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Der Nationalsozialismus in Europa

Der Nationalsozialismus in Europa in der Zeit von 1933–1945 war eine totalitäre Diktatur, die in einen rassistischen Vernichtungskrieg und den Holocaust an rund  6 Millionen Juden mündete. Der Aufstieg des historischen NS-Regimes basierte auf der Ausnutzung politischer und wirtschaftlicher Krisen ab 1933. In die gleiche Kerbe haut die AfD mit ihren Parolen: „Deutschland geht es schlecht“ oder „Deutschland ist am Abgrund.“ Als viert stärkste Volkswirtschaft der Welt kann es uns gar nicht so schlecht gehen. Auch sollte man bedenken, dass wir eine globale Wirtschaftskrise haben.

In der modernen Politik wird das Erstarken von Rechtsextremismus und Nationalismus oftmals mit dieser Epoche verglichen, denn die Parallelen sind in allen Bereichen zu erkennen.

Der Antisemitismus war bei der NSDAP zu jener Zeit der ideologische Kern. Hinzu kamen Rassismus („Herrenrasse“), völkischer Nationalismus und der „Führergedanke“. Die gleichen Parallelen sehen wir seit Jahren mit dem Aufstieg der AfD in Deutschland. In Italien sind es die LEGA und Fratelli d’Italia (FdI). In Österreich ist es die FPÖ, In den Niederlanden die Partij voor de Vrijheid (PVV). In Schweden sind es die Schwedendemoktraten. In Frankreich ist es die Rassemblement National (RN). In Polen ist es die Prawo i Sprawiedliwość, kurz PiS genannt. In der Schweiz ist es die Schweizerische Volkspartei (SVP)
Man sieht, nicht nur in Deutschland ist der Nationalsozialismus in den Parlamenten etabliert.

Bei allem was wir aus der Geschichte kennen, auch wenn der Dackelmann von der AfD dies als „Vogelschiss der Geschichte“ abhakt, sollten die Menschen sich in Europa bewusst sein, welch verheerender Krieg und Wahn einen ganzen Kontinent ins Chaos gestürzt hatte.

Wenn man 81 Jahren nach Kriegsende immer noch ein „Führergedanke“ – hier sehr stark an der AfD zu sehen, und man sich öffentlich positiv für Rassismus, Faschismus und Nationalismus äußert, sollte man sich als Gesellschaft mal seine Gedanken machen.

Europa hat aktuell rund 744 Millionen Einwohner, wobei in den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union etwa 449 Millionen Menschen leben, kann man Politik nicht jedem recht machen. Dies ist eben so.
Wenn man rechtspopulistischen Parteien wählt, um die aktuellen Regierungen abzuschafen oder man sich durch Migration „übervölkert“ fühlt, sollte man sich die Statuten jener rechtspopulistischen Parteien durchlesen und sich einfach mal bilden, ob wir wirklich „übervölkert“ werden. Eine gefühlte Meinung ist niemals eine objektiv Meinung.

Auf der ganzen Welt werden Migranten gejagt, ausgegrenzt, bedroht oder gar deponiert und ermordete. Offensichtlich ist es leichter Menschen zu jagen, als Fluchtursachen zu bekämpfen. Die Migranten die gejagt, verhaftet oder deportiert werden, sind oftmals friedliche Menschen. Für das Feindbild reicht schon die Hautfarbe oder Kleidung.
Kein Mensch flieht ohne Grund! Natürlich gibt es in jeder Bevölkerung und Religion böse und gewalttätige Menschen. Es ist aber leichter gleich per se ALLE Flüchtlinge, Migratnten und Andersdenkende als Feinde anzusehen.

Die NSDAP hat es in ganz Europa durch den Krieg möglich gemacht, dass ganze Volksgruppen gejagt, ausgegrenzt, bedroht, deponiert und ermordete wurden. Als dem nicht genug war, folgten Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle und Oppositionelle. Das gleiche Bild sehen wir seit Jahren bei den rechtspopulistischen Parteien in Europa. Menschen werden wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder auch Meinung verfolgt, beleidigt, gejagt und gar getötet.

Die Polemik der heutigen rechtspopulistischen Parteien sind die gleichen geblieben wie ab 1933: „Die anderen sind Schuld…“
Nach unten treten ist leichter als die Ursachen für eine falsche Politik anzugehen. Rechtspopulistische Parteien werden niemals für eine freiheitliche Weltordnung und Gesellschaft stehen.

Aus Angst wird Wut, aus Wut wird Hass, der Hass ist die Lunte am Pulverfass

Diesen Artikel habe ich bereits im Oktober 2023 geschrieben. In den vergangenen Jahren hat sich an der Hetze der AfD nichts geändert – im Gegenteil, es ist schlimmer geworden.

Autorin: Naike Juchem

Wer der Meinung ist, die AfD ist eine Alternative für Deutschland weil:
– man mit der aktuellen Politik unzufrieden ist.
– man Videos und Beiträge sieht, wo sich Migraten nicht benehmen.
– man keine Flüchtlinge haben will.
– man nicht gendern will.

Dies kann man sehr gut nachvollziehen. Man sollte aber auch den ganzen Kuchen sehen und nicht nur die Krümmel.
Die AfD hält alle Menschen für krank, die nicht in deren Weltbild passen! Also Schwule, Leseben, Menschen mit einer Transidentität, Alleinerziehende und Arbeitslose.

Dies alles gab es im Nazi-Deutschland schon einmal in einem Euthanasie Programm. Will man tatsächlich wieder zurück ins Jahr 1933?

Jeder kann das kranke Weltbild der AfD nachlesen. Jeder sollte sich mal Gedanken machen, ob er oder sie nicht auch plötzlich durch das Raster dieser rechtspopulistischen Partei fällt.
Wie viele der AfD Wähler und Wählerinnen sind Alleinerziehend?
Wie viele der AfD Wähler und Wählerinnen sind Arbeitslos?
Wie viele jener AfD Fans bekommen soziale Unterstützung?
Muss man erst richtig auf die Schnauze fallen, um zu begreifen, dass man seinen eigenen Untergang wählt?

Folgend nun ein paar Punkte, welche man öffentlich nachlesen kann. Es ist das Parteiprogramm jener Partei, welche mittlerweile viele für eine Alternative für Deutschland halten. Keiner kann sagen: „Das habe ich nicht gewusst.“

Aus: DerWesten, vom 9. Oktober 2023

Wenn es nach der AfD-Bundestagsfraktion geht, sollen Langzeitarbeitslose zu Bürgerarbeit zwangsverpflichtet werden. Beispielsweise in der Seniorenhilfe oder in der „Heimatpflege und Ortsverschönerung“. Das Bürgergeld der Ampel-Regierung, das Hartz 4 ablösen soll, lehnt die Oppositionsarbeit strikt ab. Aus Sicht von Bernd Baumann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD, werde die neue Sozialleistung dazu führen, dass sich Arbeitslose „in die Hängematte“ legen. Mit dem Gegenkonzept „Bürgerarbeit“ sollen die Betroffenen „nicht verlernen, in der Früh aufzustehen“.

Reaktionäre und ideologische Familienpolitik

Familienpolitisch strebt die AfD zurück in die 50er Jahre, auch die Wiedereinführung des Verschuldensprinzips bei Ehescheidungen wird propagiert.

Dazu ein Auszug aus dem Parteiprogramm der AfD

„Die Alternative für Deutschland will die volkswirtschaftlich nicht tragfähige und konfliktträchtige Massenzuwanderung durch eine familien- und kinderfreundliche Politik ersetzen. (…)

Die aktuelle Familienpolitik in Deutschland wird bestimmt durch das politische Leitbild der voll erwerbstätigen Frau, so dass die Anzahl außerfamiliär betreuter Kleinkinder stetig ansteigt. Die sichere Bindung an eine verlässliche Bezugsperson ist aber die Voraussetzung für eine gesunde psychische Entwicklung kleiner Kinder und bildet die Grundlage für spätere Bildung und Beziehungsfähigkeit. Die AfD fordert daher, dass bei unter Dreijährigen eine Betreuung, die Bindung ermöglicht, im Vordergrund steht. (…)

Gleichzeitig wenden wir uns gegen eine Glorifizierung individualisierter Lebensformen. (…)

Eine staatliche Finanzierung des selbstgewählten Lebensmodells „Alleinerziehend“ lehnen wir jedoch ab. Wir wenden uns entschieden gegen Versuche von Organisationen, Medien und Politik, Alleinerziehende als normalen, fortschrittlichen oder gar erstrebenswerten Lebensentwurf zu propagieren. Der Staat sollte stattdessen das Zusammenleben von Vater, Mutter und Kindern durch finanzielle Hilfen und Beratung in Krisensituationen stärken.

Schwerwiegendes Fehlverhalten, welches sich gegen die eheliche Solidarität richtet, muss bei den Scheidungsfolgen berücksichtigt werden.“

Leugnung des Klimawandels, Ende der Klimaschutzpolitik

Wie ideologisch und demagogisch das Politikverständnis der AfD ist, zeigt sich sehr schön im Bereich der Klimapolitik. Obwohl der Klimawandel und die menschengemachte Erderwärmung in der Wissenschaft nicht mehr grundsätzlich in Frage gestellt werden, behauptet die AfD das Gegenteil.

„Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert. Die Klimaschutzpolitik beruht auf untauglichen Computer-Modellen des IPCC („Weltklimarat“). Kohlendioxid (CO2) ist kein Schadstoff, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens. Der IPCC hat den Auftrag nachzuweisen, dass die menschgemachten CO2-Emissionen zu einer globalen Erwärmung mit schwerwiegenden Folgen für die Menschheit führen.“

Erhöhung der Militärausgaben, Wiedereinführung der Wehrpflicht 

Die AfD möchte die Wehrpflicht wieder einführen und den Wehr- bzw. Militäretat im Bundeshaushalt erhöhen.

„Sicherheit und Freiheit Deutschlands und seiner Verbündeten sind im Finanzhaushalt mehr als heute angemessen zu berücksichtigen. (…)

Wir erkennen den Ausnahmefall des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen an, sehen aber den Wehrdienst junger Männer aus allen gesellschaftlichen Schichten in den Streitkräften als Regelfall an.“

Liberales Waffenrecht

Die AfD fordert ein liberales Waffenrecht, obwohl gerade das Beispiel der USA zeigt, dass dies wider jegliche Vernunft ist.

„Ein liberaler Rechtsstaat muss seinen Bürgern vertrauen. Er muss es nicht nur ertragen können, dass Bürger legal Waffen erwerben und besitzen, sondern muss die Handlungsfreiheit seiner Bürger bewahren und freiheitsbeschränkende Eingriffe minimieren. Die AfD widersetzt sich jeder Einschränkung von Bürgerrechten durch ein Verschärfen des Waffenrechts. Die Kriminalisierung von Waffenbesitz schreckt Täter nicht ab, sondern macht Opfer wehrloser.“

Für deutsche Leitkultur, gegen Multikulti, gegen Gender Mainstreaming und Anti-Diskriminierung

Auch wenn sie ihren Gegnern Ideologie unterstellt, strotzen die Thesen der AfD zu Kultur und Gesellschaft vor ideologischer Aufladung.

„Die Ideologie des Multikulturalismus, die importierte kulturelle Strömungen auf geschichtsblinde Weise der einheimischen Kultur gleichstellt und deren Werte damit zutiefst relativiert, betrachtet die AfD als ernste Bedrohung für den sozialen Frieden und für den Fortbestand der Nation als kulturelle Einheit. Ihr gegenüber müssen der Staat und die Zivilgesellschaft die deutsche kulturelle Identität als Leitkultur selbstbewusst verteidigen.

Den aus dem angelsächsischen Raum importierten, von der EU in Richtlinien gegossenen und in Deutschland willfährig umgesetzten ideologischen Komplex, der mit den Schlagworten „Gender Mainstreaming“,„Diversity“, „Anti-Diskriminierung“ usw. bezeichnet ist, lehnt die AfD ab.

Die Gender-Ideologie erfüllt nicht den Anspruch, der an seriöse Forschung gestellt werden muss. Ihre Methoden sind fragwürdig und ihre Zielsetzung ist nicht wissenschaftlich motiviert, sondern politisch vorgegeben. Sie darf deshalb nicht weiter gefördert werden, und ist abzuschaffen.“

Abschaffung der Erbschafts-, Grunderwerbs- und Gewerbesteuer

Steuererleichterungen fordert die AfD vor allem für Wohlhabende und Gewerbetreibende.

Die AfD will die Gewerbesteuer abschaffen. Um die kommunale Selbstverwaltung zu stützen, sollen die Kommunen eine andere Besteuerungsquelle bestimmen dürfen.

„Die Alternative für Deutschland will die Erbschaftsteuer ersatzlos abschaffen. Die Erbschaftsteuer ist mittelstandsfeindlich und setzt Fehlanreize im Hinblick auf den nachhaltigen Umgang mit erwirtschaftetem Vermögen beim Übergang zur nächsten Generation. (…)
Die Grunderwerbsteuer ist daher abzuschaffen.“