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Das Wahlprogramm der AfD

Immer wieder lese ich die Sätze, „Kennst du denn das Wahlprogramm der AfD.“
Ja, kenne ich.
Ich habe vor Jahren auch schon auf meinen WordPress Blog darüber berichtet und berichte immer noch darüber.
Also kann man mir schon mal keine Unwissenheit vorwerfen.

Die allermeisten AfD Wähler:innen wissen nicht für wen sie ihre demokratische Stimme geben, weil sie einfach mit der aktuellen Politik unzufrieden sind – bin ich auch.
Nur sollte man sich bei einer rechtspopulistischen Partei dann doch mal die Mühe machen und das öffentliche und offizielle Wahlprogramm der AfD durchlesen. Ich weiß, es dauert eine gewisse Zeit, bis man dieses gelesen hat. Die meisten AfD Wähler:innen steigen ja schon bei den Überschriften aus. Auch dies ist ein sehr großes Problem in der heutigen Zeit, dass man meint mit Schlagwörter die Komplexität von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und globale Zusammenhänge zu begreifen. Kann man eben nicht.

Die AfD benutzt eine Rhetorik die auf Angst, Falschaussagen und Lügen aufgebaut ist.
„Deutschland geht es schlecht“
Tatsächlich? Als vierte größte Volkswirtschaft der Welt kann es uns gar nicht so schlecht gehen.

„Deutschland verschenkt Geld an andere Länder!“
Tatsächlich? Deutschland hat noch nie Geld verschenkt! Alles was Deutschland an Geld in Formen von Krediten und Subventionen an ander Ländern gibt, ist an Forderungen für die Wirtschaft gebunden.
Ob nun Fahrzeuge, Maschinen, Chemische Produkte, Telekommunikation oder oder oder. All diese Vordergrund an die Schuldnerstaaten sichern in Deutschland Arbeitsplätze.

„Deutschland kann nicht die ganze Welt retten.“
Tatsächlich? Natürlich kann Deutschland in puncto Klimaschutz nicht die Welt retten. Dies kann und muss global gelöst und angefangen werden. Viele Länder sind im Klimaschutz weiter als Deutschland. Deutschland ist auf der Ranking Liste auf Platz 22. So viel mal dazu, dass Deutschland nicht die Welt retten kann.
Dänemark führt die Ranking Liste an, dank seiner hervorragenden internationalen Klimapolitik und dem hohen Anteil erneuerbarer Energien. Die Skandinavischen Länder sind vor uns. Großbritannien, Marokko, Spanien, ja sogar die Philippinen sind vor Deutschland.
Brasilien liegt auf Platz 8. Selbst China liegt mit Platz 15 weit vor Deutschland.

Natürlich sagen dies die AfD Politiker:innen nicht. Denn sie wollen immer nur Angst machen Dies ist ihr Erfolg. Und keine politische Inhalte – welche sie auch nicht haben.

Nun zu einer Zusammenfassung von nur 12 Punkten, die auf uns alle zukommen würden, wenn die AfD in Deutschland jemals die Regierung stellen würde.
Arbeiter, Mütter, Arbeitslose & Geringverdiener werden dies zu spüren bekommen. Also der größte Anteil der AfD Wähler:innen.

Punkt 1:  Rente
Die AfD will Rente nur nach 45 Beitragsjahren. Wer später ins Berufsleben startet, krank wird, Kinder erzieht, oder Angehörige pflegt, hat somit seine Beitragsjahren nicht erfüllt. Also liebe Mütter und Arbeitslose macht euch mal ein paar Gedanken über eure Jahre die ihr ins Rentensystem einbezahlt habt. Könnte bei so einigen echt schwierig werden.

Punkt 2: Mindestlohn
Die AfD will den Mindestlohn abschaffen. Also arbeiten für Hungerlöhne die dann jeder Konzern und Unternehmer frei wählen kann, denn die AfD will auch die Gewerkschaften schwächen ( Punkt 10)
(AfD-Programm: „Mindestlohn schadet der Wirtschaft!“)

Punkt 3: Bürgergeld
Wer arbeitslos ist, soll noch weniger bekommen. Armutsfalle statt Unterstützung!
(Nachzulesen in ihren Forderungen!)

Punkt 4: Kündigungsschutz
Arbeitgeber können mit solchen Maßnahmen Arbeitnehmer:innen viel einfacher und schneller kündigen.
Also Jobunsicherheit für alle!
(AfD will „flexiblere“ Arbeitsverträge!)

Punkt 5: Elterngeld
Die AfD will das Elterngeld drastisch kürzen. Familien sollen sich selbst durchschlagen. Womit sich der Kinderwunsch für viele dann erübrigen wird. Nur noch reiche Familien können sich dann Kinder leisten. Also nix mit KI erstellen Bildchen der schönen heilen Familie.
(AfD fordert „Leistungsgerechtigkeit“ )

Punkt 6: Steuererhöhungen
Die AfD will die Steuern für Geringverdiener hochsetzen – während Konzerne Steuern sparen. Die AfD will „Entlastung der Wirtschaft“. Wo sollen denn diese Entladung herkommen und wer soll es dann finanzieren? Die AfD wählt in ihrer Rhetorik bewusst die Punkte der Steuerentlastungen für die Bürger. Verschweigt aber immer, wie sie dies überhaupt finanzieren kann und wird.

Punkt 7: Frauenrechte
Die AfD will die seit Jahrzehnten erkämpften Rechte und Gleichstellungen der Frauen zurückgedreht. Die AfD lehnt Gleichstellungspolitik ab und will traditionelle Rollenbilder stärken. Frauen gehören an den Herd?
(AfD-Programm: „Familie ist, wo die Mutter zu Hause bleibt.“)

Punkt 8: Kinderrechte
Die AfD lehnt den Anspruch auf kostenlose Bildung oder Schutz vor Armut ab. Kinder aus armen Familien und Migranten sowieso haben das Nachsehen.
(AfD gegen „staatliche Bevormundung“ – auch bei Kinderrechten.)

Punkt 9: Privatisierung von Kitas & Krankenhäusern
Mit einfachen Worten ausgedrückt: Wer kein Geld hat, bleibt draußen. Gesundheit & Bildung nur für die, die es sich leisten können.
(AfD-Programm: „Mehr Markt, weniger Staat!“)

Punkt 10: Abschaffung der Gewerkschaften
Die AfD will Gewerkschaften schwächen und dass die Gewerkschaften keine Mitbestimmung mehr bei Löhne oder Lohnfortzahlung (Elterngeld) haben. Also kann ein Konzern oder Unternehmen sagen, für welchen Lohn man einen Arbeitsvertrag bekommen würde.
(AfD gegen „übermächtige Arbeitnehmervertreter“)

Punkt 11: Migration
Die AfD will eine hartes Zuwanderungsgesetz für Migranten. Sehr viele Migranten arbeiten seit Jahrzehnten in der Gesundheit, Pflege, Landwirtschaft, Gastronomie oder Wirtschaft. AfD will „Zuwanderung stoppen“.  Wenn diese Wahnvorstellungen der AfD umgesetzt werden, bleibt die Frage: Wer arbeitet dann noch in Krankhäuser, Altenheime, auf dem Bau oder in der Landwirtschaft?

Punkt 12: Bildung
Durch die AfD wird Bildung teurer. Schulbücher, Kitas, Uni-Gebühren sollen erhöht werden. Chancen auf Bildung sind dann nur für Kinder möglich, deren Eltern reich sind. In Sachsen-Anhalt möchte die AfD ja schon dafür sorgen, dass nur noch 25% eines Jahrgangs Abitur machen dürfen.
(AfD: „Bildung ist Privatsache!“)

Wer bis hierhin gelesen hat, sollte mir dann doch bitte mal die positiven Punkte einer Partei aufzeigen, die GEGEN das Volk ist.
Mit Manipulation und einer einfachen Rhetorik setzt die AfD ganz klar gegen eine Spaltung der Gesellschaft. Schuld sind immer die anderen. Deutschland geht es so schlecht und so weiter und so weiter.

Der überwiegende Anteil der AfD Wähler:innen glaubt frei erfundene Beiträge und manipulierten Beiträge mehr als etablierten Medien und Journalisten. Diese Ziel der gezielten Manipulation hat die AfD erfolgreich in den Köpfen ihrer Wählerschaft eingetrichtert.

Die AfD Wähler:innen beschimpfen mich und andere Menschen, die sich gegen eine rechtspopulistische Partei stellen als dumm, ungebildet, Systemlinge und was nicht noch alles.
Bei nur meinen 12 aufgeführten Punkte, bleibt die Frage:WER ist dumm und ungebildet?

Ich habe jetzt noch nicht die Themen Klimaschutz, EU, Raus aus dem Euro-Raum und häusliche Gewalt geschrieben.

Naike Juchem, 30. Mai 2026

Die AfD gilt offiziell als verfassungsfeindlich

Meine persönliche Meinung zu einer gesichert rechtsextrem eingestuften Partei


Am 2. Mai 2025 wurde vom Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD als gesichert rechtsextrem eingestuft.

Da das Gutachten des Verfassungsschutz im Sinne der Demokratie, über Legislative, Exekutive und Judikative Grundprinzipien läuft, wird es noch Zeit brauchen, bis über eine Klage der AfD entschieden ist. Solange ruht die Einstufung des Verfassungsschutzes.

Man muss nicht unbedingt beim Verfassungsschutz arbeiten oder deren 1008 seitiges Gutachten lesen, um zu erkennen, wie rechtsradikal die AfD ist.
Es reichen die stündlichen Postings auf allen sozialen Netzwerken, deren eigene Wahlplakate und natürlich die öffentlichen Äußerungen der AfD „Politiker:innen“.

Man beachte diese Zeichnungen. Die AfD zeigt öffentlich auf Wahlplakate Verfassungsfeindliche Symbole

Im Jahr 2026 werden im März in den Bundesländern:
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz der Landtag gewählt.
In Bayern und Hessen sind es Kommunalwahlen.

Im September wird in den Bundesländern
Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern der Landtag gewählt.
In Niedersachsen sind es Kommunalwahlen und in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus.

So sieht die Wählerschaft der AfD aus. Sie haben keine Bildung und keine Intelligenz



Man kann mit der aktuellen Politik unzufrieden sein. Dies ist jedem sein Recht. Dafür gibt es eben demokratiefeindliche Wahlen.
Wenn man aber auf Schlagzeilen à la BILD Niveau, Nius als sachlichen journalismus und Tik Tok, Facebook und Co. als Quelle seines „Wissens“ annimmt, sollte und dürfte an einem demokratischen Prozess nicht teilnehmen!

Diese Parteien stehen in Rheinland-Pfalz zur Wahl für den Landtag


Es stehen zu den einzelnen Bundesländern mehr als genügend Partien zur Auswahl.
In Rheinland-Pfalz sind es zum Beispiel
– SPD
– CDU
– Grüne
– FDP
– Freie Wähler
– Linke
– Tierschutzpartei
– VOLT
– ödp
– BSW
– PdH
-AfD

In Mecklenburg-Vorpommern sind auch Parteien wie zum Beispiel:
– Volt
– Freie Wähler
-Tierschutzpartei
– Bündnis Deutschland
-die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands
zur Wahl. Also kann niemand sagen, es gäbe keine Alternative.

Wer eine gesicherte rechtspopulistische Partei wählt, sollte sich im klaren sein, was er oder sie tut! Ein Blick in die Geschichtsbücher reicht völlig aus, um zu sehen, wie es 1933 angefangen hat.
Wollt ihr tatsächlich in die Zeit der NSDAP zurück, nur weil euch Windkraftanlagen, E-Autos oder Gender stört?
Wie verblendet muss man sein, um die Nähe der AfD zu Russland, Spionage Vorwürfe für Russland und China oder die aktuelle Trump Politik nicht zu begreifen?


Nachfolgend habe ich 20 sachliche und gut belegbare Gründe aufgeführt, für was die AFD in Wahrheit steht. Und kommt mir nicht mit dem Spruch: „Die AfD ist die Partei des kleinen Mannes“. Die AfD benutzt euch als Steigbügel für ihre Demontage der Demokratie, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Menschenrechte.

1. Rechtsextreme Einstufung:

Teile der AfD gelten laut Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem (z. B. der frühere „Flügel“).

2. Demokratiefeindliche Tendenzen:

Führende AfD-Politiker stellen Gewaltenteilung, Pressefreiheit und Verfassungsgerichtsbarkeit infrage.

3. Relativierung des Nationalsozialismus:

Mehrfach wurden NS-Verbrechen verharmlost oder „Erinnerungskultur“ diffamiert.

4. Ausgrenzende Rhetorik:

Pauschale Abwertung von Migranten, Muslimen und Minderheiten schürt gesellschaftliche Spaltung.

5. Unklare Distanz zu Neonazis:

Immer wieder personelle und ideologische Überschneidungen mit rechtsextremen Milieus.

6. EU-Austrittsfantasien:

Forderungen nach „Dexit“ würden Wirtschaft, Handel und Arbeitsplätze massiv schädigen.

7. Wirtschaftlich widersprüchlich:

Verspricht Entlastungen ohne solide Gegenfinanzierung; Konzepte gelten als unrealistisch.

8. Sozialpolitisch unsozial:

Positionen zu Rente, Pflege und Bürgergeld würden vor allem Schwächere treffen.

9. Klimawandelleugnung:

Wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse werden relativiert oder bestritten.

10. Energiepolitische Rückwärtsrolle:

Ablehnung Erneuerbarer, Verklärung fossiler Abhängigkeiten.

11. Russland-Nähe:

Verständnis oder Relativierung autoritärer Politik untergräbt europäische Sicherheitsinteressen.

12. Außenpolitische Isolation:

Nationalistische Linie schwächt Deutschlands Einfluss in NATO und EU.

13. Angriff auf Medien:

Diffamierung unabhängiger Presse fördert Misstrauen und Desinformation.

14. Kein konstruktiver Politikstil:

Fokus auf Empörung statt auf umsetzbare Lösungen.

15. Interne Zerstrittenheit:

Häufige Flügelkämpfe, Parteiaustritte und Skandale.

16. Gefahr für Rechtsstaatlichkeit:

Forderungen nach politischer Kontrolle von Gerichten und Behörden.

17. Standortschädlich:

Unsicherheit für Investitionen, Fachkräfteabwanderung droht.

18. Vereinfachende Schuldzuweisungen:

Komplexe Probleme werden auf Sündenböcke reduziert.

19. Widerspruch zu christlich-humanistischen Werten:

Menschenwürde und Solidarität werden relativiert.

20. Hoher gesellschaftlicher Preis:

Polarisierung, Vertrauensverlust und Radikalisierung statt Zusammenhalt.

Flüchtlinge und Gefährder

Ich nehme nun Bezug zu dem tödlichen Attentat vom Mittwoch, 22. Januar 2025, in Abschaffung.. Und möchte dieses Attentat aus einem anderen Gesichtspunkt beleuchten.

Autorin: Naike Juchem

Wer hat versagt?
Diese Frage wird immer gleich nach tragischen Attentate gestellt. Der schwarze Peter wird so lange hin und her geschoben, bis man sich vor die Mikrofone der Presse stellt und sagt: Wir hatten ja alles getan.

Wenn man die Angaben des Bundesinnenministeriums über ausreisepflichtige Menschen bis zum Jahresende 2024 nimmt, steht dort eine erschreckende Zahl von 220.808 ausreisepflichtigen Menschen – auch jene Attentäter von Magdeburg und Aschaffenburg waren ausreisepflichtig.

Behörden können nur agieren und reagieren, wie es ihnen vorgeschrieben wird. Heißt im Klartext, dass jeder Behörde eine Landesregierung vorsteht. Jeder Landesregierung steht die Bundesregierung vor. Und für Europa sind es Parlament, Rat und Kommission.

Das Sprichwort: Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken, ist schon sehr wahr.
Aber warum ist dies so?
Wenn man sich die aktuelle Fällen der Anschläge anschaut, liegt es an den Gesetze die über den Status von Flüchtlinge bestimmen. Jene Gesetze oder auch das bekannte Dublin Übereinkommen wurden in einer Zeit geschrieben und verfasst, als Europa im großen Aufbruch einer europäischen Gemeinschaft war. Die Frage nach Asyl oder Duldungsrecht für Menschen aus Ländern wie zum Beispiel: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Somalia oder aus welchen Ländern auch immer Menschen Schutz suchen, stellte sich zur damaligen Zeit überhaupt nicht.

Die AfD und auch CDU verkünden dem Volk, dass man die Grenzen schließen muss, kann und werde. So einfach ist es aber nicht, weil wir, wie auch alle anderen europäischen Staaten, sich dem Schengen-Abkommen angeschlossen haben. Wenn man also mal wieder für Stimmen und Punkte seiner Politik dem Bürger zuruft, dass man dieses oder jenes ändern werden, wenn man diese oder jene Partei wählt, sollten sich die Sekretäre mal die Gesetze und Verpflichtungen durchlesen, die eben für Ländern in dem Schengen-Raum gelten – und diese seit der Gründung im Jahr 1985.

Private Fotos die ich zu jener Zeit in einem Aufnahmeeinrichrung
in Trier gemacht habe.


Niemand konnte vor 40 Jahren erahnen, welche Probleme auf Europa zukommen würden. Es fing bereits in den frühen 1990er Jahren an, dass vereinzelt Flüchtlingsboote aus Nordafrika in Lampedusa landeten. In den ersten Jahren gab es noch nicht einmal eine staatliche Verwaltung oder Auffangstruktur. Die Einwohner vom Lampedusa nahmen die völlig erschöpften Menschen spontan bei sich zu Hause auf. Mit der stetig wachsenden Zahl an Bootslandungen trat Jahre später dann man der italienische Staat auf den Plan. Und Europa schaute zu. War ja das Problem von Italien. Und Lampedusa ist ja auch sehr weit weg von Brüssel und Straßbourg.
Man hatte damals schon eine völlig verkehrte Asyl- und Flüchtlingspolitik verfolgt. Das uns dies alles mal um die Ohren fliegen würde, sollte jedem klar gewesen sein, als im Sommer 2015 die großen Flüchtlingsbewegungen auf Europa kamen. Ich vermeide bewusst die Schlagwörter: Flüchtlingsstrom, Flüchtlingswelle oder gar Flüchtlingsinvasion. Diese Wörter wurde von allen Medien immer eine Stufe höher geschrieben.


Menschen aus fast allen Ländern Afrikas, Afghanistan, Irak, Iran oder Pakistan machten sich auf in eine neue und sichere Zukunft. Mit immer mehr Flüchtlingen kamen auch immer mehr Menschen nach Europa, auf die man gerne verzichten kann. Die Zahl an Attentate nahm in allen europäischen Länder zu. Dies liegt einzig an der Tatsache, dass wir in allen europäischen Ländern nicht mehr wissen, wer ist Gut und wer ist Böse. Also werden von der Politik und Gesellschaft per se mal eben alle Migranten über einen Kamm gezogen. Im Jahr 2021 gab es 15 terroristische Vorfälle in den europäischen Mitgliedstaaten. Die Gesamtzahl der Anschläge im Jahr 2021 war deutlich niedriger als in den Jahren davor, was auch auf einen Rückgang der Zahl der als Linksterrorismus gemeldeten Anschläge zurückzuführen ist.
Zwischen den Jahren 2019 und 21 wurden in der EU aber auch 29 dschihadistische oder rechtsextremistische Anschläge von Sicherheitsbehörden vereitelt.

Durch die ständige Erhöhung und Reichweite der sozialen Medien nimmt man eben Attentate oder Straftaten viel mehr wahr. In vielen Fällen wird auch einiges sehr schnell etwas mehr dramatisiert, um in den Bevölkerungen noch mehr Angst, Hetze und Wut zu erzeugen. Was nicht heißen soll, dass ich solche Anschläge verteidige. Nur muss und sollte man bei der Objektivität bleiben.

Meine Mira war mein Seelenhund.

Die geplanten Anschläge von Extremisten oder psychisch kranke Menschen, die durch europäische Sicherheitsbehörden im Vorfeld vereitelt wurden, schaffen kaum den Weg in die Medien. Dies liegt zum einen an der tatsächlichen Nachrichtensperre – in allen europäischen Länder, um eben nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen, und an der Tatsache andere eingestufte Gefährder nicht zu warnen.

Unsere Probleme durch sinnfreie Attentate sind nicht nur bei den kleinen Behörden zu suchen, sonder und vor allem auch in der europäischen Politik. Es wird Zeit, die Gesetze für Straftäter und Gefährder schnellstmöglich so abzuändern, dass diese Personen zeitnah und zügig abgeschoben werden können. Es grenzt an einen völligen Irrsinn, dass man Menschen bei der Abschiebung noch ein Handgeld mit auf die Reise gibt.

Nur wer mit Menschen redet, kann über sie urteilen.

Nun folgend einen Text den ich bereits am 13. März 2022 geschrieben habe.

Der europäische Irrsinn für Asylsuchende

In den 90er-Jahren hat die Europäische Union begonnen, eine eigene Politik und Instrumente zu entwickeln, um auf die globalen Herausforderungen der Migration eine europäische Lösung zu haben. Das Ziel war die Errichtung eines gemeinsamen Europäischen Asylsystems, auch GEAS genannt. Im Rahmen dieses Projektes hat die EU in den vergangenen Jahren eine Reihe von Richtlinien und Verordnungen verabschiedet, die zu einer schrittweisen Harmonisierung und Vereinheitlichung der nationalen Asyl- und Migrationspolitik führen sollte.

Die Flüchtlingskrise hat seit 2015 die Schwächen des Systems sichtbar werden lassen und die Zahl der Reformvorschläge rapide ansteigen lassen. Gleichzeitig sind aber im Zuge dieser Krise tiefe Gräben und Konflikte zwischen einzelnen EU-Staaten entstanden, welche in Folge sogar gegen geltende Menschenrechtsbestimmungen verstoßen haben.

Der bulgarische Politologe Ivan Jotov Krastev beschreibt die bis heute spürbaren Folgen des Zerwürfnisses in seinem Buch – Europadämmerung: ein Essay, aus dem 2017, als „bittere Spaltung der Europäischen Union und eine Wiederbelebung der Ost-West-Spaltung, die 1989 überwunden wurde“.

Das Dublin Übereinkommen aus dem Jahr 1990, sollte eigentlich einen Schritt in die Europäisierung der ursprünglich rein national organisierten Asylpolitik sein. Mit diesem Übereinkommen wurde festgelegt welcher europäische Staat für die Bearbeitung eines Asylantrags zuständig ist. Damit sollte sichergestellt werden, dass Geflüchtete, die Schutz suchen und in einem EU-Land zum ersten Mal europäischen Boden erreichen, die Garantie haben, dass ein EU-Staat die Verantwortung für das Asyl-Verfahren übernimmt.
Mit dem Schengen-Abkommen von 1985 sind in Europa Schrittweise die Grenzen und somit auch die Grenzkontrollen gefallen. Somit ist eine nationale Zurückweisung von einzeln Staaten an den europäischen Außengrenzen nicht so ganz einfach. Flüchtlinge die zum Beispiel die griechisch-türkische Grenze überschreiten und auf griechischen Staatsgebiet um Asyl bitten, werden zwar zunächst von den örtlichen Behörden versorgt – da sie aber mit ihrem Grenzübertritt den europäischen Schengen-Raum betreten haben, erledigen die griechischen Grenzbeamten diese Anträge im Auftrag der gesamten EU. Europa ist das Ziel der Flüchtlingen, die vor Terror und Krieg aus ihren Heimatstaaten fliehen und in Europa Schutz suchen – und nicht Griechenland. Das gilt auch für die Menschen, die über das Mittelmeer fliehen und dann in Italien oder Malta ankommen. Jene Staaten sind alleine durch ihr BIP gar nicht in der Lage, die Flüchtlinge aufzunehmen.

Naike Juchem, 24. Januar 2025