Inflation.

Gesellschaftliche Spaltung

Keine im Bundestag vertretene Partei in Deutschland hat in den letzten 70 Jahren so hart nach unten getreten und verletzliche Gruppen und Randgruppen so stark ausgegrenzt und diskriminiert wie die AfD. Durch die Hetze und Diskriminierung gegen Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund – was auf fast jeden vierten Deutschen zutrifft – schafft es die AfD, ihren Wähler und Wählerinnen einzureden, sie würden wirtschaftlich, sozial und politisch gewinnen, wenn soziale Leistungen oder Grundrechte für diese Gruppen eingeschränkt würden.

Durch einer immer stärker werdenden Medienpräsenz in den sozialen Netzwerken, arbeitet die AfD nach einem Plan: Sie sucht sich bestimmte Menschen und Volksgruppen aus, um dann zu behaupten, dass diese Menschen schlecht für Deutschland sind. Es wird immer nur nach unten getreten.

Die Macht der Manipulation

Keine Partei oder Organisation ist im Internet so stark präsent wie die AfD. Eine dauer Bombardierung mit Desinformation, Hass und Lügen läuft seit einigen Jahren auf Hochtouren. Es werden Bots, Fakeseiten und Fakeaccounts zu tausenden erstellt, um den User ständig vorzuhalten wie schlecht es um Deutschland steht und wie gut die AfD ist.
Mit diesen gezielten medialen Desinformationen wird Angst und eine Verzerrung der Realität geschürt. Angst vor dem Islam, Überfremdung oder Queeren Menschen.

Die AfD sieht bei allem und jedem Thema immer die Regierung in der Schuld. Wenn ein Betrieb schließt: ist die Regierung schuld
Hat die Autoindustrie keinen Absatz: ist die Regierung schuld.
Gab es ein Attentat: ist die Regierung schuld.
Es wird immer nur gesagt, dass die anderen an allem schuld seien. Selbst aber konstruktive Vorschläge zu machen ist dann zu viel verlangt.

Fazit

Die AfD indoktriniert gezielt und massiv mit Desinformationen, Hetze und Lügen die Menschen. Denn die AfD ist keine demokratische Partei im Sinne des Volkes.
Sie lehnt den Mindestlohn ab, ist für die Abschaffung des Solidaritätszuschlag für Millionäre und besser Verdiener, sie ist gegen Subventionen die hauptsächlich für die Landwirtschaft sind.
Die AfD leugnet den Klimawandel und vertritt ein völkisches Frauenbild.
Die AfD sagt immer nur, was unter ihrer Politik alles besser wäre, hat aber bis heute noch keine Aufstellung der Finanzierung oder Machbarkeit aufgezeigt
Wo ist sie nun die Partei für den „kleinen Mann“?

Die Manipulation der AfD

Über die Manipulation der Medien habe ich schon oft berichtet und auch auf meinem Blog mehrere Artikel geschrieben.

Hier ist mal wieder der beste Beweis wie die AfD manipuliert.
Die Alitsche hat ja sehr viele Freunde in Nigeria wohnen. Ob die wissen, was die Alitsche über diese Menschen denkt? Für ein paar Rubel machen die Menschen in Nigeria wohl auch „Werbung“ fürs Alitsche.

Wenn man sich nun den Fakeaccount  der Alitsche auf Tik Tok anschaut, fällt auf, dass ihre Videos nur 30 Mal angeschaut wurden, aber schon über 3900 Likes hat. Passt nicht zusammen.

Ich habe auf Tik Tok über 9100 Follower und über 224.000 Likes
Meine Videos und Fotos werden zwischen ein paar hundert und zig tausend angeschaut.
Bei mir ist es aber umgekehrt. Heißt: Es schauen mehr, als sie liken. Dies sieht man auch bei vielen anderen User, die sogar schon weit über 1 Millionen Likes und weit über 100.000 Follower haben.

Die Blauzis werden von Bots, Fakeprofile, Fakeseiten und Fake Alitsche gepusht bis zum erbrechen.
Da das Dummvolk eben dumm wie Knäckebrot ist, kann die AfD ihre Steigbügelhalter seit Jahren richtig schön verarschen. Die Blauzis sind zu blöd um diese massive Manipulation zu erkennen.
Selbst wenn ich es hier ganz klar zeige, werden diese Klappspaten es nicht glauben.


Wer seit Jahren mit Falschmeldung, Lügen, Halbwahrheiten und völligem Schwachsinn regelmäßig bombardiert wird, glaubt eben nicht mehr an Fakten und die Wahrheit. Ihre Wahrheit wurde medial dermaßen in das wenig vorhandene Hirn gedrückt, dass es doch schon sehr viele Parallelen zur Propaganda der NSDAP gibt.

Des Blauzis Dummheit wird eingesetzt um die Demokratie zu stürzen. Der AfD ist JEDES Mittel recht, dass sie benutzen können. Ob nun Spionage, Volksverrat, Sabotage oder wie uns das große www zeigt, mit tausenden Fakeprofil und Bots.

Die Hetze der AfD

Viele habe sicherlich schon mitbekommen, dass ein AfD-Mitglied aus dem mittelfränkischen Uffenheim einem Brandanschlag auf sein Auto „Werbewirksam“ ins Internet gepostet hat.

Der böse linke Terrorismus und die schlimme Antifa sind eine Gefahr für dieses Land. So so!
Terrorismus ist im allgemeinen eine Gefahr für jede Gesellschaft und Land. Dies ist schon mal Fakt.
Wenn man ander ständig in den sozialen Netzwerken liest, dass man die Antifa verbieten müsste, komme ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus.

Antifa bedeutet Antifaschismus. Sich also GEGEN den Faschismus der rechtspopulistischen AfD und deren Gefolge zu stellen.
Man kann in einem freien Land nicht die Meinung, Haltung und Rückgrad von Menschen verbieten, die sich GEGEN Rassismus, Faschismus und Nationalismus stellen.
Schöner wäre es, wenn die AfD-Troll aufhören würden zu atmen.

Nun zurück zu dem Fall in Uffenheim.

Bei dem „Brandanschlag“ sei die Botschaft
„Drecks Nazi Antifa“ zu lesen gewesen. Dem noch nicht genug, habe der 44-Jährige einen Drohzettel mit der Botschaft „Das war erst der Anfang du Drecks Nazi“ in seinem Briefkasten gefunden.

Alleine bei „Drecks Nazi Antifa“ muss man schon den Kopf schütteln. Die Jünger der AfD haben offensichtlich den Begriff Antifaschismus nicht verstanden.
Hätte dieser Zipfeklatscher „Lieben Gruß von der Antifa“ geschrieben, wäre es wenigstens richtig gewesen. Sei’s drum

Der AfD-nahe Deutschland Kurier erhielt Fotos vom Schreiben sowie vom beschmierten und ausgebrannten Lieferwagen, der Beitrag wurde allein auf Facebook über 500 Mal geteilt. Die Verbreitung von Hass, Hetze und Falschmeldung geht in den AfD Kreisen sehr schnell.

In den Kommentaren zu jenem Beitrag gab es Aufrufe zu Selbstjustiz und zu „Antifa-Kadavern“, die in der Gosse gefunden werden sollten. Oder auch User die schrieben: „Krankenwagen wird nicht mehr benötigt“.
Man kann die Bereitschaft an Gewalt in den Reihen der AfD Jünger seit Jahren lesen.

Nach bisherigen Erkenntnissen berichteten die einschlägigen Portale zunächst nicht über den Vorfall oder zogen ihre Beiträge im Zuge der neuen Entwicklungen zurück – anders als der Deutschland Kurier, wo der Beitrag weiterhin unverändert online steht. Es wird trotz der Bekanntgabe der eigenen Brandstiftung, Schriftanalyse des Drohschreibens und Geständnis des 44-Jährigen jener Beitrag nicht gelöscht. Der Hass und Spaltung der Gesellschaft wird weiter bewusst in die Höhe getrieben.

Wer es nun immer noch nicht begriffen hat, wie die AfD seit Jahren mit allen Mittel versucht, dieses Land und Gesellschaft zu spalten, sollte sich mal seiner eigenen kognitiven Fähigkeiten stellen, und sich mal für ein paar Minuten die Frage stellen: Ob man persönlich eine solch faschistische Party für die Alternative für dieses Land sieht.

In den vergangenen Jahren gab es immer mal wieder Fälle von angeblicher Gewalt gegen AfD Funktionäre oder Mitglieder. Alle stellten sich später als gelogen oder erfunden heraus.
Wer so etwas tut, sieht sich immer in der  Opferrolle vom Staat und Gesellschaft.

Wer keine konstruktive Politik machen kann und dazu auch nicht fähig ist, verbreitet Hass, Lügen und Falschmeldung. Dies hat NICHTS mit demokratischen Handeln und Denken zutun! Es ist gefährlich, falsch und schadet dem Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Die AfD manipuliert wie und wo sie kann. Dies alles nur zu dem einen Zweck: Die Zerstörung der Grundordnung in der Gesellschaft und Demokratie.
Das Wort Lügenpresse wurde bereits bei der Revolution von 1848/49 benutzt. Die NSDAP hatte dieses Wort wieder im Vokabular ihrer Propaganda. Die AfD schlägt seit Jahren mit diesem Wort in die gleiche Kerbe.

Mit der massiven Manipulation hat die AfD genau dies erreicht, was sie erreichen wollte, nämlich die Verunsicherung der Bevölkerung. Man sollte den Medien nichts mehr glauben, denn sie lügen ja alle. Die einzige die Lügen verbreitet ist die AfD.

Das Rad der Manipulation dreht sich immer schneller, damit die User im Internet überhaupt keine Chancen zum Denken haben. Tausende Fakeaccount und Fakeseiten kommen aus Russland, Vietnam, Nigeria und wo noch überall her. Das Internet wird mit absurden Falschmeldung regelrecht bombardiert und überflutet.

Denken soll eingeschränkt werden! Nur noch AfD hier, AfD dort. Kommt einem so vor wie die Dauerbeschallung mit Propaganda in Nordkorea.

Es kann doch nicht so schwer sein, diesen Wahn- und Irrsinn zu begreifen!
Oder sind die Jünger der AfD tatsächlich dermaßen ungebildet und naiv, um all dieses Ad absurdum nicht zu begreifen oder zu wollen?

Wir stehen kurz vor der Schwelle, dass sich das Jahr 1933 nochmals wiederholt! Wollt ihr tatsächlich zurück in eine faschistische, rassistische und völkische Epoche?
Denkt mal nach, für wen ihr die Steigbügelhalter seid.

Genitalverstümmelung, die seelische Folter für Millionen Mädchen und Frauen

Die Genitalverstümmelung, auch FGM genannt, hört sich so weit weg an – und trotzdem ist dieses Thema so nah. Geschätzte 250 Millionen Frauen erleben im 21. Jahrhundert immer noch dieser barbarischen „Tradition“.
Die zunehmende Migration in Deutschland verschärft das Problem der weiblichen „Beschneidung“.

Autorin Naike Juchem

Die weibliche Genitalverstümmelung – auch Female Genital Mutilation: FGM, genannt, beschreibt nach einer Definition der Welt­gesund­heits­organi­sation jede nichttherapeutische, zum Beispiel religiös oder kulturell begründete, teilweise oder vollständige Entfernung oder Verletzung der weiblichen äußeren Genitale. In den meisten Regionen Afrikas spricht man dagegen von „Beschneidung“ oder davon, ob eine Frau „offen“ oder „geschlossen“ ist.

Die „Beschneidung“
Der Ausdruck „Beschneidung“ sollte kritisch verwendet werden, da er – analog zur männlichen Zirkumzision – nur die Entfernung der klitoralen Vorhaut betrifft. Der Ausdruck „weibliche Genitalverstümmelung“ trifft die Irreversibilität und Schwere des Eingriffs besser und wird auch von den Vereinten Nationen in allen offiziellen Dokumenten gebraucht. Dennoch sollte betroffenen Patientinnen gegenüber von „Beschneidung“ gesprochen werden, um sie mit der Wortwahl nicht zusätzlich zu stigmatisieren.

FGM, eine Jahrtausend alte Folter

FGM betrifft weltweit circa 250 Millionen Frauen und Mädchen. Durch zunehmende Migration werden Ärztinnen und Ärzte auch in Deutschland vermehrt mit Patientinnen konfrontiert, die eine weibliche Genitalverstümmelung erlitten haben.
Wichtige Voraussetzungen für den Umgang mit Frauen nach FGM sind ausreichendes Fachwissen, Aufmerksamkeit und Sensibilität.

Weibliche Genitalverstümmelung wird seit mehr als 2.000 Jahren durchgeführt. Der Ursprung dieser Tradition ist unklar. Belege für einen religiösen Hintergrund gibt es nicht. FGM wird nicht nur von Moslems, sondern auch von Christen, Juden, Animisten und Atheisten praktiziert.
In vielen Gebieten dient die FGM als Initiationsritual und ist Teil der kulturellen Tradition. Sie soll die Frau vor Verdächtigungen, Ungnade und ihrer eigenen Sexualität „schützen“. Ein korrektes moralisches Verhalten und die Treue zum Ehemann sollen damit gewährleistet werden.

FGM wird als Symbol der Weiblichkeit und ethnischen Zugehörigkeit betrachtet

Das Mädchen wird durch den Eingriff in die Gemeinschaft aufgenommen. Eltern lassen die Genitalverstümmelung bei ihren Töchtern durchführen, um ihnen eine gute Zukunft zu sichern.
Die Zeremonie der Beschneidung symbolisierte ursprünglich auch den Übergang vom Mädchen zur Frau. Sie wird jedoch heute häufig schon bei Kleinkindern durchgeführt, sodass diese Bedeutung unwichtig geworden ist. Auch hygienische und gesundheitliche Faktoren werden zur Rechtfertigung der Genitalverstümmelung angeführt. So soll das Fehlen der Klitoris die Vagina sauber halten und die Fruchtbarkeit erhöhen. Es kursiert außerdem die Vorstellung, dass die Klitoridektomie die sexuelle Lust des Ehemanns steigert und die Kinder- und Müttersterblichkeit senkt.

In Ägypten ist die Entfernung des äußeren Genitales und der Körperbehaarung ein Attribut für Schönheit.
Die Klitoris dagegen gilt beispielsweise in Mali, Burkina Faso und Westafrika als Symbol für Männlichkeit.

Auch aus wirtschaftlichen Gründen wird FGM weiter praktiziert und verbreitet. In einigen Ländern bemisst sich der Brautpreis proportional zum Ausmaß der Operation. Die „Beschneiderinnen“ genießen einen hohen sozialen Status, sie erzielen gute Einnahmen durch die Infibulation, aber auch durch die Defibulation bei einer Geburt oder in der Hochzeitsnacht. In manchen Regionen wird FGM erst jetzt als zusätzliche Verdienstmöglichkeit auch von Hebammen durchgeführt.

Aus menschenrechtlicher Sicht ist FGM ein Versuch, Frauen eine untergeordnete Stellung zuzuweisen, indem man sie mit einem Stigma versieht, das sie stets daran erinnert, dass sie „nur Frauen“ sind. Die Genitalverstümmelung verwehrt der Frau das Recht auf körperliche Unversehrtheit.
Die meisten Frauen mit FGM leben in 28 afrikanischen Staaten.
Am häufigsten wird die weibliche Genitalverstümmelung in Somalia, dem nördlichen Sudan, Erithrea, Sierra Leone und Djibouti praktiziert. Der Sudan ist das einzige Land, in dem bisher Untersuchungen zur Häufigkeit von weiblicher Genitalverstümmelung durchgeführt wurden. Danach sind bis zu 90 Prozent der sudanesischen Mädchen und Frauen beschnitten.

FGM kommt jedoch auch in den südlichen Teilen der arabischen Halbinsel, am Persischen Golf und in muslimischen Gemeinden in Indien, Malaysia und Indonesien vor.
Zunehmend ist auch die Verbreitung unter Immigrantinnen in Europa, Kanada, Australien, Neuseeland und den USA.

Einer britischen Untersuchung zufolge waren 80 Prozent der Einwanderinnen aus Somalia, dem Jemen, aus Eritrea und Äthiopien beschnitten oder wollten ihre Töchter beschneiden lassen.

Die „Operateure“

Die Genitalverstümmelung wird meist von älteren Frauen in traditioneller Weise durchgeführt. Die „Operation“ dauert 15 bis 20 Minuten und erfolgt mithilfe von Messern, Skalpellen, Glasscherben, Rasierklingen und Ähnlichem. Anästhetika oder Analgetika werden meist nicht verwendet. Zur Blutstillung werden Salben aus Kräutern oder Asche auf die Wunden aufgetragen. Bei der Infibulation werden die Wundränder mit Dornen oder Seide zusammengehalten.
Durch schlechte hygienische Verhältnisse, ungeeignete Instrumente, schlechtes Licht und mangelnde medizinische Kenntnisse wird den Frauen und Mädchen zusätzlicher Schaden zugefügt. In manchen Ländern nehmen vermehrt Hebammen und anderes medizinisches Personal die weibliche Genitalverstümmelung vor.
Ägyptische Frauen berichteten, dass ihre eigene Beschneidung in 13 Prozent der Fälle von Ärzten durchgeführt wurde. Bei ihren Töchtern erfolgt sie bereits in 46 Prozent der Fälle durch ärztliches Personal.
Die Medikalisierung der weiblichen Genitalverstümmelung ist umstritten. Auf der einen Seite kann sie die Komplikationen und eventuell auch das Ausmaß des Eingriffs reduzieren.

In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden beispielsweise im Sudan und in Somalia traditionelle Hebammen für die weibliche Genitalverstümmelung geschult.
Aus Kenia wurde über die Verteilung von prophylaktischen Antibiotika, sterilen Einmalrasierern und Tetanus-Impfungen bei betroffenen Mädchen berichtet. Diese prophylaktischen Maßnahmen senkten die Rate an frühen Komplikationen um etwa 70 Prozent.
In Krankenhäusern im Sudan wurde die weibliche Genitalverstümmelung angeboten, jedoch nur der Typ I der FGM durchgeführt. In städtischen Regionen in Mali und Nigeria ist es inzwischen üblich, dass Krankenschwestern die „Beschneidung“ durchführen.

Auf der anderen Seite besteht durch die Medikalisierung die Gefahr der Verharmlosung und der verzögerten Ausrottung der weiblichen Genitalverstümmelung. Die WHO verurteilte 1982 die Beteiligung von medizinischem Personal an der Genitalverstümmelung der Frau als unethisch. In den 1990er-Jahren schlossen sich verschiedene internationale Organisationen dieser Stellungnahme an (International Federation of Gynecology and Obstetrics 1994, American College of Obstetricians and Gynecologists committee opinion 1995).
1996 hat auch der Deutsche Ärztetag die Beteiligung von Ärztinnen und Ärzten an der weiblichen Genitalverstümmelung verurteilt. Derartige Praktiken seien berufsrechtlich zu ahnden, heißt es in einer Entschließung. Entsprechend wurde 1999 einem Berliner Arzt, der FGM durchführte, die Approbation entzogen.

Die Opfer von FGM werden immer jünger

Das Alter, in dem die Genitalverstümmelung vorgenommen wird, unterscheidet sich regional. In Äthiopien und Nigeria werden die Mädchen im Alter von sieben bis acht Tagen beschnitten, in Somalia, im Sudan und in Ägypten dagegen erst mit fünf bis zehn Jahren. In manchen Gegenden Ostafrikas findet die FGM sogar erst während der Hochzeitsnacht, in Westafrika während der ersten Schwangerschaft statt. Sowohl in den Herkunftsländern als auch bei Migranten zeichnet sich jedoch der Trend ab, die weibliche Genitalverstümmelung in immer jüngerem Alter durchzuführen. Damit sollen Fragen der Schulbehörden vermieden, aber auch verhindert werden, dass sich die Mädchen gegen den Eingriff wehren.

Frauen, die den schwereren Formen von weiblicher Genitalverstümmelung unterzogen werden, leiden mit großer Wahrscheinlichkeit an gesundheitlichen Folgen, die häufig eine lebenslange medizinische Behandlung erfordern. Nur etwa 15 bis 20 Prozent der Komplikationen werden von medizinischem Personal behandelt, weil die nächste Krankenstation zu weit entfernt ist – oder aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen.

FGM und ihre Komplikationen

Blutungen während oder nach dem Eingriff können zu Anämie, Hämorrhagie (vier bis 19 Prozent), Hypotension, Schock und Tod führen. Bisher gibt es keine Studien zur Mortalität von Mädchen bei FGM, obwohl man davon ausgehen muss, dass die Sterblichkeit hoch ist Akute Infektionen führen zu Abszessen und Wundheilungsstörungen. Andere Komplikationen können hohes Fieber, Tetanus (zwei Prozent), Gangrän oder ein septischer Schock (zwei Prozent) sein. Oligurie, Harnverhalt sowie eine Verletzung von Blase, Urethra, Vagina und Rektum wurden beschrieben. Durch gewaltsames Festhalten der Frau während des Eingriffs kann es zu Frakturen von Humerus, Femur und Clavicula kommen.

Als wichtigste chronische Komplikationen der weiblichen Genitalverstümmelung sind fünf Gruppen zu nennen: Komplikationen der Harnwege, Komplikationen durch Narbenbildung, Komplikationen bei Sexualität und Menstruation sowie Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt. Durch die enge Nachbarschaft des Operationsgebietes kommt es häufig zur Verletzung der Urethra mit nachfolgender Obstruktion oder Striktur. Die Patientinnen klagen über Harnverhalt, rezidivierende Harnwegsinfekte und Harninkontinenz. Die Narbenbildung nach FGM führt in etwa 20 Prozent der Fälle zur partiellen oder kompletten Fusion der Labien.
65 Prozent der verstümmelten Frauen leiden an Blutungsstörungen. Chronische Adnexititiden und Endometritiden führen ebenfalls zu anhaltenden Schmerzen. Dyspareunie, Vaginismus und Vaginalstenosen führen bei 25 bis 30 Prozent der Frauen nach weiblicher Genitalverstümmelung vom Typ III zu Infertilität. Durch Verlust der Klitoris kommt es bei einem Teil der Frauen zu mangelnder Orgasmusfähigkeit.
Vor allem bei Frauen nach weiblicher Genitalverstümmelung vom Typ III ist mit prä-, intra- und postpartalen Komplikationen zu rechnen. Durch die Bildung von Narbengewebe kann es zu einem prolongierten Geburtsverlauf kommen. Es gibt Hinweise, dass es bei Frauen mit FGM daher beim Kind häufiger zu schwerer Asphyxie oder zum Tod kommt.

Durch Defibulation unmittelbar vor der Geburt kann die Entbindung erleichtert und das Risiko der Geburtsverletzungen gesenkt werden. Die Rate an Dammrissen, Wundinfektionen, Wundheilungsstörungen und postpartalen verstärkten Nachblutungen ist jedoch erhöht.
Die Genitalverstümmelung kann ein schwerwiegendes Trauma hinterlassen. Die psychologischen Begleiterscheinungen können sich tief in das Unterbewusstsein des Mädchens eingraben und Verhaltensstörungen verursachen. Unter Umständen ist die körperliche und seelische Belastung so stark, dass die Betroffenen das Erlebnis nicht nur verdrängen, sondern abspalten.

Gesetze gegen FGM

Langfristig leiden die Frauen unter vielfältigen psychischen Symptomen wie dem Gefühl von Unvollständigkeit und Minderwertigkeit, Angst, Depression, chronischer Reizbarkeit, Frigidität, und Partnerschaftskonflikten. Viele durch die Genitalverstümmelung traumatisierte Frauen haben keine Möglichkeiten, ihre Gefühle und Ängste auszudrücken und leiden im Stillen.
Internationale Organisationen, wie die WHO, der Weltärztebund, die UNESCO, UNICEF und das Europa-Parlament, verurteilen die weibliche Genitalverstümmelung. Ein Gesetz, welches die FGM verbietet, gibt es in Europa jedoch nur in Großbritannien, Schweden, Norwegen, Dänemark und Belgien. Außerhalb Europas haben Ägypten, Australien, Benin, Burkina Faso, Djibouti, Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Guinea-Bissou, Kanada, Kenia, Neuseeland, Niger, Senegal, Simbabwe, Tansania, Togo, Uganda, die USA sowie die Zentralafrikanische Republik Gesetze gegen die weibliche Genitalverstümmelung verabschiedet. Die Bestrafung reicht von einer Geldbuße bis zu lebenslanger Haft.

In Deutschland ist ein Gesetz, das die weibliche Genitalverstümmelung verbietet, nach Ansicht von Juristen nicht notwendig, da sie als einfache, gefährliche oder schwere Körperverletzung (§§ 223, 224, 226 StGB) oder Körperverletzung mit Todesfolge (§ 227 StGB) beziehungsweise Misshandlung von Schutzbefohlenen (§ 225 StGB) gilt und damit strafbar ist. Dies trifft auch dann zu, wenn der Eingriff auf Verlangen oder mit Einwilligung der Patientin oder ihrer Erziehungsberechtigten erfolgt, da er gegen die guten Sitten verstößt. Dem „Beschneider“ droht damit in Deutschland eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren (Drucksache des Deutschen Bundestags Nr. 14/6682).

Dennoch bleiben rechtliche Fragen ungeklärt. Muss ein Arzt seine Schweigepflicht brechen, um ein gefährdetes Mädchen davor zu schützen, in ihrem Heimatland oder auch in Deutschland beschnitten zu werden? Bislang haben Ärzte in diesem Fall das Recht, ihre Schweigepflicht zu brechen, eine Meldepflicht wie zum Beispiel in Frankreich gibt es jedoch nicht. Ob Gesetze die Tradition der FGM wirksam bekämpfen können, ist umstritten.

Aufklärung ist wichtig

Bildungsprogramme, die ein Bewusstsein in der Bevölkerung der betroffenen Länder fördern, über die medizinischen Folgen informieren und über Menschenrechte aufklären, sollten die gesetzlichen Verbote zweifellos begleiten.
Die weibliche Genitalverstümmelung ist ein Problem, das durch zunehmende Migration auch in Deutschland immer häufiger werden kann. Um die Töchter betroffener Frauen zu schützen, sollten Präventionsgespräche stattfinden, in denen die medizinischen Folgen und die internationale Haltung angesprochen werden.
Die psychosozialen Beratungsstellen in Deutschland haben wenig Erfahrung mit den besonderen Problemen von Frauen mit weiblicher Genitalverstümmelung. Insbesondere in den Großstädten sollten diese Einrichtungen für das Konfliktfeld der FGM ausgebaut werden.
Aufgabe der Ärzte und Beratungsstellen ist es, den von weiblicher Genitalverstümmelung betroffenen Frauen eine Betreuung zu ermöglichen, die den kulturellen Hintergrund respektiert, einfühlsam reagiert und eine individuelle Lösung des Konflikts sucht.

Die vier Typen von FGM

Laut WHO werden vier Typen der weiblichen Genitalverstümmelung unterschieden.

Typ I: Die „Sunna“ beschreibt ursprünglich die Exzision der klitoralen Vorhaut. Der Eingriff wird in dieser minimalen Form nur selten durchgeführt, meist erfolgt die partielle oder totale Klitoridektomie.

Typ II: Es wird eine Klitoridektomie vorgenommen, und die kleinen Labien werden teilweise oder ganz entfernt. Das Ausmaß des Eingriffs variiert. Zusammen mit der „Sunna“ macht diese Form etwa 85 Prozent der FGM aus.

Typ III: Die „Infibulation“ oder „pharaonische Beschneidung“ beinhaltet die Entfernung von Klitoris, kleinen und großen Labien. Die Restvulva wird anschließend mit Seide vernäht oder mit Dornen verschlossen. Das Einführen eines Fremdkörpers verhindert ein vollständiges Verkleben der Wundränder, sodass eine kleine Öffnung für Urin und Menstruationsblut bleibt. Zum Geschlechtsverkehr muss die verbleibende Vaginalöffnung dilatiert werden. Trotz dieser schmerzhaften Prozedur ist der Verkehr oft nicht möglich, und es muss wie auch zur Geburt eine Defibulation durchgeführt werden.

Typ IV: Darunter werden verschiedene Formen der Genitalverstümmelung gefasst wie das Einstechen, Beschneiden, Dehnen oder Verätzen von Klitoris und Labien, das Ausschaben der Vagina und das Einschneiden von Klitoris und umliegendem Gewebe sowie der Vagina.

In Deutschland gibt es auch Hilfsorganisation die sich für die Aufklärung der Mädchen und Frauen vor Ort einsetzen – dazu gehört auch TARGET e.V von Rüdiger Nehberg.

Quellen:
– Deutscher Ärztebund
– Ärzte ohne Grenzen
– Prof. Dr. med. Heribert Kentenich